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Kampagnenorganisation

Campact macht Druck auf 90 Unternehmen: Keine Werbung bei „Hetzkanälen“ wie Apollo News

Die Kampagnenorganisation Campact will Unternehmen dazu bringen, Werbung vor Apollo News-Videos zu sperren – die stehen laut einem Bericht von Welt auf einer Liste mit 62 Youtube-Kanälen, die Campact als „Hetzkanäle“ bezeichnet.

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Christoph Bautz, Mitbegründer und geschäftsführender Vorstand von Campact e.V., bei einer Kundgebung gegen den AfD-Bundesparteitag. (IMAGO/Wolfgang Maria Weber)

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Die linke Kampagnenorganisation Campact will Unternehmen dazu bewegen, ihre Werbung auf Dutzenden politisch missliebigen YouTube-Kanälen zu sperren. Auf einer Liste mit 62 Kanälen steht auch Apollo News. Rund 90 Unternehmen wurden von Campact angeschrieben und aufgefordert, ihre Werbeschaltungen zu überprüfen. Das berichtet die Welt, der auch die sogenannte Sperrliste vorliegt.

Campact verschickte die Schreiben Mitte August. Darin erklärt die Organisation YouTube zu einem „zentralen Radikalisierungsort für die extreme Rechte“. Gemeinsam mit Tausenden Unterstützern habe man recherchiert, welche Unternehmen Werbung vor angeblichen „Hass- und Hetzvideos“ schalten. Firmen, deren Anzeigen dort auftauchten, wurden anschließend direkt kontaktiert.

Welt beschreibt, dass Campact selbst einräumt, dass Unternehmen normalerweise gar nicht gezielt entscheiden, vor welchem YouTube-Video ihre Werbung erscheint. Die Anzeigen werden weitgehend automatisiert ausgespielt. Trotzdem erklärt die Organisation die Unternehmen für verantwortlich: Sie müssten die von Campact als „Hetz-Kanäle“ bezeichneten Angebote als Werbepartner ausschließen.

Andernfalls unterstützten die Firmen mit ihrem „guten Ruf“ und möglicherweise auch ihrem Werbebudget Kanäle, die nach Campacts Darstellung „Desinformationen und Hass gegen Minderheiten verbreiten“. Die angeschriebenen Unternehmen werden gefragt, wie sie ihre Werbeplatzierungen vor angeblichen „Hass- und Hetz-Inhalten“ bewerten und ob sie an ihrer bisherigen Werbepraxis auf YouTube festhalten wollen.

„Wenn Sie Ihre Marke künftig nicht mit Hass und Hetze in Verbindung bringen wollen, nutzen Sie gerne die angehängte Liste von Kanälen als Grundlage für eine Sperrliste für Werbeschaltungen auf Youtube“, heißt es weiter. Für die Antworten setzte Campact kurze Fristen. Ein Mitarbeiter eines angeschriebenen Unternehmens bezeichnete den Zeitdruck gegenüber der Welt als „unangemessen“. Ob die Geschäftsführung dem Drängen Campacts nachgeben werde, wisse er nicht. Er könne es sich allerdings vorstellen: „Bei solchen Schreiben werden hier viele nervös.“

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Auf Campacts Liste stehen sehr unterschiedliche Kanäle. Neben Apollo News finden sich dort unter anderem NiusTichys Einblick und die Schweizer Weltwoche. Gleichzeitig führt die Organisation AUF1, Compact TV sowie zahlreiche Kanäle von AfD-Politikern auf. 44 der insgesamt 62 Kanäle rechnet Campact nach Angaben der Welt der AfD zu. Darunter sind die offiziellen Auftritte von Alice Weidel, Björn Höcke und dem sachsen-anhaltischen AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund.

Andere Kanäle werden von Campact als „AfD-nah“ oder Teil des sogenannten „Vorfelds“ bezeichnet. Weitere Angebote versieht die Organisation mit Begriffen wie „rechtspopulistisch“, „rechtsextrem“ oder „verschwörungsideologisch“. Kanäle mit weniger als 10.000 Abonnenten berücksichtigte Campact nicht. Die Organisation bezeichnet die ausgewählten Kanäle pauschal als „Hetzkanäle“.

Teilweise führt Campact lediglich „Beispielvideos“ oder Medienberichte als Belege für seine Einordnung auf. Laut Welt sucht man „nachvollziehbare Kriterien oder eine konkrete Beweisführung“ vergebens. Als Beispiel wird die Einstufung von Apollo News als angebliches „AfD-Vorfeld“ aufgeführt. Campact verweist auf einen Beitrag der Amadeu-Antonio-Stiftung, der die – wie Welt sagt – „kritische Berichterstattung von Apollo News“ über sich selbst als „orchestrierte Kampagne“ bezeichnet, an der sich auch AfD-Politiker beteiligt hätten.

Max Mannhart, Chefredakteur von Apollo News, sagte gegenüber der Welt, die Finanzierung freier Presseorgane durch Druck auf Werbekunden anzugreifen, sei skandalös und „eine abstoßende Methode, die sich gegen den Gedanken der Pressefreiheit wendet“. Apollo News sei dank seiner Werbepartner und Leser ein unabhängig finanziertes und überparteiliches Medium. 

Campact erklärte laut Welt, dass 20 Unternehmen oder Marken ihre Sperrlisten anpassen wollten. Dazu zählen Aldi Süd, Kleinanzeigen, Indeed, XXXLutz, DEVK, Constantin Film, Wolt, Bergfreunde, Immowelt, Euronics, Axa, die Berliner Wasserbetriebe, Milram, dm, ImmoScout, Edeka, FlixTrain, BiFi, Klosterfrau und Procter & Gamble. Neun weitere Unternehmen wollen den Vorgang zunächst prüfen. Dazu gehören unter anderem Rewe, Booking, Samsung, Krombacher, Sumup und LG Electronics.

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99 Kommentare

  • Ganz groß mit dabei ist EDEKA … daher bitte boykottieren wo es geht!

    103
    • Auch für die anderen genannten Unternehmen muss man Campact fast dankbar sein. Das macht Blockieren und Boykottieren einfacher. Krombacher kann es knicken, dass wir die nächstes Jahr noch zum Stadtfest als Getränke-Caterer engagieren.

    • Mach ich schon seit einem Jahr

    • Edeka hatte ja schon Probleme mit blauem Obst. 😂

    • Edeka ist bei mir schon lange unten durch,seitdem sie damals mit leeren Regalen warben und behaupteten so würde es aussehen wenn die AfD in Regeirungsverantwortung kommt.

      • Das Problem ist nur: Welche Alternativen gibt es noch? Bei REWE kaufe ich schon seit über 15 Jahren nicht mehr, seit sie Joschka Fischer als Berater unter Vertrag genommen haben. Edeka ist bekanntermaßen linksgrün verseucht. Bisher habe ich daher meist bei ALDI Süd eingekauft, aber das muss dann wohl auch bald boykottiert werden.

        • Man kann seine Tommaten auf dem Balkong anbauen wenn man kein verpailter Boooooooooomer ist.

          -10
    • Edeka und Rossmann sind eh schon seid längerem raus bei mir !

    • Genau das wollte ich schreiben, die Läden sind sowieso zu teuer und für mich ab jetzt tabu.

    • „bitte boykottieren wo es geht“

      Im Gegensatz zu Apollo hat die EDEKA Gruppe wirklich Produkte die mein Leben besser machen.

      -31
      • im Gegensatz zu den Kartellparteien kannst du kaufen was und wo du willst ! Und keiner grenzt dich aus oder schickt dir die Polizei ins Haus um dich einzuschüchtern !
        Aber lesen und verstehen solltest du mal lernen !!!!

        Rolf ;Ganz groß mit dabei ist EDEKA … daher bitte boykottieren wo es geht!

        • Zyklonist
          Mir scheint du brauchst jede Hilfe die du kriegen kannst .

          6
        • Von einem Hanswurst in unzufriedener Lebenslage muss ich mir nichts über „lesen und verstehen“ sagen lassen.

          -14
  • Können Sie bitte die Liste der Unternehmen veröffentlichen, die dem nachgeben? Ich würde sie gern boykottieren.

  • Kann ich bitte eine komplette Liste bekommen, damit ich auch alle Kanäle abonniere?

    • Genau, eine bessere Empfehlung gibt es nicht. Wäre doch schön, wenn diese Kanäle dadurch mehr Klicks und Abos bekommen. Danke, Campact. 😁

  • Diese Unternehmen wissen aber schon, dass die Linken am Ende nicht ihre Freunde sind?

    • Nein, wissen sie nicht. Diese Unternehmen sind primär feige. Schon allein deshalb habe ich null Respekt für sie.

    • Anscheinend nicht 😂

  • Nur zu. Meine Boykottliste wird immer länger. Was ich den Unternehmen auch jeweils mitgeteilt habe.

  • Gut, 20 Unternehmen die gesichert boykottiert werden und 9 weitere Verdachtsfälle die ich einfach auch pauschal auf die Liste setze sobald die Namen bekannt werden. Denn von Hass und Hetze distanziere ich mich eindeutig und vollständig, unabhängig davon wem ich mein Wahlkreuz schenke.

  • Das ist kein harmloser Aufruf, sondern offene Nötigung: Unternehmen wird gedroht, selbst zum Ziel von Diffamierung und Rufmord zu werden, wenn sie sich nicht an der Ausgrenzung Andersdenkender beteiligen. Wer Abweichler mit der Vernichtung der Reputationsgrundlage bedroht, nutzt erpresserische Methoden. Das untergräbt nicht nur die Rechtsstaatlichkeit, sondern zerstört jede freie Debattenkultur.

  • E-Mail an ALDI Süd ist raus.

    • …………und was steht da drin in der E-Mail ?

      -10
      • „Isch bin escht kras ey und würde gerne bei eusch budzen“

        -10
        • 👍👍👍

          -6
  • Danke für die Liste der Unternehmen, die sich Campact unterwerfen wollen. Kommen auf meine Blacklist. Ein paar von denen sind allerdings schon drauf.

  • Ausgerechnet Campact entscheidet jetzt also, was Hetz-Kanäle sind. Ausgerechnet Campact. Missliebige Meinungen, andere Sichtweisen sollen rigoros, brachial und mit aller Konsequenz brutalst unterdrückt werden.

    • Dieses
      „inseriert nicht bei……“
      hatten wir so ähnlich bereits vor 90 Jahren. („kauft nicht bei……“)

      Diese selbsternannten Demokratieschützer wenden die gleichen brutalen und radikalen Maßnahmen an, wie das Regime der NationalSOZIALISTEN, dessen Neuauflage Campact angeblich verhindern will.

    • Außerdem ist sowas geschäftsschädigend. Müssen wir beim Konsum jetzt wegen solcher fragwürdiger Aktionen auch schon zwischen politisch halal oder haram unterscheiden?

    • Man muss sich eigentlich gar nicht damit auseinandersetzen, wen Campact auf seine schwarze Liste befördert, wen nicht. Seit wann kann und darf eine private Institution/sehr linke NGO sich aufschwingen, Medien und Werbungtreibende zu kategorisieren. Das ist von vornherein anmaßend und voller Selbstüberschätzung. Man lebt wohl in der irrigen Annahme, ein bisschen Verfassungsschutz und Gericht spielen zu dürfen (wer ist zu rechts?). Mir schein es inzwischen so, als könne man Linke vor allem an der gnadenlosen Selbstübererhöhung erkennen. Der Staat, das bin ich! Aber natürlich dürften hinter der Plattform auch einschlägige Spender stecken. Die 26,25 Millionen Euro Einnahmen des Vereins in 2025 plus über 3 Millionen von der dazugehörigen Stiftung kommen mutmaßlich auch von Firmen(vertretern) und anderen NGOs.(?)

  • Das haben die immer noch nicht begriffen:

    „Rechts wird man nicht wenn man Rechten zuhört, sondern wenn man Linken zuhört.“ – Nicolás Gómez Dávila

  • Gibt es da irgendwie eine Liste, für die Unternehmen die besonders „eifrig“ sind?

  • Diese Unternehmen müssen sich dann aber auch ehrlich machen und auf ca 30 % ihres Umsatzes verzichten.

  • Danke für die Liste, diese Unternehmen setze ich auf die Liste der Unternehmen, wo ich nicht mehr einkaufen werde oder dessen Produkte ich nicht mehr kaufen werde.

  • Da steckt bestimmt die AfD dahinter. Das kann doch kein Zufall sein so kurz vor den Wahlen.

  • Wird sonst die Vulkangruppe aktiv.

  • Und ich möchte Campact nicht mehr mit einem einzigen Cent aus meinen Steuern finanzieren.
    Marode Verkehrsinfrastruktur, kaputte Schulen, einsame, demente Menschen, die im Krankenhaus nicht gut zurecht kommen und eine Begleitperson benötigten. In Anbetracht, dass es so viele Möglichkeiten gibt, wo das Geld sinnvoll angelegt wäre, ist es einfach nicht mehr vermittelbar, dass dieser Staatsapparat hunderte Millionen verpulvert, un seine Macht zu sichern. Kein Unternehmen könnte sich das leisten.

  • Gut dass unser Campact Verfassungsschutz solche Werbung macht:)

  • Campact bestimmt also, wer gut oder böse ist. Faszinierend, unsere Demokraten und ihre Demokratie.

    • Fü mich betreiben sie Nötigung/Erpressung.

  • Apollo sollte sich wehren. ME sind Boykottaufrufe wettbewerbswidrig, sollte mal ein Fachmann prüfen.

  • Ach, nun auch DM? Wo ist Rossmann?

  • Apollo sollte bei diesen Unternehmen nachfragen, ob dieser diesem Boykottaufruf gefolgt sind. Das würde mich SEHR interessieren. Keine Antwort ist da auch eine Antwort.

  • Nimmt EDEKA bald auch das Blau aus ihrem Logo ? Werde meine Einkäufe bei EDEKA und den anderen genannten Firmen einstellen bzw. erheblich einschränken. Bin kein Fan der AFD Aber Demokrat.

  • Glaube ich nicht. dm lässt sich nicht so weit herab.

    • Hätte ich auch gedacht. Lag auch falsch.

  • Immer wenn sich die „selbsternannten Guten“ von der linken Seite äußern muss ich hier mal aufzählen was die alles angerichtet haben.

    1. Es gibt einen Geschlechterungleichgewicht von 9% in der Altersgruppe 18-28. 350000 Männer können keine Familie mehr bilden. (Destatis)

    2. Laut Statistik aus der Schweiz waren Migranten im Jahr 2017 in erster Generation zu 46% einsamer und in zweiter Generation zu 42% einsamer als die durchschnittlichen Schweizer. Minderheiten sind laut Statistik aus Holland und England auch deutlich einsamer. Die ganze Gesellschaft wird einsamer.

    3. Eine Frau im ostdeutschen Plattenbau erwähnte mal im ÖRR, dass in ihrem Haus zu DDR-Zeiten in jeder Wohnung Kinder waren und heute in keiner einzigen.

    4. In Südkorea sind über 80% der Kinder nach dem Ende der Schulzeit kurzsichtig (Hochleistungslerngesellschaft).

    5. Die blühenden Landschaften mit Windkraftwerken sind da

    6. Im Jahr 2025 wanderten Netto 97000 Deutsche und über 50000 EU-Bürger aus Deutschland aus (Destatis)

    7. Es gibt eine deutliche Deindustrialisierung und Verlagerung nach China (nix CO2 Vorteil!)

    8. Die üblichen täglichen Nachrichten die es früher nicht gab, Sie wissen schon

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