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Klaus Müller

700 Beschwerden bei 850 Netzbetreibern: Massive Klagewelle gegen die Bundesnetzagentur

Rund 700 Verfahren richten sich gegen neue Vorgaben der Bundesnetzagentur – bei lediglich rund 850 Netzbetreibern in Deutschland. Behördenchef Klaus Müller murrt über die massive Zahl der Beschwerden: „Fast alle Entscheidungen der Bundesnetzagentur werden beklagt.“

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Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, beklagt die hohe Zahl an Beschwerden gegen Entscheidungen seiner Behörde. (IMAGO/Horst Galuschka)

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Eine massive Zahl von Beschwerden gegen Entscheidungen der Bundesnetzagentur beschäftigt inzwischen auch die Gerichte. Behördenchef Klaus Müller beklagt den Widerstand gegen die neuen Vorgaben seiner Behörde. „Fast alle Entscheidungen der Bundesnetzagentur werden beklagt“, sagte Müller dem Handelsblatt.

Besonders deutlich zeigt sich dies bei der neuen Regulierung der Strom- und Gasnetze. Gegen die sogenannten NEST-Festlegungen – bei denen es im Endeffekt um die Gebühren für Netze geht – seien inzwischen rund 700 Verfahren angestrengt worden. „Dazu wurden inzwischen 700 Klagen bei uns eingereicht – bei circa 850 Netzbetreibern, die es in Deutschland gibt“, sagte Müller.

Beim Oberlandesgericht Düsseldorf, das für Beschwerden gegen Entscheidungen der Bundesnetzagentur zuständig ist, waren bereits im Mai mehr als 700 Verfahren im Zusammenhang mit den NEST-Regeln anhängig. Die Vorsitzende Richterin des zuständigen Kartellsenats erklärte damals, die große Zahl der Beschwerden beanspruche den Senat erheblich. Verfahren würden deshalb auch auf andere Senate verteilt, um eine Überlastung zu vermeiden.

Müller, der von der Ampel als Behördenchef eingesetzt wurde und als Habeck-Vertrauter galt, kritisiert die Vielzahl der Rechtsmittel. „Die vielen Klagen schaffen Unsicherheit und kosten Zeit“, sagte er dem Handelsblatt. Bereits zuvor hatte der Behördenchef die „Klagefreudigkeit im Energiebereich“ als „schon echt knackig“ bezeichnet.

Die Bundesnetzagentur beschloss die zentralen NEST-Festlegungen Ende 2025. Sie bestimmen unter anderem, welche Kosten den Netzbetreibern regulatorisch anerkannt werden, wie ihre Effizienz bewertet wird und wie das eingesetzte Kapital verzinst wird.

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Für Gasnetzbetreiber sollen die neuen Regeln ab 2028 gelten, für Stromnetzbetreiber ab 2029. Netzbetreiber und Branchenverbände hatten Teile der Reform bereits im Gesetzgebungs- und Konsultationsverfahren kritisiert. Sie wenden sich unter anderem gegen strengere Effizienzvorgaben und Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Investitionen in die Netze.

Die Bundesnetzagentur hält dagegen, die neuen Regeln sollten eine effiziente Netzbewirtschaftung sicherstellen und zugleich ausreichende Investitionsbedingungen schaffen. Gerade der Ausbau der Stromnetze erfordere in den kommenden Jahren hohe Investitionen.

Ausgangspunkt der Reform ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2021. Die Richter hatten beanstandet, dass die deutsche Politik der Bundesnetzagentur bei der Regulierung der Energienetze zu viele Vorgaben machte. Wesentliche Methoden muss die Behörde deshalb inzwischen selbst festlegen.

Zuletzt hatte die Bundesnetzagentur unter anderem mit der „Sicherheitsplattform Strom“ für Aufsehen gesorgt – sie bereitet eine zentrale Kommandostruktur zur Drosselung des Stromverbrauchs in Energiekrisen vor. Im Ernstfall will die Regulierungsbehörde energieintensive Unternehmen mithilfe dieser Plattform dazu zwingen, ihre Produktion herunterzufahren. Folgen die Betriebe dieser Aufforderung nicht, kann die Bundesnetzagentur ihnen den Strom abstellen lassen. Der Öffentlichkeit enthielt man diese Informationen vor, um „Verunsicherung“ zu vermeiden (Apollo News berichtete exklusiv).

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56 Kommentare

  • 700 Klagen bei 850 Netzbetreibern – und Müller ist genervt. Herrlich. Wenn fast alle gegen deine Entscheidungen klagen, kann das selbstverständlich nur eines bedeuten: fast alle anderen liegen falsch. Behördenlogik in ihrer schönsten Form.

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    • Ziel ist die Zerstörung des Landes. Insofern ist doch alles voll im Plan.

      82
      • Es ist SABOTAGE und HOCHVERRAT.
        Darüber gibt es keine Zweifel mehr.
        Wann endlich nennen AN und die sonstigen angeblich alternativen Medien es auch so???
        SABOTAGE und HOCHVERRAT !!
        Es ist bösartiger Vorsatz.
        Ziel ist die Zerstörung der deutschen Energieversorgung und der deutschen Industrie im Auftrag einer globalen Finanzelite als Vorbereitung für den GREAT RESET.

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        • Vorbereitung??? Das läuft längst…

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        • Stimmt. Ich bin für eine Strafe nach der man hinterher nie wieder Schmerzen hat.

          1
    • „alle anderen liegen falsch.“ = grüne Ideologie !

      28
    • Da gibt es bei der Bundeswehr einen schönen Brüller, wenn einer beim Marschieren im Gleichschritt aus der Reihe tanzt: Was machen Sie richtig, was alle anderen falsch machen!?!

      2
    • Der Grüne Müller muss weg. Wenn Reiche das nicht schafft, muss sie ebenfalls gehen.

      4
  • „Auf einem Dampfer, der in die falsche Richtung fährt, kann man nicht sehr weit in die richtige Richtung gehen.“ Michael Ende

    43
    • Der Airbag fehlt, aber Frontalzusammenstöße sind im Basisszenario ohnehin nicht vorgesehen.
      … Gleichzeitig importiert Europa kurz vor dem angekündigten Ausstieg Rekordmengen russischen LNGs.
      https://www.youtube.com/watch?v=haWBrEWedCI 10 Min.
      – EU-Heiligenschein…
      Frau von der Leyen plant 2500 neue Beamte für die EU Kommission.
      Statt irgendwann mal zu sparen, wird der Verwaltungsapparat noch weiter aufgebläht.

      10
      • DEUTSCHLAND: „Das ist eine irre Zahl!“
        2 Billionen EURO – EU
        https://www.youtube.com/watch?v=AdqCnzePeBE 6 Min.

        3
        • Warum Strom in Deutschland so teuer ist? Wer kassiert?
          ZDF WISO haut einen raus und untersucht warum unser Strompreis so teuer ist.
          Entspricht das der Realität oder ist es, wie öfters beim ÖRR, Propaganda?
          https://www.youtube.com/watch?v=2lkiS–GLVE 20 Min.

          0
  • „Wo Einfalt und Gründlichkeit zusammentreffen, entsteht Bürokratie.“

    12
  • Das Fass wird bald überlaufen. Vor allem dann, wenn die Kosten einschließlich Steuern „sozialverträglich“ auf die Verbraucher abgewälzt werden.

    11
    • Deutschland droht in diesem Jahr zum ersten Mal sein gesetzliches Klimaziel zu verfehlen…
      Das hat die Denkfabrik „Agora Energiewende“ ausgerechnet – auf der Grundlage vorläufiger Daten.
      Demnach wurden im ersten Halbjahr zwar etwas weniger Treibhausgase in die Luft geblasen, aber das reiche nicht.
      Hinzu kommt:
      Der Ausstoß war vor allem wegen der schwierigen Wirtschaftslage geringer – also weil weniger hergestellt wurde und nicht wegen konsequenten Klimaschutzes.

      0
      • „konsequenter Klimaschutz“ … warum so bescheiden ?

        Sollte man nicht besser gleich durch totalen Energieverzicht das Universum schützen/retten ? Ich sag nur mal „Entropie“, für alle die im Physikunterricht aufgepasst haben – also Nichtgrüne.

        0
  • Man muss wissen, bis wohin man zu weit gehen kann. Jean Cocteau

    7
  • Je mehr Vorschriften, desto mehr Angriffsfläche, oder nicht?

    0
  • Nennt sich Bürgerwehr und geht leicht in Richtung DEMOKRATIE!

    21
  • An Herrn Müller sieht man deutlich was Merz meinte, mit Links ist vorbei.

    17
  • Die Bundesnetzagentur ist Planwirtschaft, legt Preise und Renditen fest und bestimmt darüber, wer mitmachen darf.

    10
  • Zum Schutze der „unsere Demokratie©“ sollte das Klagerecht abgeschafft werden.
    Wenn das Politbüro entscheidet, wie Netzbetreiber wirtschaften müssen, ist es demokratiefeindlich, wenn das nicht umgesetzt wird.

    Gelenke Demokratie funktioniert nur, wenn alle ohne zu meckern mitmachen.

    Reine Satire

    3
  • Warum klagen 150 Netzbetreiber nicht? Staatlicher Einfluss bei diesen Unternehmen?

    0
  • Unverschämt von den Netzbetreibern nicht demütig den Kopf zu senken und die Vorgaben widerstandslos zu erfüllen. Geht ja gar nicht. Das gefällt dem diktatorischen Ideologen Müller gar nicht. Da muss er eine ernste Beschwerde übers Handelsblatt abgeben. Unmöglich diese Verhältnisse in Deutschland mit dem ständigen Widerspruch und Klagen.

    82
  • Dieser Müller muß endlich weg!
    Punkt, Aus, Ende.

    63
    • Daß Links-ist-vorbei-Merz den im Amt gelassen hat, ist ein weiterer Skandal.

      37
    • Die Netzagentur kann weg! Damit wird Müller auch erledigt.

      28
  • So ist das halt, wenn ich eine Behörde ideologisch und nicht mit gesunden Menschenverstand betreibe.

    7
  • Alleine die Tatsache, dass diese bösartigen Ideologen, denen die nachhaltige Vernichtung der deutschen Wirtschaft als oberstes Ziel gilt, noch im Amt sind dokumentiert doch eindrücklich, dass es die Bundesregierung mit dem Wohl Deutschlands nicht ernst meint.

    Im Gegenteil.

    8
  • Und der Winter komnt erst….freut euch.
    Dazu noch ein paar Aktionen der Vulkangruppe und dann gehts erst los.

    4
  • Die selben Leute bei der netzagengtur haben aber kein problem damit dass illegale Migranten dank Hilfe der Linken Unterstützer sich durch alle Instanzen klagen können um dann wegen der zeitspanne doch im Land zulasten der arbeitenden Bevölkerung bleiben dürfen. Es ist nicht die Moral die mich ankotzt, es ist die Doppelmoral

    83
  • Der beste und schnellste Weg zur Destabilisierung der Inneren Sicherheit und zur Zwangsweisen Aufrechterhaltung von Recht und Ortnung ist der Weg der Grünen !

    Einfach die Energieversorgung einer Industrienation mit ca 85 Millionen Menschen Sabotieren .
    Da werden wohl im Winter selbst die Bürger nach Grundgesetz und Freiheitseinschränkungen schreien wenn Herd und Wohnung kalt und dunkel bleiben !

    Und wir wir alle erleben durften gibt es wohl genug Skrupellose Ideologisch verblendete und willfährige Diener in unserem Sicherheitsbehörden um auch am Ende das gewünscht Ziel sicher zu erreichen .

    Es ist eine sehr perfide aber auch effektive art sich einer Demokratie zu endledigen !

    45
    • Das diese Systemhelfer nur benutzt werden und selber mit untergehen scheint den wohl nicht klar zu sein. Keine Industrie mehr, bedeutet keine Arbeit und kein Steuern mehr.
      Diese Regierung baut sich selber ab.

      15
  • Reden wir in Deutschland eigentlich noch von Marktwirtschaft oder schon von zentraler Planwirtschaft?

    68
    • Das zentrale Planungskomitee ist erschüttert über diese zersetzende Äußerung.

      0
    • Bei der Markt wirtschaft darf man sich gerade noch beschweren,bei der Planwirtschaft gibt es sowas nicht mehr.

      22
    • Da die Gesellschaft in nutznießende Mitläufer und erkenntnisfähige Individualbewußte „gespalten“ ist: Sowohl, als auch.

      5
  • Liebe seriöse Kommentar-Autoren.
    bitte entschuldigt meine Unsachlichkeit, aber ich habe ein Problem:
    Warum muss ich angesichts des Titelbilds zwanghaft an das Wort „Fratzscher“ denken ?
    Kann mir das mal jemand erklären ?

    Ich habe riesige Angst davor, so auszusehen, wie ich heiße und mein Psychologe sagt, er könne mir nicht mehr helfen !

    0
  • Müller wurde von Habeck in dieses Amt gehievt. Müller beschäftigt sich hauptsächlich mit Trusted- Flagger Meldestellen („vertrauenswürdige“ Hinweisgeber) geschaffen. Eine Denunzianten Stasi-Meldestellen Netzagentur.

    57
  • „Die vielen Klagen schaffen Unsicherheit und kosten Zeit“. So Herr Müller. Hört, hört!Ich glaube, er hat sich versprochen. Eigentlich wollte er sagen: „Die vielen Politikker schaffen Unsicherheit und kosten Zeit“

    16
  • Kein Unternehmen könnte sich solche ideologisch verblendeten
    Nichtkönner auf Dauer leisten !
    Vorsätzliches Versagen ist Programm im “ Besten Dummland “ aller Zeiten !

    40
  • Komisch? Beim Thema Asyl regt er sich über die vielen Einspruchmöglichkeiten und Einspruchsklagen nicht auf ..

    9
  • Alles so gewollt, die Grünen und ihre Helfershelfer sitzen überall noch an den Hebeln der Macht.
    Seit Merz hat sich nichts geändert. Es ist nur noch frustrierend.

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