Angebliche „Gerechtigkeitslücke“: Wie Brüssel neue Steuerquellen erschließen will
Brüssel leistet den Verfechtern der Vermögensteuer mit einer halbgaren Studie Schützenhilfe. Nun geraten Kapitalerträge, Vermögen und Auswanderer auf das Radar des Fiskus. Die Not der EU muss groß sein. Man hat es auf die Substanz der Mittelschicht abgesehen.
Die EU-Kommission ist auf der Suche nach neuen Steuerquellen. Bereits im vergangenen Jahr beauftragte Kommissionschefin Ursula von der Leyen zu diesem Zweck das Center for Social and Economic Research (CASE) damit, eine Studie zum Potenzial von Substanzsteuern in der EU zu erstellen und so einen weiteren Pflock in die immer breitere europäische Steuerdebatte einzuschlagen.
Im Wesentlichen ging es bei dieser Analyse um die Erhebungspraxis und die Aufkommensanteile bei Vermögensabgaben, Kapitalertragsteuern und der sogenannten Wegzugsteuer. Sie merken schon: Langsam geht es in der Steuerpolitik ans Eingemachte.
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In der Studie fallen auffallend häufig Begriffe wie Gerechtigkeitslücke, Umverteilung, soziale Gerechtigkeit und verschiedene Variationen ressentimentgeladener rhetorischer Hülsen, die nur eine Aufgabe erfüllen: die Öffentlichkeit darauf vorzubereiten, dass sich die fiskalischen Arme der europäischen Staaten künftig tief und tiefer in die Vermögensbildung und in die Zukunftsplanung der Familien hinein erstrecken werden.
Die Kernthese der CASE-Studie lautet: Das private Vermögen der Europäer sei überproportional stark gewachsen und konzentriere sich zunehmend in den Händen einiger weniger Haushalte. Die Studie beginnt ihren Vergleich mit der vermeintlich niedrigeren Besteuerung von Kapitalerträgen – und unterliegt dabei einem folgenreichen, wenn auch kaum zufälligen Irrtum: Sie betrachtet Kapitalsteuern isoliert. Tatsächlich handelt es sich bei Vermögensabgaben, Kapitalertragsteuern und ähnlichen Instrumenten um nachgelagerte Zugriffsstufen auf bereits mehrfach belastetes Einkommen. Unternehmensgewinne werden zunächst auf Ebene der Gesellschaft besteuert, anschließend beim Anteilseigner und schließlich – etwa über Vermögensteuern – ein weiteres Mal.
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Bereits versteuertes Kapital wird so erneut dem Zugriff des Fiskus unterworfen, ohne dass diese kumulative Belastung im Gesamtbild angemessen berücksichtigt würde. Hinzu kommt die schleichende Wirkung der Inflation, die reale Vermögenszuwächse oft nur vortäuscht, tatsächlich aber zu einer weitergehenden, stillen Besteuerung führt, da sich die Bemessung nach nominalen Werten richtet.
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Der Staat als Profiteur der Umverteilungsdebatte
Gleich zu Beginn der Auswertung der fiskalischen Lage der EU wird klar, dass der Staat mit seiner wachsenden Bürokratie und dem teuren Interventionismus in der Klimapolitik, im Ukraine-Konflikt oder im Wohlfahrtswesen aus der Schusslinie genommen werden soll. Schuld an der Haushaltsmisere tragen die Vermögenden, da herrscht Einigkeit in Brüssel, Berlin und Paris. Eine systematische Integration von Vermögensabgaben und höheren Kapitalabgaben in die nationalen Steuersysteme wäre folgerichtig ein probabler Weg, insinuieren die CASE-Autoren.
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In der Studie findet sich kein kritisches Wort zur Schattenseite der Besteuerung der Substanz der Bürger. Besteuerung geschieht in der Gegenwart im Untertanengeist – der steuerpflichtige Bürger besitzt kein Mitspracherecht mehr, und eine breit angelegte Gerechtigkeitsdebatte soll wohl die letzte Resistenz aufweichen. Letzten Endes ist sowieso alles nur eine Frage des steuerpolitischen Designs und der öffentlichen Vermarktung.
Die Angst vor Kapitalflucht
Einen wichtigen Hinweis auf die steuerpolitische Stoßrichtung der EU gibt uns die Debatte um die sogenannte Wegzugsteuer. Verbunden mit der Einführung des digitalen Euro wären dann die steuerpolitischen Fluchtwege abgeschnitten; vermögende Bürger würden also bereits zuvor das Weite suchen und ihr Kapital aus der EU abziehen.
Es ist bemerkenswert, dass Politik, Institute und Medien aus den Erfahrungen der tatsächlichen Welt keinerlei Rückschlüsse mehr ziehen. Lehrmaterial böte eigentlich ein unmittelbarer Nachbar der EU: Norwegen. Dort führte die Erhebung einer Sondervermögensabgabe zu einem Exodus der Superreichen, mit dem Ergebnis, dass das gesamte Steueraufkommen nach Einführung dieser Sonderabgabe spürbar zurückgegangen ist. Verständlich, dass man in der EU nun bemüht ist, die Tore zu schließen, bevor sich Ähnliches wiederholen könnte.
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Grundsätzlich weist die Steuerpolitik in der EU darauf hin, dass man Reformen wie ein Ende der Politik der offenen Grenzen oder die Abkehr vom ökologistischen Umbau der Ökonomie unter allen Umständen verhindern will – der Dreh an der Steuerschraube ist wesentlich naheliegender. Der Umgang mit Leistungsträgern in Europa unterstreicht den etatistischen Geist, der den politmedialen Bereich durchdrungen hat: Dass die oberen 10 Prozent der Einkommensbezieher in Deutschland beispielsweise etwa 55 Prozent des Einkommensteueraufkommens beisteuern, spielt keine Rolle mehr. In seiner Not muss der Staat sämtliche Hebel in Bewegung setzen, um die fiskalischen Lücken zu schließen, die die grüne Transformation in den Haushalten hinterlassen hat.
Die CASE-Studie korrespondiert sowohl zeitlich als auch inhaltlich auffallend mit der gegenwärtigen deutschen Debatte um das Ende des Ehegattensplittings, die Erhöhung der Erbschaftsteuer bei Firmenvermögen und die Wiedereinführung der Vermögensteuer. Eine deutsche Wegzugsteuer existiert ja bereits unter bestimmten Umständen bei Firmenverlagerungen ins Ausland. Fehlt am Ende nur noch der holländische Ansatz, eine allumfassende, fiktive Besteuerung nicht realisierter Kapitalerträge. Holland ist hier das Testfeld. Diese Besteuerung wäre wohl der nächste Streich eines verfetteten Staatsapparats, der seine Ausgaben nicht mehr unter Kontrolle hat.
Die fiskalische Krise des europäischen Staates
In der Europäischen Union hat sich eine fatale fiskalische Dynamik etabliert. Beinahe in sämtlichen Mitgliedstaaten beschleunigen sich die Ausgaben der öffentlichen Hand, während die Privatwirtschaft bestenfalls stagniert, ihre industriellen Kernsektoren jedoch sichtbar abschmelzen.
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Diese gefährliche ökonomische Unwucht, eine schrumpfende Privatwirtschaft, die zur Finanzierung eines kontinuierlich expandierenden Staatsapparats verpflichtet wird, führt zu fiskalischen Konsequenzen, die wir gegenwärtig am Anleihenmarkt beobachten können. Dort steigen seit einigen Jahren die Zinsen kontinuierlich an und verteuern den Schuldendienst, während der Finanzierungsbedarf der öffentlichen Kassen angesichts der herrschenden politischen Ideologie eines allzuständigen Staates weiter wächst. Die sich öffnende fiskalische Schere weckt steuerpolitische Begehrlichkeiten — ein fataler Wettlauf der Parteien um die Besteuerung der Bürger auf allen Ebenen hat begonnen.
Geht es um den Aderlass der europäischen Steuerzahler, darf selbstverständlich auch die EU-Kommission nicht fehlen. Sie steht vor der Verabschiedung ihres Siebenjahresbudgets, das ab dem Jahr 2028 mit über 2 Billionen Euro ausgestattet werden soll (Apollo News berichtete).
Das Europäische Parlament forderte gar eine Erhöhung dieses Budgetrahmens um weitere 10 Prozent — Maßlosigkeit, Verschwendungssucht und die vollständige Entkopplung von der wirtschaftlichen Realität treiben den Wunsch der EU an, sich immer neue eigene Steuerquellen zu erschließen.
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Jetzt mal nur zu einem einzigen Detail was gesagt:
Eine Besteuerung nicht realisierte Kapitalerträge, also nur Kursgewinne bei Investmentfonds z.B. , ohne das man Anteile verkauft hätte, gibt es im Schland bereits seit par Jahren – momentan noch ab einem Depotwert (nominal) ab 100k €uro.
Und nun nochwas: Wer etwa (wegen der Zulagen) daran interessiert sein sollte, in den geplanten Staatsfondnds für seine Rente einzuzahlen, dem sei zu bedenken gegeben: Der unterliegt einer „nachgelagerten Besteuerung“, d.h. bei Auszahlung nach Jahrzehnten werden Steuern erhoben. Und KK-Beiträge womöglich auch.
All deren Höhe natürlich momentan niemand wissen kann!
Die Auszehrung des über viele Jahre angelegte Kapital durch die Inflation kommt noch oben drauf!
Ich persönlich würd dem nicht trauen, wie ich es schon bei Riester & Co gehalten hab – und da lag ich richtig
EUdSSR
„Nun geraten Kapitalerträge, Vermögen
und Auswanderer
auf das Radar des Fiskus.“
—
Auf dland bezogen :
Jeder kommt im Prinzip easy
nach dland rein.
Einfach so, ohne Papiere, hereinspaziert……..
(Allgemein bekannt.)
versus:
Aber wehe, du willst dland **verlassen**. (Es gibt so viele Gründe.)
Dann nehmen sie dir das letzte Hemd.
Und nun finde den Fehler.
Sozusagen die dritte Phase des „Great Reset“ nach WEF.
👉Technologische Überwachung:
Einsatz von KI, Biometrie und digitalen Identitäten zur Verhaltenssteuerung und Ressourcenkontrolle.
👉Gesellschaftliche Umgestaltung:
Vorrang kollektiver Ziele vor individueller Freiheit im Rahmen eines „neuen Gesellschaftsvertrags“.
👉Zentrale Wirtschaftssteuerung:
Überwachung privater Finanzen durch Vermögensregister und Wegzugsteuern zur Absicherung der Umverteilung.
👉Stakeholder-Kapitalismus (ESG):
Politische Lenkung von Investitionen statt freier Marktwirtschaft.
👉Digitale Währungen (CBDCs):
Programmierbares Geld zur totalen Transparenz und direkten Kontrolle aller Finanztransaktionen.
👉Globale Governance:
Übertragung nationaler Souveränität auf supranationale Institutionen.
👉Abschaffung des Eigentums:
Umstellung auf Miet- und Nutzungsmodelle („Access over Ownership“) im Sinne einer Kreislaufwirtschaft.
Ist das zu akzeptieren ??? … Definitiv Nein !!! … Niemals !!!
Das ist was der grosse Konrad Lorenz die Verhausschweinung des Menschen nannte…
Ich bezweifle dass der Dumm-Michel solch aufschlussreiche Artikel liest, beziehungsweise auch nur im Ansatz versteht. Sobald der digitale Euro etabliert ist, wird das Bargeld abgeschafft. Bis dahin existiert bereits di digitale ID, dann sind wir China. Die Versklavung steht unmittelbar bevor. Also lieber Dumm-Michel, weiterhin das X beim linken Einheits-Kartell machen. Auch bei den EU-Wahlen. Dann ist die Versklavung perfekt.
“dann sind wir China“ – In China wird wenigstens Geld verdient, die Wirtschaft läuft rund und die Steuern sind niedrig!
Brüssel, die schmerzhafte Hämorrhoide am A*sch stolzer europäischer Länder. Wird Zeit, sie zu entfernen. Restlos. Für immer.
Nun, Steuern sind wie Kakerlaken: Sie vermehren sich rasant in einem dunklen, feuchten Habitat.
Und wenn jemand das Licht anknipst und „Transparenz“ fordert, flüchten sie sehr schnell in die „Dunkelheit“ von Begriffen wie „Gerechtigkeitslücke“, „soziale Gerechtigkeit“, „gerechte Umverteilung“, „die starken Schultern stärker belasten“, „der Staat macht keine Fehler“.
Doch geht es dabei vorwiegend darum, das, was andere durch Leistung verdient haben, auf diejenigen zu verteilen, die es nicht verdient haben – und um diese Umverteilung zu legitimieren, muß man – natürlich – Leistung delegitimieren.
Das fängt schon im Kindergarten an, wo man keine Spiele mehr spielen soll, aus denen einer als Sieger hervorgeht; bei Bundesjugenspielen gibt es nur noch „Teilnehmer“, keine „Sieger“ mehr; im Kinderfußball werden keine Tabellen mehr geführt, weil ja irgendjemand „getriggert“ sein könnte, wenn er nicht Tabellenerster ist.
Kurz gesagt: Die EU-Kommissionschefin U.v.L degradiert sich damit zur LESS (Leader of Economic and Social Slavery)
wenn ich ‚Gerechtigkeitslücke‘ höre ‚erehcistne hci eniem reguL….
(sorry, Zensor!)