15.000 NGOs
Ex-VW-Chef Matthias Müller warnt: Deutschland „auf dem Weg zu einer DDR 2.0“
Der frühere Volkswagen-Chef Matthias Müller kritisiert staatlich finanzierte NGOs, fordert Gespräche mit der AfD und stellt der FDP ein schlechtes Zeugnis aus. Deutschland entwickle sich zu einem „Vollkaskostaat“.
Von
Der frühere Volkswagen-Chef Matthias Müller sieht Deutschland auf einem gefährlichen politischen und wirtschaftlichen Kurs. „Wir sind auf dem Weg zu einer DDR 2.0“, sagte er im Gespräch mit t-online. Der Staat entwickle sich zunehmend zu einem „Vollkaskostaat“. Viele Bürger versteckten sich hinter staatlichen Leistungen und übernähmen immer weniger Eigenverantwortung. „Wir sind satt geworden, ein Volk von Egoisten, bei dem Gemeinnützigkeit keine große Rolle mehr spielt“, sagte Müller.
Wenn keine grundlegenden Reformen folgten, werde Deutschland „ein rückläufiges Wirtschaftswachstum erleben wie seit Jahrzehnten nicht mehr“. Bildungs-, Renten-, Sozial- und Migrationspolitik sowie die Verkehrspolitik müssten gemeinsam gedacht werden. Die Politik sei mit dieser Aufgabe überfordert, sagte Müller.
Werbung
Grundsätzlich sieht Müller ein strukturelles Problem in der politischen Rolle mancher NGOs. Davon gebe es etwa 15.000 in der Bundesrepublik. Organisationen, die stark vom Staat finanziert würden und gleichzeitig aktiv politische Meinungsbildung betrieben, sollten keine staatlichen Mittel erhalten. Als Beispiel nannte er die Deutsche Umwelthilfe und den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Aufgaben dieser Organisationen könnten auch in Ministerien angesiedelt sein, sagte Müller.
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion stellte im vergangenen Jahr eine Kleine Anfrage mit 551 Fragen zur Finanzierung und politischen Tätigkeit mehrerer Nichtregierungsorganisationen. Müller verteidigte dieses Vorgehen. In Deutschland gebe es Tausende solcher Organisationen; viele davon würden aus Steuergeldern finanziert. „Wir sollten hinterfragen dürfen, ob das in Ordnung ist oder nicht“, sagte er. Allerdings müssten auch konservative oder wirtschaftsnahe Netzwerke überprüft werden.
Werbung
Den Umgang mit der Alternative für Deutschland kritisierte Müller. Die Debatte über eine „Brandmauer“ halte er für strategisch falsch. „Sie diskutieren ständig über eine Brandmauer zur AfD, dabei sorgt diese Brandmauer nur dafür, dass sich die AfD schön eingehegt weiterentwickeln kann“, sagte er.
Lesen Sie auch:
Migros-Tochter Tegut
7.400 Beschäftigte betroffen: Supermarktkette macht in Deutschland vollständig dicht
Weil sich Tegut auf dem schwierigen deutschen Markt nicht durchsetzen konnte, zieht der Mutterkonzern Migros die Notbremse: Die Supermarktkette wird vollständig aus Deutschland verschwinden. Stattdessen übernehmen Edeka und Rewe die Filialen.Immobiliensteuern
„Starke, regelmäßig aktualisierte Grundsteuer“: Fratzscher fordert rigorose Besteuerung von Immobilien
DIW-Präsident Marcel Fratzscher spricht sich für eine stärkere Besteuerung von Immobilien aus. Insbesondere eine „starke, regelmäßig aktualisierte Grundsteuer“ könne Finanzierungslücken schließen.Es sei notwendig, mit der Partei zu reden. Unter den Wählern der AfD seien nicht nur Extremisten. „Da sind auch Rechtskonservative dabei, ganz normale Menschen, die früher vielleicht CDU oder CSU gewählt haben und sich aus Verzweiflung dorthin begeben haben“, sagte Müller.
Müller äußerte sich auch zur Lage der FDP, deren Mitglied er ist. Die Entwicklung der Partei sei „traurig“. „So wahrscheinlich nicht“, antwortete Müller auf die Frage, ob die FDP in ihrem jetzigen Zustand eine Zukunft habe. Es brauche eine Erneuerung – sowohl programmatisch als auch personell. Dabei kritisierte er auch die Führung der Partei. Das Bild der FDP sei uneinheitlich.
Werbung
Auch zur Zukunft Europas äußerte sich der frühere Manager. Die Europäische Union sei zu schwerfällig organisiert. Mit 27 Staaten ständig einstimmig entscheiden zu müssen, funktioniere nicht. Deutschland, Frankreich, Polen und Großbritannien könnten einen handlungsfähigeren Kern Europas bilden.
Freund werden
Freund von Apollo News werden
Die Meinungen von Herrn Müller gehen absolut in die richtige Richtung, sind aber ein wenig spät.
Diese Einsichten sind seit Jahren bekannt und werden seit Jahren von der AfD vertreten.
Voll der Blitzgneißer, auch wenn er eher Symptome als die eigentliche Probleme erkennt und benennt… wahrscheinleich dämmert ihm in 14 Tagen auch, dass die Menschheit das Rad erfunden hat. Wenn er das mal gewusst hätte, als er noch bei VW… nicht auszudenken.
Sie vergessen das vw mehr oder weniger ein staatsbetrieb ist .
Der Mann ist ja nicht dumm . Das hat er genau wie all die anderen auch schon lange gewusst .
Er ist aber auch nur ceo und nicht der Eigentümer. Warum sollte er auf das ganze schöne Geld verzichten wenn z.b die Politik es doch so haben will .
Vollkaskomentalität bei Deutschen???
Die gibt es nur bei den illegalen Migranten.
Die Deutschen gehen für die schuften und werden zum Dank beschimpft.
Ich erspare mir die Schimpfwörter, da ich ansonsten nicht veröffentlicht werde.
Vor allem feige und opportunistisch.
Müller hat damals knapp dreißig Millionen Euro Boni kassiert.
Seine Rente beträgt 2.700€ TÄGLICH.
In diesem Interview sagt er selber, „wir Deutschen sind zu einem Volk von Egoisten geworden.“
Er muss wohl dabei in den Spiegel geschaut haben.
In erster Linie sind wir erstmal ein Volk von bequemen leichtgläubigen idioten .
Zumindest ca 70% der Wähler bei den Wahlen .
Man kann ja von einem Mann, der offenbar so gering qualifiziert ist, dass er nur Chef eines Automobilkonzerns werden kann, nicht erwarten, dass er um mehr als bis zur nächsten Bonuszahlung vorausdenkt und das auch noch öffentlich zugibt.
Und was wurde aus den ach so richtigen 551 Fragen zur Finanzierung und politischen Tätigkeit mehrerer Nichtregierungsorganisationen? Unbeantwortet in die Mülltonne für eine Koalition mit der SPD.
Egal wie man zu ihm steht:
1. Er hat recht.
2. Es kann gar nicht genug geben, die diese Realitäten immer wieder und überall zur Sprache bringen.
3. In Tagesschau/Heute Journal werden sie das sicher nicht bringen, denn es könnte ja der eine oder andere CDU-Wähler seinen Verstand einschalten und demnächst NICHT mehr CDU, sondern die einzig verbliebene Alternative wählen.
Die CDU -Wähler, die nach allem was Merz und die Regierung sich nach den Wahlen geleistet haben, immer noch CDU wählen, sind verloren. Da mache ich mir keine Hoffnung.
Im ÖRR interviewen sie lieber den Fratzscher.
Der ÖRR steht auf Satire.
Für linke NGO´s muss gelten: Es gibt kein Recht auf Steuergelder! Schon garnicht wenn sie dafür gedacht sind, die AfD als Oppositionspartei zu bekämpfen. Auch AfD- Mitglieder und ihre Wähler sind Steuerzahler.
Wie ein Sportler der sich nach seiner Karriere outet.
Schon erstaunlich, dass sich diese Menschen immer erst dann aus der Deckung wagen, wenn sie nicht mehr im Amt sind. Ist aber auch ein Beleg dafür, warum dieser Staat nicht mehr funktioniert und zu einer DDR2.0 verkommt. Wer das System kritisiert wird bestraft und gesellschaftlich ausgegrenzt.
Die DDR hat ihr Geld allerdings nicht in der ganzen Welt verbraten und im eigenen Land nicht die ganze Welt versorgt.
Das stimmt so nicht ganz. Wenn wir von Devisen reden, davon hatte die DDR weiß Gott nicht zu verschenken. Verschenkt wurden vorrangig Warengüter, Wirtschaftsgüter, Konsumgüter, Landmaschinentechnik, Maschinenindustrie, Chemieindustrie usw. Man rechnete diese Waren einfach in Valuta um und dann wurde damit genau wie jetzt politische Propaganda betrieben. Die Bevölkerung litt unter dieser Verschwendung und sah ihre Qualitätsprodukte auf der Leipziger Messe oder in Westdeutschen Katalogen. Wenn für die Bevölkerung etwas übrig blieb dann erstens in schlechterer Qualität oder zu völlig überzogenen Preisen.
Ein Muktimillionär warnt. Wie irre.
Wieso, darf der demokratisch gesehen nichts sagen weil er mehr Geld hat als Sie und ich?
I haltlich sehe ich wenig was man verbessern könnte. Er hat das leider, wie so viele, zu spät gesagt. Das könnte man kritisieren.
Weil er nur kassiert hat und geschwiegen hat.
Weil er die AfD und seine Mitglieder gebashed hat.
Weil seine Meinung nichts mehr ändert!
Weil es einfach nur noch lächerlicher Gratismut ist!
„Unter den Wählern der AfD seien nicht nur Extremisten.“
So richtig in der Realität angekommen ist er noch nicht, aber immerhin zeigt er Ansätze von Vernunft.
Die DDR 2.0 ist bereits Realität, nur viel raffinierter.
ja, D bzw. die gesamte EU samt UK N und CH ist keineswegs erst *auf dem weg* zur DDR2.0, sondern hat diese laengst bei weitem uebertroffen !
alleine die technischen moeglichkeiten, die den maechtigen heutzutage zur verfuegung stehen, um den poebel zu lenken, zu ueberwachen und zu massregeln…
davon hat die DDR noch nichtmal traeumen koennen.
einzig bei der flucht aus dieser neuDDR wird man noch nicht ersch…
aber wer weiss, wie lange noch ?
man sollte diese zustaende wirklich so klar beim namen nennen wie sie sind , und nicht immer verniedlichend von *wird eines tages noch zu* oder auf dem weg zu* reden.
mit dieser abwieglerei ist niemandem geholfen, und erst recht oeffnet sie nicht die augen derer, die noch schlafen.
Doch nicht etwa DER Müller, der laut Spiegel am 25.09.2017 folgendes geäußert hat?:
Ungewohnt deutlich hat sich VW-Konzernchef Matthias Müller zum Ausgang der Bundestagswahl geäußert: Das Ergebnis bezeichnete er als „historischen Einschnitt“. „Die alten Volksparteien verlieren dramatisch. Gleichzeitig wird die rechtsextreme und ausländerfeindliche AfD drittstärkste politische Kraft im Bundestag“, teilte Müller mit. Das zweistellige Ergebnis für eine solche Protestpartei sei „schockierend“. Es werde das Land verändern und die demokratische Stabilität auf die Probe stellen.
das Netz vergisst nichts, danke für die Info
Obwohl er bereits mit 3 Jahren mit seinen Eltern Sachsen und damit die DDR1.0 verlassen hat, steckt in ihm wohl noch ein bisschen vom Ost-Gen. Vielleicht haben ihm seine Eltern erzählt, was sie bewogen hat, dieses Regime zu verlassen und so erkennt er jetzt die Parallelen.
Großbritannien? EU
GB macht ja seit einiger Zeit wieder Annäherungsschritte. Ein Wiedereintritt wäre wohl sehr kompliziert u nicht so einfach. Auch für uns nicht so gut, wenn ich an die dort veränderte Bevölkerungsstruktur denke.
Das Grundproblem ist die CDU, die linke Politik macht. Wenn die sich mit der AfD zusammentun würde, könnte heute noch eine Wende eingeleitet werden.
Rechte Verschwörungstheorien, Delegitimierung des Deutschen Demokratischen Bundesstaats, Verwendung verfassungsfeindlicher Nationalinteressen, Politikerkritisierung.
Sofortige Hausdurchsuchung bei dem Mann. Anklage nach § 3 des Strafgesetzbuchs der DDR (öffentlicher Tadel) und §106 (Staatsfeindliche Hetze). Oder vielleicht gleich §130 StGB – der geht immer.
Ausgehebelt die Demokratie sie haben, mit der Brandmauer.
Ein Schreckgespenst der Geschichte an die Wand gemalt sie haben.
Unter Kontrolle zu halten die Bevölkerung, ihr Ziel es ist.
Und vom Lohn, bei dieser Staatsquote – viel übrig bleibt nicht, nein.
Deutschland entwickelt sich nicht nur wegen der Wirtschaft zu einer DDR 2.0. Dieses Land wird auch immer repressiver und autoritärer.
Guten Morgen, Herr Müller.
Schnellmerker.
Wenn Exponenten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft klug und einsichtig werden sind sie all ‚EX‘.
Auch schon aufgefallen?
🙏!
Immer mehr Leute machen den Mund auf.
DDR 2.0 ……da hat der gute Mann vollkommen Recht.
Späte Einsicht, aber immerhin.
Matthias Müller als ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG verkennt womöglich das Prinzip der kleinsten Wirkung (Planck, 1949: 95ff, 5. Aufl.). Hat sich auch nur ein einziger Mensch dazu entschieden, das zu bevorzugen, was einschlägig als „richtig“ (SOFI-Mitteilungen Nr. 22, Juni 1995: 97) gilt, bricht sich daran das gesellschaftlich Falsche. Heinrich Heine machte darauf schon im Dezember 1834 in Paris aufmerksam (siehe: Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland, 2016: 29, Nachdruck), dass dann selbst eine Weltmacht wie einst die römische bloß noch eine dadurch längst verlorene Sache verteidigt. Angesichts dessen sollte die Kritik erlaubt sein, wie sehr es insofern gerade gegenwärtig Not tut, sich endlich eines Bessren zu besinnen. Zwar steht es dem Staat frei, mit Unsummen an Steuergeld die schiere Besinnungslosigkeit zu finanzieren. Auf Dauer ist die Ausreichung finanzieller Mittel von der öffentlichen Hand aber nicht durchzuhalten.
Nur zur Erinnerung: In seiner Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele stellte der Münchner Philosoph Julian Nida-Rümelin zuletzt noch am 25. Juli 2021 darauf ab: „Demokratie ist nicht Diktatur der Mehrheit, sondern Demokratie heißt, (die) Würde … des Einzelnen anzuerkennen“. Voraussetzung ist daher, sich davon einen eigenen Begriff gemacht zu haben, wenn das Ganze keinem blanken Wahn anheimfallen soll. Mithin hat es also jeder für sich selbst in der Hand, die Chancen einer lebenswerten Zukunft nicht einfach für alle im Unverstand zu verspielen.
Übrigens: Anlässlich des 76. Ordentlichen Parteitags der FDP erklärte Christian Lindner am 16. Mai 2025 in seinem Rechenschaftsbericht, dass mit dem Ende der Koalition aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen am 6. November 2024 eine unhintergehbare Tatsache zur Geltung gekommen ist. Dem damals wenige Tage zuvor parlamentarisch ins Amt gewählten Bundeskanzler Friedrich Merz gaben die Freien Demokraten denn auch nicht von ungefähr mit auf den Weg, die Achtung vor den Tatsachen nicht vermissen zu lassen. Ansonsten stünde zu befürchten, dass gesellschaftlich die Verhältnisse unerbittlich zurückschlagen ähnlich der Wirkung eines Bumerangs.
ja ok
Komisch das immer nur Ex-Irgendwas sich klar und eindeutig äußern…..
Großbritannien hat man mit voller Absicht aus der EU vertrieben.