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Sitzungsprotokolle

„Furchtappell“: So plante Lauterbach hinter verschlossenen Türen, Jugendliche mit Panik zur Impfung zu drängen

Protokolle einer internen Sitzung des Corona-Expertenrates zeigen, wie Lauterbach offen darüber sprach, Panik als PR-Mittel einzusetzen - und wie er sich dann über die Meinung von Wissenschaftlern hinwegsetzte.

Karl Lauterbach produziert Angst – vor schweren Corona-Verläufen, neuen Varianten, Long Covid. Viele seiner Verteidiger meinen, das wäre keine Panikmache, Lauterbach würde eben nur offen die bittere Wahrheit aussprechen. Interne Protokolle aus dem Corona-Expertenrat zeigen jetzt aber: er tat es bewusst. Er spielte mit der Angst und setzte Panik als Instrument ein, um politische Wirkung zu erzielen.

Im August 2022 sprach er sich bei der 27. Sitzung des Corona-Expertenrats für einen “Furchtappell” aus, der Jugendliche zur Impfung drängen sollte. Das berichtet die Welt, die aus den Protokollen der Sitzung zitiert. Eigentlich ist Covid-19 für Jugendliche keine gefährliche Krankheit mehr, Lauterbach wollte aber das Thema Long Covid groß machen, damit Jugendliche auch Angst bekommen. Der Expertenrat wurde von Bundeskanzler Scholz nach dem Regierungswechsel einberufen. Mitglieder dieses Rates, waren unter anderem die in der Pandemie bekannt gewordenen Virologen Christian Drosten und Hendrik Streek. Aus den Protokollen der Sitzung geht hervor, dass die Mitglieder des Expertenrats die Idee eines „Furchtappells“ nicht guthießen. „Der Expertenrat kritisiert den Furchtappell“, heißt es im Protokoll.

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Doch Lauterbach ließ sich ganz offensichtlich nicht beirren und präsentierte im Rahmen seiner umstrittenen Kampange “Ich schütze mich” wenige Wochen später eine junge Autorin, welche unter “Long-Covid” litt – die Spiegel-Autorin Margarete Stokowski. Die Meinung im Expertenrat waren Karl Lauterbach egal, der „Furchtappell“ wurde umgesetzt – und Long Covid bei Jugendliche versucht, als großes Thema aufzuziehen.
Gegenüber der Welt erklärt das Gesundheitsministerium daraufhin: Alle Seiten seien sich einig gewesen, auch Heranwachsende „für die Gefahren einer COVID-Erkrankung zu sensibilisieren.“

In der freien Wirtschaft ist es Konsens, dass Fehler aufgearbeitet werden und sichergestellt wird, dass diese nicht erneut vorkommen. Anders bei Karl Lauterbach. Die Protokolle des Expertenrats zeigen nicht nur den gezielten, PR-mäßigen Einsatz von Angst bei der Corona-Politik – sondern auch einmal mehr, dass Karl Lauterbach sich offensichtlich nicht für die Meinungen von Wissenschaftlern interessiert, wenn diese nicht in seine Agenda passen.

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