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Wahldesaster

„Kein Grund, weiterhin CDU zu wählen“: JU-Bundeschef Winkel warnt vor „Sterben“ seiner Partei

Der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, macht Friedrich Merz und mehreren CDU-Ministerpräsidenten schwere Vorwürfe. Ohne grundlegende Veränderungen werde es „keinen Grund geben, die CDU zu wählen“.

Der Bundesvorsitzende der Jungen Union ist im Bundestag zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden aufgestiegen. (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Die Verzweiflung unter den Bundestagsabgeordneten der CDU über die Spitzenfunktionäre ihrer eigenen Partei wächst rasant. Nun warnt einer von ihnen, der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, sogar vor dem Tod der Partei. Im Podcast-Interview mit Paul Ronzheimer äußerte der jüngst zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählte Politiker scharfe Kritik am Bundeskanzler und an den Ministerpräsidenten seiner eigenen Partei.

„Parteien, die sich nicht verändern, sterben irgendwann“, erklärte Winkel zunächst allgemein. Auf die Nachfrage von Ronzheimer, ob angesichts der jüngsten Wahlergebnisse die CDU gerade sterbe, stellte er seiner Partei ein vernichtendes Zeugnis aus: „Wenn sie sich nicht grundlegend verändert, wird es keinen Grund geben, die CDU zu wählen.“ Nach dem verpassten Parlamentseinzug in Mecklenburg-Vorpommern könne man sich „nicht mehr auf eine neue Saison freuen“, so Winkel mit einer Fußballmetapher.

Die Krise der CDU sei nicht in ihrer Rhetorik oder der Problembeschreibung begründet. Die Partei habe ein „komisches Selbstverständnis“, genau wie die SPD, meinte Winkel. Es gebe jedoch „keine Ewigkeitsgarantie für die Volksparteien CDU und SPD im Grundgesetz“. Ohne besser zu werden, sei die Existenz der CDU gefährdet.

Friedrich Merz habe an den Problemen seiner Partei einen „großen Anteil“, so Winkel. Die Kritik am Bundeskanzler sei „in Teilen berechtigt“ – auch Merz selbst teile diese. Wenn es mit ihm jedoch so weiterlaufe, „dann wird es nicht funktionieren“, meinte Winkel.

Gar für „verantwortungslos“ hält er die Ost-Ministerpräsidenten der CDU, die die Rentenreform der Bundesregierung entgegen früheren Aussagen ablehnen wollen. Winkel ist darüber, wie er sagte, „schon sehr enttäuscht“. „Gott sei Dank“ seien diese keine Bundespolitiker.

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Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ist die CDU erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik mit weniger als fünf Prozent der Stimmen aus einem Landesparlament gewählt worden. In Sachsen-Anhalt landete die Partei von Ministerpräsident Sven Schulze fast 27 Prozentpunkte hinter der siegreichen AfD. Auch in Berlin musste die CDU sich der Partei Die Linke deutlich geschlagen geben. Sichtbare Konsequenzen zog die CDU aus den Wahlergebnissen nicht.

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15 Kommentare

  • Mir fallen dutzende Gründe ein, die CDU/CSU ganz sicher niemals zu wählen.

    • Mir zig tausende „Einzelschicksale“, dank Erika.

  • Da hat jemand nur Panik um seine ‚gottgegebene‘ Karriere!

  • Auch Winkel spricht es nicht aus: die Brandmauer muss fallen.
    Also ist er selbst Teil des Problems.

  • „Hey Doc, stell die Geräte ab. Der Neurologe hat eben den Hirntod bestätigt. Das wird nicht mehr……………..“

  • „Parteien, die sich nicht verändern, sterben irgendwann“

    Irgendwas hat er verpasst.
    Die CDU wird sterben, WEIL sie sich bis zur Unkenntlichkeit verändert hat.
    Kriegen diese CDU-Jünger denn so gar nichts mehr mit?

    • Winkel hat natürlich Recht mit seiner Befürchtung. Die Union wird derzeit zerrieben zwischen der AfD und dem linksgrünen Block SPD/Grüne/Linke. Die AfD-Sympathisanten vermissen den alten konservativen Kern (der Union), die linkeren Parteien und Wähler freuen sich über den grünen Linksrutsch der Union. Aber nach wie vor gilt: Gewählt wird das Original, nicht der Nachahmer.

    • Na gut, ich hab‘ mich informiert: Als SIE den CDU-Thron bestieg, war er erst 14 Jahre alt. Er kennt praktisch nichts anderes.
      Partei-Historie scheint aber generell kein Steckenpferd der JU zu sein.

  • Noch so ein Parteijünger. Die CDU ist dem Untergang geweiht und das ist gut so.

  • Ich werde nie wieder cdU oder eine andere sozialistische Altpartei wählen. Das kann alles wech. Afuera!!!

  • Zitat: „Wenn sie sich nicht grundlegend verändert, wird es keinen Grund geben, die CDU zu wählen.“

    Dann muss er aber auch sagen, WIE die CDU sich verändern soll. So bleibt das nur allgemeines Geschwätz.

  • Winkel hätte vor 11 Jahren seinen Mund aufmachen sollen. Sie haben den ganzen Mist einfach passieren lassen, weil sie Angst um ihre Karrieren hatten. Braucht kein Mensch.

    • So isses. Die komplette JU ist der gleiche Parteienmist. Nur Schleimer und Kriecher.

  • Und das fällt dem jetzt erst auf?
    Allein schon dafür kann kein vernünftiger Mensch mehr CDU wählen.
    Es war abzusehen als wir den Grünen und den Linken angedient haben.
    Es war abzusehen als sie den ganzen Schwachsinn von wegen Klimaschutz mitgemacht haben.
    Es war abzusehen als sie das komplette Land mit dem (darf man ja nicht schreiben) geflutet haben.
    UND JETZT FÄLLT ES IHM AUF?
    GROSSER GOTT WIE KURZSICHTIG KANN MAN SEIN?

  • Gääähn,hohles Gerede und wenn es drauf ankommt kriechen sie Merz wieder hinten rein.
    Lasst es sein Apollo-news.
    Es ist nur noch langweilig.

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