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Anti-AfD-Aufruf

Polizeigewerkschaft GdP gibt zu, dass sie Wikipedia-Eintrag über Sven Hüber bearbeitet hat

Nachdem der Polizeigewerkschafter Sven Hüber mit scharfen Aussagen zur AfD in die Kritik geraten ist, hat GdP-Chef Jochen Kopelke nun Kritik gegen Hüber als „Hetze“ verurteilt. Zugleich räumt er ein, dass die GdP Wikipedia-Einträge zu Hüber bearbeitet hat.

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Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei: Jochen Kopelke (IMAGO/Funke Foto Services)

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Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat nach massiver Kritik an einem Beitrag ihres stellvertretenden Bundesvorsitzenden Sven Hüber Stellung bezogen. Von einer klaren Distanzierung zu Hübers Artikel, in dem er Polizisten zum Widerstand gegen eine mögliche AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt aufruft, kann jedoch keine Rede sein. Vielmehr verteidigt die Gewerkschaft ihren Funktionär und spricht von einem „sehr geschätzten Mitarbeiter“. Zugleich räumte die GdP ein, den Wikipedia-Eintrag zu Sven Hüber bearbeitet zu haben, um aus ihrer Sicht „Unwahrheiten oder tendenziöse Behauptungen“ zu korrigieren.

Der GdP-Vorsitzende Jochen Kopelke versucht, den Vorgang vor allem als internes Abstimmungsproblem darzustellen. Die Gewerkschaft wolle gesellschaftliche Debatten anstoßen und unterschiedliche Positionen zur Einordnung gegenüberstellen. Gleichzeitig betont Kopelke: „Es ist nicht Aufgabe der GdP, ihren Mitgliedern Wahlempfehlungen zu geben oder sie zu belehren.“

Auch rhetorische Überspitzungen gehörten zur Debatte, „dürfen und sollten aber weder verletzen noch bevormunden“. Was zunächst wie eine teilweise Distanzierung gelesen werden könnte, relativiert die GdP jedoch unmittelbar wieder.

Statt Hüber für seine Aussagen zu kritisieren, stärkt die GdP ihm den Rücken. Im nächsten Absatz heißt es: „Mit aller Schärfe verurteilt die GdP die öffentliche Hetze und die teils massiven Drohungen gegenüber dem Autor, unserem Kollegen Sven Hüber.“ Auch die Darstellung seiner Vita bezeichnet die Gewerkschaft als „beschämend“.

Dabei macht die GdP ein bemerkenswertes Eingeständnis: Sie räumt ein, selbst einschlägige Wikipedia-Einträge zu Hüber bearbeitet zu haben, um aus ihrer Sicht „Unwahrheiten oder tendenziöse Behauptungen“ zu korrigieren. Dass die Änderungen ausgerechnet während der laufenden Debatte vorgenommen wurden, bezeichnet die Gewerkschaft als Folge eines „internen Kommunikationsdefizits“.

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Dabei geht es um einen weiteren Vorgang rund um Hübers Wikipedia-Eintrag. Ein Nutzer mit dem Namen „GdP.Bund“ versuchte, Passagen zu Hübers früherer Tätigkeit als Politoffizier bei den DDR-Grenztruppen zu verändern und diese Vergangenheit zu relativieren. Der Nutzer gab dabei an, „auf Wunsch“ der GdP-Geschäftsführung zu handeln (mehr dazu hier).

Hintergrund der Debatte ist ein Beitrag Hübers für die GdP, in dem er Polizisten auf das Szenario eines AfD-Innenministers vorbereitete. Darin bezeichnete er eine Unterstützung der AfD durch Polizeibeamte als „No-Go“ und forderte die Polizeiführung auf, sich auf eine mögliche Regierungsbeteiligung der Partei vorzubereiten. Zudem zog Hüber Parallelen zur NS-Zeit und verwies unter anderem auf die „Köpenicker Blutwoche“ sowie auf mögliche Szenarien eines „inneren Notstands“ (Apollo News berichtete).

Dies sorgte für lautstarke Kritik – auch innerhalb der Gewerkschaft. Im Zuge der Debatte distanzierten sich mehrere Landesverbände von Hüber. So kritisierten unter anderem die Verbände in Berlin und Nordrhein-Westfalen seine Positionen deutlich. Auch aus Sachsen-Anhalt und Bayern kam Kritik, während selbst Hübers eigene Kreisgruppe auf Distanz ging (mehr dazu hier).

rs

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45 Kommentare

  • Alles was nicht zustimmt, scheint inzwischen Hetze zu sein. Besonders scheint das der Fall zu sein, was Fakten benennt. Dieses Land muss vom Kopf auf die Füße gestellt werden. Es ist höchste Zeit und es gibt viel zu tun.

    • Hayali wird heute Abend im ZDF erklären, rechtsextreme Reichsbürger hätten Wikipedia gehackt und unter dem Kommando des Hacker-Führers Siegmund die Einträge manipuliert, weshalb die AFD sofort verboten werden muss…

  • Wann überprüft die Bundesanwaltschaft diese Angelegenheit?

    • §§ 81 ff., 111 StGB

    • Wir werden diese Dinge selber in die Hand nehmen müssen. Leute, führt und ergänzt penibel die Listen, wir werden diese Listen dringend brauchen!……….

  • Redliche Polizisten in Deutschland sollten GENAU hinsehen, was da aktuell passiert. Schweigen heißt Zustimmung!

  • GdP-Chef Jochen Kopelke gehört genau wie Herr Hübers sofort seines Amtes enthoben!

  • Die Vergangenheit wird manipuliert um die Gegenwart zu bestimmen ☝️

  • „Demokratie ist nicht die Herrschaft der Unwissenheit, sondern die Pflicht zur Einsicht.“ – Walter Rathenau

  • Hoffentlich verliert er bei der nächsten Wahl und wird in den harten Streifendienst versetzt. Da kann er sich vor Ort für den Rechtsstaat täglich einsetzen.

    • Das glauben Sie doch selber nicht. Ein Typ wie der landet immer weich.

  • Mich würde auch interessieren, wie die GdP begründet, gegen § 5 des Digitale-Dienstes-Gesetz zu verstoßen, indem sie den Namen einer verantwortlichen natürlichen Person auf ihrer Impressumsseite bei
    http://www.gdp.de
    nicht angibt.
    Verstöße gegen die Impressumspflicht sind m. W. Nach bußgeldbewehrt.

  • Ich denke, als Hetze kann man das bezeichnen, was besagter Herr betrieben hat.

  • Was heißt GDP eigentlich? Gegner der Polizei? Kann das sein? Sieht auf jeden Fall so aus, irgendwie.

  • Was ist den am Wikipedia Eintrag unwahr?
    Politoffizier in der Grenztruppe entspricht Wohl der Wahrheit.

    Genauso wohl wie das Politoffiziere besonders treue Genossen der SED waren, sonst hätten sie nicht an der Grenze zum kapitalistischen Feind gedient und Republikflüchtige zur Not erschossen.

  • S7nd wir wieder bei den Methoden und der Gewinnung des MfS. Erich hätte seine helle Freude!

  • Was Hüber gesagt hat, spricht für sich: Er hat seine Gewerkschaftsmitgliedernde für den gar nicht so unwahrscheinlichen Fall eines Wahlsiegs der AfD mehr oder weniger unverblümt zum „Widerstand“ (also zum Putsch?) gegen eine demokratisch gewählte Regierung aufgerufen.

    Das geht über die handelsübliche Hetze von Links weit hinaus und stellt die rechtsstaatliche (Rest)Demokratie in vielerlei Hinsicht in Frage.

  • Herr Kopelke spielt in der gleichen Liga wie Genosse Hüber, der Scharfschütze!

  • „…. hat GdP-Chef Jochen Kopelke nun Kritik gegen Hüber als „Hetze“ verurteilt“ – diese Linken Genossen sind einfach nicht mehr zu therapieren. Die problematische Gesinnung dieses Politoffiziers wird nichtmal hinterfragt ! Ich kann nur an jeden aufrichtigen Polizisten appellieren, seine GdP Gewerkschaftsmitgliedschaft noch mal zu überdenken. Es scheint gerade nicht so zu sein, das diese GdP vollumfänglich auf dem Boden unserer Rechtsstaatlichkeit steht.

    • Die Fragen bleiben: Wie viele von diesen ganz „speziellen“ Leuten stehen noch im Staatsdienst? Wie weit haben sie ihre Ideologie verbreiten können? Warum wurde das zugelassen?

  • Gewerkschaft der Polizei – ein Herz für Mauerschützen.

  • Aha, Kritik gegen einen Hetzer und ehemaligen Mauerschützen ist jetzt Hetze. Leute, wo wollt ihr hin? Wisst ihr eigentlich, was euch demnächst blüht?

  • Muss ich jetzt bei jedem Bullen denken, er ist von der Stasi indoktriniert?! Na, vielen Dank auch.

  • „… Folge eines „internen Kommunikationsdefizits“
    Da gibt es noch viel mehr massive Defizite.

  • Was für ein Haufen!

  • Kopelke ist Mitglied der SPD. Er har wahrscheinlich noch nie davon gehört, daß eine große Anzahl aufrechter Sozialdemokraten unter der Kommunistenherrschaft inhaftiert, ermordet und vertrieben wurden.

  • Nicht die Darstellung der Vita ist beschämend, es ist die Vita selbst. Und der Versuch, sie heimlich zu schönen, macht es nicht besser.
    Ich hoffe, dass der GdP die Mitglieder davonlaufen.

  • Wenn der Versuch der Schadensbegrenzung alles nur viel schlimmer macht.
    Keiner braucht da mehr Komiker, solche Leute reichen völlig aus.

  • „Gewerkschaft“
    Damit ist alles gesagt
    Übersetzt: Überbezahlter Apparatschik Filz

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