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Energie

Iran-Krieg lässt Spritpreise explodieren – auch Erdgas wird dramatisch teurer

Die Preise für Benzin und Diesel steigen infolge des Iran-Krieges rasant an. Der ADAC warnt, dass es vorerst keine Entwarnung gibt. Auch auf dem Gasmarkt ziehen die Preise stark an. Die Bundesregierung hat eine Energie-Taskforce einberufen.

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Steigende Kraftstoffpreise spiegeln sich in den Preistafeln der Berliner Tankstellen wider. (IMAGO/Anadolu Agency)

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Der Krieg im Nahen und Mittleren Osten setzt den globalen Ölhandel und die Börsen stark unter Druck. Bundesweit sind die Spritpreise über das Wochenende spürbar gestiegen. Autofahrer mussten sich am Montag an den Tankstellen auf deutlich höhere Preise einstellen.

Der Literpreis für Benzin E10 stieg seit Freitag um 6,1 Cent. Der Diesel verzeichnete einen Preisanstieg von 7,0 Cent und erreichte damit den höchsten Wert seit Oktober 2023. Zahlreiche Autofahrer bemerkten den Anstieg persönlich an den Zapfsäulen. Als Beispiel: An mehreren Tankstellen in Neubrandenburg bewegten sich die Spritpreise am Montagvormittag knapp unter der Zwei-Euro-Marke. Der Diesel kostete bei Aral beispielsweise 1,91 Euro, der Superpreis lag bei 1,99 Euro, wie der Nordkurier berichtete. Vereinzelt überstiegen die Spritpreise in Niedersachsen sogar die Zwei-Euro-Marke. In Hannover kostete der Liter Super am Dienstagmorgen 2,05 Euro.

Laut dem ADAC ist kein Halt in Sicht. Die Preise für Benzin und Diesel sollen im Laufe des Tages noch um einige Cent steigen. „Ich befürchte, dass es heute an den Zapfsäulen noch weiter nach oben geht“, warnte der Kraftstoffmarktexperte des ADAC, Christian Laberer. „Die Zahlen am Vormittag deuten auf eine Dimension von drei bis vier Cent hin.“

Europäische Staaten sorgen sich zudem um steigende Gaspreise. Die Preise explodierten in den vergangenen Tagen. Binnen weniger Tage stieg der Preis für Flüssigerdgas (LNG) von rund 30 Euro auf über 60 Euro pro Megawattstunde. Das Staatsunternehmen Qatar Energy stellte seine Produktion in den Industriegebieten Ras Laffan und Mesaieed nach Angriffen des Iran auf kritische Infrastruktur ein. Wann die Produktion fortgeführt wird, ist noch nicht bekannt und verunsichert die Märkte weiter.

Infolge der unübersichtlichen Lage im Nahen Osten und der steigenden Energiepreise reaktivierte die Bundesregierung ihre Taskforce, die bereits während der Gasmangellage aktiv gewesen sei, erklärte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Diese solle die Situation eng beobachten und mehrmals täglich beraten, um gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Eingriffe in den Markt sollen jedoch nur erfolgen, „wenn sie absolut unvermeidbar sind“, so Reiche.

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Zudem kündigte die EU-Kommission an, einen Energiekrisenstab einzuberufen, um potenzielle Maßnahmen wegen steigender Öl- und Gaspreise zu ergreifen. Wann er tagen soll, ist noch nicht bekannt.

Der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarde (IRGC) warnte laut iranischen Staatsmedien davor, jedes Schiff beschießen zu lassen, das versuchen würde, die Straße von Hormus zu passieren. Die Meerenge ist für den globalen Ölhandel einer der weltweit wichtigsten Knotenpunkte. Der Verkehr ist seit dem Ausbruch des Krieges faktisch zum Erliegen gekommen, nachdem bereits mehrere Schiffe vom Iran beschossen wurden.

rs

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77 Kommentare

  • Komisch, jetzt haben alle Panik wenn der Preis steigt. Der wirkliche Elefant im Raum ist aber die Besteuerung der Luft. Dies wird, wenn es niemand aufhält, kurzfristig zuverlässig zu noch viel absurderen Preisen führen. Obwohl es jeder weiß scheint das aber vollkommen in Ordnung zu sein. Wir fürchten uns also vor teurem Sprit wegen temporärer Kriegsereignisse, finden aber die eigene massive politische Verteuerungsstrategie vollkommen ok. Das ist blanker Wahnsinn!

    • Die Luftsteuer kommt aus der EU. Der Krieg kommt vom Islam.

      • Beides kann weg!

      • Mit Zustimmung der deutschen Politik-Versalien.

      • die Angreifer sind jüdisch-evangelikal.

      • Ich bezahle beim Tanken gerne mehr. Schliesslich verteidigt der Iran unsere Freiheit.
        Oder wollt ihr lieber die Sklaven der Schläfenlöckchen sein?

        • Mehr Antisemitismus geht nicht. Widerlich!

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    • Vielleicht gibt es noch eine Demokratiesteuer, dass wir „Unsere Demokratie“ erhalten können?

    • Das ist das Ergebnis, wenn man sich von Schwachköpfen regieren lässt.

      Dumm, dümmer, Deutsch, oder darf ich bitte-bitte noch höhere Preise bezahlen. Die Mülltonne am Laternenpfahl ersetzt meinen Esstisch ganz formidabel.

    • Es ist Projektion der eigenen Ohnmacht gegen vermeintliche Feinde, auf die man eh nicht einwirken kann. Deshalb wimmelt es hier von antisemitischen Kommentaren.

      Es ist viel leichter Antisemit und Amerikahasser zu sein als Verantwortung dafür zu übernehmen, dass wir uns eine wahnsinnige Politik selbst herbeigewählt haben.

      Es ist auch leichter, sich Phrasen von Wagenknecht und Ganserer anzuhören oder sich bei Compact äquivalent zum ÖRR komplett verblöden zu lassen, als ein einziges Mal einen eigenen Gedanken zu fassen.

      • Sehr richtig! Die Linken und die Doofen führen wieder ihren Antiamerikanismus und ihren Antisemitismus Gassi.

      • So ist’s, allerdings mit der Modifikation, dass auch die AfD nix verändert.

        • Das sehe ich (meistens etwas) anders. Es braucht die AfD vorläufig für Disruption. Dann wird sich rausstellen, dass sie auch ein Saftladen ist (für die, die das jetzt noch nicht sehen können), aber aus diesem durch den Wechsel zur AfD entstandenden Umbruch kann erst Platz für Neues (und hoffentlich Vernünftigeres) entstehen.

          Was stellen Sie sich denn vor wie wir (ohne die AfD) die undemokratischen und selbstmörderischen Entwicklungen aufhalten könnten?

          4
        • Doch das hätte sie, sie hätte keine Kraftwerke in die Luft gesprengt, und Leuna wurde noch richtig arbeiten. Wie kann man nur so kurzsichtig sein?

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  • Gut, dass wir andere Lieferanten für Öl und Gas auch bereits sanktioniert haben, das wird schon noch mit der europäischen Energiekrise!

    • Wir stecken mittendrin

    • Weiter geht’s
      Umweltfreundlicher, besser für den Motor und sogar günstiger – das alles verspricht der neue Kraftstoff E20. Er enthält 20 Prozent Bioethanol.
      Es soll ein Zwischenschritt sein vor der möglichen Einführung von E-Fuels – also reinem Biosprit.
      Anders als beim Biogas, das ab 2029 das Erdgas ergänzen soll, laufen beim Biosprit E20 die Vorbereitungen schon auf Hochtouren. So soll frühestens ab dem nächsten Jahr das neue Superbenzin zur Verfügung stehen.
      „Und die allermeisten Autos sollen E20 auch vertragen!“
      https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/e20-benzin-das-sollten-sie-zur-neuen-sprit-sorte-an-der-zapfsaeule-wissen,VChkyV2

      -14
      • Tanken wir doch den e20 in die Regierungsfahrzeuge.
        Und wenn die stehen bleiben, geht die Bundesregierung den Rest der Legislaturperiode zu Fuß? Deal?

      • Sie glauben auch, daß der Zitronenfalter Zitronen faltet oder?

      • Alter Wein in neuen Schläuchen…gab es bereits E85. Bis zu 50% Bioethanol.

      • Meine Werkstatt hatte schon vor Jahren ein wundervolles Schild:

        „Autos mit Charakter saufen kein E10!“

        Für E20 gilt das dann doppelt.

        Ich werde mir meine Motoren mit dem Dreck nicht ruinieren.

  • Es haben sich doch alle hohe Energiepreise gewünscht, jetzt haben sie, was sie wollten und nun tun sie so, als ob sie besorgt wären.
    Teuer, teuer, teuer, da waren sie sich doch alle einig einschließlich des ADAC.

  • Für diesen Wucher sind unsere Politiker verantwortlich:
    Beispielrechnung (vereinfacht, bei 1,80 € pro Liter Benzin)
    Von 1,80 € entfallen ungefähr:
    ~ 0,75–0,85 € auf Steuern
    ~ 0,95–1,05 € auf Produkt- und Vertriebskosten
    Je nach Marktpreis schwankt der Steueranteil zwischen etwa 50–60 % des Endpreises.

    • Der Steuer und Umlageanteil ist immer prozentual gleich.

      • Schon, aber in Deutschland wird die Mehrwertsteuer auch auf die Energiesteuer erhoben, also Steuer auf Steuer.

  • Informieren Sie sich mal über die Spritpreise in Osteuropa und den beiden Amerikas …

    Der heute in D verkaufte Sprit (dito: Gas) hat den OPEC-Bereich LANGE vor dem US-Iran-Krieg verlassen und wurde auch bereits zu den Vorkriegspreisen bezahlt.

    • Aus dem OPEC Bereich kommt nur ein geringer Anteil …. Das Finanzministerium freut sich nun über den Kriegszuschlag. Daran wird wird wohl auch nichts geändert. Auch russisches Öl wird nun zum erhöhten Marktpreis skrupellos verkauft. Der sanktionierte Einkaufspreis erweist sich als Mega-Bonus.

    • Die Energie sowie Spritpreise werden durch Dummland CO2 Steuer hochgehalten. Links grün versiffte Politik. Sonst nichts. Nur noch AFD

  • Endlich – die Brüsseler und Berliner Herrscher haben einen Anlass gefunden, die Spritpreise zu erhöhen (und damit Unmengen mehr Mineralöl- uns Mehrwertsteuer abzuschöpfen).
    PS: Abgesehen davon, dass das, was HEUTE (und in nächster Zeit) an den Tankstellen verkauft wird, nichts mit dem Iran-Krieg zu tun hat, da es (lange) vorher produziert wurde.

    • „da es (lange) vorher produziert wurde“

      Das war schon immer so. Man zahlt den aktuellen Marktpreis. Ist bei Gold ja auch der Fall.

  • Eine Bundesregierung, welche die Interessen der Deutschen im Blick hätte, würde sämtliche CO2 Steuern ersatzlos streichen und alle anderen Steuern auf Sprit senken, bis der Krieg zu Ende ist.

    • Wir haben leider keine Regierung, die die Interessen der Deutschen vertritt.

  • Equinor und Petrobras sind zur Zeit meine beiden besten Pferde im Stall.

  • Das Füllen der Gasspeicher wird richtig teuer. Die nachfolgende Inflation wird eine echte Herausforderung. Die Sonne und der Wind werden es nicht richten. Deindustrialisierung geht weiter. Der erste Verlierer steht schon fest, halb so wild Hauptsache man steht auf der richtigen Seite.

    • Das ist die Folge grüner Politik. Mann müsste nur eine andere machen.
      Merz könnte morgen damit anfangen.

  • Als wären die Öllager bei uns nach 3 Tagen schon leer?! Hier wird einfach wieder schön Panik ausgenutzt und wir Bürger abgezockt.

  • Eine Energie-Taskforce? So so. Wie soll die aussehen? Politiker, die ihre Geldbörsen aufhalten? Die Regierung sollte sich freuen, über gestiegene Einnahmen über die Spritsteuern (MwSt. + CO²-Abgabe)

  • Steuereinnahmen steigen. Das was jede Regierung möchte.

  • Es könnte auch nicht schaden, vor dem Kanzleramt eine Dauerdemonstration zu organisieren.
    „Wir bleiben so lange, bis die Steuern auf Luft Geschichte sind.“

  • Warum nun russisches Öl, in Schwedt zu Sprit-Diesel verarbeitet, in Brandenburg/Berlin teurer wird, konnte bisher kein Mensch erklären.

    • Weil Rohstoffe weltweit gehandelt werden. Zweites Beispiel, auch wenn wir kein LNG aus Katar bekommen, bei uns wird auch LNG deutlich teurer. Katar hat 20% Anteil am weltweiten Energiemarkt, die Länder die bisher von dort beliefert wurden, bekommen nichts mehr und bieten mit.

    • So geht das Spiel. Würde Diesel aus Schwedt günstiger angeboten werden, wäre die Nachfrage so groß, dass der Preis steigen würde.

    • Damit die Brüsseler und Berliner Herrscher Unmengen mehr Mineral- und Mehrwertsteuer abzocken können, womit sie ihre Kriege und den hunderttausendfachen Vielfaltsimport „finanzieren“.

  • Eigentlich müssten die Preise stürzen, damit die Krisenherde kein Geld verdienen. Aber das Gegenteil passiert. Dies ist ein großer strategischer Fehler. Die scheichs müssen sofort ihre Förderquoten erhöhen!

    • Deutschland bekommt relativ wenig Öl aus den Krisengebieten. Aber noch immer aus günstiger russischer Produktion. Stört aber nicht … 🙂

  • Sorry, aber wer bitte geht denn bei der Apotheke Aral tanken?
    Da fahr ich hier 100m weiter zu einer freien Tanke und zahle teilweise bis zu 18 Cent weniger.
    Aktuell kostet es da 9 Cent weniger.

  • Wieder mal reine Abzocke durch Panikmache. Mitte Juni 25 war der Rohölpreis fünf Dollar höher, der Sprit aber um ca. 15 Cent günstiger als jetzt.

  • Der ADAC hat doch genau diese Preise gefordert.

    Die Grüninnen haben schon vor Jahren gefordert, dass der Liter Benzin 5,-DM kostet.

    Und dass ARAL, Shell und Konsorten die Situation für obszöne Preissteigerungen ausnutzen (auch wenn sie gar nicht am Golf einkaufen),
    war zu erwarten.

  • Danke Israel, Danke Amerika!

    -11
    • Der Zionismus zerstört ALLES.
      Verfluchte .

  • Ein Glück, der Gaspreis ist an den Ölpreis gekoppelt….nicht auszudenken, wenn einer davon sinken würde…nur steigen können sie beide 🙂 🙂 🙂

  • Alles wird gut. 😵‍💫🤢🤮

    • Baut Baumhäuser🦧🦍🐒🐵

  • Kein Problem, die Erfahrungen zeigen, dass die Preise nach dem Krieg wieder stark sinken. Die Ölmultis sind faire Geschäftsleute.

  • Endlich geht der Spritpreis durch die Decke. Ich wünsche mir schon so lange, dass der Preis deutlich über 2 Euro kostet. Jetzt muss er nur noch auf 3 bis 4 Euro rauf, dann habe ich die Autobahn für mich alleine.

  • Ölmangel/ Krise? Vor Rotterdam liegen ca. 40-50 volle Tankschiffe auf Reede. Ca. 40-50 Mio. Barrel geladen.. Und warten auf was? Mangel? oder Kalkül/Preisdruck? War die German Energie-Taskforce schon dort im Einsatz? Mit jeder Preiserhöhung mehr Steuer Aufkommen?

  • Interessant man könnte meinen, wir hätten eine Pipeline da runter die plötzlich ausgetrocknet ist….. oder anders gesagt, die Preis-Erhöhungen sind schneller hier als die Urlauber……

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