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Energiewende

„Anhaltende Herausforderungen“: Windenergieverband kündigt Insolvenz von Tochtergesellschaft an

Die Service GmbH des Bundesverbands Windenergie ist zahlungsunfähig und hat eine Sanierung in Eigenverwaltung beantragt. Während der Verband von „anhaltenden Herausforderungen“ der ganzen Windenergiebranche spricht, werfen Insider den Verantwortlichen jahrelange Misswirtschaft vor.

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Windpark Grapzow nahe der Stadt Altentreptow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (Symbolbild) (IMAGO/BildFunkMV)

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Die Service GmbH des Bundesverbands WindEnergie (BWE) ist insolvent. Nach Informationen der Berliner Zeitung ist die hundertprozentige Tochtergesellschaft des Windkraft-Branchenverbands zahlungsunfähig. Der BWE bestätigte die Insolvenz. Für die rund 50 Beschäftigten am Campus des Europäischen Energieforums (EUREF) in Schöneberg ist die Situation besonders prekär: Demnach können derzeit nicht einmal die Gehälter der Mitarbeiter regulär weitergezahlt werden. Zudem müssen sie offenbar mit betriebsbedingten Kündigungen rechnen.

Der BWE hat nach eigenen Angaben eine Sanierung in Eigenverwaltung beantragt. Damit soll die Gesellschaft unter eigener Geschäftsführung und mit Unterstützung eines Sanierungsexperten wirtschaftlich neu aufgestellt werden. Der Geschäftsbetrieb soll während des Verfahrens weiterlaufen. Die gesamte Branche stehe „vor anhaltenden Herausforderungen“, erklärte BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek in einer Pressemitteilung am Freitag. „Aufgrund der wirtschaftlichen Lage ist eine Konsolidierung unabdingbar“, so Heidebroek weiter. Ziel sei es, das Unternehmen wirtschaftlich neu auszurichten und innerhalb der kommenden Monate seine Leistungsfähigkeit wiederherzustellen.

Die Insolvenz erfolgt vor dem Hintergrund einer auf den ersten Blick widersprüchlichen Entwicklung. Angetrieben durch staatliche Fördergelder und Subventionen wächst die Windenergiebranche in Deutschland weiter. Allein 2025 wurden nach Angaben der Berliner Zeitung Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 5.200 Megawatt installiert. Der damit verbundene Marktwert lag bei mehr als sechs Milliarden Euro. Der BWE zählt rund 17.000 Mitglieder, darunter Hersteller und Betreiber von Windkraftanlagen.

Gleichzeitig sieht der Lobbyverband die Branche mit erheblichen wirtschaftlichen Problemen konfrontiert. In zahlreichen Unternehmen komme es bereits zu einem Beschäftigungsabbau. Zudem würden die Ausgaben für Aus- und Weiterbildung sowie für Marketingmaßnahmen auf breiter Front reduziert. Von dieser Entwicklung sei die Service GmbH des BWE als Anbieter dieser Dienstleistungen besonders betroffen.

Brancheninsider führen die Insolvenz allerdings nicht ausschließlich auf die allgemeine Marktlage zurück. Wie die Berliner Zeitung berichtet, werfen sie Vorstand und Geschäftsführung der Servicegesellschaft vielmehr jahrelange Misswirtschaft vor. Die Zeitung berichtet zudem, dass die Ausgaben des Verbands und seines Umfelds aus dem Ruder gelaufen seien. Der BWE selbst begründet die aktuelle Situation dagegen mit den wirtschaftlichen Herausforderungen der Branche und dem daraus resultierenden Rückgang der Ausgaben für Dienstleistungen wie Weiterbildungen und Marketing.

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Die BWE-Service GmbH und der Bundesverband WindEnergie erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Während der BWE insbesondere die politische Interessenvertretung der Windbranche übernimmt, ist die Servicegesellschaft für kommerzielle Dienstleistungen und Weiterbildungen zuständig. Nach eigener Beschreibung soll sie „Wissen vermitteln, Innovationen fördern und die Energiewende aktiv mitgestalten“. Der Jahresumsatz der Gesellschaft liegt bei rund sechs Millionen Euro. Gemeinsam geben der BWE und die Service GmbH zudem die Fachzeitschrift Neue Energie heraus.

Für den Branchenverband ist es deshalb wichtig, die Insolvenz der hundertprozentigen Tochtergesellschaft von seiner eigenen Existenz und politischen Arbeit abzugrenzen. In seiner Stellungnahme betont der BWE ausdrücklich: „Der Bundesverband WindEnergie e. V. ist von diesem Vorgang nicht betroffen“. Die politische Arbeit für die Interessen der Windenergiebranche werde unverändert fortgesetzt und „weiter verstärkt“, heißt es. „Als starke Stimme der Branche“ wolle man sich „mit Nachdruck für die erfolgreiche Zukunft der Windenergie in Deutschland“ einsetzen, so Verbandspräsidentin Bärbel Heidebroek.

Dennoch dürfte die Insolvenz innerhalb des Verbands erhebliche Fragen aufwerfen. Der BWE hat rund 17.000 Mitglieder, die sich angesichts der finanziellen Schwierigkeiten auch fragen dürften, was mit ihren Mitgliedsbeiträgen passiert ist und wie es zur Zahlungsunfähigkeit der verbandseigenen Gesellschaft kommen konnte. Der Verband kündigte an, hierzu weitere Einzelheiten bekannt zu geben.

mmx

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31 Kommentare

  • Energiepolitisch und gesellschaftlich katapultiert man uns zurück ins Mittelalter.

    • In wenigen Jahren werden reihenweise Betreiber von Windparks pleite gehen, auf den Altlasten bleibt der Steuerzahler sitzen.
      Warum wohl pachten diese Firmen die nötigen Grundstücke, wenn eigentlich der Kauf wesentlich kostengünstiger wäre?

    • ich rieche schon den muffigen Duft des Mittelalters

      • Hast Du etwa geschnuppert wie das Klima unter deinen Achseln ist?

      • Das ist der Duft der Antifa. Bitte mal wieder Waschen.

  • Ihr könnt sagen was ihr wollt … es müssen einfach noch mehr Spargel auf die Wiesen, Äcker und die Meere.

    • … und die Wälder müssen auch weichen.

      • Wer braucht Wald?.

  • Ist das jetzt eine negative ( – )Kugel Eis?
    Quasi ein leeres Hörnchen?

    Fangen wir jetzt langsam wieder an, dieses Land mit zuverlässiger Energie zu versorgen?
    Die grünen durften sich richtig austoben, funktionierende Kraftwerke sprengen, die anderen Parteien CDU/SPD/FDP tragen diese desaströse Politik die ganze Zeit mit.

    Aber jetzt wäre billiger, zuverlässiger Strom wieder toll.
    Und die Klimasteuern natürlich in die Tonne.

  • Die staatlich gemästete Windkraftbranche schafft das nächste „Wunder“ der Energiewende: Insolvenz trotz Milliarden an Subventionen. Die Service GmbH des Windenergieverbands ist pleite. Natürlich liegt es laut Verband an den „anhaltenden Herausforderungen“ – Insider nennen es schlicht jahrelange Misswirtschaft. Wenn selbst die eigenen Lobbyisten im Geldregen der Steuerzahler untergehen, zeigt das perfekt die Inkompetenz dieser gesamten Ideologie. Rettung in Eigenverwaltung nennt sich das jetzt. Hauptsache die politische Propaganda läuft für die Muttergesellschaft unverändert weiter. Ein echtes Paradebeispiel für ein System, das nur vom Geld anderer Leute lebt.

  • Das Ergebnis ist genau das was man von staatlicher Planwirtschaft und Vetternwirtschaft erwarten würde.

  • Meine Güte. Wenn in Zeiten massiver Subventionen schon die „Dienstleister“ insolvent gehen, was passiert dann, wenn mal die Subventionen wegfallen?

  • Ups, Gegenwind … ?

  • Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld,
    und wer hat das bestellt? 💸

  • Tja, der Rückbau nach der Nutzung geht dann wohl auf Kosten anderer. Und zwar entweder der Grundbesitzer, oder eben derjenigen, die auch schon die Fördergelder abdrücken mussten. Vermute ich jedenfalls.

  • Wenn selbst die Milliarden Steuer-Subventionen und die weltweit höchsten Strompreise für die Windräder-Lobby nicht mehr ausreichen…

    • Die DDR hatte die besten Facharbeiter, keine kapitalistischen Ausbeuter, die die Gewinne in die eigene Tasche gesteckt hätten, statt sie in den Betrieb zu investieren. Die DDR war in den 80er eines von 4 Ländern weltweit die Chips herstellen konnten: beste Vorraussetzungen für Wohlstand und Forttschritt…wäre da nicht eine Regierung gewesen bei der die Idologie wichtiger war als der Sachverstand

  • Man kann nur hoffen, das weiterhin ganz viele Regenbogenfahnen gehisst werden und immer wieder auf die „Gefahr von Rechts“ hingewiesen wird, sonst klappt es leider nicht mit der Sanierung. Die Mitglieder dürfen sich nur wundern, das ihre Beiträge jetzt woanders sind. Energiepolitisch und Gesellschaftlich haben diese Gruppen einen erheblichen Schaden angerichtet.

  • Riecht nach einer Bereinigung des riesigen Subventionsbetruges mit vielen Millionen Steuereuros.

    • So sieht es aus. 👌

  • Was sind denn nun die wirtschaftlichen Herausforderungen ??
    Die Gehaltsstruktur der „Servicegesellschaft“ würde mich mal interessieren…

    • Und die Qualifikation der Bezieher…

  • In einer Branche deren Treibstoff (Wind) kostenlos ist, die mit Steuergeld hoch subventioniert wird und deren unendliche Nachfrage von Politik generiert und garantiert wird, gehen die Unternehmen pleite! Zusätzlich wurden Genehmigungsverfahren verkürzt und vereinfacht.
    Nur ein grottenschlechtes Produkt oder Geschäftsmodell scheitert unter diesen Bedingungen!

  • Das in Absurdistan herbeigeredete Windkraft-Wunder im freien Fall

  • Machen sich die Windrad-Profiteure nun
    vom Acker u. lassen den Sondermüll
    u. den versiegelten Boden zurück?
    Lebenslänglich in den Knast mit diesen
    Umweltfrevlern!

    • Deswegen geht ja auch die Konzern Tochter pleite. Das Geld wurde in den Mutter Konzern verschoben, dann die Insolvenz.
      Kosten für die Entsorgung bleiben in der Tochter und das geht dann auf uns Steuerzahler über. Das ist System Betrug.

  • Wenn der Lobbyverband Insolvent ist wird es wohl an zuviel gezahlten Schmiergeldern für die Politiker liegen.

    • Oder zuwenig eingesackte Subventionen?

  • Die Mutterfirma macht Gewinne und die Tochterfirma geht Insolvent. Die Entsorgungskosten gehen somit auf den Steuerzahler über, während die Gewinne im Mutter Konzern verbleiben. Wir werden Betrogen, Betrogen und Betrogen.

  • Ganz toll. Und für die Entsorgung dieser Ungetüme kommt natürlich der Steuerzahler auf. Nie wieder gut zu machende Naturschäden inklusive😡.

  • Da gehen sie dahin auf Steuerzahlerkosten:

    Alle grün-feuchten Träume der bisher bekannten erneuerbaren Energieformen wie zB Wind PV etc

    Alle bisherigen Grün-Doktrien welche man versucht gewaltsam den Bürgern unterzujubeln

    Alle bisherigen Zwangsabgaben/Zwangszahlungen wie zB Klimageld Klimaabgaben CO2-Steuern usw

    Kurzum: Die bisherigen Grünen-Ideologien erweisen sich als Pfusch Murks und Mißwirtschaft..was die Links-Grünen jedoch nie eingestehen werden

    Ebenso werden sie dank linker Rechtskorruption nie zur Verantwortung gezogen werden

    Höchste Zeit für vorgezogene Neuwahlen nach denen dann hoffentlich die ungeliebten Parteien die Regierungsmehrheit bilden…

    soweit sie nicht durch fortgesetzte Schmutzkampagnen der Kartellpolitiker und Möchtegern-Promis (VEB=VolksEigeneBarden) daran gehindert werden

    Links-grüner Sozialismus war schon immer ein bösartiges Karzinom jeden Landes

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