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US-Demokraten sichern sich Dominanz im Senat bis 2032: Die bedrohliche neue Macht der Linken

Die Demokraten erringen nach ihrem historischen Sieg ungeahnte Macht auf lange Zeit: Sie kontrollieren faktisch bis 2032 den Senat und in vielen Swing-States jetzt Legislative und Exekutive. Dadurch können sie über Gesetze und Wahlkreiszuschneidungen ihre Macht institutionalisieren.

Neue Macht: Der Anführer der Demokraten im Repräsentantenhaus, Hakeem Jeffries, und andere Demokraten am Wahlabend (IMAGO/Newscom World)

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Durch ihren Erdrutschsieg bei den diesjährigen US-Zwischenwahlen haben sich die Demokraten die Kontrolle über den US-Kongress wohl über Jahre gesichert und ihre Machtposition entscheidend verstärkt: Im US-Senat halten sie nun mindestens 54 Sitze – und könnten sogar noch auf bis zu 56 Sitze kommen. Im US-Repräsentantenhaus werden sie mit 258 Sitzen voraussichtlich eine so große Mehrheit haben wie seit 2008 nicht mehr.

Aus rein wahltechnischer Perspektive dürften die Demokraten die neue Machtposition auf Jahre nicht mehr aufgeben. Zum einen ist das dem amerikanischen Wahlrecht geschuldet: Ein Senatssitz wird nur alle sechs Jahre gewählt – alle zwei Jahre wird ein Drittel der Sitze neu besetzt. Bei dieser Wahl haben die Republikaner jedoch ihre Stammgebiete weitgehend verloren: Staaten wie Kansas, Texas, Ohio, Iowa oder South Carolina werden nun plötzlich von Demokraten vertreten – und das automatisch bis 2032.

In den kommenden zwei Wahlzyklen des Senats – also 2028 und 2030 – wird dagegen eher in Staaten gewählt, in denen Zugewinne für Republikaner schwieriger zu erzielen sein werden, zumindest nicht im gleichen Ausmaß wie dieses Jahr für die Demokraten. Damit dürfte es für die Republikaner bis 2032 rein rechnerisch kaum möglich sein, die Mehrheit im Senat zurückzuerobern.

Die Demokraten erhalten massive Macht

Das wirkt sich massiv auf die Handlungsfähigkeit von Trumps Regierung und sogar einer möglichen republikanischen Nachfolgeregierung aus: Bundesrichter und Minister werden auf Empfehlung durch den Senat bestätigt – eine republikanische Regierung müsste sich also mit der Oppositionsmehrheit im Senat auf Kandidaten einigen, was sich in diesen polarisierten Zeiten als äußerst schwierig erweisen dürfte. Gleichzeitig können die Demokraten mit der Amtsenthebung von Ministern oder sogar von US-Präsident Donald Trump drohen.

Gleichzeitig dürften sich die Demokraten bei einer möglichen demokratisch geführten Nachfolgeregierung auf eine geschwächte Opposition einstellen – sie hätten mit ihren Gesetzesvorhaben sowie Richter- und Ministernominierungen praktisch freie Hand.

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Insbesondere für den Obersten Gerichtshof könnte die Senatsdominanz der Demokraten auch langfristig weitreichende Folgen haben: Richter werden vom Senat auf Lebenszeit bestätigt – ab Januar 2027, wenn der neu gewählte Senat ins Amt kommt, werden faktisch nur linke Kandidaten eine Chance haben, eine Mehrheit im Senat zu erhalten. Insbesondere zwei alte konservative Richter – Samuel Alito und Clarence Thomas – könnten sich dabei in den kommenden Jahren in den Ruhestand verabschieden. Ihre Nachfolger – höchstwahrscheinlich linke Kandidaten – könnten für die nächsten Jahrzehnte die Mehrheit im bislang konservativ geprägten Obersten Gerichtshof verschieben.

In den Bundesstaaten könnten die Demokraten ihre Macht dauerhaft zementieren

Doch die mittelfristige Machtposition der Demokraten manifestiert sich vor allem auch in den Bundesstaaten: In zahlreichen bislang republikanisch regierten Staaten stellen die Demokraten bald den Gouverneur. Auch hier sind wieder Texas, Georgia, Ohio und Iowa zu nennen.

In vielen Bundesstaaten mit einem demokratischen Gouverneur, in denen die Republikaner jedoch noch Mehrheiten im Landesparlament hatten und somit linken Regierungsprojekten oder einer Machtansammlung entgegentreten konnten, hat sich die Situation ebenso verändert: In Michigan, Pennsylvania, Wisconsin, Minnesota und Arizona besitzen die Demokraten nach diesen Wahlen die vollständige Kontrolle über Exekutive und Legislative.

Das gibt ihnen nicht nur vollständig freie Hand für alle möglichen linken Gesetze, sondern versetzt sie in eine optimale Position, radikal in die amerikanische Demokratie einzugreifen: 2030 steht wieder der Zensus an, anhand dessen die Wahlkreise im Repräsentantenhaus neu verteilt werden: Staaten, die seit dem letzten Zensus im Verhältnis zu anderen Bundesstaaten an Bevölkerung hinzugewonnen haben, erhalten mehr Wahlkreise im Repräsentantenhaus – Staaten mit relativen Verlusten weniger.

Doch das heißt auch, dass die Wahlkreisgrenzen neu zugeschnitten werden – dafür sind in den meisten Staaten das Landesparlament und der Gouverneur zuständig. Bekannt ist die Manipulation von Wahlkreisgrenzen, das sogenannte „Gerrymandering“: Die Wahlkreise werden dann so zugeschnitten, dass eine Partei einen unfair großen Anteil an „sicheren“ Sitzen erhält. Angewandt wird die Methode sowohl von Republikanern als auch von Demokraten.

Bei dieser Wahl haben sich die „Gerrymander“-Zuschneidungen beider Seiten noch gegenseitig ausgeglichen. Mit den vielen neuen, vollständig von Demokraten kontrollierten Staaten (viele davon auch noch sogenannte Swing-States) könnte die Wahlkreiszuschneidung nach 2030 deshalb einen massiven Vorteil für die Demokraten bringen und ihre Macht praktisch institutionalisieren. Das gilt dabei nicht nur für die Wahlkreise auf Bundesebene – auch die Wahlkreise für die Landesparlamente werden neu zugeschnitten.

Kommt es zur massiven Umwälzung der Präsidentschaftswahl?

Eine unwahrscheinliche, aber besonders folgenreiche Reform erscheint durch die totale Kontrolle der Demokraten in vielen Staaten plötzlich möglich: Das Wahlsystem bei der Präsidentschaftswahl ist in den USA zutiefst umstritten – durch das Wahlmännersystem sind am Ende die Wahlen in einzelnen Bundesstaaten entscheidend dafür, wer Präsident wird.

Das System ist integraler Bestandteil des föderalen Systems der USA – kann jedoch auch für Ungleichheiten zwischen dem nationalen Ergebnis und dem tatsächlich gewählten Präsidenten sorgen: Donald Trump gewann die Wahl 2016 durch Siege in wichtigen Staaten, obwohl er bei der landesweiten Gesamtzahl der Stimmen der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton unterlag.

Um dieses in der Verfassung verankerte System faktisch abzuschaffen, hat sich zwischen mehreren Bundesstaaten eine Initiative, der sogenannte „National Popular Vote Interstate Compact“ (NPVIC), gebildet: Zahlreiche von den Demokraten kontrollierte Bundesstaaten haben bereits NPVIC-Gesetze verabschiedet, die vorsehen, dass die Wahlmännerstimmen ihrer Bundesstaaten an den Sieger der nationalen Wahl gebunden wären. Diese Gesetze treten jedoch nur in Kraft, sobald so viele Staaten solche Gesetze verabschiedet haben, dass die Mehrheit der Wahlmännerstimmen daran gebunden wäre.

Doch genau das rückt durch die Zwischenwahlen in greifbare Nähe: In Pennsylvania, Michigan, Wisconsin und Nevada gibt es diese NPVIC-Gesetze noch nicht – dort könnten sie durch die neue Machtposition der Demokraten jedoch bald eingeführt werden. Falls das in allen vier Staaten geschieht, hätten die Staaten mit NPVIC-Gesetzen dann tatsächlich eine knappe Mehrheit von 272 Stimmen im Wahlmännerkollegium. Auch in Arizona, wo die Demokraten voraussichtlich vor einer Übernahme der Legislative stehen, könnte ein solches Gesetz verabschiedet und die Mehrheit abgesichert werden.

Freilich hat eine solche weitreichende Reform auch unter Demokraten Gegner – und ob sie verfassungsgemäß ist, ist auch fraglich. Dennoch wäre das gegebenenfalls die monumentalste Folge des Wahlsiegs der Demokraten am Dienstag: die Abschaffung des aktuellen Präsidentschaftswahlsystems und damit eine fundamentale Schwächung des verfassungsrechtlich verankerten Föderalismus.

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28 Kommentare

  • Down under auf der Nordhalbkugel.
    Jetzt haben sie es geschafft, die Erde steht Kopf!

  • Und unseren Linken von der union gefällt das……

    • Ich befürchte langsam im Bezug auf Russland und „unsere Demokratie “
      „We’ve cut the wrong pig.
      Unter Strich ist mir am Ende Putin doch lieber als eine Linksextremistisch Islamistische Bundesrepublik !

      • Sehe ich genau so.

      • Wir sind eh schon die DDR 2.0 bzw. die LWBLG (links woke bunte Landes Gemeindschaft). Bleibt nur abhauen, aber wohin? Selbst die USA hat sich bei den Midterms gerade zur „US-DSSR“ gewählt…

      • Die Welt ist nicht binär. Beides ist schlecht. Man muss sich nicht Putin vor die Füße werfen und zum Sklaven der Russen machen, nur weil man die linke Politik nicht mag. Die Russen scheren sich einen Dreck um sie. Die plündern ihre Satellitenstaaten als Kolonien aus und verheizen die Leute in Kriegen und Arbeitslagern. Das weiß ganz Osteuropa. Nur Ostdeutschland hat den Schuss nicht gehört.

      • Früher gab es den (schon damals irren) Spruch:“Lieber tot als rot“. Nun, abgesehen davon, dass Russland heutzutage nicht wirklich „rot“ ist im klassischen Sinn, sage ich:“Lieber russen“rot“ als tot“

  • Abwarten. Die Kandidaten für den Obersten Gerichtshof werden durch den Präsidenten ernannt. Eine Senatsminderheit von über 40 Stimmen reicht, um durch Filibuster wichtige Gesetze der Demokraten zu stoppen. Beim Zensus hat Trump entschieden, erstmals nicht die illegalen Einwanderer mitzuzählen. Die Niederlage ist groß, aber entscheidend bleibt der Besitz der Präsidentschaft.

  • Für den Westen gilt: Da wir bei der Bevölkerungsentwicklung in der Defensive sind müssen wir defensiv konsolidieren. Damit wir nach der Industrie nicht auch noch unsere Heimat verlieren.
    Dazu gehört ein soziales Zusammengehen auch mit der zu erwartenden Armut, um die nicht dem linksarabischen Bündnis zu überlassen. Also nicht die rechts links Spaltung bedienen sondern den Bedarf nach Gemeinsamkeit in unserer Heimat.
    Die beste Idee Israels war die Mauer und nicht der Krieg. Und in den USA stabilere Hochhäuser nach 9 11 statt Krieg.

  • Der amerikanische konservative Wähler hat es Trump gezeigt! Wie kann der es sich wagen, nicht die gesamte ehemalige Obama-Administration zu verhaften, die andere Hälfte der „Demokraten“ wegen Eppstein und dann die Sache mit der absolut unnötigen Sache mit dem Iran, nur weil der Iran ein paar Mal angedroht hat, eine Atombombe zu bauen und diese dann auf das kleine Israel zu werfen. Nein, da hat Trump völlig überreagiert, und das hat ja auch die Benzinpreise erhöht. Dann lieber eine nicht nur zeitweilige Benzinpreiserhöhung, sondern eine stete durch die „Demokraten“. Und wenn Trump weg ist, gibt es auch keine Zölle mehr! Gut, dann entstehen vielleicht auch keine neuen Jobs mehr und die Inflation wird auch nicht sinken, denn die war unter Biden noch höher, aber trotzdem, man hat es Trump gezeigt! – Ich wünsche den Amerikanern biel Spaß mit ihrem sozialistischen Kongreß und Senat!

  • Na toll, jetzt wird die USA also wieder komplett kommunistisch (Möchtegern demokratisch)! Können mich bitte irgendwelche Aliens abholen und mitnehmen? Mir egal ob ich mich für die zu Studienzwecken nackig machen muss oder gemästet werde bis die mich futtern. Hauptsache weg von diesem Planeten der bald nur noch von einem links woken Fiebertraum regiert wird! Vielleicht habe ich ja auch mal Glück und die Aliens sind Republikaner. Dann hätte ich nichts gegen eine Alien Invasion und könnte hier bleiben! 😀

  • Naja, Trump hat vieles versprochen, keine Kriege mehr, niedrigere Lebenshaltungskosten, eine starke Wirtschaft deren Ergebnisse auch bei den Bürgern ankommen…. es ist überall das Gegenteil eingetroffen. Was bleibt ist ein Trump der das Ansehen der USA in der Welt in die Tonne gehauen hat und sämtliche internationalen Partner vor den Kopf gestoßen hat. Und ein Trump der sich lieber mit seinem Ballsaal, seinem Triumpfbogen und der persönlichen Bereicherung als mit den Belangen der Bürger beschäftigt.
    Zusammengefasst, ein Populist ist mal wieder krachend an der Realität gescheitert…

  • Cool. Die neue demokratische Senatorin von Texas hat bekräftigt, den Bau neuer Rechenzentren zu stoppen. Toll gemacht, Texas! Die Demokraten setzen ihr Programm der Reindustrialisierung aber wirklich ohne Zögern um, das muß man ihnen lassen. Vielleicht muss man sich damit abfinden, dass der überwiegende Teil der Wähler die „wohlige Wärme des Kollektivismus“ (Zoran Mamdani) erfahren möchte und erst nach dieser pubertären Phase wieder zur Besinnung kommt. Trump ist seiner Zeit anscheinend ein paar Jahrzehnte voraus.

  • ich sah die jubelrede des gewinners aus michigan.
    er driftete immer wieder aus dem englischen ab ins arabische.
    die ganze zeit hatte ich den eindruck das er gleich auf den knopf drückt und seinen sprengstoffgürtel zündet.
    war sogar noch gruseliger als die figuren in berlin, was etwas heissen will.

    • „war sogar noch gruseliger als die figuren in berlin, was etwas heissen will“

      Du bist ein alter, schwacher Feigling.

      -15
      • Who pay you?

      • Und du ein fauler Versager Schwachkopf

  • Was soll man dazu sagen?
    Wenn man ein Mandat in die Hand bekommt und es so verbockt wie der derzeitige Präsident der USA, dann hat das halt Konsequenzen. Das ist genau die Demokratie, welche in diesem Kommentarbereich tagtäglich eingefordert wird.

  • Die gesamte westliche Welt wird an der linken Scheiße elend zugrunde gehen. Ich denke ein normaler Vorgang das nach 500 Jahren weltweiter Dominanz suizidale Tendenzen die Oberhand gewinnen.

    • Die gesamte westliche Welt wird daran zugrunde gehen, dass konservative Wähler nicht zusammenhalten und elende Rosinenpicker sind und Linke, egal, welcher sozialistisch-islamische Hassprediger sich für sie zur Wahl aufstellt, geschlossen zur Wahlurne gehen. Leider sind zu viele Konservative entweder verweichlichte Halbwoke oder wie die Prinzessin auf der Erbse. Das sieht man ja auch hier mit der idiotischen Brandmauer.

  • Das ist die Konsequenz FALSCHER POLITIK, so sehr sich der Trump Fan Club bei Apollo auch in den Schlaf heulen mag 😭.

    Daran ist NICHTS “ bedrohlich“ , so wenig es bedrohlich ist, daß die deut. Wöhler die AfD wählen, infolge FALSCHER Politik, die das Grauen aus der Uckermark, diese evangelikale Kommunistin und dezidierten West-Deutschland Hasserin Merkel verantwortet.

    Der Begriff der „Bedrohung“ kommt hierzulande von den Besitzstandwahrenden Parteien.

    Auch Trump wurde und wird bis heute mit dem Nimbus “ Bedrohung“ von den LINKEN belegt und war doch nur die logische Konsequenz auf einen Schwätzer und Versager in allen Politik Feldern: Obama, der den Rust belt ausbaute, den unsäglichen Begriff der „over flight States“ prägte.

    Es ist Zeichen lebendiger Demokratie, jeder Realität : Das Sein bestimmt Bewustsein.

    Und natürlich behält Trump RECHT, dass vehindert werden muss, daß die Mullahfaschisten die Atombombe bekommen.

    Das WIE, kostet Trump die Macht. ERGO: Hegseth OUT !

  • Meine Güte, was für ein Geflenne bei AN nach den Wahlen und der Schelle, die sich Trump und die Reps abgeholt haben 😀

  • Dumme Populisten haben diese blaue Welle ermöglicht. Das dumme, saublöde, abstoßende Geschwätz von MAGA, was man 1:1 hier findet, hat diese blaue Welle erschaffen.

    -16
    • Achso. Ich verstehe dich also richtig, dass gesund denkende konservativ eingestellte Menschen, die die Wahrheit aussprechen, schuld sind, dass die Mehrheit nicht von der Wand bis zur Tapete denken kann und den Märchen der Linken Sozialisten und Kommunisten auf den Leim geht…

      Aha… Man lernt täglich etwas dazu…

      Ein den eigenen Glauben und die eigene Nation hassender fremder Islamist ist Linken also lieber als Hirte über das eigene Leben, als ein konservativ Denkender, der Sicherheit und Wohlstand haben will…

      • Ihr seid die dummen Verlierer und keine „gesund denkenden“ irgendwas.

  • Die US Demokraten als „links“ zu bezeichnen ist lächerlich und dumm von euch. Im Grunde unterscheiden die sich nicht von euch „liberalen“ Yuppies.

    -17

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