Der große Funkmasten-Flop: Von 5.000 bundeseigenen Masten funken gerade einmal fünf
5.000 Mobilfunkstandorte wollte der Bund fördern, um Deutschlands verbliebene Funklöcher zu schließen. Fünf Jahre nach Gründung einer eigenen Gesellschaft ist die Bilanz jedoch geradezu ernüchternd: Gerade einmal fünf Masten waren im Mai in Betrieb.
Der Bund wollte den verbliebenen Funklöchern in der Bundesrepublik den Kampf ansagen – fertiggestellt sind bislang jedoch nur fünf aktive Mobilfunkmasten, obwohl ursprünglich angekündigt worden war, Tausende zu errichten. Die Zahl stammt aus einem aktuellen Bericht des Bundesrechnungshofs, über den der Spiegel zuerst berichtet hatte.
Demnach hat die bundeseigene Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft mbH (MIG) seit 2021 mit knapp 300 Millionen Euro insgesamt 267 Masten gefördert, anstatt wie angekündigt 5.000. Im Mai 2026 waren davon nach Angaben des Bundesrechnungshofs jedoch gerade einmal fünf in Betrieb, 37 errichtet oder im Bau – und 225 hatten die Bauphase noch nicht einmal erreicht. Eine geradezu desaströse Bilanz.
Entstanden war die MIG im Jahr 2021 als Tochterunternehmen des bundeseigenen Mautunternehmens Toll Collect. Zentrale Mission des Unternehmens sollte laut Angaben des Bundesfinanzministeriums die Erbringung von Leistungen zur Unterstützung und Beschleunigung des 4G-Mobilfunknetzausbaus sein.
Kritikern zufolge ist die Gründung der MIG besonders fragwürdig, denn das Tochterunternehmen baut keinen einzigen Mast selbst: Es sucht Standorte, erteilt Förderbescheide und vermittelt zwischen Kommunen und Grundstückseigentümern. Letztlich geht es vor allem um eine individuelle Ende-zu-Ende-Prozessbegleitung vor Ort. Errichtet werden die Anlagen dann von Unternehmen wie der Deutschen Funkturm oder Vantage Towers; die Technik bringen anschließend Telekom, Vodafone, Telefónica oder 1&1 an.
Auch mit Blick auf den bisherigen Verlauf bei der MIG gibt es einiges zu beanstanden. Bereits der Start geriet in Verzug. Loslegen sollte die Gesellschaft eigentlich 2020, den ersten Förderbescheid vergab sie jedoch erst im Oktober 2022. Der erste tatsächlich funkende geförderte Mast ging – ausgehend von diesem Datum – knapp zwei Jahre später ans Netz.
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Die Finanzierung freier Presseorgane durch Druck auf Werbekunden anzugreifen, ist skandalös und eine abstoßende Methode, die sich gegen den Gedanken der Pressefreiheit wendet. Wir sind dank unserer Werbepartner und Leser ein unabhängig finanziertes Medium.Bemerkenswert ist laut dem aktuellen Bericht des Bundesrechnungshofs außerdem, wie mit den eigenen Fristen umgegangen wurde. Jeder Förderbescheid enthielt die Auflage, die Anlage binnen 14 Monaten zu errichten und ans Netz zu bringen – andernfalls verfällt die Förderung. Eingehalten hat diese Frist nach den Feststellungen der Prüfer kein einziges der 267 Projekte. Die MIG erteilte daraufhin in allen Fällen „Ausnahmegenehmigungen“.
Vor dem Hintergrund der enttäuschenden Erfolgsbilanz der MIG ist umso beachtlicher, wie viele Mittel in die Gesellschaft fließen. Zwischen 2020 und 2025 wurden insgesamt 97,4 Millionen Euro verausgabt. Für das laufende Jahr sind weitere 20 Millionen Euro veranschlagt, für 2027 noch einmal 12 Millionen Euro. Insgesamt sind es also fast 130 Millionen Euro für ein Unternehmen, das im Grunde kaum dazu beigetragen hat, den Ausbau der Mobilfunkstandorte in der Bundesrepublik effektiv voranzutreiben.
Des Weiteren ist interessant: Bereits 2021 wurde bekannt, dass die Personalkosten für die beiden Geschäftsführer mit zusammen 352.000 Euro mehr als dreimal so hoch ausfielen wie die ursprünglich geplanten 100.000 Euro.
23.500 weiße Flecken in Deutschland
Dass der Ausbau der Mobilfunkstandorte in den vergangenen Jahren derart schleppend vorangekommen ist, hat unterschiedliche Hintergründe. Dabei scheitert der Ausbau nicht in erster Linie am Geld, sondern u. a. an den langwierigen Verfahren. Ein neuer Mast muss häufig zahlreiche rechtliche Hürden überwinden. Es braucht eine Baugenehmigung, meist eine Umweltverträglichkeitsprüfung und häufig eine Altlastenprüfung. Das nimmt enorm viel Zeit in Anspruch.
Doch damit ist es noch nicht getan: Ist der Funkmast schließlich errichtet, fehlt oftmals noch der Anschluss. Gerade bei Funkmasten, die weit außerhalb von Städten stehen, müssen Stromleitungen und eine leistungsfähige Datenanbindung – meist Glasfaser, teilweise Richtfunk – erst bis zum Mast verlegt werden. So stehen fertig errichtete Masten mitunter monatelang stumm in der Landschaft.
Da der Ausbau von Mobilfunkstandorten so schleppend vorangeht, ist das Problem bezüglich der „weißen Flecken“ noch immer größer, als es eigentlich sein müsste. Als „weiße Flecken“ werden Gebiete bezeichnet, in denen kein Netzbetreiber eine breitbandige Mobilfunkversorgung anbietet – also weder 4G/LTE noch 5G. Dort kann höchstens noch 2G für einfache Telefonie oder SMS verfügbar sein; mobiles Internet ist dann praktisch nicht nutzbar.
Nach einer Erhebung des Digitalministeriums bestanden mit Stand Anfang 2025 noch rund 23.500 weiße Flecken, die sich über 7.518 Quadratkilometer beziehungsweise 2,1 Prozent der Bundesfläche erstreckten. Rund 28.500 Haushalte lagen noch in einem solchen Gebiet.
„Die Mobilfunkversorgung ist in den vergangenen Jahren spürbar besser geworden, (…)“ Das Ziel eines flächendeckend leistungsfähigen und zukunftsfähigen Netzes für alle Bürger sei jedoch noch nicht erreicht, erklärte Digitalminister Dr. Karsten Wildberger in einer Stellungnahme im vergangenen November.
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Kann mir hier jemand nur EIN Projekt der letzten Jahre nennen, das der Staat erfolgreich auf die Kette bekommen hat, das im Kostenrahmen blieb und wovon der Bürger und Steuerzahler wirklich und tatsächlich einen Nutzen hatte?
Ja: Die Umsetzung der Grundsteuerreform, sowie generell alles, was man dem Bürger sonst noch schnell aus der Tasche rauben kann! Sowas geht durchs Parlament wie Schmitz Katze.
Aber es besteht Hoffnung: Der mittelalterliche Burggraben um den Reichstag, der unsere Elite vor dem eigenen Volk schützen soll, ist mit Sicherheit im Eiltempo fertig, sollte eine AfD (Mit)regierung drohen …Noch allerdings verzögert sich die Fertigstellung – vorhersehbar. Ein wunderbar ironischer Artikel dazu: https://www.berliner-zeitung.de/article/burggraben-vor-dem-reichstag-berlin-toerichtes-projekt-das-angriffe-heraufbeschwoert-2190978
Ist ja auch gar nicht gewollt.
Das sind nur Versorgungsposten für Amigos.
Wie beim Habeckbruder in Kiel.
Eine Kleine Anfrage der SPD im schleswig-holsteinischen Landtag deckte Anfang 2025 auf, dass das im Dezember 2023 eröffnete Welcome Center Schleswig-Holstein in Kiel im gesamten ersten Betriebsjahr 2024 lediglich fünf ausländische Fachkräfte erfolgreich in Arbeit vermittelt hatte bei einem Budget von rund 2,3 bis 2,6 Millionen Euro pro Jahr. Bis zum Jahr 2028 ist eine Gesamtförderung von bis zu 12,8 Millionen Euro vorgesehen.
Im Jahr 2024 wurden mit einem Team von acht Mitarbeitenden insgesamt 516 Einzelpersonen beraten. Die Zahl der tatsächlichen Arbeitsvermittlungen lag am Ende jedoch bei exakt fünf Personen. Dies führte rechnerisch zu Kritikern, die von Kosten in Höhe von über 500.000 Euro pro vermittelter Fachkraft sprachen.
Deutschland kann keine Großprojekte mehr. Seit 20 Jahren nicht mehr, Nicht mal kleine. Alles endet in einem Desaster. Elbphilharmonie, BER, Stuttgart 21, Brücken, Schienen, Autobahnen usw. Alles erstickt in Bürokratie und Dummheit. Und das Geld ist dann trotzdem weg. Ich bin Gott froh, dass wir bzw. Hamburg damals nicht die Olympiade bekommen haben. Da wäre die erste Hütte für die Athleten in 2060 noch nicht fertig. Die Blamage ging zum Glück an uns vorbei. Aber Steuererhöhungen und neue Steuern oder Sonderabgaben, das klappt prima. Sogar die Schaffung tausender neuer Bürokratiestellen zur Abschaffung der Bürokratie flutscht auf wundersame Weise wie von selbst. Irgendwo müssen wir ja Weltmeister sein.
Wer jemals beruflich mit öffentlichen Projekten von Bund, Ländern und Kommunen zu tun hatte, der weiß: das ist normal. Die sind wirklich nicht schneller. Die können auch nicht schneller, das ist deren System.
Und wenn sie fertig sind stellen sie fest, dass der ausgebaute Funkstandart nur noch 2 Wochen funktioniert…
Stimmt, die waren bestimmt noch für 3G/LTE4 ausgelegt. Kann wieder weg.
Kam eigentlich noch kein grüner Protest, dass sich Nachteulen und Fledermäuse darin verheddern könnten ??
Das gilt aber nur für die Leistungserbringung. Das geplante Geld anderer Leute ist trotz fehlendem Ergebnis ganz sicher längst in den Taschen der Amigos.
Na und?
Wer will schon so ein Scheißteil auf dem Dach eines Nachbarn?
Wenn mein direkter Nachbar so ein Drecksding auf seinem Dach installieren würde, wüsste ich, was zu tun ist.
In meinem Interesse und dem der anderen Nachbarn.
Apollo, erst denken, dann Artikel schreiben!
Oder wollen Sie als grenzdebile Journos behandelt werden?
Patrioten für Deutschland
Je weniger 5G/4G desto mehr Lebensqualität.
Deutschland am Ende der Reise.
300 Mio für 267 Masten. Sind die aus Gold? Und ist MIG nicht ein geschützter Name? Toll Collect. Das kann nur gut werden 🤣🤣🤣
Die Leute dort können sich glücklich schätzen. Die Mikrowellenseuche ist tödlich für Bäume, Tiere und Menschen, und 5G ist der endgültige Killer. Schon zur Coronazeit wurde massiv davor gewarnt. Vielleicht ging es in dieser Zeit im Trubel unter. Informiert Euch, bevor es zu spät ist. Wer immer mit der Mode geht, der rennt in seinen Untergang.
Ich wundere mich eigentlich, dass sich darüber noch jemand wundert, wird sind doch längst nichts anders gewöhnt: Flughafen Berlin-Brandburg, Elbphilharmonie, Stuttgart 21. Und das sind nur die Großprojekte, von den regionalen, die ebenfalls ewig dauern, erfahrt man nur vor Ort. Aber wenn dann mal eine Brücke (Brückenspur) über eine BAB endlich fertig ist, erscheint sogar ob dieses Wunder der Bundeskanzler persönlich. Schilda ist überall? In Deutschland hat es sich längst festgesetzt.
Die staatliche Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft mbH (MIG) hat das Ziel, 5.000 Funkmasten zur Schließung von Funklöchern zu errichten, verfehlt.
Das ist die neue Effizienz der deutschen sozialistischen bürokratischen Republik.
Übrigens, bei 6G wird das Haus mit Alufolie tapeziert. Faradayischer Käfig. Mal kundig machen was 6G alles so kann. Bei dem Tempo in Absurdistan scheint das noch unter ferner liefen zu laufen. Im Kongo müssten sie schon weiter sein.
Alter Schwede. Ich habe gerade nachgeschaut. Reinste Microwelle…
Haha, so schnell kann man das nicht herausfinden, mein Freund. Entlarvt. Womöglich hast du keine Ahnung von der Schwingungs- und Wellenlehre der Physik.
Na und, ich bin dankbar um jeden weißen Fleck. Wozu brauche ich im Wald mobiles internet? Die Häuser haben alle telefonanschluß und damit festes Internet. Wems nicht reicht: starlink. Warum geht der Gesetzgeber nicht einfach her und schreibt den mobilfunkbetreibern vor dass sie die Lücken auf eigene Kosten schließen müssen? Die Post hatte eine Versorgungspflicht, da gabs in jedes Kaff Telefonleitungen, auch wenn die sich nicht rentiert haben. Der Bund versteigert die Frequenzen, er kann das doch mit Auflagen verbinden. Aber vermutlich haben dann die freunde keinen schönen laberposten …und nach dem siehts mir hier wieder mal aus. 130 Millionen und fast nichts bewegt, das Geld ist ja nicht weg, es hat nur ein anderer…
Das ist ja alles gut beschrieben, aber die wichtigste Frage ist nicht beantwortet:
W E R ist für dieses Desaster verantwortlich – wo sind die Namen zu diesem Husarenstück ? Interviews mit den Verantwortlichen ? Apollo, was stimmt da nicht ?
Das sind mafiöse Strukturen. Hier wird Geld veruntreut, keiner braucht diesen Unsinn!
Das sind halt Habeck Funkmasten.
Auf dem Papier funktioniert Alles bestens
und Alles ist schon incl. mit teuresten Einmal-Berater:innen bezahlt.
Der schleppende Netzausbau und Verzögerungen bei den Anbindungen führen dazu, dass viele Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee nach wie vor auf ihren vollständigen Anschluss warten oder der Ausbau ins Stocken gerät.
Das offizielle Ziel der Bundesregierung, bis 2030 eine installierte Leistung von 30 Gigawatt auf See zu erreichen, gilt Branchenexperten als kaum noch erreichbar; realistisch erwartet werden oft nur rund 19,5 Gigawatt.
Haben wir bitte in *irgendeinem* Bereich noch Kompetenz?
Was mir nicht einleuchtet ist, privat kenne ich fähige Leute die können Dinge tun. Egal was, Dinge konzipieren, planen und ausführen.
Dass Bundesprojekte an überbordender Bürokratie scheitern ist ja lustig, aber eigentlich nur einen kurzen Moment …
Zur Frage der Kompetenz. Ja haben wir. Wir können Gendern, da sind wir bestimmt Weltmeister, und können Geld im Ausland für woke Projekte verschleudern.. Das können wir da sind wir kompetent . Also bitte nicht jammern, oder wie sabbert Fritze: seien sie doch nicht Lamoriant (oder so ähnlich)
Nicht zu vergessen: Wir sind Moral-Weltmeister.
Und im übrigen: In der Ruhe liegt die Kraft … fällt vermutlich auch noch unter Neuland…
https://www.youtube.com/watch?v=5zljEEE2Xrg
Öffentliche Einrichtungen sind deshalb so langsam, weil die Mitarbeiter stinkend faul sind. Selbst wenn neue motivierte Mitarbeiter dazu kommen, werden die nach kurzer Zeit genauso, weil sie sich sonst sehr unbeliebt machen und gemobbt werden.
Das sind meine eigenen Erfahrungen mit dem öffentlichen dienst.
Wie der Herre, so’s Gescherre!
Linke sind halt Schlampen.
Sie lassen’s schlurren. 🥱
Na, wenn Toll(Haus)Collect drauf steht, ist das schon mal ein Garant für volle Funktionalität, nicht wahr?
Mein Kommentar wartet?
Warum?
Ich teile mal auf.
Warum fällt mir da direkt ein:
Auf vielen Sattelitenschüsseln stand damals
„SAT-AN“
Nu gugge, s geht doch. 👹
Im Kaokoveld im Norden Namibias mitten in der Wüste waren sie 1998 schon weiter als wir hier heute.
Mannomann.
https://www.youtube.com/watch?v=kLZtHKu_zyQ
Mich würde noch das „Vergabeverfahren“ bzgl. der Geschäftsführerposten interessieren…
Obwohl, eigentlich kann ich es mir denken.
Wieder mal ein klassischer Selbsbedienungsladen. Zum kotzen…
Die Mobilfunkabdeckung in diesem besten Deutschland aller Zeiten ist schlicht weg schlimmer als in einem 4. Welt Land. Lebe in einem 3 Ländereck und kann euch sagen , nirgendwo ist das Mobilfunknetz beschissener als in D. Seit einigen Tagen hier im 16000 Seelen Industriekaff kaum Empfang mit Telekom …. gehst raus aus dem Kaff kannst froh sein dass es ausländische Netze gibt. Eine offizielle Störung gibt es aber nicht . Nein auch hier wird gelogen und betrogen wie in der Politik. Zum erbrechen dieses Land , zum erbrechen.
„Gründung einer eigenen Gesellschaft“
Alles klar. Wie so eine Gesellschaft aussieht, kann man sich an dem einen Finger einer Hand eines Sägewerkarbeiters abgreifen. Planung, Ausschreibung und Überwachung durch Beamte.
Erster in der ewigen Bestenliste der Volljuristen ist übrigens ein Berliner SPD Bürgermeister, der glaubte, wer eine Wahl gewinnt, der kann auch einen Flughafen bauen, ganz allein, ohne Projektmanagement ( oder wie dieser geistige Amerikanismus auch heißt)
Na Hauptsache Ukraine bekommt Geld und die Goldstücke und ihre Familien sind versorgt. Paar Lobbyisten machen sich die Taschen voll und im TV loben sich die Politdarsteller wie gut sie arbeiten.
5 funktionierende Standorte für 300 Millionen?
60 Millionen je funktionierendem Funkmast.
Das können andere billiger und besser.
Machen wirs wie die Chinesen.
Die können das viel besser.