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Personalkarussell

„Sie leiten hier keine Firma, sondern eine Partei“: CDU-Bundesvorstand zerfleischt sich – Merz hart attackiert

Aufgrund der erratischen Personalpolitik des Kanzlers droht sich die Unionsspitze gegenseitig zu zerfleischen. „Sie leiten hier keine Firma, sondern eine Partei“, griff ihn etwa der Bremer Landesvorsitzende Heiko Strohmann am Montagmorgen an.

Merz am Montagmorgen gemeinsam mit Carsten Linnemann und Franziska Hoppermann (IMAGO/Bernd Elmenthaler)

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Nach der breit diskutierten Personalentscheidung des Bundeskanzlers um den mittlerweile entlassenen Verkehrsminister Patrick Schnieder steht die Führung der Union offenbar vor einer Zerreißprobe. Laut Medienberichten sah sich Merz am Montagmorgen bei mehreren Terminen teils ungewöhnlich scharfer Kritik vonseiten wichtiger Parteigrößen ausgesetzt. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass die rheinland-pfälzische Landtagsfraktion ein geplantes Treffen mit Merz in Berlin aus Mangel an „gegenseitigem Vertrauen und Wertschätzung“ abgesagt hatte (Apollo News berichtete).

Nach Informationen der Bild soll Merz bei einem Treffen des CDU-Präsidiums am Montagmorgen auch vom rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Gordon Schnieder für seinen Führungsstil kritisiert worden sein. Insbesondere die Art und Weise, wie sein Bruder Patrick in der Vorwoche durch Merz entlassen wurde, sorgte für Kritik. Merz soll ihn am Donnerstag über seine Entlassung informiert haben. Nachdem sein Wunschkandidat Fritz Güntzler kurzfristig abgesprungen war, schwieg Merz zu der Personalie mehrere Tage, ehe er am Sonntag Steffen Bilger als Nachfolger verkündete.

Eine besonders drastische Wortwahl soll auch der Bremer Landesvorsitzende Heiko Strohmann an den Tag gelegt haben. Laut Bild soll er im Rahmen der Präsidiumssitzung zu Merz gesagt haben: „Sie leiten hier keine Firma, sondern eine Partei“. Merz habe sich nach den Angriffen auf sein Recht als Bundeskanzler berufen, eigenmächtig Personalentscheidungen zu treffen. Außerdem habe er darauf hingewiesen, dass die Kabinettsumbildung durch die Personalie Jens Spahn initiiert worden sei.

Spahn trat zuvor als Vorsitzender der CDU-Bundestagsfraktion zurück, weil sein Ehemann mit Hilfe einer Leihmutterschaft Vater geworden war. Da sich die CDU traditionell gegen Leihmutterschaft stellt und diese Position in der Vergangenheit auch von Spahn selbstbewusst vertreten wurde, geriet er öffentlich in die Kritik. Dabei wurden ihm etwa Doppelmoral und Heuchelei vorgeworfen. Nachdem Merz die öffentliche Kritik an Spahn zunächst unterschätzt hatte, sah er sich kurz darauf gezwungen, Spahn den Rücktritt nahezulegen.

Die anschließende Neubesetzung des Fraktionsvorsitzes setzte wiederum ein Personalkarussell in Gang, das Merz innerparteilich nun zum Verhängnis werden könnte. So wurde etwa der vorherige Kanzleramtschef Thorsten Frei zum Fraktionschef ernannt, um anschließend die bisherige Gesundheitsministerin Nina Warken mit dem Posten des Kanzleramtschefs zu betrauen.

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Gesundheitsminister ist nun wiederum der vorherige CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, der diesen Posten noch Anfang letzten Jahres vehement ablehnte und bei seinem Amtsantritt keine glückliche Figur abgab (mehr dazu hier). Ziel der Vorstandsitzung am Montagmorgen war wiederum die Neubesetzung des Generalsekretärspostens. Dabei stimmte der Vorstand auf Vorschlag des Kanzlers, den er zuvor in der Präsidiumssitzung abgegeben hatte, einstimmig für die Bundestagsabgeordnete Franziska Hoppermann.

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38 Kommentare

  • Als ex-Unions-Wähler sehe ich dies alles mit einiger Genugtuung. Meine Hoffnungen ruhen auf Siegmund und Sachsen-Anhalt.

    • Gute Wahl 👍
      Den würde ich auch wählen wenn ich könnte . Nur leider nicht mein Bundesland.

      • Sie könnten sich dorthin ummelden. Freunde, etc..
        Habe vernommen, dies würden viel Grünen- und Linkenanhänger auch so handhaben.

        • Nicht mein Stil .
          Aber danke für den Tipp 👍

          8
  • „Sie leiten hier keine Firma, sondern eine Partei“,
    Er leitet ja nicht nur eine Partei sondern eigentlich auch ein ganzes Land!
    Eigentlich!

    • Wenn „er“ sich da mal nicht selbst ein Bein gestellt hat 🙂

    • Nix da,Pinocchio 🤥 ist nur die Marionette des Gierigen Lars.

  • Personalentscheidungen kann ein Kanzler nicht alleine treffen, bloß weil er das Recht dazu hat, bzw ein solcher Kanzler handelt dann extrem ungeschickt.
    Eine Regierung ist immer auch irgendwo eine Mannschaft und ein Mannschaftsgeist entsteht nur durch gegenseitigen Respekt, den Merz als Kapitän hier leider vollständig vermissen lässt.

    Wenn Merkel in zwanzig Jahren mit nur einer Sache richtig lag, dann in ihrer Einschätzung, daß Merz als Kanzler oder überhaupt als Führungsperson nicht geeignet ist.

  • „… weil sein Ehemann …“
    An dem Satz hänge und hänge und hänge ich.

  • Die Sonntagsfragen zeigen immer das Bild von vor 3-4 Tagen, da waren Güntzlers Affront und der Anschlag auf den CSD noch nicht geschehen.

    Daher werden diese Woche wohl mit 28-29 % für die AfD und 21-22 % für die CDU zu rechnen sein.

    Nächste Woche aber ist es gut möglich, dass die AfD die 30er-Marke nach oben und die Union von 20er nach unten reißen wird.

    Und das so kurz vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt.

    Wie lange wird Blackrock-Merz noch zu halten sein und wann durch Fritz Güntzler oder Philip Amthor ersetzt werden?

    • Werder der eine noch der andere.
      Nach der vorgestrigen Tat und der „unendlichen Fassungslosigkeit“ und den Mantra-Statements: „Wir lassen uns unsere (bunte) Art zu leben nicht nehmen“ ist niemand, der dieses Land würdig vertreten kann, prädestinierter als Hape Kerkeling, Olivia Jones oder Harald Glööckler!

      • Hape Kerkeling kann aber nicht gleichzeitig Bundeskanzler und Bundespräsident!

  • Merz könnte auch keine Firma führen mit dem Verhältnis zu Ehrlichkeit und Fehlerkultur. Gott bewahre, der Laden ginge in Nullkommanix den Bach runter.

  • In Merze’s Kaderpartei brennt langsam die Hütte. Das innerparteiliche Aufmucken gegen den unsäglichen Kanzler ist längst überfällig. Eine konsequente Palastrevolution könnte Merz kippen.

    • Da scheint schon Einiges am Schwelen zu sein 😮

  • Ich hoffe, dass CDU und CSU sich bald erledigen.

  • Das nennt man wohl angezählt.
    Wartet ab, wenn im September die drei Landtagswahlen krachen in die Hose gehen.

  • Das letzte Aufgebot der linken CDU.

  • Das neueste aus Deppendorf!
    Der Bürgermeister lädt seinen Gemeinderat zur „Reise nach Jerusalem“, der bekannten „Stuhlpolonaise“, ein.

  • Zitat:…..keine Firma, sondern eine Partei
    —————————————————————————————
    Richtig!….In einer“Firma“säße „ER“nämlich im Knast !!! 🙁

  • Merz muss weg!!!

  • Das sollen scharfe Angriffe sein?

    • Für politische Verhältnisse würde ich Das auch so bezeichnen.

  • Allein das Wort Diktator reicht hier, um zensiert zu werden.
    Was soll das?

  • Sollen sie sich gegenseitig zerfleischen.
    Merzel spielt aber auch den großen Zampano….

  • „Die Reise nach Jerusalem“ – mit Ministerstühlen.
    Kein frischer Wind, keine neuen Ideen, niemand „vom Fach“. Dieselben leeren, abgehalfterten, satturierten Gesichter. Alles wie in einer Bananenrepublik vom Diktator entschieden. Das ist „Unseredemokratie“

  • Getöse und dann einstimmig die Generalsekretärin gewählt
    CDU-Klatschasen eben

  • Merz haben fertig.

    • Dead Man Walking

  • Dieses Land geht seit 11 Jahren den Bach runter, gerade auch durch tätiges Handeln der CDU (Merkel), aber alles gut und CDU voll muttiviert. Jetzt muß ein Minister eines vglw. irrelevanten Ressorts zurücktreten und die Partei steht Kopf. CDU. Kann wech.

    • 21 Jahren, wir wollen die „alternativlose“ Euro-Rettung auf Kosten von Sparbuch und Lebensversicherung und die Fukushima-Panik zur Energiehochpreisarmut nicht vergessen.

      Selbst Schröder hätte dieses Land besser geführt als FDJ-Merkel.

      • Merkel hat die innere Sicherheit erledigt, Schröder den Sozialstaat für Deutsche. Einfache Frage: Wenn wir Anfang 2000er schon über unsere Verhältnisse gelebt hatten, wo kommt das ganze Geld her, was seitdem in alle Welt verschleudert wird und in Korruption investiert wird. Schröder hat den Deutschen das Geld genommen, Merkel hat es in alle Welt verballert. Der letzte Kanzler, den ich integer hielt, war Helmut Schmid, der ja in der eigenen Partei sehr unbeliebt war. Was natürlich für ihn spricht.

    • Nicht vergessen, von der Leyen CDU bricht der Autoindustrie, das Rückgrat unseres Wohlstandes, das Genick.

  • Dieser Kanzler scheint mit dem Verständnis so seine Probleme zu haben,
    wenn ein Fraktionsvorsitzender von seinem Amt zurücktritt, dann initiiert er damit keine Kabinettsumbildung, weil er nicht Mitglied des Kabinetts ist.

  • Bin schon gespannt auf die nächsten Wahlumfragen. Dieses Kindergartentheater geht mir auf Nerven. Es tut mir leid, für mich ist die AFD mittlerweile noch die einzig wählbare Partei in Deutschland. Dann bin ich alt ein Nazi, aber mit Verlaub, dass ist mir scheißegal.

  • der leitet hier gar nix, ausser die Abwrackung Deutschland im Interesse fremder Mächte.

  • Wer noch CDU und andere UnsereDemokraten wählt, ist Täter und Verräter.

  • CDU, gibts den Shice immer noch?

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