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Belgien

„Unehrliche, korrupte Institutionen“: US-Botschafter verurteilt Suspendierung des Aufdeckers von Ardays Plagiaten

Die USA schalten sich in die Debatte um den Aufdecker der Plagiate von Jason Arday ein. Dass Nathan Cofnas von der Universität Gent suspendiert wurde, ist für den US-Botschafter Bill White Anlass genug, die wissenschaftliche Zusammenarbeit infrage zu stellen.

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Die grüne Rektorin der Universität Gent und Transperson Petra De Sutter bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde an die UN-Palästina-Beauftragte Francesca Albanese im April. (IMAGO/ZUMA Press)

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Der US-Botschafter in Belgien, Bill White, hat die Maßnahmen der Universität Gent gegen ihren Postdoktoranden Nathan Cofnas verurteilt. Der amerikanische Wissenschaftler war von der Uni suspendiert worden, nachdem er mit seinen Veröffentlichungen wissenschaftliches Fehlverhalten und Lügen des Diversitätsforschers Jason Arday aufgedeckt hatte (Apollo News berichtete). Dieser nahm sich infolge einer Untersuchung durch die Universität Cambridge das Leben.

„Unehrliche, korrupte Institutionen“ seien keine wünschenswerten Partner für die US-Wissenschaftszusammenarbeit. Damit bezieht er sich auf alle, die sich an einem „Mob-Verhalten“ beteiligen oder es belohnen, das anderen die Schuld zuschiebe – insbesondere wenn dabei „sorgfältiger Journalismus“ bestraft werden solle, der „akademische Unehrlichkeit“ zutage fördere.

Daher würden nun die Beziehungen zur Universität Gent auf den Prüfstand gestellt. Diese habe die kontroversen Ansichten von Cofnas bei dessen Einstellung bereits gekannt. Außerdem seien gerade solche durch die Meinungsfreiheit geschützt. „Letzter Zweck“ dieser Meinungsfreiheit sei es, „Lügen, Betrug und falsche Ideologien“ aufzudecken. Genau das habe der geschasste Philosoph getan. Dafür solle er nun ruhiggestellt werden.

Die Debatte wird inzwischen in verschiedenen Medien Europas und der USA intensiv geführt. So überschrieb die linke Brüsseler Tageszeitung De Morgen einen Kommentar zu der Sache mit „Schützt den Whistleblower, auch wenn ihr ihn nicht mögt.“ Nathan Cofnas selbst verfasste einen Meinungsbeitrag für das Wall Street Journal, in dem er erklärt, wie er zum „Sündenbock in der Affäre Jason Arday“ geworden sei. Darin bekräftigt er, nur die Wahrheit gesagt zu haben.

Der Rektorin der Universität Gent, Petra De Sutter, werden politische Motive für ihr Vorgehen gegen den kritischen Wissenschaftler unterstellt. Sie saß früher für die flämischen Grünen im belgischen Senat sowie im Europäischen Parlament. Von 2020 bis 2025 war sie Vizepremierministerin unter dem linksliberalen Alexander De Croo. Sie gilt als erste Ministerin auf nationaler Ebene in Europa, die ihren Geschlechtseintrag geändert hat, und positioniert sich entschieden antizionistisch.

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Cofnas hingegen gilt als entschiedener Kritiker von Diversitätsrichtlinien. Er wirft dem akademischen Betrieb vor, aus progressiv-ideologischen Gründen bestimmte Personen zu bevorzugen, wenn sie in institutionelle Diversitätsziele passen, und selbst bei schwerwiegendem wissenschaftlichem Fehlverhalten nicht konsequent zu reagieren. Die Causa Arday betrachtete Cofnas deshalb als Symptom eines dysfunktionalen und ideologisierten Wissenschaftsbetriebs (mehr dazu hier).

Nachdem die Plagiatsvorwürfe gegen Arday zunehmend öffentliche Aufmerksamkeit erhielten, verschärfte Cofnas seine Rhetorik. Unter anderem warf er der Universität Cambridge vor, durch ihren Umgang mit Arday und ihre DEI-Politik (Diversity, Equity and Inclusion, auf Deutsch etwa: Vielfalt, Gleichstellung und Inklusion) letztlich den Eindruck zu vermitteln, schwarze Wissenschaftler könnten nur dann Professuren erhalten, wenn akademische Standards abgesenkt würden. Ob diese oder andere Äußerungen den Ausschlag für die Maßnahmen der Universität Gent gaben, ist bislang unklar.

Cofnas veröffentlichte im Juli auf seinem Substack-Blog einen ausführlichen Beitrag zu Jason Arday, in dem er zahlreiche Plagiate und weitere Unstimmigkeiten in dessen Arbeiten dokumentierte. Die Causa Arday beschäftigt seither die britische Öffentlichkeit. Kritiker der Berichterstattung, darunter linke Politiker und Aktivisten, werfen der Presse und unter anderem auch Cofnas vor, gegen Arday eine rassistisch motivierte Kampagne geführt zu haben. Arday wurde in der vergangenen Woche tot in seiner Wohnung aufgefunden.

mb

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11 Kommentare

  • Nicht der Betrüger wird diskreditiert sondern der, der seine Betrügereien aufdeckt.

  • Europa ist von Sinnen mit seinen Schuldkomplexen gegenüber Afrika.
    Wir schulden diesem hoffnungslosen Kontinenten nichts, und seiner Bevölkerung auch nicht.

  • In hahezu allen West Europäischen Unis sind solche Links Woken Skandale am laufen.

    Wehe wer das Aufdeckt, der wird Ruiniert !

  • Welche Qualifikation zur Leitung der Uni Gent hat die grüne Petra nochmal ?

    • Eingesetzte Weiblichkeit

  • Arday ist das klassische Beispiel für das „Münchhausensyndrom“.

  • Grün und Transperson, es passt.

  • Natürlich führen DEI-Richtlinien zur Absenkung des Niveaus. Das ist mathematisch beweisbar.
    Nur dumme Ideologen, gerade aus den „Humanities“ wollen das nicht verstehen.

  • Es ist unerträglich, dass Sherlock Holmes suspendiert, evtl. sogar angeklagt wird, weil er die Machenschaften von Moriarty aufgedeckt hat.

  • Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die globalen Klimalügen beruhen auf solchen Weltuntergangspropheten, die sich „Wissenschaftler“ nennen, aber null Ahnung von Naturwissenschaften und dem Thema insgesamt haben. Nicht nur im Potsdam Institut sitzen solche Leute , sondern sie haben fast alle Universitäten und Einrichtungen über Korruption unterwandert und geben sich als Experten aus. Die könnte man alle leicht auffliegen lassen, weil sie keine wissenschaftlichen Arbeiten vorzuweisen haben. Es sind Hochstapler, die sich mit Plagiaten und gekauften Titeln als Möchtegern Experten ausgeben. Typisch für diese Leute ist, dass sie die fachliche Auseinandersetzung mit echten Wissenschaftlern scheuen, wie der Teufel das Weihwasser.

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