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Altbundespräsident

Damit Bürger „Zumutungen akzeptieren“: Gauck fordert härtere Gangart durch die Politik

Altbundespräsident Joachim Gauck fordert von der politischen Führung eine härtere Gangart. Statt sich über die Belange der Menschen den Kopf zu zerbrechen, soll ihnen klargemacht werden, warum sie die nötigen „Zumutungen“ akzeptieren müssen.

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Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck fordert von der politischen Führung mehr Handlungsstärke. (IMAGO/Future Image)

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Der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck fordert von der Regierung mehr Entschlossenheit bei der Durchsetzung von Reformen. Dabei sollen die Verantwortlichen auch nicht vor den politischen Kosten der Vorhaben zurückschrecken und notfalls auch die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Bevölkerung suchen, fordert Gauck im Interview mit der Welt am Sonntag.

„Das Problem ist: Jede echte Reform bringt Zumutungen mit sich. Wir brauchen eine politische Führung, die die Kraft aufbringt, der Bevölkerung zu erklären, warum wir diese Zumutungen akzeptieren müssen“, erklärt Gauck. Es sei dem Reformvorhaben der Regierung nicht dienlich, wenn die Parteien aus Angst „vor den eigenen Bedenken“ die Auseinandersetzung mit der Bevölkerung scheuen würden.

„Krisenszenarien beschreiben können wir hervorragend. Jetzt muss gehandelt werden“, bilanziert Gauck. Der ehemalige Bundespräsident kritisiert, dass die aktuelle Führung sich „einen Habitus des Abwartens und des Verwaltens angewöhnt“ habe, „weil sie nicht durch Risikobereitschaft auffallen wollten“. Dieses, so Gauck, „administrative Vor-sich-hin-Regieren“ habe das Vertrauen in die politisch Handelnden unterminiert.

Der Altbundespräsident appelliert an eine Politik, in der „erst das Land, dann die Partei“ kommt. Diese Sichtweise fehle vor allem jungen Politikern, „die oft von visionären Idealen getrieben sind“, so Gauck. Abschließend hält der Altbundespräsident fest: „Wenn die Wirtschaft wegbricht, können wir uns etwa den Sozialstaat in der heutigen Form nicht mehr leisten.“

Während Gauck in diesem Zusammenhang vor dem fehlenden Realismus junger Politiker warnt, warb er noch vor wenigen Wochen für eine hilfsweise Koalition der CDU mit der Linkspartei. Diese sei durch den Zustrom junger Menschen ein relevanter Faktor geworden und müsse im Ernstfall berücksichtigt werden.

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Konkret forderte Gauck, dass die CDU eine „große Koalition aller Gegner der AfD“ bildet. Falls diese nicht ohne die Linke zustande kommt, müsse die Union „diese Kröte im Ernstfall schlucken“ (Apollo News berichtete). Die größte Gefahr drohe nämlich von „Rechts-außen-Typen unterschiedlicher Verfassungsfeindlichkeit“, so der Altbundespräsident.

sf

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113 Kommentare

  • Sehr geehrter Herr Gauck,

    zunächst einmal brauchen wir eine vernünftige Klärung unserer Rollen. Sie sind Angestellter des Volkes. Nicht dessen oberster Lehrer.

    Und wir sind nicht Ihre Untertanen.

    Mit freundlichen Grüßen

    A. Lindblom

    187
    • Nur Diktatoren, Beherrscher muten ihren Bevölkerungen etwas zu.

      Zumutungen gehören NICHT zu einer Demokratie, denn das Volk, das ja eigentlich herrschen soll, bestimmt SELBST und FREI was es sich aufbürden will.

      Diese Diktate von oben können NIE mit Demokratie von unten funktionieren.

      • Gott bewahre uns vor deiner Demokratie „von unten“.

    • Danke, wollte ich auch gerade schreiben. Was für eine Unverschämtheit dieses überbezahlten Herren.

      • das ist noch viel zu mild ausgedrueckt.
        aber fuer solch ein verhalten gibts keine worte, die nicht justiziabel waeren.

        *sie* haben oberwasser, sie wissen es, und sie muessen sich nicht mehr verstellen.
        das ganze system ist fest in ihrer hand, und haelt sie an der macht.

        dabei gaebe es nur 3-4 notwendige reformen

        weg mit dem green deal / agenda 2030
        raus aus dem ukrainekrieg.
        raus mit millionen illegalen.
        weg mit dem parteienkartell

        dann wuerde vieles positive wieder ins rollen kommen.
        es waere wieder geld vorhanden, die leute koennten ihren lebensstandard erhalten.

      • Schätze mal den Teil mit den Folgen und Zwangsmaßnahmen ,gegen weite Teile der Bevölkerung ,bei Verweigerung selbiger Reformen ,die sich durchaus zwangsläufig in einer Demokratie ergeben können hat er wohl vergessen zu erwähnen oder auf Grund seiner Vergangenheit und des sich daraus entwickeltem Demokratieverständnises wohl als selbstredend erachtet !

    • Das Problem ist: Jede echte Reform bringt Zumutungen mit sich. !
      Dem stimme ich zu Herr Gauck !
      Nur leider brauchten wir derzeit weder die Reformen noch die Zumutungen wenn unsere politische Führung weniger Kraft und Testosteron und dafür mehr IQ Verantwortungsbewusstsein Weitblick Bildung Expertise Moral und Ethik gehabt hätte !

    • Der Mann hat dasselbe Recht, seine Meinung zu äußern wie Du.
      Also, blas Dich nicht so auf, Lindblom.

    • Er war und ist nichts anderes als „His Masters Voice“ mit wahrscheinlich einem überschaubaren IQ. Gewisse gesellschaftspolitische Zusammenhänge dürften ihn überfordern, wenn er einen derart gefährlich-dummen Unsinn absondert; vor allen Dingen – bitte liebe Mitforisten aus den Ostländern: seit mir nicht gram, euch meine ich definitiv nicht! – wenn man, wie er, in der ehemaligen DDR in Amt und Würden stand.
      Was hier wirklich abgeht, können Sie nachlesen auf:
      https://apolut.net/matrix-der-strukturellen-niedertracht-von-ullrich-mies/
      Eine schöne Zusammenfassung, wie ich finde.
      Dem oben genannte Herrn dürften viele in dem Artikel angesprochene Aspekte und zitierte Quellen mehr als fremd sein.
      Ich fand die Lektüre sehr unterhaltsam!

  • „Das Problem ist: Jede echte Reform bringt Zumutungen mit sich. Wir brauchen eine politische Führung, die die Kraft aufbringt, der Bevölkerung zu erklären, warum wir diese Zumutungen akzeptieren müssen“, erklärt Gauck.
    Wie hoch ist das Ruhegehalt eines ehemaligen Bundespräsidenten genau?

    • Für eine Demokratie ist mir hier auch sehr von „Führung“ die Rede.

      Das hat doch gerade hierzulande einen ganz üblen Beigeschmack.

    • Dafür muss ’ne Oma lange stricken…

    • Sein Gehalt wird lebenslang weitergezahlt. Es gibt kein Ruhegehalt.

    • Welche Zumutungen ich akzeptiere, entscheide ich immer noch selber.
      Ob ich diese verhindern kann, ist eine andere Frage.

    • Schon die Grundannahme von Gauck ist falsch. Eine echte Reform bringt keine Zumutungen, sondern Verbesserung. Das was er eigentlich meint, ist die Transformation zum Kommunismus/Sozialismus. Da sind Zumutungen immer eingepreist.

    • Nun, werte Demokratin, das heißt nicht „Ruhegehalt“, sondern „Ehrensold“, und dieser beläuft sich ggw. auf € 215.000,– p.a. zzgl. der Beihilfeberechtigung.

      Allerdings sollte man diesen „Ehrensold“ besser in „Schweigegeld“ umbenennen …

  • Es wurde hier schon geschrieben, aber ich sehe das auch so: die Regierung sind die Angestellten des Volkes. Nicht anders herum.

    • Diese Leute sind es, die Probleme mit unserer Verfassung haben.

      Parteien wirken an der politischen Willensbildung mit.

      Parteien schreiben Bürgern nicht vor, was sie zu tun und zu wählen haben.

    • Enfin la schlague : notre Éminence réclame le fouet féodal pour mater la racaille qui trime !
      Fini les courbettes face aux gueux ! Un ancien monarque de la bien-pensance vient de régler le problème du bas-peuple. Élan de génie aristocratique : il exige que l’élite cesse de supplier les sujets, mais leur brise l’échine à coups de trique.
      Il a totalement raison ! Pourquoi ce bétail électoral aurait-il le droit de couiner ? C’est tellement plus excitant de voir les esclaves modernes ramper sous la botte des puissants. La vraie république, c’est quand l’autorité fait entrer le progrès par la douleur. Le maître siffle, le clébard s’écrase. Un pur chef-d’œuvre d’avenir !

      • Vieleicht findet sich ja noch einer der seinen senf in chinesisch suaheli oder afrikaans loslassen kann

      • Nun, ein höchst interessanter Kommentar – nur müsste es eingangs nicht „votre“ heißen …?

        • Touché. Même la satire devrait s’incliner devant la noblesse… jusque dans la grammaire.

          0
      • Was für ein Stuss…

  • Wir sind keine Untertanen, aber jeder Politiker ist der Diener des Volkes!

    • . das sehen die anders, was Teil des Problems ist.

    • ich bin die Prinzessin von Tomba und möchte auch besser bedient werden.

  • Solange hierzulande Kritiker einfach zum Schweigen gebracht werden, die notwendig aufzeigen können, warum gegenwärtig „die Wirtschaft wegbricht“, wie Joachim Gauck formuliert, ist bereits daran mehr als augenfällig erkennbar, dass es auch künftig von der Politik nicht erwünscht ist, die wahren Gründe für die inzwischen gesellschaftlich überaus schwere Krise zu erörtern.

  • Letzte Woche wußte ich noch nichts von Citizen Vigilante. Und schon jetzt wünsche ich mir nichts sehnlicher als eine Fortsetzung.

    • Möglicherweise erledigt sich das in naher Zukunft auf natürliche Weise.

  • Vielleicht sollten wir mal beim Ehrensold anfangen.

  • Diese Regierung allein ist schon eine Zumutung für die Bürger.

  • Unsere Politiker fordern immer eine härtere Gangart gegen das Volk…

  • Recht hat er. Die Kassenlage gibt es nicht mehr her. Wir brauchen dringend Reiche mit einem Einkommen knapp über dem Bürgergeld die patriotisch die fehlenden Mittel aufbringen.

  • Ich glaube aus der späten DDR haben es schlicht die Falschen nach oben geschafft:
    Die FDJ-Sekretärin für Propaganda und Agitation, der letzte Parteichef, IM Cerny, …
    „Gauck war kein radikaler Systemgegner von Anfang an, sondern ein pragmatischer Pfarrer, der sich schrittweise radikalisierte. …“
    Klingt erstmal gut. Aber „der Staat mutet zu“ statt „wir die Bürger entscheiden“?

    • Gauck ist erst von den Westmedien zum Bürgerrechtler aufgeplustert worden. Am Tag des Mauerfalls war der schon im Westen, zum Geburtstag seines Onkels Gerhard Schmitt (NSDAP-Mitgliedsnummer 624.169). Der Gauck war kein Bürgerrechtler, der hatte einen Reisepass.

    • Nun, Gauck war flexibel genug, bei „Kirche im Sozialismus“ mitzumachen …

  • Der merkt auch nichts mehr. Herr Gauck, lesen Sie den heutigen Artikel von Don Alphonso in der Welt, dann wissen Sie, warum auch nochmaliges „Erklären“ und noch mehr „Druck“ nichts nützen werden. Die Menschen wollen die Politik der jetzigen Regierung nicht weil sie verstehen, dass sie mit dem Geld rausschmeissen nicht aufhören will, wir immer noch mehr bezahlen sollen und immer weniger dafür bekommen. Und zur Krönung für unsere Bemühungen und immer neuen Verzicht uns auch noch die Deutschlandfahne, unser So-sein und unsere Heimat ständig madig gemacht werden.

  • Nun, das wie vielte Remake von „Die Mumie kehrt zurück“ war das nun schon, ich habe da etwas den Überblick verloren …?

  • “So reden wahre Demokraten.“
    Habe gehört ,dass er seinen halben Ehrensold an Bedürftige verteilt.Weiß jemand genaueres?

  • Das sind die gleichen Phrasen, die ein linksideologisches Regime benutzt, um der Bevölkerung die Zumutungen ihrer Ideologie unterzujubeln.

  • Der Herr hat in seinem System gelernt . . . .

  • Eine härtere Gangart also, dass ist also was aus unserer Demokratie geworden ist.

  • Der letzte gute in dem Amt war Horst Köhler

    • Roman Herzog bleibt mein Favorit. Dem Humanismus und Bildung („Ruck-Rede“) verpflichtet. Köhler war globalistisch/ökonomisch ausgerichtet; galt aber als direkt und (sogar) bürgernahe. Was er mit humaner Globalisierung meinte? Da war Herzog vorab seinem eigenen Land zugeneigt und hatte Tiefgang, Grösse!

      Gauck? Ein falscher Priester, m.E.

    • Was für ein schwacher Präsident gegen einen Heinemann.

    • Harpe for President !

    • Na ja….

  • Schlechte Politik ist nicht zu rechtfertigen; Politik gegen die indigene Bevölkerung ist durch nichts zu rechtfertigen: „Dem deutschen Volke“; lesen Sie mal bitte das Grundgesetz. Da steht nichts von Sozialamt der ganzen Welt; nichts von Energiewende, de-Industrialisierung. Regieren von der Hohen Kanzel genauso wenig. Wir gehen wieder zurück ins Feudalzeitalter, Herr Gauck!

  • Solange unser Geld in alle Welt verteilt wird. In Kriege die nicht unsere sind und jeder der illegal ins Land kommt mehr bekommt wie viele unserer Rentner, bin ich nicht bereit Opfer zu bringen.
    Unsere Infrastruktur zerfällt, Kinder und Altersarmut nimmt zu. Unsere Steuern zuerst für unser Land und unsere Bürger. Mir schwillt der Kamm.

  • Es heißt „Ehre, wem Ehre gebührt“. Bei Herrn Gauck sehe ich nichts, gar nichts, was zu verehren wäre.

    • Bezog sich auf einen Kommentar zum „Ehrensold“, den Herr Gauck erhält.

  • Ja, mehr Härte gegen die Bürger, diese Lümmel!

    Wie hoch ist noch gleich der Ehrensold für abgedankte Bundespräsidenten? 300K? Keine weiteren Fragen.

  • Da macht sich der Gauck strafbar, mit dieser Forderung. Sofort alle Bezüge streichen.

  • Ich fordere eine sofortige Verhaftung des Herrn Gauck wegen undemokratischer Umtriebe ! Strafmaß entsprechend.

    • genau, meine Kumpels fordern endlich Freibier für alle

    • „Ich fordere eine sofortige Verhaftung des Herrn Gauck wegen undemokratischer Umtriebe ! Strafmaß entsprechend.“

      „Herr, wirf Hirn vom Himmel“ , ersatzweise tut es vllt. auch eine kräftige Portion
      Kalbsbries (gibt’s beim Metzger).

  • Erst führen sie die Zustände herbei, dann fordern sie eine härtere Gangart, damit wir die Folgen schlucken?

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