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Julia Ruhs

ARD-Reportage über Linksextremismus: KLAR berichtet über Angriff auf Apollo News-Reporter

Julia Ruhs beschäftigt sich in einer neuen Reportage für die ARD mit linksextremistischer Gewalt in Deutschland. Einen Schwerpunkt bilden darin die Angriffe auf Apollo News-Reporter bei den Anti-AfD-Protesten in Erfurt. Auch das Antifa-Bündnis Widersetzen wird kritisch beleuchtet.

Von

Die Apollo News-Reporter Marius Marx und Jonas Aston im Gespräch mit KLAR-Moderatorin Julia Ruhs

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Das ARD-Politikmagazin Klar berichtet in seiner neuesten Ausgabe ausführlich über die gewaltsamen Angriffe auf Reporter von Apollo News bei den Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt. Die vom Bayerischen Rundfunk produzierte Sendung trägt den Titel „Linksextremismus – brutal & verharmlost“ und wird von Julia Ruhs moderiert. Bereits am Dienstagnachmittag wurde der etwa halbstündige Beitrag in der ARD-Mediathek veröffentlicht.

Im Mittelpunkt der Reportage steht die Frage, ob linksextremistische Gewalt in Politik und Gesellschaft verharmlost wird. Dazu beleuchtet die Redaktion unter anderem die Ausschreitungen bei den Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt und die Rolle des antifaschistischen Aktionsbündnisses Widersetzen.

„In Erfurt verläuft der Protest weitgehend friedlich. Bis Reporter des rechtskonservativen Online-Mediums Apollo News auf gewaltbereite Demonstranten treffen“, heißt es in dem Beitrag. Die Sendung zeigt auch Aufnahmen der Angriffe auf drei Apollo News-Reporter, die am Rande einer Sitzblockade am Gothaer Platz von Demonstranten bedrängt, verfolgt und schließlich körperlich attackiert wurden. Zwei Reporter erlitten Prellungen an Knien, Händen und Köpfen. Jonas Aston wurde mehrfach geschlagen und zu Boden gebracht. Die Angreifer traten auch gegen seinen Kopf.

Wenige Stunden nach dem Angriff sprach das Fernsehteam rund um Klar-Moderatorin Julia Ruhs mit den betroffenen Apollo News-Reportern. „Also ich kann es nicht anders sagen, es wurde zu einer Hetzjagd“, schilderte Jonas Aston die Ereignisse. Allein die Polizei habe ihnen letztlich ermöglicht, einigermaßen unversehrt aus der Situation herauszukommen. Nun werde gegen vier Personen ermittelt.

Anschließend beschäftigt sich die Sendung auch mit dem Verhältnis des Protestbündnisses Widersetzen zu politischer Gewalt und Pressefreiheit. Dabei zeigt sie auch Aufnahmen der Widersetzen-Pressekonferenz am Tag nach den Protesten und Angriffen, auf der Apollo News-Reporter die Bündnissprecher mit den Vorfällen konfrontierten. Noa Sander sorgte damals mit dem Satz „Faschistinnen mit einem Presseausweis sind immer noch Faschistinnen“ bundesweit für Aufsehen.

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Zudem thematisiert die Reportage die frühere Haltung des damaligen Widersetzen-Sprechers Suraj Mailitafi. Dieser hatte sich nach den Angriffen zunächst nicht von den Tätern distanziert, sondern sich ausdrücklich mit Gewalttätern aus den eigenen Reihen solidarisiert, weil diese ebenfalls „zur antifaschistischen Bewegung“ gehörten. Erst nach mehreren Apollo News-Anfragen zu seiner Teilnahme am Deutschen Engagementpreis erklärte er Ende Oktober schließlich seinen Rückzug aus dem Bündnis und begründete diesen unter anderem damit, dass es innerhalb der Bewegung nicht gelungen sei, eine gemeinsame Haltung gegen Gewalt zu entwickeln (mehr dazu hier).

Die Reportage verweist außerdem auf die Verbindungen zwischen Widersetzen und der Linkspartei sowie auf Hinweise zum Umgang mit möglichen strafrechtlichen Folgen von Sabotageaktionen auf der Internetseite des Bündnisses.

Neben den Ereignissen in Erfurt beleuchtet Klar weitere Fälle mutmaßlich linksextremistisch motivierter Gewalt. Dazu gehören ein Angriff auf ein Mitglied der konservativen Gruppierung GDG bei einer Demonstration in Köln sowie Anschläge auf die Stromversorgung, von denen etwa in Berlin auch Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen betroffen waren.

Der Extremismusforscher Hendrik Hansen von der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung ordnet die unterschiedlichen Strömungen der linksextremistischen Szene und deren Verhältnis zur Gewalt ein. Die Sendung wird am Mittwoch, dem 4. November, um 22 Uhr im BR und im NDR ausgestrahlt. Seit Dienstag ist sie außerdem in der ARD-Mediathek sowie auf den YouTube-Kanälen von BR24 und NDR Doku verfügbar.

Das Magazin Klar wird abwechselnd vom Bayerischen Rundfunk und vom Norddeutschen Rundfunk produziert. Die Moderation übernehmen im Wechsel Julia Ruhs und Tanit Koch.

mmx

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18 Kommentare

  • Die wird bald ihren Job verlieren.
    Leider.

    • Ich frage mich warum Frau Ruhs überhaupt noch beim örr ist…

      • So erfahren die, die sich nach wie vor durch ÖRR informieren, die Wahrheit, die lange Zeit vertuscht wurde. Es ist so für viele ent-täuschend und ernüchternd.
        Bravo Frau Ruhs!

      • Weil sich die Stimmung ganz langsam dreht. Es wird auch im örr nun immer kritisch berichtet werden, schon alleine aus Angst vor dem politischen Wechsel.

      • Du würdest genau wie sie und ich die dicken Monatsgehälter mitnehmen und am Ende noch paar Monate Krankenschein nehmen und diesen widerlichen Geldgeber noch auf Abfindung verklagen.

        Es ist schließlich kein vernünftiger Laden, wo man offen mit dem Chef kommuniziert und eine gemeinsame Lösung findet, wenn was nicht passt. Es ist ein zwangsfinanzierter Selbstbedienungsladen.

        • Ich sehe Ihren Kommentar als anmaßend und hypothetisch auf meine Person bezogen… aber vielleicht hätten Sie ja recht….wir werden es nie rausfinden…

          0
  • Na also, hat doch garnicht weh getan. Verstehe nicht, wieso die ÖRR sich so zieren, sich mal ihren Codex zu halten.

    • Die Ausstrahlung solcher „Feigenblatt-Beiträge“ erfüllen lediglich den Zweck, dass diese bei Prozessen gegen die Zwangsgebühren, als Beispiel der „Neutralitätserfüllung“, herangezogen werden können.

  • Also im Moment wird zwar die Sendung in der Suchmaschine angezeigt aber sie ist nicht abrufbar.
    „Es ist ein Fehler aufgetreten“

    • Stimmt, habe es ebenfalls gerade probiert.
      Na, da wird wohl schon wieder irgendjemand einen Anruf getätigt haben.
      Ob die Zusammensetzung des Tribunals (dessen sich Frau Ruhs das letzte Mal ausgesetzt sah) schon gestartet wurde?

  • Wie kann es zu solch einem Un(m)fall kommen?

  • Julia Ruhs hat Rückrat, eine Ausnahme-Journalistin und ein Lichtblick beim ÖRR, obwohl ich trotzdem glaube, dass der ÖRR nicht reformierbar ist.

  • Tapfere Frau Ruhs.
    Die Reschkes, Böhmermanns, Hayalis und Konsorten, sammeln schon mal den Geifer in Kübeln.

    • Und Grölemeyer liefert den Soundtrack dazu.

  • Sehr gut. Aber was gibt’s da wieder von einem Forscherhansel „einzuordnen“? Linksradikale schlagen eben gerne auf politisch Andersdenkende ein. Fertig eingeordnet.

    • Dieses „Einordnen“ gibt es nur in Gesellschaften, die selber nicht denken können. Deutschland ist z.B. so eine Gesellschaft.
      Essen, Trinken, zur Arbeit fahren, Stuhlgang und Fortpflanzung funktioniert mal mehr, mal weniger, aber alles davon ab braucht betreutes Denken und ÖRR-Leute, die „einordnen“ und sagen, was man von den jeweiligen Dingen zu denken und zu sagen hat.

  • wenn sie mal wollen geht es doch.
    kann aber sein das es nur als alibi ist

  • Nachdem sich unsere LinksFaschos vom ersten Schock erholt haben, werden Rücktrittsvorderungen und Einstellung der Sendung laut, wetten?

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