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Brandenburger Tor

„Genauso und noch schlimmer“: Linke Demo fordert Ausschreitungen wie in Frankreich

Die Ausschreitungen bei den Protesten in Frankreich sollen auch Deutschland erreichen: Auf einer linken Anti-Wehrpflicht-Demo am Brandenburger Tor forderte ein Franzose, sie hier „genauso und noch schlimmer“ zu entfachen. Tausende Teilnehmer jubelten.

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Die Anti-Wehrpflicht-Demo „Unzwingbar“ am Freitag vor dem Brandenburger Tor in Berlin (IMAGO/epd)

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Mehrere tausend, überwiegend junge Menschen haben am Freitagabend vor dem Brandenburger Tor in Berlin gegen eine mögliche Wehrpflicht und die Aufrüstung der Bundeswehr demonstriert. Nach Abschluss der Kundgebung sprach die Polizei von rund 3.000 Teilnehmern, die Veranstalter gaben eine deutlich höhere Zahl an. Aufgerufen hatte das Bündnis „Unzwingbar – Kein Bock auf Krieg und Wehrpflicht“.

Die Veranstaltung verband politische Redebeiträge mit einem umfangreichen Musikprogramm. Auf der Bühne standen unter anderem der Europaabgeordnete und Vorsitzende der Satirepartei Die Partei, Martin Sonneborn, sowie die Berliner Hip-Hop-Gruppe K.I.Z. Besondere Aufmerksamkeit erregte jedoch der Auftritt eines Studenten aus Frankreich. Er stellte die dortigen Schüler- und Studentenproteste als Vorbild für Deutschland dar und bezog sich dabei auch auf die gewaltsamen Ausschreitungen und Auseinandersetzungen mit der französischen Polizei.

„Wenn ihr die Bilder aus Frankreich seht, macht genauso und noch schlimmer!“, rief der französische Student den Teilnehmern unter tosendem Beifall zu. Anschließend stimmte er gemeinsam mit der Menge die französische Anti-Polizei-Parole „Tout le monde déteste la police“ – „Jeder hasst die Polizei“ – an. Die aktuellen Entwicklungen in seinem Heimatland, wo landesweit über 1.000 Schulen blockiert seien, bezeichnete er als „historisch“.

Joachim Bertin – so der Name des Studenten – schilderte anschließend die von massiver Gewalt überschatteten Auseinandersetzungen in Frankreich (Apollo News berichtete) und stellte die Protestbewegung als vereinten Kampf von Schülern, Studenten und Arbeitnehmern gegen die Regierung dar.

Lehrkräfte hätten gestreikt und Menschen hätten dafür gekämpft, Schulen „gegen die Polizei zu verteidigen“, sagte er. Entscheidend sei die gemeinsame Mobilisierung: „Das ist super wichtig, weil zusammen haben wir die Kraft, diese Regierung herauszufordern und gegen diese Regierung zu gewinnen.“

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Bertin verwies zudem auf Festnahmen und Verletzungen während der französischen Proteste. Die Darstellung der Demonstranten als gewalttätig wies er zurück und stellte ihr die vermeintliche Gewalt „dieses ganzen scheiß kapitalistischen Systems“ gegenüber. Zum Abschluss forderte er die Demoteilnehmer auf, „weiter zu kämpfen“ und sich weiter „in Schulen, in Unis, in Universitäten“ zu organisieren – das sei zugleich „das größte Grußwort“, das man nach Frankreich schicken könne.

Hinter der Berliner Veranstaltung stand ein Zusammenschluss verschiedener Friedens-, Jugend- und linker Organisationen. Zu den Veranstaltern gehörten unter anderem die globalisierungskritische NGO Attac, die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK), die deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), der Internationale Jugendverband, die NaturFreunde Deutschlands und der Schulstreik gegen Wehrpflicht.

Als Unterstützer werden unter anderem Greenpeace, Sea-Watch, pax christi, Connection und die Naturschutzjugend aufgeführt. Neben Martin Sonneborn traten weitere politische Aktivisten als Redner auf: Jannes Althoff von der Jungen GEW Berlin, Kreisschülersprecher Denny Gallatowitsch, DFG-VK-Bundessprecher Jürgen Grässlin, Andrea Hornung von der Initiative „Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder!“, Alia Horstmann vom Schulstreik gegen Wehrpflicht, Greenpeace-Jugend-Vertreterin Martha Jansen-Rosseck und die IPPNW-Medizinstudentin Laetitia Malotka.

Die Veranstalter positionierten die Kundgebung ausdrücklich gegen eine Reaktivierung der Wehrpflicht und gegen eine aus ihrer Sicht zunehmende Militarisierung der gesamten Gesellschaft. „Junge Menschen wollen keinen Pflichtdienst beim Militär leisten. Sie wollen nicht lernen, wie man Menschen tötet. Deshalb protestieren wir gegen die Pläne der Bundesregierung“, hieß es in ihrem Aufruf.

Zu den Forderungen gehörten neben dem Verzicht auf eine Reaktivierung der Wehrpflicht ein Ende der Rekrutierung Minderjähriger durch die Bundeswehr, der Rückzug der Bundeswehr aus Schulen, Universitäten und Forschung sowie die weltweite Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung als Menschenrecht und Asylgrund. Außerdem verlangte das Bündnis mehr Geld für Bildung, Gesundheit und Soziales anstelle von Ausgaben für Aufrüstung.

Anlass des Protests ist das seit Januar geltende Gesetz über den neuen Wehrdienst. Es sieht eine verpflichtende Musterung für junge Männer ab dem Geburtsjahrgang 2008 vor. Zunächst sollen auf diese Weise Freiwillige für den personellen Ausbau der Bundeswehr gewonnen werden. Werden die vorgesehenen Zielgrößen nicht erreicht, kann der Bundestag über die Aktivierung einer Wehrpflicht entscheiden. Die allgemeine Wehrpflicht war 2011 ausgesetzt worden.

Die Kundgebung am Freitag war zugleich Teil eines größeren Protestwochenendes. Für Samstag wurde eine weitere Demonstration vom Brandenburger Tor gegen „Kriege, Hochrüstung, Wehrpflicht und Sozialabbau“ angekündigt. Diese Veranstaltung gehört zu einem bundesweiten Aktionstag mit Demonstrationen in mehreren deutschen Städten. Die Veranstalter von „Unzwingbar“ betonen, dass die beiden Berliner Veranstaltungen von unterschiedlichen Akteuren organisiert werden, aber ein gemeinsames Ziel gegen Krieg, Aufrüstung, Wehrpflicht und Sozialabbau verfolgen.

mmx

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45 Kommentare

  • Bitte nicht vergessen: Die Gefahr kommt von rechts. Und jetzt alle: „Die Gefahr kommt von rechts!“

    • Eine Wehrpflicht ist wirklich abzulehnen. Aber ebenso ist die Zusammenarbeit von Linken und Islamisten abzulehnen. Man fühlt sich an die 70er erinnert, als RAF-Mitglieder in palästinensischen Terrorcamps trainierten.
      https://cna343.wordpress.com

    • Demonstrationen gegen Aufrüstung, aber vor allen Dingen gegen den mangelnden Willen einen Krieg zu vermeiden sind erst einmal legitim.
      Nicht legitim ist die Androhung und Ausführung von Gewalt.
      Ehrlich gesagt bin ich auch besorgt in Anbetracht der Hochrüstung und der fehlenden Gesprächsbereitschaft gegenüber Russland.

    • So ist es! Die Forderungen von uns LINKEN sind ausgewogen und sozial gerecht.

    • Diese linken Feiglinge.
      Warum wollen sie unser Vaterland nicht verteidigen?
      Aber der Fritz wird ihnen auf die Sprünge helfen.

    • Tut sie auch. Die Gefahr kommt von Rechts. Rechte sind gefährlich. Wenn die sich ein Ziel setzen wird das ruchlos verfolgt. Du glaubst nur, dass du alter Fettbauch zu „Rechts“ dazugehört. Tust du nicht.

  • Sind wir jetzt dem Bürgerkrieg etwa einen Schritt näher gekommen? 🤔

    • Diese linken Feiglinge.
      Warum wollen sie unser Vaterland nicht verteidigen?
      Aber der Fritz wird ihnen auf die Sprünge helfen.

    • „Einen Schritt näher“? So näher wie ein gehbehinderter Rentner Treppen steigt etwa.

      -14
      • Sie täuschen sich. Nur weil die Staatspropaganda nicht darüber berichtet, heißt das nicht, dass der deutsche Widerstand nicht schon tief in den Vorbereitungen steckt. Die politischen Täter vergessen, dass die Polizei wenn es kracht, nicht auf der Seite der Polit-Mafia stehen wird.

  • Je größer der Widerstand gegen den internationalen Krieg, desto größer die Begeisterung für den Bürgerkrieg. Scheint ein Mechanismus zu sein – „ohne Gewalt “ macht kein’n Spaß..

    • Diese linken Feiglinge.
      Warum wollen sie unser Vaterland nicht verteidigen?
      Aber der Fritz wird ihnen auf die Sprünge helfen.

  • Und das ist keine Volksverhetzung?
    Kein Aufruf zu Gewalt?
    Kein Landfriedensbruch?
    Kein Nix?

    • Diese linken Feiglinge.
      Warum wollen sie unser Vaterland nicht verteidigen?
      Aber der Fritz wird ihnen auf die Sprünge helfen.

  • Ich glaube inzwischen, dass es Fridolin und Co wirklich auf so eine Eskalation ankommen lassen, um von den vorhanden Problemen abzulenken und den Notstand auszurufen. Da Putin nicht freiwillig kommt, muss man anscheinend selbst für Randale sorgen.
    Wer hätte sich so etwas vor ein paar Jahren nur im Traum vorstellen können ???

    • „Da Putin nicht freiwillig kommt…“
      Der wartet nur bis „wir“ ausreichend aufgerüstet haben. 😉

  • Die alte Generation sollte die junge nicht zu einem Krieg verpflichten, den sie selbst herbeiführt.
    Im Übrigen gehören in diesen Zeiten alle Geschlechter gleich behandelt. So soll es ja schließlich sein.

  • Wenn das Vaterland in Gefahr ist, darf man kein Zuschauer sein, man muss handeln.

  • Ich glaube, die denken, dass ein Schusswaffeneinsatz gegen eine Menschenmenge in Deutschland nicht zulässig ist und meinen sie können ungestört marodieren, brandschatzen und verletzen. Ein Blick in das UZzG bringt Aufklärung,

    • UZwG ist richtig

  • Remmo Demo das neue Remmi Demmi?

  • Der Präsident hält seine immer gleichen Reden gegen die rechte Hälfte der Demokratie, während sich offenbar hinter seinem Rücken, denn er sieht es ja nicht, die Linke daran schickt, das Land zu zerlegen.

  • Dpa-Artikel? Ganz schwach

    • Es ist offensichtlich kein dpa Artikel.

  • Ich fordere eine Parteiverbot für die Linken.

  • Bei Danisch gibt es interessanten Kommentar, wir sollten dem wirklich nachgehen, ich denke er hat einen Punkt getroffen der sehr interessant ist.
    Wer will Bildung Zerstören?

    Zitat
    „Warum aber gehen Leute an Schulen, mit denen sie nichts zu tun haben, um die Lehrer zu verprügeln?
    Das ist nicht Rache oder Streit, das ist Vernichtung. Irgendwer will da systematisch die Schulen zerstören. Nachdem man in Frankreich auch die Kirchen schon niedergebrannt hat, ist nun auch die Bildung dran. “
    https://www.danisch.de/blog/2026/10/02/frisch-verpruegelt-7/

  • Eigentlich müssten die dafür demonstrieren. dass hier lebende Ausländer auch gezogen und verpflichtet werden. Sieht doch blöd aus, wenn Fritz durch den Dreck robbt und sein gleichaltriger Freund Abdullah im Café sitzt, oder?

  • Diesen Samstag sehen wir uns in Prien!
    03. Oktober 2026, ab14 Uhr
    zum Demozug ab den Schären mit anschließender Kundgebung am Marktplatz
    #FriendensinitiativeRosenheim
    Es ist die große Friedensdemo im Chiemgau, strahlt aus bis Salzburg und Kufstein.
    Da kommen alle einmal im Jahr zusammen.
    https://friedensinitiative-rosenheim.de/was-uns-antreibt

    -10
    • Schreib mal lauter. Ich kann dich nicht hören.

    • DhimmiDemo , bitte alle kommen.

  • Ich lehne Gewalt strikt ab, aber in diesem Fall bin ich für gaaaanz hartes Durchgreifen. Wer Gewalt sät soll in Ihr untergehen!

  • … wie bitte? … ein Franzose? … und der Unruhestifter ist nicht mit lebenslangem Einreiseverbot ausgewiesen worden? … offensichtlich muss sich das deutsche Volk selbst um Rechtsstaatlichkeit kümmern …

  • Es ist unfassbar, was auf unseren Straßen abgeht“ Da fordern Chaoten am Brandenburger Tor ganz offen Krawalle wie in Frankreich – und Tausende jubeln mit. Das ist kein Protest mehr, das ist der blanke Aufruf zur Zerstörung“ Als normaler steuerzahlende Bürger verliert man da jedes Verständnis. Warum greift der Staat nicht sofort durch?

    Wenn ich da was zu sagen hätte: Zig Wasserwerfer aufstellen, Wasser marsch und diese illegale Menge sofort auseinandertreiben! Wer Gewalt sät, verdient keine Samthandschuhe. Unsere Polizei braucht endlich Rückendeckung für ein knallhartes Durchgreifen – ohne Wenn und Aber!

  • Dumm ist schlimm genug – Dumme in der johlenden Masse sind noch schlimmer.

    • Siehe den Apollo Kommentarbereich.

  • Die Grünen sind die größten Kriegstreiber. Verlieren die jetzt ihre Unterstützung durch Greenpeace, Sea-Watch und die Naturschutzjugend?

  • Wenn Verkommene „demonstrieren“… ohne Worte

  • Man muss die ja nicht mögen aber im Prinzip haben die mit ihren Forderungen recht.
    Wieviele Renten könnte man auf 1500 Euro erhöhen so das keiner mehr im Abfall nach
    Flaschen wühlen müsste , der das nicht will. Wieviele Schulen und soziale Einrichtungen könnten saniert werden wenn nicht Milliarden sinnlos in korrupte Kriegsgebiete und in alle Welt verschleudert würden.
    Zum Glück gibt es aber in Deutschland Wahlalternativen die fast das Selbe fordern wie die Linken.

  • Schulen anzuzünden und kaputtzumachen weil sie angeblich zu marode und heruntergekommen sind und Lehrer zusammenzuschlagen und anzugreifen weil angeblich zu wenig Lehrpersonal da ist. Wie dumm muss man sein diesen Widerspruch nicht zu bemerken? Der Franzose gehört aus der Uni geworfen und heim geschickt. Das sind strafbare Aufrufe zur Gewalt und nicht durch das Demonstrationsrecht oder die Verfassung gedeckt.
    Wer nicht zur Bundeswehr will kann auch Zivildienst machen. Aber nach der Schule oder dem Studium erst mal „selbst finden“ und vom Staat leben in den man noch nie einbezahlt hat sollte meiner Ansicht nach unterbunden werden. Etwas Disziplinierung für den „Ernst des Lebens“ ist da förderlich und die beiden Dienste waren da früher ganz gut geeignet.
    Aber natürlich gehört auch die Einwanderung ins Sozialsystem unterbunden und zB zum Müll aufsammeln bracht man keine Sprachkenntnisse.
    Aber um Kriegsgegner geht es denen gar nicht. Krieg gegen Kapitalismus ist sogar ihr linkes Ziel.

  • Gut so. Damit disqualifizieren sich diese Idioten doch nur selbst.

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