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Männer im Frauen-Basketball: Wenn Satire von der Wirklichkeit überholt wird

Zwei ehemalige NBA-Profis gaben sich provokativ als Frauen aus und wollten in der WNBA mitspielen. Statt ihre Regeln zu präzisieren und klarzustellen, wer als Frau gilt, erklärte die WNBA beide zu Feindbildern. Ein typischer Fall, in dem Satire von der Wirklichkeit überholt wird.

Der ehemalige NBA-Profi Enes Kanter bei seinem Rausschmiss (IMAGO/Icon Sportswire)

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Der ehemalige Basketballprofi Enes Kanter Freedom wurde im August bei einem Spiel der Frauenliga WNBA zwischen Chicago Sky und Indiana Fever der Halle verwiesen. In einer Auszeit lief Sky-Spielerin Natasha Cloud auf den am Spielfeldrand sitzenden Kanter zu und schrie ihn an. Kanter, der ein T-Shirt mit der Aufschrift „WOMAN“ und der Definition „adult human female“ trug, zog in dem Wortgefecht den Kürzeren und wurde von der Security zum Ausgang befördert.

Kanter hatte sich bei vielen Spielerinnen der sich als progressiv verstehenden Liga in den Wochen zuvor unbeliebt gemacht. Nicht etwa, weil er sich mit chauvinistischen Sprüchen über das sportliche Niveau der WNBA lustig gemacht hätte, sondern weil er in satirischer Absicht angekündigt hatte, sich als Frau zu identifizieren und künftig in der Frauenliga spielen zu wollen. Kanter wollte sich mit seiner Aktion mit der Spielerin Sophie Cunningham solidarisieren, die nach einem Porträt über sich beim Sportsender ESPN in der linken Medienöffentlichkeit in Ungnade gefallen war.

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In dem Gespräch des Senders mit Cunningham ging es um das Thema Transfrauen im Frauensport. Dabei plädierte die „MAGA-Barbie“ – wie Cunningham kurze Zeit später abwertend genannt wurde – dafür, „junge Mädchen in den Kabinen“ zu schützen, und warnte davor, sie „gegen biologische Männer“ antreten zu lassen. Es folgte ein gigantischer Shitstorm, an dem sich nach kürzester Zeit auch deutschsprachige Medien beteiligten (mehr dazu hier).

In der Folge erhielt Cunningham nicht nur von Kanter Zuspruch. Auch der ehemalige NBA-Profi Royce White gab plötzlich scherzhaft an, sich als Frau zu identifizieren, und unter dem neuen Namen „Roysha“ in der WNBA spielen zu wollen. Kanter und White bezogen sich dabei auf den Tarifvertrag, dem zufolge ausschließlich Frauen in der Liga spielen dürfen. Die Liga selbst vermeidet es jedoch, wie es sich für ein progressives Unternehmen heutzutage gehört, klar zu definieren, was sie unter einer Frau versteht.

Vonseiten der Spielergewerkschaft WNBPA wurde die satirische Provokation der männlichen Spieler, die sich eigentlich nur mit den Spielerinnen solidarisieren wollten, scharf verurteilt. WNBA-Kommissarin Cathy Engelbert sandte in der Folge ein Memo an die Teams der Liga, in dem sie erklärte, dass dem Thema weiterhin „erhebliche Aufmerksamkeit“ gegeben werde. Auch kündigte sie die Einrichtung einer Taskforce zur Klärung des weiteren Vorgehens an, deren Zusammentreffen ohne Einigung endete. 

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Bei einem Treffen dieser Taskforce konnten sich die Funktionäre der Liga, wie zu erwarten, jedoch nicht darauf einigen, was eine Frau eigentlich ist (mehr dazu hier). Einen Tag nach seinem Rausschmiss aus der Halle informierte die WNBA schließlich ganz unbürokratisch und ohne die bestehenden Regelungen klarer zu definieren, dass Kanter und White nicht spielberechtigt seien (mehr dazu hier).

Man möchte offenbar eine Auseinandersetzung mit dem Thema so weit wie möglich vermeiden – ähnlich wie in Deutschland. Dabei wollten die beiden ehemaligen NBA-Profis nur darauf aufmerksam machen, was dem Frauensport blühen kann, wenn biologische Kategorien durch individuelle Gefühle ersetzt werden.

Kanter gab anschließend bekannt, dass er sich rechtlich gegen diese Entscheidung wehren werde. „Ich werde die beste WNBA-Spielerin sein, die die Welt je gesehen hat oder je sehen wird“, verkündete er. Von einer Spielerin wurde er daraufhin als „ein Stück Scheiße“ bezeichnet. Doch der ehemalige türkische Nationalspieler zeigte sich hiervon unbeeindruckt und sagte, er werde „weiterhin für Frauen einstehen und die Meinungsfreiheit vertreten“.

Royce White veröffentlichte in diesem Zusammenhang mehrere Videos auf X, in denen er mit langhaariger Perücke und anderen Accessoires auftritt – mal mit „MAGA“-Cap, mal mit Zopf. Seine im Hinblick auf den Streit geschaffene Kunstfigur Roysha dient dabei offenkundig vor allem der Verballhornung einer woken Ideologie, die den Ausschluss von biologischen Männern aus dem Frauensport für unzumutbar hält.

Man könnte an dieser Stelle mit biologischen Fakten argumentieren. Anführen, dass männliche NBA-Spieler im Schnitt rund 20 Zentimeter größer sind als ihre weiblichen Kollegen. Und auch etwa 20 Kilogramm schwerer. Man könnte endlos darüber sprechen, dass Männer im Sport einen großen physischen Vorteil haben. Und zwar in beinahe jeder Disziplin. Ob es um Sprinten, Boxen, Fußball oder eben Basketball geht. 

Doch all das wurde bereits unzählige Male getan. Ohne großen Erfolg. Das Verständnis für Fakten hält sich in der linken Blase in Grenzen. Denn das Geschlecht sei schließlich nur ein soziales Konstrukt und könne nach Belieben gewechselt werden. Der Fall ist derart absurd, dass sich jeder weitere Kommentar erübrigt. Die Wirklichkeit hat die von Kanter und White inszenierte Satire längst überholt.

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43 Kommentare

  • Wenn man beliebig wechseln kann, dann muß die Liga die beiden neuen Frauen akzeptieren. Ansonsten wäre es ja Willkür.

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    • Es ist nix anderes und darum geht’s. Schließlich haben sie die Macht zu bestimmen, was geht und was nicht.

  • Ist das denn nicht antifeministisch, eine neue Spielerin so anzufeinden?

  • Frauen bilden die Hälfte der Menschheit, die die zur Fortpflanzung notwendigen Eizellen und in der Regel auch die zum Austragen des Embryos erforderlichen Gebärorgane besitzt.
    Geschlechtliche Spielarten gibt es in der Natur immer.
    Sportfunktionären sollte man die Entscheidung dieser Definition jedenfalls nicht überlassen.

  • Habe mich immer gefragt, wieso das alte Rom in Dekadenz verfallen und daran untergehen konnte. Dabei ist es ganz einfach, wie wir heute sehen. Meine Oma formulierte es prägnant: wenn es dem Esel zu gut geht, geht er aufs Eis.

    • Diesen Spruch hat mein Vater auch gerne erwähnt, daher fällt er auch bei mir von Zeit zu Zeit.

      Ebenfalls sehr treffend für den aktuellen Wahnsinn:
      „Die erste Generation erschafft Wohlstand, die zweite verwaltet ihn – und die dritte studiert Kunstgeschichte.“
      Das galt zumindest bis vor 20 Jahren, und jetzt studiert die wohlstandsverwahrloste, völlig weltfremde dritte Generation eben Gender“wissenschaft“, Postkolonialismus und ähnliche Phantasiefächer… allerdings scheint das hauptsächlich ein Problem Großstadt vs. ländliche Gegend zu sein. Ich habe beruflich mit 18 – 22-jährigen zu tun, und denen hängt der ganze links-woke Wahnsinn dermaßen zum Halse raus… Es gibt also noch Hoffnung!

  • Jeder halbwegs lebensnahe Bürger hat dieses Durcheinander kommen sehen. Es ist halt nicht unbedingt die moralisch gerechteste Grenze auch gleichzeitig die beste. Nein, Praktikabilität und Eindeutigkeit, und somit Rechtssicherheit machen bisweilen die Welt viel besser, als es sich die bestdotierten „Wissenschaftler“ an den Hochschulen ausdenken können.

  • Sobald man seine eigene Medizin zu spüren bekommt scheint Schluss mit Lustig bei den linken zu sein.

  • Mir fiel sofort auf, dass im Tarifvertrag nur Frauen in der weiblichen Liga zugelassen seien. Diese ganzen Diskussionen und das Hin und Her, könnte durch ein einziges Wort in diesem Vertrag beendet werden. Das ‚Zauberwort‘ wäre in diesem Fall: ‚Biologisch‘.

  • „…sondern weil er in satirischer Absicht angekündigt hatte, sich als Frau zu identifizieren und künftig in der Frauenliga spielen zu wollen.“

    Wäre bei uns völlig OK und in Ordnung, die Willensbekundung zählt. WER wagt es, dagegen etwas zu sagen und als Rassist und noch schlimmeres tituliert und beschimpft zu werden!?

  • Eine Saison mal der volle (Zwangs-)Mix in allen Ligen und allen Sportarten.
    Inklusive aller Meisterschaften und Olympiaden.

    Danach ziehen wir Bilanz. Werten aus. Schauen uns die Highlights an.
    Feuern die progressiven Verantwortlichen.
    Und zahlen den Frauen die Krankenhausaufenthalte und Entschädigung.
    Deal?

    • Aber nur denjenigen “ Frauen “ m/w/d die auf dem Sieger / innen / außen – Treppchen stehen. Ein Sparvorschlag aus dem deutschen Finanzmysterium.

  • Endlich können zweit Ligaspieler einfach in die erste Liga wechseln einfach sagen man ist eine Frau und fertig ist.

  • Hätte es sich um irgendeine „Transfrau“ gehandelt, wäre anders reagiert worden.
    Wie sonst kann man die Wokies bekämpfen, als sie zu stellen,. indem man ihre Ideologie ad absurdum führt?
    Insofern hat diese Aktion was (so wie in Deutschland „Svenja Marla“ Liebich).
    Ziel erreicht.

    • Meine ungeimpfte Transschwester (seit vielen Jahren trans) wünschte sich sehnlichst eine Frau zu sein und sagte immer zu mir: „Ich weiß, ich ziehe Röcke an, möchte gern eine Frau sein und so angesprochen werden, weiß aber genau, ich bin ein Kerl und Frauen körperlich haushoch überlegen.“ Leider vor zwei Jahren verstorben, sie wäre mit uns auf der Straße gewesen, wie auch ihre „Freundinnen“ und hätte gegen den ganzen Mist, der hier gerade passiert protestiert, wie schon zu der Bratwurstzeit. Das was sich auf der Strasse rumtreibt und vorgibt ein offenes, buntes Völkchen zu sein, ist lange kein Abbild der Transmänner und -Frauen.

  • Erbärmlich, daß die nicht willens, oder, noch schlimmer, nicht in der Lage sind zu definieren, wer eine Frau ist!
    Da ist es doch prima, wenn die zwei Männer ihnen weiterhin auf der Nase herum tanzen!

    • Apropos: Was macht eigentlich Sven/Marla Liebich seit er in Haft sitzt? Er hielt ja den Behörden genauso den Spiegel entgegen.

      • Sitzen.

    • Lasst doch Männer bei den Frauen mitspielen.
      Dann ist der Frauensport in wenigen Jahren tot.
      Nur wenige Frauen wollen gegen Männer spielen und nur wenige möchten zuschauen.

      • So ist es, die Woken und Feministinnen, die sowas durchsetzen wollen machen alle Menschen gleich und Frauen damit unsichtbar und merken es nicht.

      • … wir erinnern und noch gerne an die schmerzhaften Erfahrungen der Frauen, beim Boxen . . . offensichtlich geht nur der „harte“ Weg….
        weiter so, die schaffen das.

  • Beliebte Frage: „Wo haben Sie Ihre(n) Frau/Mann kennengelernt?“
    Antwort: „Beim Basketball“.🤣

  • Linken Spinnereien mit sachlichen Argumenten entgegenzutreten kommt dem Versuch gleich in der Wüste zu tauchen.

  • Danke an die Jungs, äh Mädels, äh Jungs!
    In Deutschland traut sich dies keiner!
    Schade!

  • Nur mit einer AfD in Regierungsverantwortung können wir diesen woken Scheiß endlich begraben. Das 100 Punkte 🇩🇪Programm wird den Startschuss geben. Natürlich freue ich mich auch auf Gesetze zur Politiker und Beamtenhaftung, Coronahaftung, Etatdeckelung der EU usw.

  • ich kann nur allen raten mal Sophie Cunningham zu suchen. Mut und Schönheit für das Gute. Das sind jetzt alles Rückzugsgefechte der Woken hier in Amerika, Trump hat der Bestie das Genick gebrochen. Plus: bei uns sind die Türken meist so gut integriert wie Enes Kanter, der bei seiner Einbürgerung den Grund mit in seinen Namen aufgenommen hat, aus dem er hierher gekommen ist.

    • Hi Richard,
      da Sie ja anscheinend am Ort dieses Geschehens sind:
      Haben Sie eine Erklärung dafür, dass Türken in den USA einen höheren Grad an Integration in die Gesellschaft aufweisen? Was läuft dort anders… besser?
      Hierzulande habe ich erst einen(!) Deutschen türkischer Herkunft getroffen, der einen deutschen Vornamen hatte! Einen! Alle anderen, egal ob zweite, dritte oder sogar vierte Generationen in Deutschland, alles türkische Vornamen.

  • Noch nie war es so einfach wie witzig, eine ganze Horde von promovierten Halbgebildeten Schachmatt zu setzen.

  • Nun, schon einmal schrieb ich´s, daher mit Wiederholungsgefahr:

    Die grundsätzliche Frage hinter dieser Auseinandersetzung ist, wie man Wahrheit, Natur und Ordnung versteht.

    Wenn sie dem Menschen (durch die Welt, die Evolution oder Gott) als objektive Größen vorgegeben (!) sind, kann er sich nur bemühen, sie zu erkennen und sein Leben in diesem vorgegebenen Rahmen zu gestalten.

    Bestreitet man deren Objektivität – und Objektivierbarkeit, scheitert natürlich jedes Erkenntnisbemühen, weil sie rein subjektiver Art sind: Deshalb versteht sie eben jeder anders und muß für sich selbst und subjektiv definieren, was für ihn gelten soll und wer/was er sein will.

    Das ist das Kernproblem in der ganzen „Wokeness- & Genderismus-Auseinandersetzung“ – und, weil die beiden Ansichten kontradiktorisch sind, kann man sich über den jeweiligen Wahrheitsgehalt schon nicht mehr verbindlich verständigen.

  • Hier tut Dummheit offensichtlich derart weh, dass diese woke Mischpoke mittlerweile selbst nicht mehr weiss, was bis hin zu den eigenen Geschlechtsorganen wo hingehört. Dafür gibt es eigentlich geschlossene Einrichtungen und wirksame Psychopharmaka.

  • Ich würde eigene Mannschaften für Transsexuelle vorschlagen, eigene Meisterschaften, eigene Spiele. Dann tangiert es den Frauensport nicht und man könnte bald ganz wissenschaftlich erheben, ob Interesse an solchen Mannschaften und Spielen besteht, Seitens der Zuschauer und Seitens der Sponsoren. Und schon wäre das Thema erledigt.

    • Gab doch letztens – letztes Jahr? – irgendwo die „Queer-Spiele“. Hat wohl außer den üblichen Gutmenschen niemand wirklich interessiert.

    • Gab doch letztens – letztes Jahr? – irgendwo die „Queer-Spiele“. Hat wohl außer den üblichen Gutmenschen niemand wirklich interessiert.

  • Wie immer wenn die woke Deppen verhöhnt werden, zeigen sie ihr wahres Gesicht. Das ist wirklich eine Miniaturwelt voll mit Trotteln, Danke Enes Kanter fürs Aufzeigen

  • „…konnten sich die Funktionäre der Liga, wie zu erwarten, jedoch nicht darauf einigen, was eine Frau eigentlich ist“ allein dieser Satz belegt, wie bekloppt mittlerweile viele sind.

  • Warum sind Männer, die sich als Frauen identifizieren, im Frauensport, aber Frauen, die sich als Männer identifizieren, nicht im Männersport? Wollen Frauen, die sich als Männer identifizieren, nicht in den Männersport, weil sie da nicht mithalten könnten? Fragen über Fragen…

  • Eigentlich müsste jedes Gespräch nach 2024 in Deutschland mit „Was ist dein Pronomen? (heute)“ anfangen.

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