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Ausschreitungen in Berlin: Jeder vierte Festgenommene ohne deutschen Pass – alle wieder frei

Apollo News-Recherchen zeigen: Mehr als ein Viertel der Tatverdächtigen der Berliner Gen-Z-Ausschreitungen besitzt keine deutsche Staatsangehörigkeit. Fast drei Viertel der Festgenommenen sind minderjährig. Inzwischen sind alle wieder auf freiem Fuß.

Im Nachgang der Gen-Z-Proteste kam es in Berlin zu teils gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei (IMAGO/Anadolu Agency)

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Nach den gewaltsamen Ausschreitungen im Umfeld der sogenannten Gen-Z-Proteste in Berlin liegen Apollo News erstmals detaillierte Angaben zur Staatsangehörigkeit und zum Alter der Festgenommenen vor. Wie die Berliner Polizei am Freitag auf Anfrage mitteilte, wurden im Verlauf des stadtweiten Einsatzes am 31. Oktober insgesamt 125 Personen festgenommen. Davon besaßen 91 die deutsche und 34 eine ausländische beziehungsweise ungeklärte Staatsangehörigkeit. Unter die Deutschen werden hier auch Personen mit doppelter Staatsangehörigkeit gezählt. Eine statistische Differenzierung ist der Polizei nach eigenen Angaben nicht möglich.

Unter den Festgenommenen befanden sich laut Polizeistatistik zehn syrische und fünf türkische Staatsangehörige. Hinzu kamen zwei Ukrainer sowie jeweils ein Staatsbürger aus Polen, Bosnien-Herzegowina, Russland, dem Iran, dem Libanon, Frankreich, Kenia, Slowenien, Ägypten, Niger, Eritrea, Bulgarien und Irland. Bei vier Personen war die Staatsangehörigkeit ungeklärt. Insgesamt haben rund 27 Prozent der Festgenommenen keine deutsche Staatsangehörigkeit.

Unterstellt man, dass die Hälfte der Personen mit deutscher Staatsbürgerschaft zugleich eine weitere Staatsangehörigkeit besitzt, wie es in Frankfurt der Fall war (Apollo News berichtete exklusiv), hätten auch in Berlin zwei Drittel der Tatverdächtigen eine ausländische Staatsangehörigkeit. In Frankfurt waren es sogar drei Viertel. Zu einem möglichen Migrationshintergrund machte die Polizei keine Angaben. Sämtliche Festgenommenen hielten sich nach bisherigen Erkenntnissen legal in Deutschland auf.

Bemerkenswert ist darüber hinaus das Alter der Festgenommenen: 74 waren Jugendliche, sechs weitere Kinder. Damit waren 80 der insgesamt 125 Personen minderjährig. Hinzu kamen 17 Heranwachsende und 28 Erwachsene. 116 Festgenommene waren männlich, sechs weiblich und eine Person divers. Bei zwei Personen war das Geschlecht unbekannt.

Im gesamten Stadtgebiet leitete die Polizei 87 Ermittlungsverfahren ein und ermittelte 125 namentlich bekannte Tatverdächtige. Alle 125 Festgenommenen wurden anschließend wieder entlassen: 108 nach der Sachverhaltsaufnahme, weitere 17 nach erkennungsdienstlichen Maßnahmen. Haftbefehle wurden nicht erlassen.

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Besonders gravierend waren die Vorfälle im Umfeld der Versammlung „GenZ hat genug!“ zwischen dem Rosenthaler Platz und dem S-Bahnhof Prenzlauer Allee. Dort registrierte die Polizei 24 Straftaten, darunter sieben Fälle besonders schweren Landfriedensbruchs, neun tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte sowie drei Widerstandshandlungen. 16 dieser Delikte ereigneten sich erst nach dem Ende der Versammlung.

Bei der Demonstration am Platz des 18. März in der Nähe des Brandenburger Tors wurden sieben Straftaten erfasst, darunter ein tätlicher Angriff auf Polizeibeamte und zwei Widerstandshandlungen.

Die neuen Zahlen sind auch vor dem Hintergrund der politischen Debatte über die Herkunft der Randalierer relevant. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte nach den Ausschreitungen in Frankfurt gegenüber der Bild von „gewaltbereiten linken Gruppen und Chaoten aus dem migrantischen Milieu“ gesprochen. Verteidigungsminister Boris Pistorius widersprach dieser Einordnung und erklärte, wenig damit anfangen zu können. Auch auf Anfrage von Apollo News hielt Pistorius weiter an seiner Einschätzung fest (mehr dazu hier).

Erkenntnisse zu organisierten Tätergruppen oder zur politischen Motivation der erfassten Straftaten liegen der Berliner Polizei bislang nicht vor. Auch zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnte sie keine Angaben machen.

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3 Kommentare

  • Nun, diese Verhältnisse bilden halt das „Stadtbild“ vieler Großstädte ziemlich genau ab.
    Was soll man sonst noch dazu sagen?
    Lieber nichts…

  • Spitze!
    Daran können wir sehr schön erkennen wie gut Nichtintegration, Parallelgesellschaften + Turboeinbürgerung schon in der Stadt der deutschen Zukunft wirken….

    Mich würde mal interessieren wie die Statistik der Vornamen ausfällt.
    Nur zur Information.

    Meine Wette: über 90% A…M.. etc

    Unter 10% Vanessa, Martha etc… Die stehn drauf wenn Machotypen adrenalinstinkend gewalttätig durch die Strassen ziehen.

    Wer wettet dagegen?

  • Warum wurden die überhaupt festgenommen? Ich verstehe Polizisten nicht die sich nicht einfach krankschreiben vor solchen Einsätzen. Man muss schon ziemlich dämlich sein im Kopf heute sich noch in Gefahr zu begeben und die Angreifer werden wieder freigelassen.

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