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Talkshow

AfD wird gewählt, damit man „nicht mit dem Messer im Hals endet“ – Daraufhin spottet Lanz über CSU-Mann

Bei Markus Lanz ging es heiß her. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Kiesewetter erklärte, dass Migration nicht das Problem sei. Ein CSU-Parteimitglied ließ Kiesewetter kalt auflaufen und erklärte, warum sich immer mehr Menschen der AfD zuwenden würden.

Markus Lanz diskutierte mit dem CSU-Mann Armin Petschner-Multari (Screenshot via ZDF - Montage)

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Am Dienstagabend ging es bei Markus Lanz im ZDF heiß her. Über weite Strecken der Sendung dominierte zunächst die US-amerikanische Innenpolitik, insbesondere das Vorgehen der Einwanderungsbehörde ICE. Dabei prallten unterschiedliche Einschätzungen offen aufeinander – vor allem zwischen dem ZDF-Korrespondenten Elmar Theveßen und dem Kommunikationsberater Armin Petschner-Multari. Später stritt Letzterer noch mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten.

Während Theveßen das Vorgehen der US-Behörden scharf kritisierte und grundlegende Vorwürfe erhob, widersprach Petschner-Multari mehrfach und ordnete einzelne Ereignisse anders ein. Zwar äußerte auch er Kritik an Missständen und an der Ausbildung von ICE-Beamten, warnte jedoch vor pauschalen Zuschreibungen. Die Lage in den USA sei stark polarisiert, zwei extreme politische Lager stünden sich unversöhnlich gegenüber. „Dass es da zu Verfehlungen kommt, ist fast nicht auszuschließen“, sagte Petschner-Multari.

Moderator Markus Lanz zeigte sich mit dieser Einordnung erkennbar unzufrieden und stellte Petschner-Multaris Argumentation mehrfach infrage. Insbesondere der Vorwurf, die Kritik an staatlichem Handeln könne relativierend wirken, sorgte für Spannungen im Studio. Die Debatte nahm zunehmend emotionale Züge an, wobei sich Lanz wiederholt auf die Seite Theveßens stellte.

Als der Fokus schließlich auf Deutschland gelenkt wurde, verlagerte sich die Auseinandersetzung auf die Migrations- und Sicherheitspolitik. Petschner-Multari kritisierte ein aus seiner Sicht bestehendes Vollzugsdefizit bei Rückführungen und warf früheren wie aktuellen Regierungen vor, Probleme nicht konsequent anzugehen. „Das ist ja ’ne Farce“, sagte er mit Blick auf vereinzelte Abschiebungen. Besonders kontrovers war seine Aussage: „Angela Merkel wollte damals keine hässlichen Bilder an der Grenze. Das heißt, wenn man sie nicht an der Grenze will, muss man sie im Inland haben.“

„Unser Problem ist nicht Migration“, erklärte der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter daraufhin. Migration dürfe nicht pauschal als Sicherheitsproblem dargestellt werden; besonders bei syrischen Flüchtlingen gebe es laut Kiesewetter gute Integrationsleistungen.

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Petschner-Multari erklärte daraufhin, dass sich bei vielen Menschen das Sicherheitsgefühl verändert habe. Die Bürger würden sich fragen, wen man wählen müsse, um „nicht morgens mit dem Messer im Hals“ zu enden. Für viele Bürger sei die einzige Option, die AfD zu wählen.

Lanz fragte daraufhin spöttisch, wie viele „Leute“ Petschner-Multari denn kenne, die „morgens in der Straßenbahn mit dem Messer im Hals enden“. Dieser erwiderte, dass sich die Bürger dieselbe Frage stellen würden, wenn sie auf Weihnachtsmärkten an Pollern vorbeilaufen würden. Auch hier sei für viele nur noch die AfD die einzige Option. Anders als Kiesewetter es behauptet, habe sich etwas im Land „verändert“, so Petschner-Multari. „Migration verändert das Sicherheitsgefüge in diesem Land“, schloss er seine Argumentation ab.

Eine eingeblendete Wahlprognose aus Sachsen-Anhalt, die die AfD deutlich vor der CDU sah, unterstrich die politische Brisanz der Diskussion. Während Kiesewetter die Zahlen als Beleg für die Stärke der Union interpretierte, verwiesen andere Gäste auf strukturelle Probleme in Ostdeutschland.

Zum Abschluss blieb die Frage offen, wie die anderen Parteien dem Erfolg der AfD begegnen sollten. Petschner-Multari sprach sich gegen ein geschlossenes Parteienbündnis aus und plädierte für eine inhaltliche Auseinandersetzung.

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85 Kommentare

  • Herr Petschner-Multari wird wohl nie wieder zu Lanz in die Sendung eingeladen werden – sofern es überhaupt eine Lanz-Sendung gab, kann ja sein, dass Lanz die Ausstrahlung abstreitet.

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    • zur nächsten Sendung mit der Thematik Innere Sicherheit werden dann wieder die vielseitigen „Experten“ Kevin Kühnert, Ricarda Lang, Karl Lauterbach und Heidi Reichinnek eingeladen

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      • Ricarda macht jetzt in Rente, die hat mit Sicherheit erst recht nix mehr am Hut

        • Nein, Madame sitzt jetzt mit Kühnert im Ausschuss, wo über die Rente debatiert wird, kann also sehr lustig werden, aber für uns endet es böse….

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      • Na, na, na bitte nicht das Opferlamm vergessen. Eines ist immer dabei, mit Alleinstellungsmerkmal sozusagen.

    • Was soll man als Aufrechter mit klarem Verstand und Charakter auch da?

      • Schmuddeltalk eben.

    • Mit wie vielen Messervorfällen die Bevölkerung es jeden Tag zu tun hat, darüber kann Herr Lanz sich gerne hier informieren, da wird ihm vermutlich der Spott im Halse stecken bleiben:
      https://messerinzidenz.de/

    • Lanz hatte ja zur Absicherung Theveßen und Kiesewetter dabei, die so etwas wie die Dampfplauderer für völlig verfehlte Politik in Deutschland sind.
      Und wenn etwas schiefgeht, distanziert Lanz sich dann selbst im ZDF von der Wahrheit und bekommt Unterstützung von den anderen Staatsmedien.
      Das bewährte Tribunal-Vorgehen gegen andere Meinungen, die die Wahrheit aussprechen. Keine Gefahr für niemanden…

    • Der CSU steht in Bayern das Wasser bis zum Hals, am 6.3 wird gewählt.
      Dieser Herr verkörperte quasi den „rechten Vorwahl-Merz“, den wir nach Aschaffenburg kurz genießen durften.
      Überhaupt sehe ich in einer German ICE-Behörde die einzige Möglichkeit, jemals der kriminellen Clans Herr zu werden. Und wo gehobelt wird fällt nunmal der ein oder andere Span, so what. Und durch Jahrzehnte langes Wegsehen und Deeskalieren ist auch nichts besser geworden…

  • Auffällig ist, wie oft ausgerechnet jene die Sicherheitslage verharmlosen, die spät abends oder früh morgens weder mit dem ÖPNV fahren noch überhaupt in der Stadt unterwegs sind. Wer in privilegierten Vierteln lebt, bekommt vieles schlicht nicht mit.
    Auch Markus Lanz kommentiert aus dieser Distanz heraus. Wer hingegen zu diesen Zeiten wirklich unterwegs ist – am Bahnhof, an Haltestellen oder einfach in der Innenstadt – erlebt eine deutlich rauere Wirklichkeit.
    Zwischen diesen Erfahrungen und der öffentlichen Debatte liegt inzwischen eine bemerkenswerte Lücke.

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    • Richtig. Diese Leute sind NICHT betr0ffen. Weder Kiesewetter n0ch ein Milli0när wie Lanz!

    • Naja, die bekommen alles mit, wissen sehr wohl von den Problemen, nur dürfen die es in deren Parteiblase nicht ansprechen sonst ist der Posten weg.

  • Sehr mutig von Petschner-Multari, alle Achtung. Wir brauchen mehr davon.

  • Ich bin so vielen Menschen dankbar, dass sie mir jeden Tag zeigen, wie ich niemals werden möchte.

  • gpt5.2: Bei konstant hohem Gasverbrauch und ohne zusätzlichen Ausgleich durch Importe/zuführende Gasmengen *würden die deutschen Gasspeicher von heute an nach rund 4 Wochen (≈ 28 Tage) von aktuell ca. 40 % auf ungefähr noch 10 % gefüllt sein.

  • Bald wird Lanz in der Cdu als Politiker seinen Einstand geben.

    • Wer solche Karalnatten wie diesen Fiesevetter zu sich einlädt, hat eh schon die Kontrolle über sein Leben verloren.
      Nicht vergessen:
      Dieser Lanz verbrennt und verpulvert mit seinen abstoßenden Indoktrinierungsmessen jährlich Hunderttausende derjenigen Mafiagelder, die wir unter Androhung von drakonischen Strafen gefälligst zu zahlen haben.
      Und sollen dann noch die zahllosen Lügen glauben, die die uns da auftischen.

      • Darum ist er ja ein Freund der Lügen-Cdu.

    • Wunder mich sowieso, warum der nicht Pressersprecher der Regierung BlackRock März geworden ist. Wie Steffen „Rotbäckchen“ Seibert bei Muddi „IM Erika“ Merkel. Vom ZDF Propagandajournal direkt ins Kanzleramt. Blöd nur, dass das Seibert*innenchen bei öffentlichen Veranstalltungen öfter eingeschlafen ist. 🤣

  • Herr Lanz war sicher als „Privatmann“ anwesend!

  • Mir ist die genaue Aufgabe von Petschner-Multari noch immer nicht ganz klar!
    Irgendwie ist der von der CSU gesendet, um noch irgendwie wankende Wähler bei der Union zu halten. Dabei bewegt er sich immer ganz haarscharf auf einer Linie, welche zwar die CDU kritisiert, aber die CSU noch einigermaßen gut dastehen lässt.
    Ab und an überschreitet er diese Linie und kritisiert die Union als gesamtes, nur um dann reflexartig wieder auf Linie zu kommen.

    Er spricht durchaus die Probleme und Sorgen der Bürger an, ohne aber dann konkret die Verursacher zu nennen – das fällt auch auf, weil er die beiden Bündnisspartner der Union, die SPD und die Grünen nie vollumfänglich kritisiert.

    Schön anzusehen ist das übrigens immer, wenn er bei NiUS auf der Couch sitzt. Wenn man eingelullt zuhört, dann kann man ihm durchaus in allen Punkten zustimmen. Wer sich jedoch genau auf seine Worte konzentriert und diese im Kontext betrachtet, der wird feststellen, dass er sehr raffiniert die Union gutheißt!

  • Herr Armin Petschner Multari ist ja richtig gut, Hut ab, die Wahrheit zu sagen und Lanz, über den braucht man nicht mehr zu reden.

  • Noch einen „Fehler“ durfte Lanz sich offenbar nicht leisten.

    • Dafür hat sein Alter Ego Precht auf WELT gemutmaßt, in drei Jahren könnte Weidel Kanzlerin sein.

  • Musste mich heute früh schon bei Tichy amüsieren. Lanz liefert zu Jahresbeginn einen Brüller nach dem anderen. Man könnte fast überlegen, ob für derartiges Amüsement nicht doch die GEZ-Kohle gerechtfertigt wäre. Aber wer weiß, was morgen noch die Geschichte der Sendung sein wird, was gesagt und/oder nicht gesagt wurde erfährt der Zuschauer trotz live-Übertragung ja erst hinterher, sozusagen nach der akademischen Viertelstunde nein nach dem GEZ-Tag 😉

  • mich erinnert Herr Kiesewetter an die Marotte kleiner Kinder, die sich die Augen zuhalten, weil sie glauben, dass man sie dann nicht sieht.

  • Das hat der Mann von der CSU doch ganz anders gemeint. Und Lanz ist, DG sei Dank, wieder voll auf Linie

  • Lanz wird verboten. Hintergrundgeräusche aus Kiel suggerieren das

  • Wie der Kiesewetter da wieder gefaselt hat ist der Grund, warum die Union so viele Wähler verloren hat, mich eingeschlossen. Beim Spruch ,,Man muss es den Menschen besser erklären“ kriege ich Puls.

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    • „Politik beginnt mit der Betrachtung der Wirklichkeit.“

    • Stimmt. Und wem’s noch nicht aufgefallen ist, Roderich wird immer runder, der platzt bald. Kein Wunder, denen geht’s einfach zu gut……

    • Wen Sie sich noch so anhören ….. .
      Von Unseredemokraturen habe ich die letzten Jahrzehnte mehr als genug gehört, um mir über sie abgeschlossen meine Meinung gebildet zu haben. Wer hunderte Mal demonstriert hat, wer und was er ist, wird meine Lebenszeit nicht mehr vergeuden. Einfach ignorieren …… und sollte so eine Gestalt einem den Weg versperren: laut weglachen!

  • Das wählen der AfD auf ein ‚verändertes Sicherheitsgefühl‘ runterzubrechen ist aich eine schwache Leistung.

    Die AfD zeigt mit ihren pragmatischen Ansätzen das Potenzial viele Probleme gleichzeitig zu lösen. Für CDU-Stellschräubchenpolitik und Selbstblockierung durch den Kampf gegen die AfD sind die Probleme einfach zu weit vorangeschritten, zu lange ignoriert worden.

    Nicht umsonst wird auch hier schon ICE gefordert – weil dieses Land nicht zum Abschieben in der Lage ist – es macht den Eindruck als müsse jeder Einzelfall zuerst im Bundestag diskutiert werden, zumindest zur Ampelzeit war das so.

  • Warum verschwendet nan sich an solche Null-Nummern wie Lanz?
    Da sucht man doch eher die Präsenz in Sendungen die die breite Masse auch wirklich interessieren!
    Nius Live am Morgen/Abend, oder lässt sich von Max Manhard interviewen!

    • Wenn jemand von den Kartellparteien sich dort interviewen lässt, ist dieser politisch tod! Karjiere beendet (siehe Sigmar Gabriel bei RTD). Dann mus er arbeiten gehen. Das wird nie geschehen. 🤣

    • Weil es immer noch Millionen gibt die den schauen! Und dnein nicht nur > 70 jeahrige. Einige meiner Kopllegen zwischen 40 und 55 schauen auch Lanz und Tagesschau. Nicht unbedingt direkt im Fernsehen. Aber Online aknn der Mist auch noch geschaut werden.

  • Lanz nimmt das Sprichwort: Eine Lanze brechen : sehr ernst aber nur für die Altparteien und seinen Sender

  • Das Wählen der AFD ist jetzt natürlich viel zu spät. Das hätte man im Jahr 2013 tun sollen.
    Richtig wäre die Aussage: Die Menschen haben Angst, dass sie abgestochen werden und wählen deshalb AFD.

  • Mit wie vielen Messervorfällen die Bevölkerung es jeden Tag zu tun hat, darüber kann Herr Lanz sich gerne hier informieren, da wird ihm vermutlich der Spott im Halse stecken bleiben:
    https://messerinzidenz.de/

  • Lanz. Ein Bubile des Systems.

  • Das Kranke ist, dass weiterhin Altparteien gewählt werden.

  • Wer Lanz schaut, hat sich aufgegeben.

  • Dass es sich Armin Petschner-Multari antut, sich in so einer Sendung noch durch Systemvertreter belehren zu lassen, kann man ihm gar nicht hoch genug anrechnen. Und dass Lanz sich nicht entblödet, davon zu schwurbeln, dass man in öffentlichen Verkehrsmitteln keine Angst vor Gewalt haben müsse, entbehrt jeder Logik und Empathie, wenn man nur einmal kurz in die Faktenlage schaut. Sehr schade, dass ihm offenbar sein gut bezahlter Job wichtiger ist, als seine Integrität.

  • unerträglich dieser propaganda funk…. 4 gegen willi….. 😉

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