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Ölpreisschock

Lagarde unter Druck: Inflationsrate im Euroraum klettert auf 3,2 Prozent

Die Inflation im Euroraum ist im Mai auf 3,2 Prozent gestiegen, getrieben vor allem durch höhere Ölpreise infolge der Hormus-Blockade. Eine Erhöhung des Leitzinses wird schon in wenigen Tagen erwartet.

Eine Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung des EZB-Rats gilt als wahrscheinlich. (IMAGO/Independent Photo Agency Int.)

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Die Preise für Waren und Dienstleistungen im Euroraum sind im Mai weiter gestiegen. Nach Angaben von Eurostat lag die Inflationsrate im Jahresvergleich bei 3,2 Prozent. Im April hatte die Teuerungsrate noch 3,0 Prozent betragen. Als zentraler Auslöser gilt die infolge des Iran-Konflikts erfolgte Blockade der Straße von Hormus, die die Ölpreise deutlich ansteigen ließ.

Innerhalb des Euroraums wurden die höchsten Teuerungsraten in Bulgarien (6,3 Prozent), Litauen (5,1 Prozent) und Griechenland (5,0 Prozent) gemessen. Deutschland lag mit 2,7 Prozent unter dem Durchschnitt. Nur in Malta wies die Inflationsrate mit 2,1 Prozent einen geringeren Wert auf.

Die Entwicklung entsprach weitgehend den Erwartungen der Ökonomen. Für Deutschland hat das Statistische Bundesamt nach seiner eigenen Berechnungsmethode eine Inflationsrate von 2,6 Prozent für Mai ermittelt. Einigkeit herrscht auch darüber, dass die Inflation zumindest vorerst erhöht bleiben wird.

Sollte die Straße von Hormus nicht kurzfristig wieder freigegeben werden, dürfte die Teuerung nach Einschätzung von Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer noch mehrere Monate über der Marke von drei Prozent verharren. Zudem zeigen Umfragen, dass Unternehmen steigende Energiekosten zunehmend an Verbraucher weiterreichen. Vor diesem Hintergrund wird sowohl kurzfristig als auch nach der Sommerpause mit Zinserhöhungen gerechnet.

Die Europäische Zentralbank verfolgt mittelfristig ein Inflationsziel von durchschnittlich knapp unter 2,0 Prozent. Die deutsche EZB-Direktorin Isabel Schnabel hatte aus diesem Grund zuletzt eine Zinserhöhung im Juni gefordert und darauf verwiesen, dass der Ölpreisschock die Inflation über längere Zeit über dem Zielwert halten dürfte.

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Am 11. Juni wird der EZB-Rat erneut über die Geldpolitik entscheiden. Der Einlagensatz war zuletzt mehrfach bei 2,0 Prozent belassen worden. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte indes deutlich gemacht, dass die Notenbank bei entsprechender Datenlage zu Maßnahmen einschließlich einer Zinserhöhung bereit sei. Für die deutsche Wirtschaft würde ein solcher Schritt die Aussichten weiter verschlechtern und den Bundeshaushalt noch stärker unter Druck setzen (Apollo News berichtete).

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22 Kommentare

  • Wie kann man die durch höhere Ölpreise angetriebene Inflation mit steigenden Zinsen bekämpfen wollen? Die Wirtschaft wird weiteren Schaden nehmen.
    Viel wichtiger wäre es, die hausgemachten Ursachen der Inflation anzugehen.

    • Zentralbanken erhöhen die Zinsen, um die Inflation zu bremsen, indem sie Kredite verteuern und die Nachfrage senken.
      Weniger Nachfrage-mehr Preiskonkurrenz-tiefere Preise. Das wirkt bei höheren Ölpreisen über die Reduzierung der Margen.
      Aber es wäre natürlich besser die Ursachen anzugehen. Nur das ist weder die Aufgabe noch Kompetenz der EZB. Diese Aufgabe liegt in der Politik der EU also beim Parlament und nicht bei der Bank

  • Nun, das eigentliche Problem sind ja nicht die Energiepreise, sondern die Verschuldung(en) der EU-Staaten.

    Von diesen Schulden käme man mit einem stabilen Wirtschaftswachstum von min. 4% p. a. allmählich weg, wenn man die konsumptiven Ausgaben rigoros einschränkte, Bürokratie, überflüssige Regulierung und Berichtpflichten für Unternehmen einfach abschaffte, eine Politik der nationalstaatlich-fiskalischen Austrität betriebe und sich bei jeder staatlichen Ausgabe bewußt wäre, daß man Steuergelder ausgibt, die für den Steuerzahler einen Mehrwert erzeugen sollten/müssten.

    Aber statt dessen werden sie sich ihre Schulden durch die EZB „weginflationieren“ lassen selbstredend zu Lasten des Vermögens der Bürger, seien es nun Geld- oder Sachwerte.

  • getrieben vor allem vom Green-Deal der EU und den vielen Sanktionen gegen Russland.

    • Quatsch, der Terror von USrahell ist Schuld.

      -12
      • Läufst du mit einem Palituch rum?

        • Nein mit Afd und Deutschlandfahne, warum fragst Du?

          1
        • Wer mag das wohl sein wenn er hier mit geklautem Namen rumschwurbelt?

          2
  • Lagarde wäre „unter Druck“, wenn sie endlich ihre Gefängnisstrafe antreten müßte.
    Die Inflation an sich ist ihr doch völlig egal – Hauptsache le Michel allemand zahlt & bürgt für die Schulden de Mlle Marianne.

  • Die hohen Staatsausgaben finanziert durch Schulden wirken ebenfalls inflationstreibend.
    Das wird aber in allen Pressemitteilungen ausgelassen, was auch eine Form von Desinformation ist.

  • Mehr schreib ich nicht.

    • Böse Menschen leben leider oft zulange. Dazu zähl ich die beiden „Damen“.

  • Woher kommen den z.B. die 90 Mrd. für die Ukraine? Oder das „Sondervermögen“? Und die EU will weitere Milliarden?
    Das geht natürlich nicht ohne Inflation…
    Im Übrigen denke ich, dass der Irankonflikt nur vorgeschoben ist.

  • Eine verurteilte Straftäterin soll uns helfen, das ich nicht lache..

  • Eine nachweislich Kriminelle darf in der Finanzpolitik Schalten und Walten wie es Ihr beliebt !! Sind die Deutschen schon so abgestumpft , dass Sie sich das gefallen lassen ?? Es ist unser Geld das in der EU verschleudert wird … die EU war und ist ein Elitemodell , die sich ganz unverschämt selbst bereichert !! Diese Frau bekommt so viel Geld , dass es einem einfachen Facharbeiter schwindlig werden lässt !!
    An v.d.Leyen sieht man , wie weit man umgewählt in Europas Verwaltungsstaat kommen kann !! Die EU muss abgewickelt werden und wir hätten sofort 100 Milliarden € im Jahr mehr ; da ist der Posten Ausgaben nicht mal eingerechnet !!

  • Die Frau die längst in das Gefängnis gehört und ihre Komplizin übrigens auch, zeigen das die EU wiet weg von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ist.

  • Das kommt davon, daß dumme, unfähige, sturköpfige Personen in diesen wichtigen Personen sind.
    Die Unfähigkeit zeigt sich immer stärker, dementsprechend wird immer massiver Ur Kritik reagiert.

  • wieso zeigt ihr nicht Bibi, dessen Grössenwahn uns den „Ölpreisschock“ eingebrockt hat?

    • Die Selbstverteidigung Israels nach dem 7. Oktober 2023 ist Größenwahn?
      Wenn den Islamisten die Vernichtung Israels gelingt, ist Europa als nächstes dran.
      In Frankreich gab es nach dem Champions League Sieg von PSG einen kleinen Vorgeschmack.
      Vermutlich sind nicht alle Aktionen der IDF ganz sauber, trotzdem Vorsicht auf wessen Seite Sie sich stellen und was Sie in Zukunft von denen zu erwarten hätten, als Kafir.

      • 7. Oktober: Gewollt provoziert und aktiv zugelassen um einen Vorwand zu haben.
        Deswegen werden auch bis heute alle Videobeweise zurückgehalten oder vernichtet.

      • Es liegt in der DNA der Deutschen, IMMER auf der Seite der Täter/Verbrecher zu stehen, anstatt sich mit den Opfern zu solidarisieren.

        War historisch schon immer so und wie wir es aktuell sehen, bleibt das auch immer so.

        • Wenn Sie die Hamas für Opfer halten, dann ist das eine Einschätzung, die ich ausdrücklich nicht teile.

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