Werbung:

Werbung:

Anonyme Zahlungen über 3.000 Euro sind ab 2027 verboten – wird so ein generelles Bargeldverbot vorbereitet?

Bargeldzahlungen in der Eurozone werden ab 2027 strengen Regeln unterstellt. Transaktionen ab 3.000 Euro unterliegen rigiden Dokumentationspflichten, während Zahlungen mit einem Wert von mehr als 10.000 Euro vollständig verboten werden. Gleichzeitig wird die Bargeldinfrastruktur zurückgebaut und der digitale Euro forciert.

IMAGO/Gottfried Czepluch

Werbung

Ab Juli 2027 gelten EU-weit strenge Regeln für Bargeldzahlungen (Apollo News berichtete). Konkret wird es Unternehmen und Selbstständigen im Rahmen des Geschäftsverkehrs untersagt, Zahlungen über 10.000 Euro in bar zu begleichen. Für Kritiker ist die Einschränkung von Bargeldtransaktionenen jedoch weniger eine Sicherheitsmaßnahme als vielmehr ein Schritt hin zur Kriminalisierung von Barzahlungen – bis letztendlich zur vollständigen Abschaffung des altbewährten Zahlungsmittels.

Für private Investitionen wie den Erwerb von Immobilien oder Edelmetallen sieht die EU keine Ausnahme vor. Vielmehr ist bereits seit 2020 der anonyme Kauf von Edelmetallen über 2.000 Euro verboten, Immobilienkäufe lassen sich zudem seit 2023 nicht mehr in bar abwickeln. Der Barkauf eines Autos, dessen Wert 10.000 Euro übersteigt, bleibt jedoch auch im kommenden Jahr rechtlich erlaubt.

Darüber hinaus sollen gewerbliche Bargeldzahlungen ab 2027 deutlich strenger kontrolliert werden. Bereits bei Transaktionen ab 3.000 Euro greifen umfassende Regelungen. Identifikations- und Dokumentationspflichten verpflichten Unternehmen, Händler und Selbstständige dazu, Käufer eindeutig zu identifizieren, etwa durch die Vorlage eines Ausweisdokuments wie Personalausweis oder Reisepass.

Die Anonymität bei größeren Bargeldgeschäften entfällt damit vollständig. Bei Verdachtsfällen oder erhöhtem Risiko – etwa bei ungewöhnlichen Transaktionen – können zusätzliche Nachweise, beispielsweise zur Herkunft der Mittel, verlangt werden. Die Daten, die im Rahmen der Kundenidentifizierung erhoben werden, müssen bis zu fünf Jahre lang aufbewahrt werden.

Dadurch entsteht ein erheblicher bürokratischer Aufwand. Offizieller Hintergrund der rigiden Vorgaben, die von der EU-Kommission eingeführt werden, ist die Prävention von Terrorismusfinanzierung und Geldwäsche, im Rahmen der EU-Geldwäscheverordnung 2024/1624.

Lesen Sie auch:

Parallel zur Einführung der strengen Regelungen, wird auf EU-Ebene derzeit die Anti-Money Laundering Authority (AMLA) eingerichtet. Diese Behörde erarbeitet Leitlinien, Standards und Empfehlungen zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Die AMLA hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und nahm am 1. Juli 2025 ihre Arbeit auf. Bis Ende 2027 soll sie ihre volle Einsatzfähigkeit mit mehreren hundert Mitarbeitern erreichen und dabei auch mehrere Finanzinstitute direkt beaufsichtigen.

Parteien wie die FPÖ in Österreich und die AfD sprechen sich deutlich gegen die neuen Regelungen aus. So hält Peter Boehringer, stellvertretender Bundessprecher der AfD, die „Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität“ für einen „Vorwand“ für die Einführung der Bargeldobergrenze von 10.000 Euro. „Scheibchenweise“ würden „die Barzahlungsmöglichkeiten immer geringer“.

So verliere man Freiheit in kleinen Scheiben, „doch am Ende steht ganz gewiss der gläserne Bürger.“ Boehringer kritisiert auch die fehlende Beteiligung des Deutschen Bundestages. Dass die EU „im Vorbeigehen hier auch noch eine neue Behörde geschaffen hat, die die Durchsetzung des Bargeldverbots überwachen soll“, passt für ihn „ins Bild.‟ 

Dass die Digitalisierung des Finanzsystems auf EU-Ebene vorangetrieben wird, ist kein Geheimnis. Die EU-Kommission arbeitet gemeinsam mit der Europäischen Zentralbank (EZB) unter Führung von Präsidentin Christine Lagarde mit Hochdruck an der Einführung des digitalen Euro. Nach einer Vorbereitungsphase von November 2023 bis Oktober 2025 werden seit November 2025 technische Voraussetzungen zur Einführung geschaffen. Bei Annahme der Verordnung, über die der EU-Rat diesen Mai abstimmt, könnte der digitale Euro noch vor 2030 eingeführt werden.

Parallel dazu ist in mehreren EU-Staaten, insbesondere in Deutschland, ein deutlicher Rückbau der „Bargeld-Infrastruktur‟ zu beobachten. Die Zahl der Bankfilialen ist sowohl aufgrund hoher Kosten als auch durch den digitalen Wandel, der das physische Banking zunehmend überflüssig macht, stark gesunken. Laut Zahlungsverkehrsstatistik der Bundesbank haben deutsche Großbanken ihr Filialnetz seit 2004 um etwa 9.800 Standorte reduziert. Damit sind heute nur noch rund 18 Prozent des damaligen Netzes aktiv.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Geldautomaten. Nach Angaben des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes verfügten die Sparkassen bundesweit Ende 2023 noch über rund 21.000 Geldautomaten – etwa 4.500 weniger als im Jahr 2018. Auch Berichte der Zeit zeichnen ein ernüchterndes Bild: Demnach gab es 2023 bundesweit fast 10.000 Geldautomaten weniger als noch 2015. In den vergangenen Jahren dürfte sich dieser Rückgang weiter fortgesetzt haben.

Dass die Digitalisierung des Finanzsystems zunehmend in der Kritik steht, liegt unter anderem daran, dass die Anonymität von Bürgern und Unternehmen dadurch stark eingeschränkt werden könnte. Wenn Transaktionen digital lückenlos nachverfolgbar sind,  könnte dies zu staatlicher Kontrolle führen. Kritiker warnen sogar vor potenzieller Diskriminierung und Machtmissbrauch durch die EZB – einschließlich Enteignung beziehungsweise Sanktionierung von Sparern.

Werbung

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

38 Kommentare

  • Wir müssen raus aus der EU. Schnellstmöglich !!!

    • So lange man noch kann. In einigen Gemeinden wird dir die Ausreise schon sehr kompliziert gemacht und ggf. muss man sich auf Widerstand einstellen.

      • „… ggf. muss man sich auf Widerstand einstellen.“
        Maulhelden im Internet.

        -50
        • Selbsterkenntnis ist Der Erste Weg zur Besserung…..

          5
        • Sehr aktiv hier. VS oder Antifa? Grüße!

          6
    • Die arbeiten im Stillen schon daran, wie man gelegentlich hört. Eine Gruppe von Nordländern hat sich zusammengefunden, um etwas SEPARATISTISCHES zu unternehmen…

      Ob das dann im Sinne der Bürger ist, ist mutmaßlich eher zweifelhaft.

    • Murx, das ist nur eine scheinbare Lösung. Im WEF sind alle Länder vertreten.

      • Auch das WEF kann man ignorieren…

    • ihr versteht es alle nicht!

      **schnellstmoeglich** bedeutet, eine regierung zu haben, die das moechte.
      weder du, noch ich koennen den ausstieg initiieren.

      solange die waehler ihr verhalten nich aendern und eine ausstiegswillige partei mit mehrheit waehlen, werden immer kartellparteien einen zusammenschluss bilden.
      die sind alle pro EU.
      davon profitieren sie naemlich.

      in zagreb fand am wochenende das “Leaders Retreat” der EVP statt.

      prioritaet war die abschaffung des einstimmigkeitsprinzips, um kriegsgegner in kleinen laendern auszubooten und der EU eine pro-kriegsagenda aufzuzwingen mit andauernder kriegswirtschaft.

      die machen da naegel mit koepfen.
      und kein land tritt jemals aus,keines !

    • Was wollt Ihr alle miteinander? Es gibt Gegenden in D, da schauen die Euch immer noch mit großen Augen an, wenn man mit Karte zahlen will.

      • Ja…aber in diesen Gegenden Deutschlands wird kaum deutsch gesprochen.

    • #regenrinne

      Das Volk könnte sehr wohl eine Volksabstimmung über den Ausstieg ERZWINGEN.

      Aber natürlich NICHT die Almans.

  • Ich finde das richtig so. Wir müssen alle Zahlungsströme in der Ukraine von Selenski und den NGO nachvollziehen. Schon jetzt wird jeder Cent Steuergeld an das Ausland weltweit akribisch geprüft und aufgeführt. Da gibt es null Verschwendung. Jetzt wird wird es noch besser. Herr Merz steht dafür mit seinem ehrlichen, verlässlichen Namen.

    • Na da täuschen sie sich aber mächtig. Die Zahlungen AN die Ukraine können ja nachvollzogen werden, NICHT aber deren korrupte und kriminelle Verwendung.

  • Wer jede Kleinigkeit digital bezahlt, liefert die perfekte Rechtfertigung für mehr Kontrolle gleich mit. Freiheit stirbt heute nicht durch Verbote, sondern durch Bequemlichkeit. Und daran sind nicht „die da oben“ schuld, sondern eine Gesellschaft, die Privatsphäre nur dann wichtig findet, solange sie keinen Aufwand bedeutet.

  • In der DDR gab’s andere Währungen zwischen den Menschen als die Ostmark. Man muss sich nur dran erinnern.

  • Nein, es geht hier nur um Unterbindung der Geldwäsche, was denn sonst…

    • Und auch immer wieder sehr beliebt die Finanzierung des Terrors !
      Sehr wichtig weil wir ja auch jeden Terroristen reingelassen und auch noch mit Sozialhilfe zugeschüttet haben .

  • Also werden noch mehr Betuchte in das Bargeldparadies DUBAI auswandern.

  • „They creating chaos, so they have something to save you from.“

  • Der Wunsch, andere zu bevormunden, gehört zur moralischen Entwicklung.

    Zitat: „3. Stufe … Moralische Erwartungen anderer werden erkannt. … Korrespondierend dazu richtet er ebenfalls moralische Erwartungen an das Verhalten anderer“ Quelle: Moralentwicklung

    Deshalb nimmt die allgemeine Bevormundung kontinuierlich zu, z.B. Steuern, Zensur, Bürokratie, Verbote, …

    Die aktuelle Epoche Aufklärung kann den Wunsch nicht abbauen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.

  • Dagegen hilft nur richtig wählen. Und damit meine ich nicht die Kartellparteien

  • Politik gegen die eigene Bevölkerung…mehr gibt es dazu nichts zu sagen.

    • „…mehr gibt es dazu nichts zu sagen.“
      Aber vielleicht kann man etwas tun.

  • Wo ist eigentlich die Demokratische Legitimierung für einen Derartigen Eingriffe in die Persönlichkeits und Eigentums rechte .der Bürger .
    Eine EU die nach 30 Jahren ihren Bürgern immer noch nicht mehr als Abschaffung der Roaming Gebühren und Reisefreiheit zu bitten hatte ist im Endeffekt überflüssig!
    Mittlerweile denke ich auch das wir ohne wohl unterm strich besser dastehen würden .

    • sicher stuenden wir besser da.
      nicht in der EU zu sein, ist nicht gleichbedeutend damit, mit anderen laendern keine sinnvollen vertraege abzuschliessen.

      allerdings hat die EU inzwischen derart viel macht ueber die mitglieder gewonnen, insbesondere durch zentralisierung und vereinheitlichung wichtiger vorgaenge wie einkauf von energie, einkauf von waffen, dann die ganzen agenda 2030 regulatorien, dass kein land mehr auf eigenen fuessen stehen kann.
      die gegenseitigen abhaengikeiten sind extrem kompliziert.

      ein austritt wuerde jahrzehnte dauern, und mit grossen problemen fuer die funktion des staates einhergehen.

      kein land will das. aber viele wollen beitreten.

      • kein land will das. aber viele wollen beitreten !?
        Ja aber leider nur noch netto Leistungsempfänger 🙁

    • Die Legitimation ist unsere nicht vorhanden Wehrhaftigkeit…

  • Hier verschwinden schon wieder Kommentare auf geheimnisvolle Weise

  • Die Menschen haben selber schuld! Wer jeden Euro mit Karte bezahlt, weil es „so schön einfach ist“, braucht sich nicht wundern, wenn er eines Tages ganz ohne Bargeld dasteht!

  • Die Totalüberwachung läuft, aber es war bisher ja nur eine VT…

  • Nun, … Geldwäsche …

    Ihre Sparkasse Gelsenkirchen berät sie gerne – Wenn´s um Geld geht – Sparkasse!

  • Der eigentliche perfide Gedanke dabei:

    Alle Bargeld wird abgeschafft damit widerspenstige Bürger keine Zahlungen machen können weil ihnen von Politikern die Konten gesperrt werden

  • Das kommt von Regierungen die ’nicht wissen‘ wieviele Millionen an welche NGO fliessen …
    Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
    Aber Vorsicht, widerlicher Geschmack!

  • „….wird so ein generelles Bargeldverbot vorbereitet?“ Die Antwort lautet JA!
    Wir sollten uns erinnern… Aufgrund dessen, dass ein todbringendes Virus den Erdball umkreiste, konnte ein neuer Impfstoff (Biowaffe?) weltweit getestet werden. Angst macht bekanntlich gefügig.
    Aufgrund dessen, dass vermeintlich gegen Kriminalität vorgegangen wird, wird es bald den digitalen Euro geben. Auch hier macht Angst gefügig. Allerdings ist der digitale Euro auch manipulierbar. Ratet mal, wer dann manipuliert!

  • Drecks EU

  • Das hat doch einen Riesenvorteil: es gibt weniger Geldautomaten, welche durch die illegal Zugereisten gesprengt und ausgeraubt werden können.

    Des Weiteren kann UvL endlich auf unser faul herumliegendes Sparvermögen durchgreifen und in „sinnvolle“ Klimaschutzmaßnahmen investieren.

    Also ein voller Erfolg auf der ganzen Linie … nur eben nicht für Ottonormalbürger. Aber der spielt in der aktuellen Politik ohnehin keine Rolle mehr.

  • Nigeria war das erste afrikanische Land, das mit dem eNaira eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) einführte, stieß jedoch auf massiven Widerstand der Bevölkerung.

    Die rammdösigen Almans werden mehrheitlich flöten: „Isch hab doch nüscht zu verbergen, wa „

Werbung