Nur noch Endkämpfe
Schon wieder ein Wahltag, an dem die CDU nur verlieren kann. Die Landesfürsten stärken Merz ein letztes Mal den Rücken, weil sie nicht wissen, was sie sonst tun sollten. Wie tief der Bruch ist, will man immer noch nicht wahrhaben.
Wahlabend, das ist für die Union schon ein Horrorszenario für sich genommen. Wieder einmal gibt es nichts zu gewinnen, es wird sich heute nur entscheiden, wie schlimm es wird. In Mecklenburg-Vorpommern wird das Ergebnis entweder bitter oder vernichtend, in Berlin kann man sich bestenfalls unter Verlusten in eine Art schwarz-rot-grüne Koalition ohne Wirkmacht retten oder ein weiteres Bundesland verloren geben. Die Reihen der mächtigen „Landesfürsten“, sie lichten sich.
Der Regierungssprecher tritt in dieser Woche vor die Presse, verweist auf desaströse Umfragedaten und schwurbelt allen Ernstes, dass man „sehr infrage“ stelle, wie diese Werte „vernünftig und seriös zustande kommen“ würden, weil „keines dieser Institute die Finanzressourcen hat, solche Umfragen zu machen“. So werden sich die desaströsen Werte für Friedrich Merz erklären.
Die Verteidigungsversuche in einer Lage, die schlicht nicht zu verteidigen ist, nehmen zusehends groteske Züge an. Die Situation ist so auserzählt, dass intelligente Menschen nur noch schweigen könnten. Politiker zu sein, das bedeutet aber, zum Reden gezwungen zu sein da wo alles gesagt ist. Das ist die eigentliche Qual.
Wenn die Ministerpräsidenten der Union in einem ominösen Brief versuchen, Merz die Treue zu schwören, ist das eigentliche Signal das, was sie aus dem Entwurf gestrichen haben: Der Name Friedrich Merz war aus dem Schreiben schlicht verschwunden. Man bekennt sich zwar noch vage zum Amt des Bundeskanzlers, aber nicht zu seiner Person. Der Bundeskanzler hat sich stets bemüht, hätte man auch schreiben können.
Dieses Papier der „Landesfürsten“ transportiert eine zynische Botschaft: Wir stürzen Merz vorerst nicht – aber nicht, weil wir ihn schätzen, sondern weil sich derzeit niemand anderes traut, in diese verwüstete Lücke zu treten. Ein Hendrik Wüst verkündet, Spekulationen über ihn seien „einfach Quatsch“, weil er ganz genau weiß: Wer jetzt übernimmt, droht in dieser politischen Lage sofort zu verdampfen. Merz ist Kanzler, um die anstehenden Tiefschläge einzustecken. Dann geht es irgendwie weiter.
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Der schwarz-rote Senat in Berlin steht kurz vor der Abwahl – Bundeskanzler Merz sieht ihn dennoch als Vorbild. Vom CDU-„Schlussspurt“ vor der Abgeordnetenhauswahl sind aber nicht einmal die eigenen Mitglieder wirklich überzeugt.Merz hatte in absurder Weise sogar recht, als er in dieser Woche einen Journalisten angefahren hat: „Sind Sie eigentlich auch an Sachthemen interessiert? Es verengt sich in Deutschland jede politische Diskussion auf Personaldebatten.“ Die Vorstellung, man könnte dieses seit 10 Jahren auf Verschleiß gefahrene System CDU, schuldig an unzähligen politischen Verelendungen, gefangen in der Brandmauer-Falle, mit einem bloßen Personaltausch retten, ist mindestens naiv. Der kurze Beliebtheitsvorstoß und Amtsbonus eines neuen Kandidaten wäre ein Strohfeuer.
In Berlin dürfte die Schwäche der CDU den Weg frei machen für eine Linkspartei, die Integration ablehnt, noch turbohafter einbürgern will und mit Israelhass in arabischen Parallelgesellschaften mobilisiert. In Mecklenburg-Vorpommern überlässt man der SPD gleich das Feld. Und man macht diese Wahl zwangsläufig erneut zu einem Misstrauensvotum gegen sich selbst. Und das wird kommen.
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Mannhart trifft es. Ein „Unterstützerbrief“ für Merz, aus dem man Merz gestrichen hat: politischer Nachruf mit offenem Sterbedatum.
Die Landesfürsten stehen hinter ihm – dort fliegen die Splitter beim Einschlag nicht so weit. Schlechte Umfragen? Früher zweifelte eine Regierung an sich, heute am Messgerät. Zeigt das Thermometer 40 Grad: Batterie raus.
Und Merz beklagt die Personalisierung der Politik. Ausgerechnet der Mann, dessen Geschäftsmodell jahrelang lautete: Wartet nur, bis ich endlich dran bin. Nun ist er dran. Das Warten war offenbar erfolgreicher.
Das eigentlich Grausame: Ein Austausch dürfte tatsächlich wenig retten. Merz ist inzwischen weniger Kapitän als Galionsfigur eines Schiffs, auf dem die Mannschaft bereits diskutiert, wer nach dem Untergang Vorsitzender des Schwimmvereins wird. Bis dahin bleibt Merz im Amt. Einer muss schließlich noch das Licht ausmachen – sofern die CDU anschließend nicht erklärt, die Dunkelheit sei methodisch zweifelhaft.
Das Bild….der Wahnsinn !!!
Heute gibt es für die Wähler in Berlin und MV die Gelegenheit, sich an den Altparteien zu rächen. Ich freue mich schon auf nachher. 💙
Dass Merz nicht das Ende mit Schrecken wählt sondern den Schrecken ohne Ende, ist bemerkenswert. Oder ist er von der Realität ähnlich abgeschirmt wie Putin?
Auch das sind tägliche Meldungen aus Deutschland und die regierende Parteien haben dies verschuldet!
https://www.bild.de/regional/hamburg/vermisst-in-hamburg-polizei-sucht-julia-12-und-alicia-14-6aaf5d89b1857e86757a7c03
Wenn bei demokratischen Wahlen, rund 40% der AFD Wähler nach der Wahl undemokratisch herausgerechnet werden, weil man an der Linken Politik nichts ändern will, darf sich nicht über die Verhältnisse und Wahlergebnisse in Deutschland empören. Die CDU/CSU wird immer weiter verlieren, weil sie selbst Linke Politik betreibt. Und wenn man wie Merz vor der Wahl auch noch „Links ist vorbei“ verkündet. ist man nur noch eine Lügenpartei deren Ende nicht schnell genug gehen kann.
Ich glaube manchmal, dass es den CDU-Kaspern reicht, die stärkste Kraft im linken Lager zu sein.
Jedes AfD-Mitglied in dieser Körperhaltung wäre nun ‚gesichert rechstextrem‘ und hätte schon längst eine Anzeige im Briefkasten, wenn nicht gar ein SEK vor der Haustür :->
Dazu paßt die Sonntagsrunde von heute
„ Der Finanzexperte und Publizist Marc Friedrich, der Brandenburger Zeitungsverleger Michael Hauke und der Rechtsanwalt und Publizist Joachim Steinhöfel diskutieren mit Burkhard Müller-Ullrich über die tragikomisch verzweifelte Lage der Unionsparteien, die die AfD bekämpfen und von allen anderen in den Boden gerammt werden, über die groteske Rückenstärkung für den unfähigsten Vorsitzenden, der sich im Kanzleramt eingebunkert hat, über die bittere Geschichtspointe, die in Berlin durch die Wahl einer kommunistischen Bürgermeisterin zur Aufführung kommt, und über die neuesten Indizien für die Notwendigkeit, den öffentlich-rechtlichen Rundfunkmoloch zu zerschlagen.“
https://kontrafunk.radio/de/sendung-nachhoeren/politik-und-zeitgeschehen/die-sonntagsrunde/die-sonntagsrunde-mit-burkhard-mueller-ullrich-merz-ist-alternativlos
Zu erwarten sind heute vernichtende Ergebnisse. Unter normalen Umständen müsste Merz schon morgen Mittag am Hennesee im Sauerland auf einer Bank sitzen und Enten füttern. Aber ich fürchte, dass er und seine Entourage noch nicht fertig ist mit ihrem Zerstörungswerk.
Merz wird man aus dem Bundeskanzleramt heraustragen muessen, freiwillig geht der nicht.
Warum sollte er das?
Solange kein konstruktives Misstrauensvotum erfolgreich ist, kann er amtieren.
Die Bundestagswahl ist gültig, egal was in den Ländern gewählt wird oder was sich herumgrölende Kleinbürger wie Sie und Konsorten gerade einbilden.
Ja ja er lacht und hat Freude. Wenn ich diese Geste in der Öffentlichkeit mache dann zack bin ich einkassiert von der Polizei. Aber ich weiss für unsere Demokratie stehen sie über dem Gesetz. Nun wie auch immer die Wahl ausgeht der Fall aller Parteien geht unaufhaltsam weiter. Am Schluss wird man diejenigen Leute von der AFD einsetzen, die anderen kennen wir doch jetzt zur genüge. Berlin zeigt für mich ähnlichkeiten mit New York, es muss doch immerhin ein worst chase Senario für die Menschen im Land geben, damit sie es endlich kapieren.
Die Wahl in Mc Pom zeigt, wie man mit lächelnden hübschen Bildern und der warmherzigen Farbe rot auf Wahlplakaten gewinnen kann. In der Realität hat Mc Pom die viertniedrigste Geburtenrate aller Bundesländer, es gibt jetzt auch dort Graffiti an den Hauswänden, Wohnungsnot und Demonstrationen von Gutmenschen, die weder ihre eigene Doppelmoral sehen noch einen Rollentausch zur Bewertung von Gerechtigkeits-Fragen beherrschen. Die linksorientierte Mediendominanz entfaltet teilweise auch im Osten ihre Wirkung.
Ich bin zutiefst irritiert – ist da etwa der Hit…r-Gruss zu sehen? … Ach nee, da steht ja ein guter CDU-Mann und kein böser AfDler!
Tatsächlich ist das große Problem, einen Nachfolger aus den Reihen des Kartells zu finden. Jedes 12jährige Mädchen könnte die Aufgabe des Bundeskanzlers übernehmen. Und sogar ein Dackel würde einen besseren Job machen. Das wäre doch mal ‚was.
Die Aktien der Union stehen auf verkaufen, selbst das Sharholder Value interessiert dort niemanden mehr. Die CDU und ihre demente Wählerschaft sind nur noch eine Frage der Zeit.
Aber sie ist kein Unikum, in den meisten europäischen Ländern sieht es ähnlich aus. Italien zeigt mit Giorgia Meloni, dass die Welt nicht untergeht, wenn rechts regiert. Es bleibt nur die Frage, ob zuerst Le Pen in Frankreich oder Weidel in Deutschland als Erste regieren wird.
Kanzlerdarsteller. Geh doch in Pension und warte auf deine Gerichtsverhandlung, da du Muttis Werk vollendet hast. Dummland ist bereits am Ende und jeden Tag länger mit dir ist ein Alptraum. NUR NOCH AFD💙💙💙
Berlin brennt, Ceuta ist gefallen und den USA geht es auch nicht mehr so gut … nur im Kanzlerbunker brennt noch Licht.
Wir brauchen ein neues Wahlrecht. Die Invasion der politischen Nacktschnecken in höchste politische Ämter über das Verhältniswahlrecht muss! aufhören!! Vielleicht ein zweiter oder dritter Wahlgang, in der zumindest nicht mehr nur Parteien bestimmen, wer über die Landeslisten ins Parlament rutscht.
Klingt so, als hätten Sie als Wähler keine Lust mehr, sich von Nullen als dumm und faul bezeichnen zu lassen.