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Vizekanzler

„Habe ihm gesagt, dass es guttut, wenn sich jemand öffentlich positioniert“: Klingbeil lobt Hoeneß’ Attacken auf die AfD

Lars Klingbeil engagiert sich ehrenamtlich beim FC Bayern München. In diesem Zusammenhang lobte er die gesellschaftspolitische Positionierung führender Köpfe des Vereins, die sich gegen Rassismus und die AfD einsetzen würden.

Lars Klingbeil sitzt im Verwaltungsbeirat des FC Bayern (IMAGO/Frank Ossenbrink)

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In einem Interview mit der Welt am Sonntag hat sich Vizekanzler und SPD-Co-Chef Lars Klingbeil zu seinem Verhältnis zum Fußball und seiner Rolle beim FC Bayern München geäußert. Sein Engagement im Verwaltungsbeirat des FC Bayern begründet Klingbeil mit Idealismus. Die Anfrage von Vereinspräsident Herbert Hainer sei ein „sehr besonderer Moment“ gewesen; schnell sei klar gewesen, dass er sich einbringen wolle.

Inhaltlich verortet er seine Rolle deutlich im gesellschaftspolitischen Bereich: Er gebe Sportvorstand Max Eberl keine Ratschläge zu Transfers, „das sollen Profis machen“. Stattdessen gehe es „zum Beispiel um gesellschaftspolitische Fragen“, bei denen der FC Bayern in den vergangenen Jahren „eine klare Haltung gezeigt“ habe, etwa im Kampf gegen Rassismus. Dies seien Themen, „bei denen ich gern Veränderungen anstoße“. Man treffe sich zweimal im Jahr; er wolle den Weg des Klubs „mit meiner Perspektive begleiten“.

Im Austausch mit Ehrenpräsident und Aufsichtsratsmitglied Uli Hoeneß betont Klingbeil die politische Dimension. Hoeneß spreche „gern über Politik“ und habe „eine klare Meinung“. Besonders dessen Haltung zur AfD habe ihn beeindruckt: „Ich habe ihm gesagt, dass es sehr guttut, wenn sich jemand wie er da öffentlich klar positioniert.“ Man teile nicht jede Ansicht und diskutiere lebhaft, was für ihn aber „völlig in Ordnung“ sei.

Innerhalb der SPD steht Klingbeil auch vor der Aufgabe, die Affäre um Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zu verteidigen, der nach Kritik an nicht gemeldeten jährlichen 20.000 Euro Vergütung als Verwaltungsbeirat beim FC Bayern aus seinen Ämtern beim Klub zurückgetreten ist. Politisch stärkt Klingbeil ihm den Rücken: „Dieter Reiter ist ein hervorragender Oberbürgermeister für die Stadt München und ihre Bürgerinnen und Bürger.“ Er sei „sehr zuversichtlich“, dass Reiter sich in der Stichwahl durchsetzen werde.

Mit Blick auf die Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada werde die globale Breitenwirksamkeit des Sports deutlich. „Sport ist immer gesellschaftspolitisch“, sagt er. In diesem Zusammenhang verweist er auf die zwölfminütige Rede Vincent Kompanys gegen Rassismus, die „mehr Einfluss auf unsere Gesellschaft haben“ könne „als manche Rede eines Politikers“. Sport erreiche Menschen, „die Politik nicht erreicht“.

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Weiter erklärt er jedoch: „Zu oft wird Verantwortung auf Sportler abgeladen bei Dingen, die eigentlich wir in der Politik zu klären haben. Das finde ich falsch.“ Jedenfalls positioniert sich Klingbeil gegen Forderungen nach einem Boykott der WM durch die deutsche Nationalmannschaft im Zusammenhang mit der Politik der USA. „Ich spreche mich klar gegen einen Boykott aus. Ich gewinne lieber 8:0 gegen die USA, als gar nicht anzutreten. Die politische Auseinandersetzung mit Trumps Politik gibt es unabhängig von der WM“, so Klingbeil.

Sicherheitsfragen bei Großturnieren sieht Klingbeil vor allem in der Verantwortung von FIFA und Gastgeberstaaten. Angesichts von Gewalt in Mexiko und von Einreisebeschränkungen der US-Regierung betont er, die Sicherheit von Nationalmannschaften und Fans müsse „bei einem solchen Turnier gewährleistet sein“. Das sei die „klare Erwartung an den Veranstalter und die Gastgeberländer“.

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99 Kommentare

  • Ein verurteilter Steuerbetrüger bekommt Lob vom sensiblen Finanzminister. Humor vom Feinsten.

    152
    • Hoeneß hat schon immer die CSU unterstützt und
      diese verliert an Boden.
      Was bleibt ihm übrig als gegen die AFD zu
      hetzen ?
      Für die angeschlagene SPD ein guter
      Schachzug sich „gemeinsam“ mit dem
      erfolgreichen FC Bayern zu präsentieren.
      Umso trauriger, dass solche völlig belanglosen
      Nachrichten es in die Schlagzeilen schaffen

      • Es scheint mir eher, als trügen jetzt schon die CSU-Anhänger Nasenringe.

    • Klingbeil als Finanzminister ist der größte Witz. Das ist, als wenn du einen Blinden als Busfahrer einstellst.

      • Ist ja schön das Hoenes sich gegen rassismus einsetzt . Wäre auch sonst schon merkwürdig bei einem Bundesliga Verein .
        Hat er auch gesagt was er gegen die AfD hat ?

        • Allein schon der Name “ Bayern“ München.
          Spielt da überhaupt noch ein Bayer mit?
          1.FC Afrika International würde besser passen.

          27
        • @Olaf.Kloeckner: „Hat er auch gesagt was er gegen die AfD hat ?“ Nicht nötig, das ist bei solchen Typen bekannt: sie ist (noch) nicht an der Macht! Sollte morgen in München ein AfD-MP residieren, wäre er der größte AfD-Fan und würde betonen, dass er schon immer auf diesen Wechsel gehofft habe.

          16
        • @J.B.: Danke für die Zurschaustellung ihres Rassismus! Offensichtlich wissen Sie nicht, worum es beim Profifußball geht. Aktuell befinden sich 2 Afrikaner (Senegal) im Kader und 5 Spieler, die in Bayern geboren wurden…

          0
      • Auch Hoenes ist nur ein Kasper. Nie wieder Bayern München. Nur noch AFD in Bayern !!!

        • Hoeneß war mal glaubwürdig und respektabel. Z.B. als er Daums Drogenkonsum öffentlich machte und mal in einer Live-Sendung anrief und Dinge richtigstellte. Vorbei.Nun reitet auch er das Rassismus-Pferd. Er sollte auf dem Golfplatz bleiben und sein privilegiertes Leben genießen.

          9
    • Hoeneß möchte sich wieder bei den Guten einreihen.
      Wahrscheinlich würde er, so wie er bekannt ist viel eher die AfD als die SPD wählen.

    • Was gab es denn für Lau bei den Mia san Mia? Kurse für den Umgang, wie man mit Steuerzahlungen umgeht oder günstige Luxusuhren aus der Wundertüte abgreifen kann?

    • Gleich und Gleich gesellt sich, vielleicht war daß auch der Handel vom Steuerbetrüger Höhneß gegen die Blauen zu wetern um vorzeitig aus dem Bau zu kommen!!

  • Ich als Bayernfan schäme mich zutiefst für Klingbeil und Hoeneß und kann versichern: Wir sind nicht alle so

    • Fußball ist doch insgesamt so was von sinnlos.
      Ich soll jede Woche 1-2 % meines Monatslohns ausgeben, damit Millionäre, die mich nicht mal eines Blickes würdigen würden, beim Spielen zuschaue.
      Dann lieber das Geld in die Verschönerung der Wohnung stecken.

      • Lieber dem heimischen Verein in der Landesliga einen Besuch abstatten, die freuen sich noch.

      • Deppenbespaßung. Brot und Spiele.

    • @ döp dö dö döp: Glaube ich gerne. Ich mochte den Franz, aber den Hoeneß noch nie.

    • Dann macht es im Station publik!
      Unsere Dynamos haben es auch gemacht.
      Wehrt Euch als zahlendes Publikum gegen Einzelne, die leider erhört werden und mit denen man den Verein dann in eine Schublade steckt.
      Denn ohne Gegenwehr kommt dann mein Spruch: möge der Verein in der Versenkung verschwinden! Für IMMER !!!

  • Uli Hoeneß ist ein verurteilter Verbrecher, weil er 27,2 Mio € Steuern hinterzogen hat.
    Es ist voll lieb von Klingbeil, dass der Staat so bereitwillig verzeiht….

    • Aber wehe, Sie zahlen keine GEZ…

    • Aber wie immer, nicht JEDEM!

    • Mann spricht ja die gleiche Sprache verkehrt in den gleichen Kreisen und hat die gleichen Amigos .
      Berührungsängste mit kriminellen? Fehlanzeige !!
      Steuerhinterziehungen sind für die alle ein Kavaliersdelikt!
      Auch Sozialisten liebe Geld Privilegien und Luxus . Nur wollen die dafür nichts leisten müssen !

    • Uli Hoeneß ist ein Verbrecher, der allerdings keine Messer gewetzt und keine Schusswaffen poliert hat. Und (ab einem gewissen Alter) ist er keine Gefahr für die Gemeinheit (mehr); und er kann drübernaus aufgrund Alters nicht wirklich resozalisiert werden.

      Bin dafür, das Strafrecht zu überarbeiten und mit Hausarrest und Fußfessel zu sanktionieren, denn empfindliche Geldabführungen sind Strafe genug; alles z. B. deswegen, um die Justiz zu entlasten, die aufgrund Personalmangels binnen Kürze zu außergewöhnlichen Zuständen in Dtld. führen wird.

  • Ja, der verurteilte Steuerbetrüger und seine „klare Meinung“…..
    Diese „klare Meinung“ hatte der Herr auch zur „Impfung“/Impfpflicht, und hat Herrn Kimmich damals sehr zugesetzt.
    Dass mittlerweile so einige Fußballer (und auch andere Sportler), u.a. Herzprobleme haben und hatten, und/oder auf dem Platz „plötzlich und unerwartet“ das Zeitliche gesegnet haben, hat Herr Hoeneß inzwischen registriert?
    Meine sehr sportliche Zahnärztin (ehemals Segel-Jugendnationalmannschaft und dann erfolgreiche Triathletin) ist seitdem jedenfalls nur noch ein Schatten ihrer selbst.

    • Sie haben recht. Die Sache mit Kimmich war fürchterlich. Ich hoffe, der Junge hat einen Arzt gefunden, der Kochsalzlösung spritzte. Hoeneß hat hoffentlich Astrazeneca bekommen. Wenn der überhaupt geimpft ist.

  • Man sollte mal die Finanzströme untersuchen.

  • SPD so gut wie keine Stimmen, wie kann so eine Partei ein Land mit regieren? Wird der Bürger nicht schon genug veräppelt?

    • Weil die CDU es zulässt!

  • Wieviele Jahre muss man im Knast abgesessen haben und um wieviele Millionen muss man den deutschen Staat betrogen haben, damit einen der Finanzminister lobt?

  • Amigos vereint.

  • Klingbeil ein Glücksbringer für den FC Bayern?
    Eher das Gegenteil – mit der SPD geht’s immer abwärts!
    Kleiner Blick in die Liga: 61ste Minute Bayer 04 führt – es geht schon los…

  • Klingbeil lobt die gesellschaftspolitische Positionierung führender Köpfe des FC Bayern München gegen die AfD. Dieses Engagement steht jedem frei.

    Befremdlich wirkt jedoch, wenn dabei Persönlichkeiten wie Uli Hoeneß als moralische Instanzen auftreten. Hoeneß wurde wegen Steuerhinterziehung verurteilt und saß dafür im Gefängnis. Vor diesem Hintergrund wirken politische Belehrungen gegenüber anderen schnell unglaubwürdig.

    Eine Demokratie lebt vom offenen und respektvollen Streit der Meinungen – nicht vom moralischen Zeigefinger!

  • Auch er wird mal als ganz großer Verlierer dastehen

  • Wenn Hoenes von Klingbeil ein Lob bekommt, dann weiß er sicher auch, wie weit er gesunken ist. Und umgekehrt.

  • „Gegen Rassismus und die AfD“: Kann mir bitte mal jemand erklären, was die AfD mit Rassismus zu tun hat? Das ist so eine beliebte Methode, die AfD mit negativen Konnotationen zu versehen. Dann doch bitte lieber: „gegen Totalitarismus und die Linke“. Oder „gegen Ökosozialismus und Grüne“. Oder „gegen Lügenwahlkampf und die CDU“. „Gegen Stalinismus und das BSW“.

  • BTW: Uli Hoeneß ist aufgrund einer Verurteilung wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe vorbestraft. Im März 2014 wurde er zu drei Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt 🤦🏻

    • Jeder andere wäre deutlich härter bestraft worden!
      Das ein Finanzminister mit einem Steuerbetrüger paktiert ist merkwürdig, eigentlich skandalös.

  • Und so wie Transfers von Profis gemacht werden sollen, so sollte auch Politik von Profis gemacht werden, gell Herr Klingbeil.

  • Als ehemaliger Bayern Fan schaue ich seit 1 Jahr keinen Fußball mehr-wenn die Spieler in einem Jahr mehr Geld bekommen als ein Arbeitnehmer im ganzen Leben….!!!

  • Damals hätte er Echt Karriere gemacht…

  • Auch diesen Elfer hat der Hoeneß in den Abendhimmel verballert.

  • Wie sagte Hoeneß über die Ungeimpften: „Die sollte man konsequent ausgrenzen“.
    Er ist voll auf Linie. Wäre einer für die CSU….;-)

  • Er gewinnt lieber 8-0 gegen die USA, als gar nicht anzutreten. Das letzte 8-0 gegen die US-Amerikaner muss ich verpasst haben. Man verliert ja auch heutzutage lieber gegen Korea und fliegt nach Hause.

  • Hoeneß bedeutet mir soviel, wie ein umgekippter Sack Reis in China!
    Dies ist sehr nett formuliert, da meine eigentliche Denke und Formulierung gelöscht würde! LEIDER!

  • ……………………………

  • Hoeneß wurde für dreieinhalb Jahre Haft verurteilt, weil er 28,5 Millionen Euro Steuer hinterzogen hat. Dieser Man ist kein Vorbild, was der sagt interessiert mich überhaupt nicht lieber Herr Klingbeil.

  • Er gibt Eberl keine Ratschläge 😲Gott sei Dank, dann wäre der FCB schon abgestiegen

  • Eine Krähe hackt der anderen keine Auge aus. Die „Unsere-Demokratie“ Kämpfer unter sich.

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