Spalter-Rede zum Tag der Einheit: Wenn Steinmeier „Demokratie“ sagt, spricht der Blinde von der Farbe
Frank-Walter Steinmeier hält genau die Rede zum Einheitsfeiertag, die man von ihm erwartet hat. Er verdammt Disruption und Veränderung – und beschimpft alle, die nach Umwälzungen rufen, als Nazis. Er will eine Demokratie, die sich lenken lässt.
Auf dem Bremer Marktplatz steht der Roland – eine steinerne Wächterstatue. Frank-Walter Steinmeier fühlt sich davon sicherlich repräsentiert. In Bremen, beim Festakt zum Tag der Deutschen Einheit, stand und sprach der Bundespräsident jedenfalls wie ein steinerner Wächter des Establishments. Fest stehend gegen die Veränderungen, die die Bürger fordern und erwarten.
Es war die letzte Rede von Frank-Walter Steinmeier zum deutschen Nationalfeiertag – in der Hauptstadtpresse wird sie streckenweise als seine beste Rede interpretiert. Ob das für diese Rede konkret spricht – oder einfach gegen Steinmeier-Reden an sich –, soll dahingestellt bleiben. Begeisternd war die Rede des Staatsoberhauptes am Ende mal wieder nicht. Steinmeier schien eher zum abgesperrten Saal der Polit-Prominenz, zu den geladenen Festakt-Gästen in Bremen als zu den Deutschen an sich zu sprechen.
Und für die Geschichtsbücher: Dieser Bundespräsident, der so verzweifelt um gesellschaftliche Wirkmacht bemüht war, ohne sie je zu entfalten, will mit seiner Rede noch einmal groß auftrumpfen. Irgendwo zwischen den großen Linien der deutschen Geschichte suchte Steinmeier auch seine eigene.
„Wirkliche Politik kann Hoffnung begründen, Verhältnisse verändern“ – das habe ihm die Erfahrung der Friedlichen Revolution von 1989 gezeigt und das habe ihn motiviert, Politik zu machen, behauptet er. Umso bemerkenswerter, dass die Rede des Bundespräsidenten dann über weite Strecken einem Plädoyer, ja geradezu einer Verdammnispredigt gegen Veränderungen glich.
Streckenweise sprach Steinmeier in einem Duktus über unliebsame Bürger, in dem auch die SED-Zeitung Neues Deutschland hätte schreiben können. Und man fragt sich schon, wie er eigentlich Demokratie versteht.
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Er, der zum Kampf gegen unliebsame Meinungen mit der vergifteten Parole „Tun wir, was getan werden muss!“ aufgerufen hatte. Der friedlich demonstrierende Bürger in einer Grundrechts-Ausnahmesituation mit Aussagen wie „der Spaziergang hat seine Unschuld verloren“ ganz billig diffamierte – der warnt vor unerträglicher Demagogie. Und attestiert „eine Lust an der Zerstörung“.
Steinmeier erinnert an die alte Hymne der Linksalternativen von „Ton Steine Scherben“ – „Macht kaputt, was euch kaputt macht.“ Das, dieses Motto, hätte seinerzeit die linke Szene geprägt. Heute würden rechte Kräfte es für sich beanspruchen, beschreibt der Bundespräsident durchaus treffend. „Man überbietet sich mit Phantasien der politischen Disruption – ich finde: Ein weiterer Begriff aus dem Wörterbuch der Antidemokraten“, ätzt er.
Was genau an Disruption „antidemokratisch“ sein soll, bleibt offen: So sehen kann das nur jemand, der den versteinerten Zustand „Unserer Demokratie“ als sakrosankt erachtet. Ein echter Demokrat feiert die Disruption als Akt demokratischer Schöpfungskraft.
Dass Steinmeier diesen Gedanken zumindest halb verstanden hat, zeigen seine Ausführungen mit Blick auf die Geschichte der Bundesrepublik – vom Streit über die Wiederbewaffnung über die Spiegel-Affäre und die 68er-Jahre bis zur Anti-Atom- und zur Friedensbewegung, referierte Steinmeier, sei das politische System in diesem Staat nie versteinert gewesen. Damit hat er recht!
Schade nur, dass er die Kraft der Disruption nur für Linke gelten lässt – und aus rechter Disruption eine Vokabel „der Antidemokraten“ macht. Schade, aber erwartbar, dass Steinmeier auftritt wie die Medusa des Politikbetriebs, die ebenjenen versteinern will. Die Menschen wollen Veränderung: Wenn der Bundespräsident „Disruption“ als „antidemokratisch“ diffamiert, stellt er sich doch gegen solche Veränderungen, die der Zeit entsprechen. Dabei ist nicht die „Disruption“ die Gefahr für Deutschland – sondern das Ausbleiben ebensolcher.
Und auch das politische Establishment, das Disruption ja fürchtet wie der Teufel das Weihwasser, sollte langsam verstehen, dass das Ausbleiben von Disruptionen für es am Ende gefährlicher wird als das Anführen ebensolcher. Friedrich Merz ist als anti-linker „Disrupteur“ gewählt worden – sein Verhängnis ist eben bloß, dass er diese Disruption nicht geliefert hat.
Statt Verständnis für die Entwicklungen dieser Zeit lieferte Steinmeier nur müde Referate ohne Erkenntnisgewinn – und die Wählerbeschimpfung, die man von ihm schon kennt, ja fast erwartet. Er enttäuschte mit seiner Mischung aus Arroganz und Verachtung einerseits und professorig-pastoraler Langeweile andererseits auch dieses Mal alle, nur nicht die Erwartungen.
So beschreibt Steinmeier „die Mischung aus wirtschaftlichen Verlustängsten“ und „der Sorge von zu starker Migration“ – diese schaffe „offenbar eine kritische Masse an Vertrauensverlust“. Und sorge bei manchen dafür, sich „neue Führer herbeizuwünschen“. Wer eine andere Politik will, will eigentlich Adolf Hitler – was für eine einfältig-hohle Botschaft. „Ein Viertel und mehr“ der Wähler, behauptet Steinmeier auch, würde mit seiner Wahlentscheidung bekunden, „dass sie sich von wichtigen Grundentscheidungen der Republik abwenden“.
Woher er diese Behauptung nimmt, was diese „wichtigen Grundsatzentscheidungen“ sein sollen und warum sie unantastbar sind, erklärt der Bundespräsident nicht. Der Wähler ist nur schlecht, weil er das – was auch immer „das“ eigentlich ist – tue.
Auch den Diskurs beschreibt er aus einer atemberaubend autoritären Arroganz der Macht heraus, als er „das unterschiedslose Nebeneinander aller möglichen Botschaften“ beklagt. Dies sei „kein Gütezeichen des demokratischen Streits“, meint Steinmeier. Für ihn ist demokratischer Streit offenbar ein Nebeneinander mit Vorauswahl – er vermisst die Zeit, in der politisch-mediale „Eliten“ viel mehr Kontrolle über den Diskurs hatten.
„Bevor das Internet die Vorherrschaft übernommen hat, wussten Medien zu unterscheiden, ob jemand aus Millionen von Wählerstimmen ein Mandat ableiten kann, oder ob er individuellen Frust zum Ausdruck bringt“, fällt da als Satz, der diese ganze Haltung ausdrückt. Steinmeier bedauert letztlich den Verlust von „Gatekeepern“ der öffentlichen Meinung – auch wenn er das so direkt nicht ausspricht. Und er zeigt, dass Meinungen für ihn unterschiedlich viel oder wenig Recht auf Gehör haben.
Warum aber das Wort eines gewählten Politikers mehr Recht auf Gehör haben sollte als das Wort eines Individuums – das ist wahrscheinlich wirklich nur mit einer Arroganz der Macht erklärbar, die einen glauben lässt, nur Mandate berechtigten zur politischen Meinung. Steinmeier meint auch, „das unterschiedslose Nebeneinander aller möglichen Botschaften“ sei „kein Gütezeichen des demokratischen Streits“.
Ist aber nicht genau das der Kern des freien, demokratischen Streits? Ein Nebeneinander von Positionen mit dem Vertrauen darauf, dass der Bürger in diesem schönen Wirrwarr kraft seiner Vernunft die – jedenfalls für ihn – richtige Position findet? Steinmeier sieht das anders. Das erklärt den antidemokratischen Duktus, mit dem er ständig daherkommt. Das erklärt die unbarmherzige Schärfe, mit der er immer wieder jene attackiert, die in seinem Weltbild „falsch wählen“.
Der versteinerte Steinmeier, der „Unsere Demokratie“ gegen die Wähler verteidigt: Was für ein müdes, trauriges letztes Aufgebot einer müden, traurigen Präsidentschaft. Der Mann, der angeblich wegen der Veränderungen und der Friedlichen Revolution – der größten Disruption der deutschen Geschichte – in die Politik gegangen ist, warnt jetzt vor Disruption, als wäre sie kein demokratischer Akt. Das fasst die Falschheit all dieser vergifteten Demokratie-Reden des Bundespräsidenten eigentlich gut zusammen.
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Schon die Überschift ist grandios… Danke!
Nicht mein Bundespräsident!
Suchmaschine sagt dazu folgendes:
Kernbereiche der moralischen und geistigen Wirkung des Bundespräsi
• Die Macht des Wortes: Durch Reden und öffentliche Auftritte kann der Bundespräsident wichtige gesellschaftliche Themen ansprechen, Debatten anstoßen und Bürger aufrütteln oder ermutigen.
• Mahnen, warnen und ermutigen: Das Amt ist laut dem Bundesverfassungsgericht auf eine geistig-moralische Wirkung angelegt. Der Präsident steht über der tagesaktuellen Parteipolitik und nimmt eine integrierende sowie moderierende Rolle ein.
• Einheit und Wertebewusstsein: Als Staatsoberhaupt verkörpert er die Einheit des Landes und erinnert an die Grundwerte der Verfassung, ohne selbst in das tägliche politische Geschäft einzugreifen
zu 1) Steinmeier spricht wichtige gesellschaftliche Themen nicht wirklich an. Er vernebelt diese im Gegenteil durch seine unklare und unpräzise Ausdrucksweise.
Wer sollen denn z.B. eigentlich die „Feinde der Demokratie“ sein? Benennen tut er diese konkret nie …. ein Rauner vor dem Herrn.
zu 2) Integrierende Rolle? 😂 😂 😂
zu 3) „Als Staatsoberhaupt verkörpert er die Einheit des Landes“ Da war er erfolgreich. Denn an wohl kaum einen Punkt zeigt er durch sein „Wirken“ so klar und deutlich, dass dieses Land inzwischen gespalten ist:
„Praise Frank-Walter!“ versus
„Nicht mein Präsident, sondern nur ein Bundesuhu Frank-Spalter“
—
Eines muss man ihm zugute halten: Er ist immerhin konsequent: Das Bundesverfassungsgericht hatte in mehreren Urteilen ausdrücklich auf die Überparteilichkeit und den auf Zusammenhalt angelegten Charakter des Bundespräsidentenamtes hingewiesen. Passagen aus diesen Urteilen standen auch eigentlich immer auf der Website des Bundespräsidenten veröffentlicht.
Nun nicht mehr. Fehlt inzwischen.
Ist bei Frank-Spalter wohl auch besser so. Wie gesagt: konsequent.
Ja ds sollten so mache Extremisten sich hinter den Ohren schreiben.
Rechts und Links.
Sogar der Kommentar ,des Hr.Max Roland.
vielleicht hat er es in seiner Wut ,einfach vergessen.
Plus; das eigene Haus mal mit ner Milliarde verbessern. Da müsste man eigentlich die Klappe halten…
Ein kleiner Trost ist, dass es im März vorbei ist.
Allerdings, ob es dann besser wird, das wage ich zu bezweifeln.
Und auch Alt-Bundespräsidenten neigen dazu uns ihre Weisheiten auch noch im Ruhezustand kundzutun.
Das beste wäre wohl, dieses Amt anzuschaffen.
Es ist eigentlich ganz einfach: Herr Steinmeier hat unser Grundgesetz und die darin festgelegten Werte nie richtig verstanden.
Ich bin 11 Jahre nach der Disruption des Weltkriegsendes geboren. 7 Jahre nach der nächsten Disruption, nämlich der Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie mein Leben ohne diese Disruptionen verlaufen wäre. Ich mag mir im übrigen auch nicht vorstellen, wie die Menschen in 30 Jahren (wenn ich längst tot bin) leben sollen, wenn nicht in Bälde eine dringend benötigte Disruption kommt.
Ich verstehe nicht so recht was Sie meinen. Sie haben mit Ihrem Jahrgang die besten Jahre in Deutschland erlebt.
Meine Mutter, geboren 1951 und gestorben 2018 hat keinen Krieg erleben müssen. So wie Sie auch nicht. Weder noch musste sie sich um die Krankenversicherungsleistungen Gedanken machen, noch um den Rentenbezug.
Als später geborener muss ich mir wohl viel eher Gedanken machen als Sie und meine Mutter.
Wenn bei Steinmeier die Nerven blank liegen, sind wir auf dem richtigen Weg. Wobei er gar nicht mal so unrecht hat. Wir haben die liberale Kompromisspolitik satt. Wir wollen keine neue Koalition, sondern ein anderes Deutschland.
Das der „Tag der deutschen Einheit“ heute eher verhalten bis gar nicht gefeiert wird, hat den einfachen Hintergrund, das Deutschland von Linken regiert wird, wie Steinmeier.
Die Linken haben das Ende der sowjetischen Besatzungszone, der „DDR“ immer als tiefe Niederlage empfunden, als Ende ihrer Illusionen von der „DDR“ als das bessere Deutschland.
Verstärkt wurde dieses Gefühl der Niederlage als dieses Ende letztlich auch durch die Demonstranten auf der Straße, die Arbeiterschaft, herbeigeführt wurde. Eine Gruppe, deren Interessen die Linken fälschlicherweise zu vertreten glaubt.
Bis heute wird dieses von den Linken als Verrat empfunden, und äußert sich bis heute in einem Mißtrauen gegenüber allem basisdemokratischen und jedweder Volksnähe.
Das nur für die, die sich fragen, woher die Trauerstimmung am 3. Oktober kommt in der heutigen Berliner Republik.
@Philoktet
Sorry Philoktet, aber das ist weniger historische Analyse als politische Fantasie.
Die DDR ist nicht an „den Linken“ gescheitert, sondern an ihrem eigenen autoritären System – und an Bürgern, die auf die Straße gingen und Freiheit und Demokratie forderten. Ausgerechnet ihnen heute ein Misstrauen gegenüber Basisdemokratie anzudichten, ist schon bemerkenswert.
Und Vulgärsozi Steinmeier zum Beleg für eine angebliche linke Trauer über die deutsche Einheit zu machen, ist schlicht absurd. Wer so argumentiert, verwechselt Geschichte mit seinem eigenen politischen Feindbild.
Sie haben meinen Text nicht verstanden, vermutlich absichtlich. Nirgendwo schreibe ich das die DDR an den Linken gescheitert wäre.
Für die westdeutschen Linken wie Steinmeier und Scholz, war die DDR der sozialistische deutsche Idealstaat, dessen Ende für sie eine persönliche Niederlage, oder Disruption, darstellte.
@Philoktet
Die Erklärung ist historisch ziemlich schief und vermischt mehrere Dinge, die man auseinanderhalten sollte.
Erstens: Der 3. Oktober wurde nicht deshalb „verhalten“ gefeiert, weil „die Linken“ die deutsche Einheit als Niederlage empfinden. Die politische Linke ist keine homogene Gruppe, und die heutige Bundesrepublik lässt sich schon gar nicht sinnvoll als Fortsetzung der alten DDR-SED-Politik beschreiben.
Zweitens: Gerade die Bürgerbewegungen in der DDR waren ein wesentlicher Teil der Friedlichen Revolution von 1989. Sie forderten zunächst vor allem Freiheit, Demokratie und politische Selbstbestimmung. Dass daraus schließlich die deutsche Einheit entstand, war ein historischer Prozess, den unterschiedliche politische und gesellschaftliche Kräfte getragen haben. Ihn nachträglich als simple Niederlage „der Linken“ zu erzählen, ist eine politische Deutung, keine historische Erklärung.
@Philoktet
Drittens: Frank-Walter Steinmeier als Beleg für eine angebliche linke Ablehnung der deutschen Einheit heranzuziehen, überzeugt ebenfalls nicht. Steinmeier ist Sozialdemokrat und steht für die politische Linke im weiteren Sinne, aber daraus folgt keineswegs eine Ablehnung der Wiedervereinigung. Im Gegenteil: Die SPD war an der Gestaltung der Einheit beteiligt.
Und schließlich ist die Behauptung, „die Linken“ hätten grundsätzlich ein Misstrauen gegenüber Basisdemokratie und Volksnähe, geradezu paradox. Die Friedliche Revolution von 1989 war eine breite Bürgerbewegung, in der basisdemokratische Forderungen eine zentrale Rolle spielten. Man kann die spätere politische Entwicklung der Bundesrepublik durchaus kritisch beurteilen – aber dafür braucht es keine rückwirkende Legende, nach der eine geschlossene „Linke“ bis heute über ihre Niederlage von 1989 trauert.
Das ist doch Quatsch. Wer immer noch denkt, dass ein paar Parolenrufer einen autoritären Staat in die Versenkung skandiert haben, der glaubt auch daran, dass ihn irgend eine Partei in einer Fassadendemokratie retten wird. Solange die Bewaffneten bezahlt werden können, wird Einhalt geboten und das klappte eben nicht mehr, weil die DDR pleite war.
Nur mal eine Frage: Wo waren denn die Helden, als der Raubzug der Treuhand begann? Herrhausen schon vergessen?
@Philoktet
Mein Kommentar war an @Realist gerichtet – hätte ich auch schreiben können 🙂
Btw: Es gibt zu Herrhausen eine ganz gute Doku von Dirk Pohlmann.
Sie übersehen das kleine Wort „auch“, das ich genau aus dem Grunde dort gesetzt habe.
Selbstverständlich war die Sowjetunion und mit ihr die DDR pleite.
Und doch wäre die Sache anders verlaufen, wenn die Demonstrationen nicht gewesen wären, sondern alle zB lieber in die Sauna gegangen wären, wie Frau Merkel.
@Realist
1. Immerhin geben Sie zu, daß der Tag der deutschen Einheit verhalten gefeiert wird, lediglich über die Gründe sind wir uns uneins.
2. Die Wiedervereinigung und das Ende der „DDR“ wurde von westdeutschen Linken, ich betone hier: westdeutsch, als Niederlage empfunden.
An dieser Tatsache gibt höchstens zu diskutieren, wer zu dieser Gruppe gehörte, nicht, das es sie gab.
Steinmeier, Scholz und Lafontaine gehörten dazu.
@Philoktet
So sehe ich das auch, nur die Wege zur Wiedervereinigung waren deutlich komplexer als dargestellt. Die „alte SPD“ Führung war etwas grundsätzlich anderes als heute. Scholz und Lafontaine galten in der SPD als linke Linke und Steinmeier zu der Zeit als unscheinbarer Opportunist.
Es gab große Bundespräsidenten wie Horst Köhler, Roman Herzog und Richard von Weizsäcker. Und es gab Steinmeier. Über den wird m.E. später keiner auch nur ein einziges Wort mehr verlieren. Und wenn, wird es vermutlich kein gutes sein.
Steinmeier ist ein in der SPD aufgewachsener und sozialisierter Politik Apparatischick durch und durch.
Minister in Niedersachsen, Kanzleramtsminister unter Schröder, Außenminister unter Merkel.
Der hat in seinem Leben noch nichts anderes gemacht als Politik.
EILMELDUNG: Jetzt kommt die Plastiksteuer. Alles für die Ukraine!
Dann Klopapiersteuer. Da steige ich um auf Zeitungen. Das Papier ist heute auch dünner.
mein Lieblingsklopapier ist Apollo news
Max Roland, sie sprechen mir mit der Analyse aus dem Herzen. Treffender und deutlicher hätte man das ganze Elend, was wir mit Steinmeier haben, nicht ausdrücken können. Danke.
Ach, wenn die Freiheit des Einzelnen definiert und in die Freiheit eines imaginären Ganzen eingewoben wird, verliert der Einzelne jede Freiheit, die ihm allein gehört. Es ist nicht mehr deine Freiheit, sondern unsere Freiheit.
Es geht nicht mehr um deine Gesundheit, sondern um unsere Gesundheit.
Es geht nicht um dich, sondern um uns. – (Aviel Oppenheim)
mehr https://www.konjunktion.info/2026/10/systemfrage-das-psychologische-boese/
– „Für das Gemeinwohl“ ist die häufigste Ausrede für ungewöhnliches Böses.
Bitte den Herren einfach nur noch ignorieren.
Auch wenn Steinmeier noch so schlimm ist, der ewige Vorwurf, er hätte Menschen indirekt als Ratten bezeichnet, ist einfach falsch. Beim Sprachbild des Rattenfängers geht es nicht um Ratten, sondern um Menschen. Das ist überhaupt der springende Punkt bei dieser mythologischen Figur.
Es zeigt sich immer wieder, dass es v.a. das Internet und das damit einhergende „amerikanische“ Verständnis von Meinungsfreiheit ist, das viel ungefilterter, direkter und persönlicher ist, was dieser 65+ Politikergeneration so Angst macht.
Die größten Disruptionen der letzten Jahrzehnte waren zweifellos 1989, 2001 und 2022/23 (der Beginn der aktuellen Kriege). Es gab aber noch viele andere. In ihnen bricht sich Geschichte Bahn und Politik muss sich dazu verhalten. Steinmeier ist der gemächliche Verwalter einer Demokratie, die nach Regeln funktioniert, die man ein für alle mal im Studium gelernt hat. Dabei fällt ihm ständig die Realität auf die Füße, aber mehr als auf die Realität zu schimpfen und seinen Zeigefinger zu recken, kann er nicht.
Ehrlich gesagt, wenn ich den alten Mann da auf dem Bild so anschaue, tut er mir direkt ein wenig leid. Man denkt: Er hat es wahrscheinlich nur gut gemeint und konnte bloß nicht mehr. Aber leider ist das Gegenteil von gut gemacht bekanntlich…
Naja, bald darf er in Rente.
Wer den Islam hofiert, ist kein Demokrat …
Steinmeier hofiert den Islam und den Islamismus – Wertkonservative Süd-West https://share.google/KRQslOQYFIa0WZvkb
Nach diesem Artikel kommt aber gleich die Pozilei bei euch vorbei! (oder bei mir…)
Für mich seit Corona, das Volk tranxalierend
„Der Spaziergang hat seine Unschuld verloren“
Selber lustig feiernd im Zug ein absolutes Nogo
ja das Volk transpiriert…der Duft ist dann gärig
Im Grunde liefern Politiker wie Steinmeier und Merkel die nachgereichte Begründung, warum das ungut „einheitsgraue oder einheitsbraune“ Volk eben doch ausgetauscht werden sollte, weil es der schönen, herrschenden Klasse in ihrer Suhrkamp-Reihe Wissenschaft mit dem Regalmeter Habermas leider nicht gut genug ist. Wenn das tumbe Volk dann genau dieses Gefühl beschleicht, unterstellen sie ihm „rechte Verschwörungsnarrative“. Das Dumme, bzw. das Gute an der Sache: Die Demokratie funktioniert, die Medien funktionieren – bloß nicht mehr so wie in Steinmeiers 70ern.
Schade! Aber zusammengefasst kann konstatiert werden, dass Steinmeier das Präsidentenamt in Sinne des Landes bestmöglich ausübte, wenn er schlief und nichts von sich geben konnte.
Steinmeier sucht nun schon seit Jahren verzweifelt nach seiner Stellenbeschreibung und kann sie partout nicht finden. Also macht er als SPD Demagoge und Polarisierer mit pastoralem Duktus dort weiter, wo er als SPD Kader und Autor einer linksextremen juristischen Zeitschrift angefangen hat, bis zum Ende einer dienstlichen Irrfahrt. Mehr Fehlbesetzung war nie.
Lieber Herr Roland, ich finde Ihre Analyse absolut zutreffend. Steinmeier ist seines Amtes nicht wirklich würdig.
Allerdings finde ich Ihren Vergleich in der Headline, indem Sie auf Einschränkungen behinderter Menschen Bezug nehmen, etwas daneben. Da hätten sich passendere Metaphern finden lassen
Steinmeier ist die schlimmste Besetzung, seit Bestehen des Amtes. Es sei denn, man benennt den Posten in Hetz-Präsident um, dann ist er auf jeden Fall der richtige.
Steinmeier ist ein Relikt der alten westdeutschen Eliten. Sie sträuben sich mit Händen und Füßen, endgüötig abzutreten.
Sagt der Bundesuhu?
Dieser Bundespräsident wird in die Geschichte eingehen, als ein Bundespräsident, der nicht einmal versöhnt hat, der jeglichen Missstand in diesem Land der rechten Ecke zuschreibt, die bis heute keine Stunde regiert hat und der auf dem linken und islamistischen Auge blind ist. Also, er wird in die Geschichte eingehen als ein weiterer Politiker, der seinem Land nichts, aber auch nichts gebracht hat. Er hat nur Geld gekostet. Sein Ansehen im Ausland? Null!
In der Firmware ist er ein Kommunist, Betriebssysteme werden modernisiert und erneuert, aber durch die Firmware bleibt er ein Kommunist.