Fast 100 Prozent mehr: LNG-Preis explodiert – auch Ölpreise auf Rekordkurs
Die LNG-Preise explodieren – seit Beginn des Iran-Kriegs haben sie sich nahezu verdoppelt. Auch der Ölpreis steigt weiter und hat nun erstmals seit Jahren wieder die Marke von 100 US-Dollar überschritten. Eine Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil.
Infolge des Iran-Kriegs setzten die Preise für Flüssigerdgas (LNG) am Montag ihren Aufwärtstrend der Vorwoche fort. Der als Referenz geltende niederländische TTF-Gaskontrakt kletterte laut Daten von „TradingView“ am Montagmorgen auf 62 Euro pro Megawattstunde und lag damit rund 20 Prozent über dem Niveau des Handelsschlusses am Freitag.
Seit Kriegsbeginn am 28. Februar ist der Preis pro Megawattstunde um rund 97 Prozent angestiegen und hat sich damit nahezu verdoppelt. Zuletzt waren die Preise im Januar 2023 auf einem vergleichbar hohen Niveau. Zum Handelsschluss am Freitag, dem 27. Februar, notierte der TTF laut TradingView noch bei 32 Euro pro Megawattstunde.
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Auch die internationalen Ölpreise stiegen zum Wochenbeginn an und haben zum ersten Mal seit mehreren Jahren die 100-Dollar-Marke überschritten (Apollo News berichtete). Laut TradingView verteuerte sich die für Europa maßgebliche Nordseesorte Brent am Montagmorgen zeitweise um etwa 25 Prozent auf rund 117 US-Dollar pro Barrel, bevor ein leichter Abverkauf auf etwa 105 US-Dollar pro Barrel einsetzte.
Seit Beginn der Kriegshandlungen summiert sich der Preisanstieg bei Brent damit auf rund 50 Prozent. Im Vergleich zum Jahreswechsel beträgt das Plus sogar mehr als 70 Prozent. Am 2. Januar lag der Preis für ein Barrel Brent noch bei rund 61 US-Dollar.
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Auch in den Vereinigten Staaten setzten die Ölpreise mit dem Start der neuen Woche ihren Aufwärtstrend fort. Die Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) überschritt im frühen Handel in Chicago ebenfalls die Marke von 100 US-Dollar und erreichte zeitweise etwa 113 US-Dollar pro Barrel. Sowohl bei Brent als auch bei WTI wurde ein derart hohes Preisniveau zuletzt im Juni 2022 verzeichnet.
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Dauert der Iran-Krieg noch Monate oder nur Tage? Und geht es um den Sturz des Regimes oder nicht? Das „Messaging“ der US-Regierung scheint aktuell manchmal widersprüchlich – was das für einen Hintergrund hat.Hintergrund für die massiven Preissprünge bei Öl und Gas ist in erster Linie die Blockade der Straße von Hormus durch das iranische Regime. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Seerouten der Welt und ein kritisches Nadelöhr für den globalen Energiehandel. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer. An der engsten Stelle misst sie etwa 33 Kilometer.
Rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls wird über diesen Seeweg transportiert. Auch etwa ein Fünftel des globalen Handels mit verflüssigtem Erdgas (LNG) passiert die Straße von Hormus. Bei einer längeren Blockade könnte es zu einem massiven Angebotsengpass bei Öl und Gas kommen. Hunderte Rohöl- und LNG-Tanker stecken derzeit vor der Meerenge fest. In der Folge reagieren die Märkte zunehmend verunsichert.
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Auf die Preisentwicklung des TTF-Gaskontrakts wirkte sich zusätzlich zur Hormus-Blockade auch der von Katar angekündigte LNG-Produktionsstopp aus. Nach iranischen Drohnenangriffen am 2. März auf wichtige Kraftwerke im Industriezentrum Mesaieed sowie in der nördlichen Stadt Ras Laffan – dem wichtigsten Standort des Landes für die Produktion von Flüssigerdgas (LNG) – gab das staatliche Unternehmen QatarEnergy in einer Pressemitteilung bekannt, die LNG-Produktion vollständig zu stoppen. Katars LNG macht rund 20 Prozent des globalen Angebots aus.
Die Aussichten sind damit alles andere als positiv. Sollten die Konflikte im Nahen Osten anhalten, sind weitere Preissteigerungen bei den fossilen Energieträgern vorprogrammiert. Katar geht davon aus, dass alle Energieproduzenten am Golf ihre Exporte innerhalb weniger Wochen einstellen könnten, sofern der Iran-Konflikt weiter eskaliert. Der Ölpreis könnte dann auf bis zu 150 Dollar pro Barrel steigen, sagte der Energieminister des Landes, Saad al-Kaabi, in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Financial Times.
Problematisch für die Bundesrepublik könnten sich künftig vor allem Handelsverlagerungen auswirken. Sollte die Straße von Hormus länger geschlossen bleiben, könnten große Abnehmer auf alternative Lieferanten ausweichen. China etwa, das derzeit einen erheblichen Teil seines Ölbedarfs über den Iran deckt, könnte künftig verstärkt Öl aus Kasachstan beziehen – die Bundesrepublik bezieht Öl in großen Mengen von dort.
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Länder wie Indien, Südkorea und Japan, die zu den wichtigsten Abnehmern von Flüssigerdgas (LNG) aus Katar zählen, könnten LNG stattdessen über den Pazifik aus den USA importieren – Deutschland bezieht sein LNG quasi vollständig aus den USA. Für Deutschland könnten sich dadurch sowohl beim Öl als auch beim LNG-Gas die Konditionen bei den etablierten Lieferpartnern verteuern. In einer extremen Marktsituation könnten Lieferverträge sogar vollständig ins Wanken geraten. Insbesondere dann, wenn andere Staaten bereit sind, höhere Preise für US-LNG oder für Öl aus Kasachstan zu zahlen.
Parallel zu den Preisen für Öl und LNG sind zuletzt auch die Kraftstoffpreise in vielen Ländern spürbar gestiegen – mitunter auch in der Bundesrepublik. Ein Liter Super E10 kostete am Montagmorgen zur typischen Preisspitze um 7:15 Uhr im bundesweiten Schnitt 2,043 Euro. Das entspricht einem Preisanstieg von mehr als sechs Prozent im Vergleich zu dem Niveau, das vor Beginn des Krieges verzeichnet wurde. Ein Liter Diesel kostete am Montagmorgen 2,177 Euro.
Wobei sich für viele Beobachter zunehmend die Frage stellt, wie stark die Blockade der Straße von Hormus tatsächlich die Spritpreise beeinflusst. Immerhin bestimmt die sukzessiv steigende Steuer- und Abgabenbelastung am deutschen Standort – insbesondere die CO₂-Bepreisung und die Energiesteuer – zum großen Teil den Kraftstoffpreis (mehr dazu hier).
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Da geht noch mehr nach oben! Kann man nicht die Luftbesteuerung kurzfristig verdoppeln – ach was sage ich – vervierfachen, mindestens?
und die Bundesregierung wollte „eingreifen“ ?
Hat das jemand geglaubt ???
Aber die greifen doch ein – indem sie drüber quasseln, ob – oder ob nicht. Wie immer bei allem: quasseln, quasseln, quasseln. Nur beim endlich Handeln klemmt es.
Nee,sicher nicht.Die tut nichts für Deutsche,sie nimmt nur.
Tun die doch, stecken weltweit überall ihre Nase rein.
wo sind denn hier alle, die den krieg bejubelt haben? das war doch sonnenklar und es wird nicht das einige problem bleiben.
Die Meisten merken es halt erst wenn das eigene Geld knapp wird.
Diesel kostet nun schöne 2,15 bis 2,30€. Aufgrund der anhaltenden Hiobsbotschaften aus Nahost wird der Preis wohl noch weiter klettern. 2,50 bis 3€ pro Liter?
klettert bis: Tankstelle heute geschlossen (morgen auch).
„2,50 bis 3€ pro Liter?“ Das ist gesichert sicher, das freut dann auch den Lars, wegen den unverdienten MWST Nebeneinnahmen..
Wozu die Aufregung? Eine massive Verteuerung fossiler Energieträger ist doch politisch gewollt, um damit die Bürger zu einem „klima- und umweltfreundlichen Verhalten“ und zur Konsumeinschränkung zu erziehen. Genau das hat Merz doch bei der Miosga-Talkshow offen eingestanden.
Über 50 % der deutschen Energiepreise bestehen aus Steuern und Abgaben. Würde man die drastisch senken, wäre die momentane Verteuerung für die breite Masse verkraftbar.
„Würde man die drastisch senken, wäre die momentane Verteuerung für die breite Masse verkraftbar.“ Aber das Geld für die UA würde dann fehlen, das geht ja nun gar NICHT..
Sagten die Grünen dich schon vor Jahren, kannst dem Volk es nicht verbieten, machen wir es so teuer, dass sich es keiner mehr leisten kann. Läuft. Da wird der ein oder andere schon überlegen, Ostern in den Kurzurlaub und ein Fischbrötchen für 6€ an der Ostsee oder nicht.
Heissassa. Das wird in diesem Jahr in allen energieintensiven Betrieben rundgehen.
Und auch die Heizungskosten werden dann im nächsten Jahr den schönen warmen B-Dienstleister-Büros in Rechnung gestellt.
Gemeinden zahlen bekanntlich einem bestimmten Personenkreis auch die Heizkosten. Die Gemeinden können es dann ebenfalls mit „Sondervermögen“ versuchen
„Die Gemeinden können es dann ebenfalls mit „Sondervermögen“ versuchen“ Die könnten ja auch dem Klub der lustigen Insolvenzen beitreten..
4. Jahr mit Rezession – 2027 wahrscheinlich auch
Preisanstieg mind. 2,5 Prozent
steigende Insolvenzen
Was sagt der Kanzler: es wird teurer werden, und teurer und nochmal teurer.
Konzept: Ratlosigkeit und warme Sprüche mit nich so anstellen und so.
Da mus man sich wohl jetzt schon Gedanken machen,wie man nächsten Winter heizen will…
Ein Angriffskrieg der Epstein-Class. Schwer zu glauben, aber leider wohl wahr.
Auch mal einen Blick auf die Preiskonstruktion…. steigt der Grundpreis um 1, ergibt sich durch die nachgelagerten Zuschlagskonstruktionen ein Multiplikator von ……?. Zufall?
die gehen zu fuss um den geparkten v8 herum, den sie sich aus trotz gegen das e-mobil noch schnell angeschafft haben 🤣
Quatsch mit Soße! Da spart man einfach woanders, wenn überhaupt. Aber verwunderlich, was in manchen Köpfen so für wirre Hirnwindungen aufeinandertreffen.
Ich zahle den Solidaritätsbeitrag gerne, wird längst mal Zeit dass die Epstein Connection eine Lektion erteilt bekommt.
netanjahu ist der schlechteste präsident, den die usa hatten, so lautet der kommentar aus den usa, den ich jetzt sehr häufig lese. der ehemalige und eventuell zukünftige mp herr bennett verkündet derweil, dass die türkei zusammen mit katar das neue iran seien. irre.
die Bevorratung mit LNG wurde extra lange ausgesetzt weil die Gierschlunde nicht genug Reibach machen konnten.
Jetzt zahlen wir wieder die Zeche.
Das Hauptproblem ist ein anderes.
Allein über’s Wochenende sind mindestens 8 LNG-Tanker, die für Europa avisiert waren, nach Asien umgerouted worden.
Grund: Unsere glorreiche Regierung hat nur ca. 30-40% der bestellten Gasmenge per langfristigen Verträgen gekauft, den Rest wollten sie am Spotmarkt einkaufen, weil sie auf fallende Preise gesetzt haben, und das rächt sich jetzt, denn am Spotmarkt georderte Frachten bekommt am Ende der, der aktuell den höchsten Preis bietet, und das sind vor allem Indien und China.
Tja, dumm gelaufen.
So läuft’s….
Ehrlich gesagt: Ich find es gut. dass die LNG-Preise explodieren. Sie können gar nicht hoch genug sein.
Warum ? Ein Volk, das mehrheitlich seine Henker wählt hat es nicht anders verdient.
Ich denke auch, das muss sich verdoppeln. Oft sagen Kunden von uns, ich, wieso? Ich zahle nur 130€ Heizung im Monat, das ist doch wenig.
Wir erleben gerade das Ende der sicheren Ölversorgung. Der Mangel an Mitteldestillaten ist nicht erst jetzt aufgetreten, sondern plagt die Versorger schon ein paar Jahre. Ich fürchte die jetzt steigenden Preise werden gar nicht wieder fallen. Sie werden oben bleiben und wie gewünscht den Konsum einschränken. Das ist gut für’s Klima 🙂 Aus Erfahrung weiß ich, dass innerhalb der AfD-Sympathisanten wenig Sinn für diese Realität vorherrscht. Viele reden sich sogar ein, dass Öl ein nachwachsender Rohstoff ist. Diese Leute werden sich noch sehr wundern.
Nein, du wirst dich bald sehr wundern, wie hart der Kampf ums Überleben sein wird!
Ach was. Wir schaffen das.
zumindest war es die afd, die sofort von den gefahren gewarnt haben. zum öl: die peaköl theorie, nach der es nach 2000 mit der ölproduktion abwärts gehen sollte, stimmt ja nun auch nicht und die beruhte auf der herkömmlichen theorie, wie erdöl entsteht. falls die nicht stimmt, was einige wissenschaftler vermuten, würde das bestimmt nicht gross verkündet werden, um die preise stabil zu halten.
Tja, und dann hätte ich gerne noch eine Erklärung wie die Wälder der Urzeit in ca. 1000 Meter Tiefe gekommen sind, während man die Kollegen von T. Rex & Co. an der Oberfläche ausbuddelt! Oder der Regenwald. Eine hauchdünne Humusschicht und mehr nicht.
Der Staat hat gar kein Interesse das Konsumenten sich einschränken denn der Staat verdient ordentlich mit! Als nächstes kommt der Strompreis damit der Staat sich dort das Geld von den E Auto Fahrern holen kann!
der Staat von dem Du redest war einmal, nämlich als wir alle dachten „der Staat, das sind wir“. Heute haben wir diverse Oligarchen und Kasten die sich die Taschen mit hart erarbeitetem Geld vollstopfen und den Rest an sogenannte „Asylanten“ verschenken.
Jetzt könnte man die ketzerische Frage stellen, warum man ausgerechnet die Kuh schlachtet, die man Jahrzehnte lang gemolken hat.
es wurde auch jahrelang von den gruenen gefordert, bzw von menschen die dem WEF schon lange folgen, festgestellt, dass sprit mindestens 5 euro kosten solle.
wir sind wohl auf dem weg.
und da es eh so geplant war, wenn vielleicht auch nicht gar so schnell, wird es auch kein eingreifen geben, um die folgen etwas abzumildern.
Aha. Sämtliche furztrockene und versiegte Ölquellen liefern also aus Magie nach kurzer Zeit wieder zuverlässig?! Will man eventuell deswegen alle Quellen unter einer Kontrolle bringen? Das unendliche Energiegeschäft…
Wenn AN immer nur die halbe Wahrheit schreibt, nähert Ihr Euch langsam aber sicher der Lügenpresse an. Das können die ÖRR aber besser….
Ich zahle den Solidaritätsbeitrag gerne, wenn Iran dafür dem orangenen Bulli eins auf die Nase gibt und der Humicide Maniac mit den Segelohren endlich verschwindet.
Schwachsinn,alle anderen Länder um uns herum haben vorgesorgt,nur Deutschland steht wie immer als Volldepp da.
Das hat überhaupt nichts mit USA oder Israel zu tun.Unsere Bundesregierung ist einfach zu blöde um Vorsorge zu treffen.
Das ist leider zutreffend.