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Energieversorgung

Wieder Streit zwischen Wirtschaftsministerin Reiche und Umweltminister Schneider wegen der EU-Methanverordnung

Weiterhin gibt es Streit zwischen Katherina Reiche und Carsten Schneider wegen der EU-Methanverordnung. Die EU-Kommission hatte sich für eine Verschiebung der geplanten Sanktionen ausgesprochen. Doch Reiche genügt das nicht.

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht die EU-Methanverordnung als Risiko für die Energieversorgung. (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Zwischen Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Umweltminister Carsten Schneider gibt es weiter Streit wegen der EU-Methanverordnung. Die Verordnung sieht vor, dass Importeure von Erdgas, Erdöl und Kohle ab 2027 genauso strenge Berichtsvorschriften bezüglich der Methanemissionen bei der Förderung und dem Transport ihrer Produkte einhalten müssen wie Unternehmen in der EU. Langfristig soll es auch Vorschriften geben, die Importeure verpflichten sollen, den Methanausstoß zu reduzieren. Können die Vorschriften nicht eingehalten werden, drohen hohe Strafen von bis zu 20 Prozent des Jahresumsatzes (mehr dazu hier).

Am Montag hat die EU-Kommission zwei Empfehlungen veröffentlicht, die präzisieren sollen, wie mit strittigen Fragen, unter anderem den möglichen Sanktionen, umgegangen werden soll. Die Umsetzung der Verordnung dürfe „unter keinen Umständen die Versorgungssicherheit Europas untergraben“, heißt es von der Kommission. Damit das nicht passiert, empfiehlt sie, dass die Mitgliedstaaten die möglichen Sanktionen von 2027 bis 2029 aussetzen, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Dennoch sollen die Importeure verpflichtet werden, die Vorschriften einzuhalten.

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche gehen die Klarstellungen nicht weit genug: „Die Europäische Kommission erkennt selbst an, dass die geltenden Importregelungen der Methanverordnung zu erheblicher Rechtsunsicherheit führen und in der gegenwärtigen Lage auch die Versorgungssicherheit beeinträchtigen können. Die jetzt vorgeschlagene Lösung überzeugt nicht.“

Dass die Importeure weiterhin die Vorschriften einhalten sollen, führe zu Rechtsunsicherheit. Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs um Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) und der Krise im Nahen Osten brauche es eine klare Lösung für Unternehmen. „Ich trete deshalb weiterhin dafür ein, die betreffenden Importregelungen der Methanverordnung um drei Jahre zu verschieben“, so die Ministerin laut Pressemitteilung. Die Verordnung sei grundsätzlich ein „wichtiges Instrument für den Klimaschutz im Energiesektor“. Doch die Vorgaben müssten mit der Versorgungssicherheit in Einklang gebracht werden.

Bereits Anfang Juli hatte Umweltminister Carsten Schneider die Wirtschaftsministerin öffentlich wegen ihrer Forderung bei einer EU-Ministerkonferenz, die Verordnung zu verschieben, gerügt. „Die Geschäftsordnung der Bundesregierung gilt“, sagte er. Doch in diesem Fall sei sich nicht daran gehalten worden. Er habe „im bilateralen Gespräch deutlich gemacht“, dass das „nicht in Ordnung“ sei, so Schneider Anfang des Monats (Apollo News berichtete). Eigentlich hätte sich Reiche nach Ansicht Schneiders bei der Frage enthalten müssen, da das bei Uneinigkeit in der Regierung das normale Vorgehen bei EU-Fragen ist.

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Nachdem Reiche am Dienstag die Empfehlung der EU-Kommission kritisiert hatte, legte der SPD-Politiker auf Anfrage des Spiegels ebenfalls nach. „Die Methanverordnung ist geltendes EU-Recht, das von den Mitgliedstaaten umzusetzen ist.“ Die Regierung habe die „klare Haltung dazu formuliert, dass Deutschland keine Änderung der Verordnung unterstützt“. Auch wenn die Wirtschaftsministerin Reiche „für sich selbst eine davon abweichende Position entwickelt hat“, ändere das nichts an der Haltung Deutschlands als Mitgliedstaat.

Carsten Schneider kritisierte auch indirekt den Bundeskanzler. Denn ein von Umweltministerium und Wirtschaftsministerium abgestimmter Entwurf zur Umsetzung der EU-Methanverordnung liege „seit Wochen“ im Kanzleramt. „Das ist es, was für die Wirtschaftsbeteiligten Rechtsunsicherheit schafft“, so Schneider.

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31 Kommentare

  • Raus aus dieser EU!
    Zurück zur EWG und zur DM!

    • „Die Methanverordnung ist geltendes EU-Recht, das von den Mitgliedstaaten umzusetzen ist.“

      Wahrscheinlich leide ich unter dem vom ÖRR unterstellten Demokratiedefizit bzw. verstehe „Unsere Demokratie“ nicht.

      Ein souveräner Staat, mit einer vom Souverän gewählten Regierung, hat gefälligst ein erfundenes „Recht“ einer nicht souveränen und nicht legitimierten EU umzusetzen, obwohl dieses dem Staat maximal schadet und die Bürger des Staates das auch nicht wollen?

      Komische Definition von „Demokratie“ und „Macht des Volkes“…

      • @Spanien ist toll
        Nachvollziehbar finde ich das auch nicht. Wie kann ein Land sich nur EU Recht unterwerfen und damit fast jede Eigenständigkeit abgeben? Brüssel diktiert mehr als genug, von oben herab. Letztlich hat man den Eindruck, dass sowohl EU als auch die Mitgliedstaaten immer mehr vom Sozialismus geprägt sind.

    • Die Zeiten sind leider vorbei.

  • https://www.youtube.com/watch?v=2qna7WIznvw
    Gasspeicher leer wie nie,und die Methanverordnung bricht uns allen in Europa das Genick.
    Keine Kohle,Kein Gas,Keine Nuklearkraftwerke,Kein Sonne,Kein Wind,Kein Fracking,Kein Biogas von den Landwirten und dann?

  • Reine Gesichtspflege dieser Koryphäe.

  • Methanverordnung? Das war es dann für Deutschland. Im nächsten Winter werden viele Menschen frieren müssen.

    • Dann wird der Schneider verkünden, dass sich alle einfach eine Villa mit Heizung und 10 Kaminen kaufen sollen.

  • Dexit!
    Alles andere ist Rumgewurschtle.

  • Der Schwindel mit CO² sollte endlich mal beendet werden. Das ist nur Verarschung und Steuergeldverschwendung für nichts.

  • Fehler im System !
    Falsche Partner (SPD).
    Es wäre zu einfach es zu lösen .
    Will man aber nicht .
    Was bringt den die EU noch von Vorteil ?
    Außer Vorschriften und Verboten nichts .
    Zurück zur EWG und alles gut mit dem Wissen das es mit der EU nicht von Vorteil war .

  • Die Regierung blockiert sich wieder mal selbst. Schildbürgertum.

  • Um wie viel macht diese Methanverordnung die Energie wieder teurer? Wir haben bereits die höchsten Energiekosten, wohin will Schneider die Kosten noch treiben? Und woher will der überhaupt Energielieferungen bekommen? Hat der sich mal den Füllstand der Gasspeicher aktuell angeschaut? Ich kann das dumme Gelabbere dieser Leute nicht mehr hören, die zerstören hier alles!

  • Was könnte schon dabei herauskommen wenn sich zwei völlig talentbefreite unfähige Politiker streiten?

    • Politiker, m, Merz und Schneider ?

      • Alice und Timo ?

        • Prit-xyz – Sie sind linksextrem bekloppt.

          1
  • Schneider for Cancelor, nein – ich wollte schreiben, Schneider canceln.

    Setzt ihn als Ameisenzählbeauftragten ein. Da kann er akribisch seinen bürokratischen Auftrag umsetzen und wird bis zur Pensionierung hoffentlich nicht damit fertig. Das kann er sogar für den gesamtdeutschen Wirtschaftsraum machen, quasi eine Beförderung zum Ostbeauftragten. Grüße aus dem Osten.

  • Offensichtlich pupt der kleine Carsten wieder zu viel!

  • Umweltministerium überflüssig.

  • Scheiss auf die eu!

  • Kann dieser lebenslang arbeitsscheue Sozialist nicht endlich mal seine Klappe halten?

  • Es gibt auf der Seite nicht viel Platz für Meldungen, aber trotzdem müssen dann solche Sachen hier platziert werden.

    Apollo ist absichtlich so gemacht, dass es möglichst viel Dreck für Leute mit geringer Wahrnehmungsbreite liefert.

    -25
    • Tja, manchmal müssen auch linke UBoote auftauchen.

      • Don’t feed the troll. Nichtbeachtung wirkt am Besten.

        • Du bist doch der erste, der alles kommentiert!

          1
    • ja, was Schneider von sich gibt ist „Dreck“. Deswegen MUSS es bei AN veröffentlicht werden.

    • Da hast du was falsch verstanden, für deinesgleichen ist das hier gerade nicht gedacht.

    • Falsch. Nur solche linksextremen AgitProp-Sörens gehören hier nicht her.

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