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Sachsen-Anhalt

Landtag stellt Regeln neu auf – um AfD-Einfluss nach der Wahl zu begrenzen

Wenige Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke ein Reformpaket für Parlament und Verfassungsgericht auf den Weg gebracht. Neue Regeln sollen verhindern, dass eine starke AfD künftig zentrale Entscheidungen prägt oder blockiert.

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AfD-Fraktionschef Ulrich Siegmund: Seine Partei liegt in Umfragen zur Landtagswahl deutlich vorn. (IMAGO/Christian Schroedter)

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Wenige Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke ein umfangreiches Reformpaket auf den Weg gebracht. Der Landtag behandelte den Gesetzentwurf zur sogenannten „Parlamentsreform 2026“ am Donnerstag erstmals und überwies ihn nach der Debatte zur weiteren Beratung. Damit hat das Vorhaben die erste parlamentarische Hürde genommen.

Das Paket ist politisch brisant: Mehrere Regelungen zielen darauf ab, Blockaden im Parlament zu verhindern, falls eine Partei zwar sehr stark wird, aber keine Mehrheit hinter sich hat. In Umfragen liegt die AfD derzeit deutlich vor den anderen Parteien.

In der Begründung des Gesetzentwurfs heißt es, Ziel sei es, „die Arbeitsfähigkeit der Organe des freiheitlich-demokratischen Verfassungsstaates Sachsen-Anhalt auch unter den Bedingungen einer zunehmenden Fragmentierung und Polarisierung im politischen System des Landes zu gewährleisten“.

Tatsächlich greifen mehrere Elemente der Reform genau an Punkten ein, an denen eine starke Oppositionsfraktion bislang Einfluss ausüben kann: bei der Wahl zentraler Parlamentsämter, bei der Besetzung des Verfassungsgerichts und bei institutionellen Blockademöglichkeiten.

Ein zentraler Punkt betrifft die Wahl des Landtagspräsidenten. Traditionell schlägt die stärkste Fraktion den Kandidaten für dieses Amt vor. Gewählt ist er jedoch nur, wenn eine Mehrheit der Abgeordneten zustimmt. Die Reform soll verhindern, dass sich diese Wahl festfährt. Im Gesetzentwurf heißt es: „Ergibt sich bei der Wahl zur Präsidentin oder zum Präsidenten im ersten Wahlgang nicht die erforderliche Mehrheit, so können für den zweiten Wahlgang von allen Fraktionen erneut Mitglieder des Landtages aus ihrer Mitte vorgeschlagen werden.“

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Praktisch bedeutet das: Scheitert der Kandidat der stärksten Fraktion, können anschließend auch andere Fraktionen eigene Kandidaten ins Rennen schicken. Damit soll sichergestellt werden, dass das Parlament in jedem Fall einen Präsidenten wählen kann – offenbar eine Absicherung gegen das Szenario, dass die AfD zwar stärkste Fraktion wird, ihre Kandidaten im Parlament aber keine Mehrheit finden.

Verfassungsgericht: Sperrminorität soll Richterwahl nicht blockieren können

Noch weiter reicht eine geplante Änderung bei der Wahl der Richter am Landesverfassungsgericht. Bislang gilt: Die Richter müssen mit einer Zweidrittelmehrheit gewählt werden. Eine Fraktion mit mindestens einem Drittel der Sitze kann eine Wahl deshalb blockieren. Genau dieser Hebel soll künftig begrenzt werden. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass das Landesverfassungsgericht selbst Kandidaten vorschlagen kann, wenn der Landtag sich längere Zeit nicht einigt. Im Entwurf heißt es: „Kommt innerhalb von sechs Monaten … eine Wahl seines Nachfolgers nicht zustande, unterbreitet das Landesverfassungsgericht dem Landtag einen Vorschlag.“ Über diesen Vorschlag soll der Landtag dann nicht mehr mit Zweidrittelmehrheit, sondern mit Mehrheit seiner Mitglieder entscheiden. Damit könnte eine Fraktion mit Sperrminorität die Besetzung des Gerichts künftig nicht mehr dauerhaft blockieren.

Vetternwirtschaft: Neue Regeln für Mitarbeiter von Abgeordneten

Ein weiterer Teil des Pakets reagiert auf zuletzt diskutierte Fälle von sogenannten. Überkreuzbeschäftigung. Dabei stellen Abgeordnete nicht ihre eigenen Angehörigen ein – was verboten ist –, sondern Angehörige anderer Abgeordneter. So lassen sich bestehende Regeln umgehen.

Der Gesetzentwurf sieht deshalb vor, dass solche Beschäftigungen künftig nicht mehr aus Mitteln des Landtags erstattet werden. Wörtlich heißt es im Entwurf: „Aufwendungen werden nicht erstattet, wenn der Mitarbeiter … mit einem anderen Abgeordneten des Landtages … verheiratet ist oder mit ihm bis zum zweiten Grad verwandt ist.“ In der Begründung heißt es, solche Konstruktionen könnten „den Anschein der Vetternwirtschaft“ erzeugen.

Staatsverträge künftig nur mit Zustimmung des Landtags kündbar

Auch bei Staatsverträgen soll der Landtag künftig mehr Einfluss erhalten. Im Gesetzentwurf heißt es: „Der Abschluss und die Kündigung von Staatsverträgen bedürfen der Zustimmung des Landtages.“ Damit könnte ein Ministerpräsident künftig nicht mehr allein über die Kündigung eines Staatsvertrags entscheiden. Politisch relevant ist das etwa für den Medienstaatsvertrag, dessen Kündigung Vertreter der AfD mehrfach in Aussicht gestellt haben.

AfD spricht von Ausgrenzung

Die AfD kritisierte das Reformpaket scharf. Fraktionschef Tobias Rausch sagte im Landtag, das Gesetz habe eine „Schutzfunktion für die Macht und Posten der Altparteien“. Die geplanten Änderungen zielten darauf ab, die AfD politisch auszuschließen. Die anderen Fraktionen weisen diesen Vorwurf zurück.

Mit der ersten Beratung ist das Gesetzgebungsverfahren noch nicht abgeschlossen. Der Entwurf wird nun in den zuständigen Ausschüssen weiter beraten. Da mehrere Änderungen die Landesverfassung betreffen, ist für eine endgültige Verabschiedung eine Zweidrittelmehrheit im Landtag erforderlich.

Die Initiatoren wollen das Reformpaket noch vor der Sommerpause beschließen – also wenige Monate vor der Landtagswahl im September.

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189 Kommentare

  • Unsere Demokratie lässt eben keine Demokratie zu

    493
    • Oder mit demokratischen Mitteln Demokratie verhindern.

      171
      • ….mit SCHEINdemokratischen Mitteln…Demokratie verhindern,

        Es MUSS nur „demokratisch aussehen“…

      • AFD muss allein regieren. Keine andere Chance. Nur noch AFD. Alles andere ist Verrat am Bürger !!

      • ja, das muss man ihnen lassen, dumm sind sie nicht.
        immer einen schritt voraus.
        immer wieder eine neue idee.

        und die AFD immer auf der verteidigungsseite.
        denen faellt einfach nichts ein, womit sie mal zuerst punkten, und *unseredemokratie* schachmatt setzen koennen.

        im dauernden verteidigungsmodus wird man kein sieger.
        weil es bei den menschen nicht zieht.
        die wollen teil eines alpha-teams sein, und zwar rein emotional gesehen. sachargumente ziehen nicht so stark, wie das gefuehl, waehler der *richtigen* und *guten* zu sein.
        das schweisst zusammen, macht blind fuer negativpunkte.

        -16
      • Booooooooooomer lost im Internet

        -58
        • Der Spätschicht Boy von der antifa

          26
    • Parteiendiktatur aber bitte nur durch die Zentralen der Altparteien sichern.

      Eine Demokratie braucht KEINE Parteien, aber Parteien braucht den Demos der deren Dekadenz und Inkompetenz finanziert, würden manche hinweisen.

      Weder in der Antike bei den Griechen, noch in der Neuzeit 1776 und 1789 gab es Parteien.
      Diese künstlich geschaffene (Be)Herrscherkaste riss usurpatorisch 1918 die Macht an sich in dem man den Standesadel aus dem Land jagte und dieser Parteienadel blieb bis heute was er ist, NICHT vom Volk gewollt.

      Also von Demokratie sind Parteien WEIT entfernt, es sind Interessenvereine, die auch als solche behandelt werden müssen (wie z.B. Sportvereine).
      Sämtliche Machtbefugnis über Menschen und Zugriffsrechte aufs Geld entziehen, muss der erste Schritt sein.

      Demokratie/freie Gesellschaften brauchen NICHT einen Vormund aus den Parteizentralen.

      104
    • Die DDR nannte sich auch Demokratische Republik

    • AfD wird gewählt – Zack, alle Ausländer weg. Tolle Logik 😂

      AfD lässt sich wählen und wird von den Altparteien entgegen allen Anstandes durch Gesetzeslücken, Aushebeln und konsequentem Fehlinterpretieren von Gesetzen und natürlich der braunen Brille, die ihr alle auf der Nase habt 😎, zu Gerichtsverfahren aller Art getrieben und selbst dort ist nicht jeder Entscheid nachvollziehbar rechtsgebunden.

      Aber die AfD hat für Sie nichts mit Demokratie zu tun – eine Begründung haben Sie dafür nicht, Sie plappern einfach nur nach was andere behaupten und bekommen ihre Infos aus linken Schmierblättchen – das ist auch ok, wenn man die kritisch betrachtet anstatt nur Bestätigung zu suchen und alles zu fressen was einem serviert wird.

    • Nach einem linken Umsturz muss ein rechter folgen. Wie sonst sollte man wieder in die Mitte kommen?
      Ohne Ausländer bricht überhaupt nichts zusammen, weil die rein rechnerisch nur ihre eigene Masse unterhalten. Und das noch nicht, wie die Staatsquote beweist.

    • -37
      • Meinen Sie, dass Politiker, die mit Muslimbrüdern oder Grauen Wölfen aufgetreten sind, auch zurücktreten werden?

      • Nur ich darf hier den Merkur zitieren!,
        Tröllchen hier ist Dein Schnulli!

        • Schleich Di!

          Zitiert meinetwegen jedes Medium, welches Ihr wollt!

          Den Merkur wird’s doch freuen 😉 .

          -1
  • Herrn Siegmund und seinem Team wünsche ich allerbesten Erfolg!

    342
    • Besten Erfolg können die Sachsen -Anhalter mehr als gut gebrauchen. Was dort im Moment passiert, dreht einem den Magen um und lässt mich fassungslos zurück. Noch schlimmer ist, dass so viele Wähler im gesamten Land einfach nicht sehen wollen, was hier passiert. Wenn ich daran denke, dass unsere Kinder und Enkelkinder in diesem gruseligen Land aufwachsen müssen wird mir angst und bange. Was muss denn eigentlich noch passieren, dass Eltern und Großeltern auch mal darüber nachdenken, was sie der jungen Generation hinterlassen? Und wann wollen die jungen Leute endlich für sich selbst Verantwortung übernehmen?

    • Ich wünsche ihnen gute Besserung.

      -104
    • rot grünes Tröllchen:
      Ich verlasse mich darauf! Nicht, dass wir hier in Depressionen versinken.

      -81
      • Vielleicht lernst Du noch was: https://www.youtube.com/watch?v=Yw04lEddNUY !

        Nochwas über Euren geliebten Sozialismus, ethischen Sozialismus, den kranken Marx – Euer Vorbild – oder über wen willst Du etwas wissen?

        • Sie dürfen nicht von sich auf andere schließen, dass bekommt Ihnen offensichtlich nicht.

          -43
  • Tja, wenn das sich abzeichnende Ergebnis einer demokratischen Wahl den Altparteien nicht gefällt, dann wird die Demokratie eben in „UnsereDemokratie“(TM) umgebaut. Bleibt nur zu hoffen, dass die Wähler das ebenfalls erkennen und entsprechend handeln werden.

    274
    • Wähler und Nichtwähler brauchen NICHT 4 Jahre zuschauen und bezahlen für ein immer schlechter werdendes Produkt, das als eines der größten Etikettenschwindel längst entlarvt wurde.

      Diese Parteiendiktatur richtet sich gegen große Teile der Bevölkerung und greift in allen Taschen der Leute und zwingt kommende Generation Armut in Finanzen und Bildung auf. Gleichzeitig lässt man die Öffentlichkeit als (Ab)Schlachtfeld zurück, während man selbst in gepanzerten Fahrzeugen und unter Personenschutz reist.

      Statt Kränze immer wieder niederzulegen, sollten jene für immer Ämter niederlegen.
      Statt Regierungsbank gehören einige auf die Anklagebank.

      110
    • Führer von Bananenrepubliken werden sich bald beschweren, mit Deutschland in einem Atemzug genannt zu werden. Aber auch das wird das Volk nicht an „unserer Demokratie“ zweifeln lassen. Der Westen ist in der Matrix…Ex Oriente Lux ist die Hoffnung.

    • Das währe zu schön um wahr zu sein. Aber der Deutsche Michel, auch als Wähler bekannt, wird die Realität weiter verschlafen.

  • „Es muss demokratisch aussehen, doch wir müssen alles in der Hand haben.“

    194
    • So sieht es aus!

    • Fiese Machenschaften, die allein dem Machterhalt dienen. Das ganze wird dann als „Unsere Demokratie“ deklariert.

  • Wichtige Information fehlt: die CDU stimmt hier mit den Linken/SED gemeinsam ab, im Widerspruch zu ihrer angeblichen Abgrenzung.

    Und die Linken hatten bis vor kurzem sogar den Systemwechsel hin zum „demokratischen Sozialismus“ offiziell im Programm stehen, also durchaus verfassungsfeindlich.

    171
    • Der kreischende Lippenstift fordert „das System stürzen, nicht stützen!“

    • Diese Münchhausen cdu ist längst im Linksextremen Parteien Spektrum angekommen ist längst ein Teil davon!!

      • Aber man wählt sie weiterhin …

        • Gibt es denn genügend Wahlbeobachter?

          14
      • Komm, linksradikal, wir wollen nicht übertreiben.

        -37
  • Es geht gar nicht um die AfD!
    Es geht gar nicht um Demokratie!
    Es geht gar nicht um die Bürger!

    Es geht darum, sich die Konkurrenz vom Leibe zu halten.
    Und das mit allen, aber auch allen Mitteln!
    Es ist der profane Futterneid Unsererdemokraten.

    Die Herrschaften haben nicht Angst um die Demokratie,
    sondern vor der Demokratie!

    Diejenigen, die vorgeben die Demokratie schützen zu wollen,
    sind die größte Gefahr für sie.

    157
    • Danke für den tollen Kommentar.

  • Nur noch AfD!

    181
    • Die einzig wählbare Partei.

  • Da stimmt die CDU also zusammen mit der Linkspartei für neue Gesetze. Das ist ja interessant. Unvereinbarkeitsbeschlüsse sind wohl ziemlich dehnbar.

  • Verstehe ich das richtig, dass die AFD mit einer simplen 1-Stimmen-Mehrheit im Landtag den Spieß umdrehen könnte?
    Ob das im Sinne der Initiatoren ist?

    • War genau mein Gedanke. Alles was sie beschließen, wendet sich gegen sie, wenn die AfD die absolute Mehrheit erreicht.
      Die „unsere Demokratie“ Vertreter raffen das aber nicht.
      Dann bestimmt allein die AfD die Vertreter am Verfassungsgericht mit einfacher Mehrheit.

  • „Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt.
    Wäre es da doch nicht einfacher, die Regierung löste das Volk auf
    und wählte ein anderes?“
    (Bertolt Brecht)
    Wenn Brecht gewusst hätte, wie nah er einmal der Realität kommt….

  • Kartellisten in Panik.
    Es gibt noch gute Nachrichten.

  • Ich prophezeie: Sie schießen sich mit all diesen Maßnahmen ins eigene Knie. Langfristig oder vielleicht sogar mittelfristig. Hochmut kommt vor dem Fall!

    • Sie schießen sich ins Knie und in den Fuß gleichermaßen. Sie verschleudern aber wertvolle Zeit um Deutschland wieder zu gesunden. Es ist wie als wenn beim Rückzug noch schnell alle Häuser abgefackelt werden, damit dem erklärten Feind, ja nichts mehr in die Hände fällt.

  • Für mich ist das ein Putsch …

    • Viele kleine Putsche. Man putschelt die Opposition einfach in die Handlungsunfähigkeit.
      Drum prüfe wer sich ewig bindet.
      Die CDU ist einem Heiratsschwindler auf den Leim gegangen.
      Macht und Geld als Honeypot von den Linken aufgestellt und die Rechten tappsen natürlich bereitwillig rein.

  • “ UnsereDemokratie™ “ wurde von den Delegierten der „Nationalen Front“ wieder passend gemacht…
    Wie sehr mich das alles an die Zone erinnert👿

    120
  • Typisch „Uunsere Demokratiee“ oder. „Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt.“

    120
  • So langsam sollte den Bürgern in Sachsen-Anhalt klar sein, wessen Demokratie hier verteidigt werden soll!

    • Ist denen ja klar, deshalb wählen ja 60 (!) % „Weiter so!“

  • Die Antwort lautet 51%. Seltsame Methode, die AfD „klein zu kriegen“ aber „unsere Demokratie“ will es nicht anders.

  • Die Bürger treffen demnächst eine Wahlentscheidung und die Parteien „unserer Demokratie“ entscheiden vorab, welche Auswirkung diese haben darf.
    So geht Demokratie.

  • Die Kartellparteien könnten sich damit ganz gewaltig in den eigenen Fuß schießen!

    Ich will deren langen Gesichter sehen, wenn die AfD bei der Wahl die parlamentarische Mehrheit erringt und die Kartellparteien realisieren, das sie sich selbst, als Minderheit mit Sperrminorität, entmachtet haben.

  • Nun, so etwas hatten wir doch schon einmal …

    Im Jahre 59 v. Chr, wurden Gaius Iulius Caesar und Marcus Calpurnius Bibulus, die seit Jahren miteinander verfeindet waren, zu Konsuln gewählt.

    Als Caesar im Senat bei der Abstimmung über das Ackergesetz (mit dem die Veteranen des Pompeius versorgt werden sollten) an der konservativen Mehrheit scheiterte, brachte er diese auf der Volksversammlung ein. Dagegen wendete Bibulus ein, er habe als Augur „schlechte Omina“ gesehen, weshalb keine Abstimmung stattfinden dürfe; aber Caesar machte einfach weiter.
    Bibulus zog sich daraufhin für den Rest des Konsulats in sein Haus zurück und beobactete regelmäßig „böse Omina“ – mit dem Ergebnis, daß kein Gesetz in diesem Konsulat gültig zustandekam.

    Damals wie heute gehört Obstruktion zum politischen Geschäft …

  • Würde die AfD dann die absolute Mehrheit erreichen, dann sehe ich Vorteile für sie und eklatante Nachteile für die “Unsere Demokraten”

    • Das passiert nur bei realen 60% AfD.

      • Wenn das passiert, wird oben zu unten erklärt. Darauf können wir uns verlassen.

  • Warum geht der Bürger dann noch wählen?

    • Um es der Schwarmintelligenz der Auszählenden aka Methode BSW schwerer zu machen, die gewünschten Ergebnisse zu generieren. 2013 4,7% AfD, wer glaubt denn so was noch?

  • So schafft man Demokratie ab. Aber das müssen die Altparteien auch, denn sie sind fertig und das wissen die auch.

  • Könnte unter Umständen ein Eigentor werden. Letzte Umfrage zeigt: Rot-Rot-Schwarz 45%, AfD/BSW 45%.
    Aber siehe Thüringen: BSW ist selbstverständlich auch rot.
    Aber man weiß ja nie, was die Zeit bringt…

  • Wenn das dreht, und das wird es über kurz oder lang, dann werden diese Beschlüsse den UnserDemokratieSuperVerteidigern vor die Füsse fallen. Deren schreien Demokratie kann ich mir schon jetzt vorstellen.
    Ich träum jetzt mal:
    Die AfD erreicht die Mehrzahl der Mandate. Dann besetzt die AfD vom MP bis zum kleinsten StS alle! Regierungsämter. Ferner LP und dessen Vertreter, alles AfD. Und wenn es der AfD dann auch noch gelingt, gute Politik, also für Land und Leute, zu machen, ja dann gibts nicht nur lange Gesichter bei den KP, sondern der Platz am Trog ist dann für die auf Jahre unerreichbar. Also laßt die AfD mal ran. Dann wird man sehen.

    • Schöner Traum!
      Wenn das dreht, verhängen die Blockparteien den Notstand und rufen zur Revolution auf. Dann haben wir einen ausgewachsenen Bürgerkrieg.

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