Gesetzliche Kapitalrente
Der Staat als Investor: Das kann nur ins Auge gehen
Sollte sich die Koalition nicht noch selbst blockieren, wird mit der gesetzlichen Kapitalrente eine neue Ebene in die staatliche Altersvorsorge eingezogen. Der Staat wird also zum Investor – mit dem Geld der Beitragszahler. Und mit der Lizenz zum Scheitern.
Werden in Zukunft Aktientipps des Finanzministers zur Entscheidungsgrundlage der Rentenpolitik? Was zunächst ironisch klingt, könnte ab 2028 in institutionalisierter Form in die deutsche Rentenpolitik einfließen.
Die Bundesregierung zieht damit eine weitere Rentenebene ein – eine am Kapitalmarkt investierte sogenannte gesetzliche Kapitalrente. Den demografischen Druck will sie damit vom System nehmen – eine löbliche Idee, die man wohl auch anders hätte lösen können als durch einen weiteren Raubzug durch die Kassen von Beitragszahlern und Selbstständigen.
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Wir erinnern uns: Die deutsche Politik hat beileibe kein Einnahmeproblem. Der Staat wird Jahr für Jahr durch den Steuerzahler mit wachsenden Summen finanziert. Gleichzeitig entstehen erhebliche fiskalische Außenströme: etwa Mittel für die Ukraine, umfangreiche Ausgaben in der Entwicklungshilfe, milliardenschwere Transfers in das NGO-Wesen sowie hohe Sozialausgaben im Kontext von Migration und Bürgergeld. Hinzu kommen erhebliche Abflüsse in Richtung EU-Haushalt, die wiederum in vielfältigen Subventionsstrukturen auf europäischer Ebene weiterverarbeitet werden. So summiert sich das schnell auf weit über 50 Milliarden Euro pro Jahr. Der mehrere hundert Milliarden Euro schwere deutsche Subventionshaushalt ist dabei noch nicht einmal berücksichtigt.
Stellen Sie sich ein Plebiszit über all diese Ausgabenposten vor. Wie robust wäre wohl die Finanzierung der deutschen Rente, nachdem die Wähler dem Plünderungszug durch die öffentlichen Kassen einen Riegel vorgeschoben hätten? Wie stabil wären wohl die Staatsfinanzen, wenn nicht noch zusätzlich 25 Milliarden Euro an die EU abflössen, die dann postwendend in den unterschiedlichen Subventionssträngen der Brüsseler Klimamaschine wieder aufschimmerten?
Staatliche Mittelverwendung und das Hallali der Subventionsjagd. Kein Wunder, dass dadurch auch die Rentenkasse unter Druck geraten ist. Und dieser Handlungsdruck führt uns in letzter Konsequenz zum neuen Rentenvehikel der Bundesregierung.
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Man wolle sich am schwedischen Modell, möglicherweise auch am norwegischen Ölfonds orientieren, heißt es aus Regierungskreisen. Gerade dieser Vergleich hinkt. Norwegen finanzierte seinen staatlichen Rentenfonds aus einem Teil der Gewinne seines Öl- und Gasgeschäfts. Steuer- oder Beitragszahler wurden dadurch nicht zusätzlich belastet. Der norwegische Staat entschied sich vielmehr, einen Teil der Erträge dieses Ressourcenreichtums zu sozialisieren.
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Vor diesem Hintergrund muss man die gesetzliche Kapitalrente als eine neue Finanzierungsquelle der Staatsökonomie interpretieren. Der Staat greift damit tief in das Marktgeschehen, den Kapitalmarkt und in die Ersparnisbildung der Bürger ein und schafft damit erhebliche Ineffizienzen. Es geht um Kapitallenkung, nicht um Altersvorsorge. Individuelle Freiheit wird zunehmend von staatlicher Macht verdrängt.
Wer schert sich denn tatsächlich um die Befindlichkeiten deutscher Rentner? Nach der hier beschriebenen Ausgabenlage des Staates wohl niemand. Der eigentliche Treiber des neuen Systems liegt tiefer: Die wachsende Ausgabendynamik des Staates hat längst ein Niveau erreicht, das sich nur noch schwer durch klassische Haushaltslogik einhegen lässt. Es fällt dem Staat zunehmend schwer, die unterschiedlichen Kanäle seiner Günstlingsökonomien und Fördermittelbrachen am Leben zu halten.
Man muss nicht allzu defätistisch argumentieren, um zu erkennen, dass am Ende ideologische Gesichtspunkte und ESG-Kriterien bei der Auswahl der Investitionen eine Rolle spielen werden – und eben nicht Kapitalkraft, Produkt- und Wettbewerbsstärke eines Unternehmens.
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Politische Ideologen und Staatsbeamte werden dann über das Geld der Bürger verfügen – nicht nach Leistung, sondern nach politischer Opportunität. Windkraftunternehmen dürften genauso auf ihrem Menü stehen wie defizitäre Batteriehersteller und angeblich hochinnovative E-Fahrzeugproduzenten. Der Förderwahnsinn der Bürokratie kennt bekanntlich keine Grenzen, wenn es um die Verschwendung fremden Geldes geht. Unvermeidliche Beilage: Staatsanleihen zur Finanzierung der immer größeren Defizite.
Zur Bestätigung dieser These veröffentlichte das Bundesfinanzministerium am Freitag die Haushaltseckwerte für das kommende Jahr. Es droht eine Neuverschuldung der öffentlichen Hand von 5,7 Prozent beziehungsweise rund 250 Milliarden Euro – eine Last, die der Steuerzahler der Zukunft tragen muss. Dem geht es jetzt an den Kragen.
Verborgen hinter der Placebo-Steuerreform der vergangenen Woche schimmern bereits die Steuererhöhungen von morgen hervor: der Höchststeuersatz, der stärkere Zugriff des Staates bei vererbten Firmenvermögen und Kapitalerträgen, höhere Grundabgaben und das partielle Aus des Ehegattensplittings. Der Hyperstaat, der inzwischen weit mehr als die Hälfte der gesamten Wirtschaftsleistung durch seine Hände rieseln lässt, hat jedes Maß verloren. Er ist zum Vielfraß mutiert, der jene Ressourcen verschlingt, die nötig wären, um nach einem politischen Paradigmenwechsel dieses Land wieder auf das Wachstumsgleis zu setzen.
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Eine Vorstellung von der immensen Kapitalvernichtung durch den deutschen Staat gab uns vor wenigen Wochen der Freiburger Ökonom Lars Feld. Feld rechnete vor, dass im vergangenen Jahr 321 Milliarden Euro – rund 7 Prozent des BIP – durch die staatliche Subventionsmaschine flossen. Eine ökonomische Ungeheuerlichkeit, die deutlich macht, dass der Weg zurück zu wirtschaftlicher Normalität und Marktwirtschaft für lange Zeit versperrt sein dürfte. Der Staat als Wirtschaftsakteur produziert Ineffizienzen über Ineffizienzen, die sich schrittweise verstärken und sich am Ende zu einer regelrechten Armutspyramide auftürmen. Die geplante gesetzliche Kapitalrente wird diese Pyramide noch um ein weiteres Stockwerk erhöhen.
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Und dann wird, könnte ich mir vorstellen, Gewinne direkt in den Bundeshaushalt, Verluste bleiben in der Rentenkasse.
Was haben die letzten drei Highperformer Politikergenerationen aus Deutschland gemacht?? so wird das auch ausgehen…
Ich bezweifle, dass die kapitalgedeckte Rente im Alter ausgezahlt wird. Ich würde es Merz durchaus zutrauen, dass er schon jetzt anders verplant hat. Sorry, mein Misstrauen hat sich Merz hart erarbeitet.
Und nicht vergessen, die jährlichen Erträge (Kapitalerträge) müssen versteuert werden. Da freut sich der Lars.
Pinocchio hat die Kohle nicht verplant, sondern eher sein „ehemaliger“ Brötchengeber und natürlich die anderen im Bunde.
Man kann das Geld dann auch gleich Enkeltrickbetrügern geben. Genauso seriös wie die Bundesregierung.
Gesetze sind per Zwang aufgelegte Regeln.
Je mehr Gesetze umso unfreier eine Gesellschaft.
Was per Zwang umgesetzt wird, kann also NICHT überzeugen.
Und wenn man nun ein „Sondertopf“ schafft per Zwang wo wieder NUR die ReGIERung Zugriff hat, braucht man kein Enkeltrickbetrüger, das nennt man schon Steuern.
Der Generationenvertrag und all der Anhang u.a. Rente, ist Bevormundung, Zwangsleistung und klar rechtswidrig bzgl. GG, da dieser die Mündigkeit jedes Menschen verweigert SELBST und FREI für sein Leben im hier und jetzt und im hohen Alter zu entscheiden.
Bis 18 LJ Vormund Eltern, ab 18 Vormund Staat.
Nun, vielleicht noch eine sprachliche Überlegung.
Regelmäßig gibt der Bundeskanzler im Bundestag Auskuft über die „Lage der Nation“. Daraus müßte man ja – eigentlich – folgern, daß die Nation zumindest liegt – wenn nicht gar darniederliegt, denn sonst könnte man ja kaum übder deren „Lage“ sprechen.
Aber andererseits redet nahezu jeder unberufene Scheinexperte – inklusive des Kanzlers – immer wieder vom „Wirtschaftsstandort Deutschland“. Da müsste man doch – eigentlich – annehmen, daß an einem „Standort“ auch etwas „steht“.
Letztenendes ist es da kaum verwunderlich, wenn die Wirtschaft den „Standort“ nicht findet, wo der „Standort“ doch in Wirklichkeit eine „Lage“ ist, also liegt. Und was einfach so liegt, oder sich vielleicht sogar im Schützengraben „langlegt“, das kann man ja schon mal übersehen.
Mit dem Geld anderer Leute lässt sich gut wirtschaften…. 🙂
Sorry, Kinder, aber die Umstellung eines Teils der Rente vom Umlageverfahren aufs Kapitalansparverfahren ist richtig, VORAUSGESETZT ES WIRD IN DEN INTERNATIONALEN AKTIENMARKT INVESTIERT und nicht in den deutschen. Genau das macht ja der norwegische Staatsfonds. Damit hätte man vor 50 Jahren anfangen sollen. Dann sähe es heute mit der Rente viel besser aus. Klares Versäumnis der Boomer-Politiker-Generation.
Das Problem ist, dass die norwegischen Politiker, jedenfalls bisher, nicht der Versuchung erlegen sind, die Gelder dieses Staatsfonds zu zweckentfremden, dass aber dieses Vertrauen in deutsche Politiker inzwischen nicht mehr da ist.
Das Umlageverfahren selbst jedenfalls lässt sich nicht einfach weiterführen. Das fehlende Rentengeld aus dem allgemeinen Steueraufkommen zu nehmen, ist auch keine wirkliche Lösung.
Das alles kann hier nicht tiefer begründet werden; es bräuchte ein oder zwei Vorlesungen in Volkswirtschaftslehre, und dafür ist hier kein Platz. Auf Youtube gibt es dazu ein Video von „Prof. Rieck“.
Sehr gut geschrieben. Das sehe ich auch so. Wobei die Befürchtungen von Herrn Kolbe natürlich mehr als berechtigt und sehr wahrscheinlich sind.
Um an der Börse kontinuierlich Geld zu mehren bedarf es einer Disziplin und Objektivität die unseren Politikern leider völlig fehlt.
Es wird schließlich darauf ankommen wie international diversifiziert vorgegangen wird und wie unbeeinflusst der oder die Fondverwalter vorgehen kann sowie welche Qualitäten er mitbringt und welche Vorgaben er bekommt.
Ideologie hat darin jedenfalls nichts zu suchen-aber da sehe ich bei unseren Politikern besonders schwarz.
Sorry Kind, genau das macht der Staat nicht. Merz hat deutlich gesagt, dass das Geld in deutsche Firmen investiert wird. Ausserdem ist die Kohle bei Tod weg. Kapitalgedeckte Rente sollte jeder selbst verwalten und vererben dürfen. Das alles kann hier nicht tiefer begründet werden; es bräuchte ein oder zwei Vorlesungen in Volkswirtschaftslehre, und dafür ist hier kein Platz.
auf die Rente zahlt man dann 20% Sozialabgaben, wie bei anderen Privatrenten.
Und die Kapitalerträge müssen jährlich bei der Steuererklärung angegeben und versteuert werden.
lass mich raten, Fritze kauft Blackrockaktien?
Oder irgendeinen Klima-Fonds, den ganzen Nachhaltigkeitsindex, Northvolt, Uniper.
oder gleich Rheinmetall.
Da könnten wir noch gut wegkommen. Ich denke eher, die „Kapitalrente“ wird zur Investition in deutsche Staatsanleihen mit langer Laufzeit und lächerlichem Zins herangezogen. Wenn was übrig bleibt, geht das un ESG-konforme Anlagen und Eurobonds.
BlackRock hängt überall drin. Aber schlussendlich könnte BlackRock die Verwaltung übernehmen und darf sich dann über riesen Gebühreneinnahmen freuen.
Es wird schief gehen – für die potentiellen Rentner:
1. Allein die Inflation! Wieviel ist ein heute eingezahltter €uro bei Auszahlung in 30 Jahren wert?
2. Auch bei diesem Modell ist wieder eine „nachgelagerte“ Besteuerung vorgesehen. Dh. von der Auszahlung werden auch noch Steuern abgezogen.
3. Im Artikel schon angetönt: Staatliche Akteure werden vermutlich schlechter investieren als schlecht private Fondsmanager
4. Ich halte es durchaus für möglich, daß sich der Staat zwischenzeitlich aus dem Fonds „bedient“.
In dem er z.B. langlaufende Staatsanleihen da rein packt, also Cash raus nimmt, gegen Schuldscheine, die am Ende ihrer Laufzeit kaum noch was wert sind,
allein schon wegen der Inflation.
Es wird eine gigantische Kapitalvernichtungsmachschine werden.
Nach dem Debakel von Rieser und Co. nun auch noch per Gesetz aufgezwungen, das ist die Höhe!
„Der Staat als Investor: Das kann nur ins Auge gehen“
Mit dem derzeitigen Personal? Ja.
Und wenn jetzt hunderttausende gut Bezahlte aus der Autobranche arbeitslos werden–dann gibt es doch auch keine weitergeführte Betriebsrente–
Wie sollen Arbeitslose ein Dreisäulenmodell finanzieren–ihr Haus dämmen und mit Wärmepumpen ausrüsten, privat die Pflegekosten bezahlen….?
Wie soll der eh schon Pleitestaat hunderttausenden ehemals gut Verdienenden Arbeitslosengeld bezahlen und danach Bürgergeld samt Miete und Heizung……
Wenn Herr Merz freudig verkündet es ginge aufwärts–wird mir schwindelig.
Nun, es ist ja beileibe keine neue Erkenntnis, daß Sozialisten mit Geld nicht umgehen können.
Nur ist mittlerweile das Geld, mit dem die Sozialisten nicht umgehen können, schon längst weg.
Deshalb brauchen sie ja jetzt neues Geld, um damit wieder nicht-umgehen-zu-können.
Die🕷 SCHWARZE RENTE 🕷verwaltet von 🕶BLACK ROCK 🕶
zu Risiken und Nebenwirkungen fragen
V🕶SIE FRITZ🕶
… das was die Regierung vor hat ist kriminell und illegal. Mal abgesehen davon gibt es an der Börse keine Garantie darauf das die Kurse immer steigen und immer Dividenden oder jedes Jahr mehr Dividenden ausgeschüttet werden. Das Gleiche gilt praktisch für ALLE Anlageformen . . .
So etwas nennt man großangelegten Anlagebetrug.
Der Staat als Investor. Herrlich. Und das mit einem Finanzminister, der aufgrund seiner Ausmaße seine eigenen Schnürsenkel nicht mehr sehen kann. Das kann nur funktionieren 🤣🤣🤣