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70 Prozent günstiger: Deutsche Autoindustrie wandert nach Ungarn ab

Die Standortkosten in Deutschland sind so teuer geworden, dass die heimischen Autobauer ihre Produktion zusehends ins Ausland verlagern. Zum bevorzugten Ziel wird dabei Ungarn. Mercedes-Benz, BMW und Audi erhöhen dort ihre Kapazitäten.

Symbolbild (IMAGO/Jochen Eckel)

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Die deutsche Autoindustrie verlagert ihre Produktion zunehmend ins Ausland. Der Hauptgrund sind die hohen Kosten am Standort Deutschland: Teure Energie, hohe Löhne, eine hohe Steuer- und Abgabenlast sowie eine strenge Regulierung mit einer Vielzahl von Vorschriften und bürokratischen Auflagen machen die Fertigung hierzulande immer unrentabler.

Als bevorzugter Standort dieser Verlagerung etabliert sich zunehmend Ungarn. Ausschlaggebend sind vor allem die niedrigen Lohnkosten und die vergleichsweise geringe Steuerbelastung. Insbesondere Mercedes-Benz setzt verstärkt auf den Standort. Der Konzern hat sein Werk in Kecskemét, rund 80 Kilometer südöstlich von Budapest, erst kürzlich für rund eine Milliarde Euro umfassend erweitert. Das Werk ist nun die größte Automobilfertigungsstätte des Landes.

Mit der Inbetriebnahme von zwei neuen Hallen für Karosserie- und Montagelinien, einem zweiten Presswerk, einer neuen Lackiererei sowie einer Batteriemontage hat Mercedes die Produktionskapazität vor Ort von 200.000 auf 400.000 Fahrzeuge pro Jahr verdoppelt.

Besonders bemerkenswert ist: Kecskemét ist nun sogar der größte Produktionsstandort von Mercedes in Europa – und zugleich das weltweit einzige Werk, das der Konzern derzeit überhaupt noch ausbaut. In allen anderen Fertigungsstätten des Unternehmens wird dagegen gekürzt. Aufgrund rückläufiger Verkaufszahlen will Mercedes seine weltweiten Produktionskapazitäten von 2,5 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2024 auf 2,2 Millionen Einheiten bis 2028 reduzieren. Von diesen Einschnitten ist vor allem der Heimatstandort Deutschland betroffen.

Während am Heimatstandort Kapazitäten zurückgefahren werden, verfolgt Mercedes in Ungarn weiterhin ehrgeizige Ausbaupläne. Bislang werden in Kecskemét die A-Klasse und der SUV GLB produziert. Künftig soll dort erstmals auch ein Modell aus dem Volumensegment gefertigt werden: die vollelektrische C-Klasse, deren Elektroversion Mercedes im Frühjahr vorgestellt hat.

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Auch die für 2027 angekündigte kompakte G-Klasse – auch als „Baby G“ bezeichnet – soll künftig ausschließlich in Ungarn produziert werden. Der Standort Rastatt, an dem bislang ebenfalls Kompaktmodelle gefertigt werden, ging bei der Auftragszuteilung leer aus. Perspektivisch könnten künftig sogar weitere Modelle, darunter der SUV GLC, in Kecskemét vom Band laufen.

Mercedes verfolgt am Standort Kecskemét ein technologieoffenes Produktionskonzept. In den Fertigungshallen werden Verbrenner und Elektrofahrzeuge flexibel auf derselben Produktionslinie hergestellt.

Mercedes ist in Ungarn jedoch nicht allein. Rund zweieinhalb Autostunden von Kecskemét entfernt, im ostungarischen Debrecen, hat BMW im vergangenen Herbst ein hochmodernes Werk eröffnet und dafür mehr als zwei Milliarden Euro investiert. Die Fabrik ist vollständig auf die Produktion von Elektrofahrzeugen ausgerichtet. Seit Oktober vergangenen Jahres läuft dort mit dem neuen SUV iX3 das erste Modell vom Band. Im Westen des Landes produziert Audi wiederum in Győr den SUV Q3 sowie ein Modell der Marke Cupra. Audi Hungaria fertigte dort nach eigenen Angaben im Jahr 2025 rund 200.000 Fahrzeuge. Hinzu kamen nahezu 1,6 Millionen Benzin- und Dieselmotoren sowie Elektroantriebe.

Insgesamt produzierten deutsche Automobilhersteller im vergangenen Jahr laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) rund 300.000 Fahrzeuge in Ungarn. Mehr Autos deutscher Hersteller wurden lediglich in Tschechien, Spanien und der Slowakei gebaut. Dass knapp sieben von zehn Pkw deutscher Marken im Ausland gefertigt werden (Stand: 2023), verdeutlicht das Ausmaß dieser Entwicklung. Deutschland verliert zunehmend Produktionskapazitäten, weil die Fertigung im Ausland deutlich günstiger ist.

Im Inland macht sich diese Entwicklung vor allem durch Werksschließungen und Stellenstreichungen bemerkbar. Zwischen 2019 und 2025 gingen nach Berechnungen des VDA rund 100.000 Arbeitsplätze in der deutschen Automobilindustrie verloren – etwa jeder siebte. Dieser besorgniserregende Abwärtstrend dürfte sich in den kommenden Jahren weiter fortsetzen. VDA-Präsidentin Hildegard Müller rechnet bis 2035 mit dem Wegfall weiterer rund 225.000 Arbeitsplätze. Vor allem Volkswagen plant in den kommenden Jahren weitreichende Einsparungen (Apollo News berichtete).

Ungarn zieht jedoch nicht nur deutsche Hersteller an. Auch chinesische Automobilkonzerne nutzen das Land zunehmend als Produktionsstandort – und damit zugleich als Tor zum europäischen und insbesondere zum deutschen Markt. Der Marktführer BYD errichtet derzeit im südungarischen Szeged für rund vier Milliarden Euro seine erste europäische Autofabrik. Zunächst sollen dort jährlich 150.000 Fahrzeuge produziert werden, später soll die Kapazität auf bis zu 300.000 Fahrzeuge steigen. Die Serienproduktion soll im vierten Quartal 2026 beginnen. Das strategische Ziel der chinesischen Hersteller liegt auf der Hand: Wer in Ungarn produziert, umgeht die EU-Zölle und rückt gleichzeitig näher an die europäischen Absatzmärkte.

Warum aber entwickelt sich ausgerechnet Ungarn zu einem der wichtigsten Automobilstandorte Europas? Ausschlaggebend sind vor allem die attraktiven Standortbedingungen. Nach Angaben von Mercedes-Finanzchef Harald Wilhelm liegen die Produktionskosten dort rund 70 Prozent unter dem deutschen Niveau.

Ein wesentlicher Vorteil ist die deutlich niedrigere Steuerbelastung. Mit einer Körperschaftsteuer von lediglich neun Prozent verfügt Ungarn über den niedrigsten Unternehmenssteuersatz in der gesamten Europäischen Union. In Deutschland summiert sich die Belastung aus Körperschaft- und Gewerbesteuer dagegen auf nahezu 30 Prozent. Hinzu kommen niedrigere Energiepreise, günstigere Grundstücks- und Mietkosten, schnellere Genehmigungsverfahren sowie umfangreiche staatliche Förderprogramme für Industrieansiedlungen.

Dieses investitionsfreundliche Umfeld ist über viele Jahre hinweg entstanden. Die Regierung von Viktor Orbán führte die niedrige Körperschaftsteuer bereits 2017 ein, um internationale Investoren gezielt anzulocken. Zudem öffnete sich Ungarn unter Orbán verstärkt für chinesische Großinvestitionen – darunter auch das BYD-Werk.

Mit der Parlamentswahl im April 2026 endete Orbáns 16-jährige Amtszeit. Die Tisza-Partei unter Péter Magyar errang eine Zweidrittelmehrheit und übernahm die Regierung. Unter dem neuen Ministerpräsidenten könnte sich die Standortpolitik künftig verändern. Denkbar wären unter anderem eine stärkere Regulierung, zusätzliche bürokratische Vorgaben und eine höhere Steuerbelastung. Auch die Energiepreise könnten langfristig steigen, falls Ungarn seinen bislang überwiegend auf Kernkraft und Erdgas basierenden Strommix stärker auf wetterabhängige erneuerbare Energien umstellt und sich damit energiepolitisch stärker an anderen EU-Staaten orientiert.

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98 Kommentare

  • Ich kann mittlerweile JEDES Unternehmen verstehen das hier, im besten Deutschland was wir jemals hatten, die Biege macht und die Tür abschließt. Und dahin geht, wo Arbeitsplätze noch willkommen sind, nicht jedes Gramm CO2 vorgezählt wird und eine eigene Abteilung nur für jede unsinnige Dokumentation aufgemacht werden muss. Von den Energiekosten reden wir schon gar nicht.

    Ach ja, und wo es auch dann verlässlich Strom gibt wenn „Sonne und Wind“ mal nicht liefern, aber in Deutschland erklärt wird, das man halt „angebotsorientiert“ arbeiten und fertigen soll … und die Bänder dann stillstehen.

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    • In Deutschland werden dann Lastenräder und Einspanngeschirr für Esel produziert.
      Auch nicht schlecht – öfter mal was neues.

      • Die bekommen aber keinen Parkplatz.

      • Die Esel aus der Politik fahren dann BMW etc.
        Ungarn ist nicht die BRD das Co 2
        Ziel ist erreicht

      • „In Deutschland werden dann Lastenräder und Einspanngeschirr für Esel produziert.“ Ob das mit den Eseln gut geht, darf angezweifelt werden ,wegen irgendwelchen Ausdünstungen die von „Experten“ noch gefunden werden . Einfacher und sicherer wäre es wohl die vielfältigen und bunten Fachkräfte aus aller Welt nach asiatischem Vorbild zu Kulis auszubilden, auch wegen dafür ausreichenden Vorraussetungen …

      • Mit dem Geschirr sollten die Esel, die uns das eingebrockt haben außer Landes geführt werden.

      • Sie haben mich eben zum lächeln gebracht. Ich habe mir Gerade vorgestellt wie ein gewisser SPD-Politiker der Frau Weidel in die Geisterbahn wünscht im Eselsgeschirr meinen Karren zieht und ich halte eine Möhre an der Angel vor seinen Kopf damit er läuft.

    • Was werden unsere Grünen und linken SPD-CDU-Pappnasen sagen ? „Ich brauche keine Millionen, mir fehlt kein Pfennig zum Glück“ ? – Ja und dann ?
      Den Merz, die anderen feigen Mitmacher und die Mainstreampresse kümmert es anscheinend wenig. Man heuchelt sich lieber durch seine woke Welt – bis zum Untergang…

    • Dank der komplett unfähigen Regierung wird Deutschland klimaneutral.

      Dafür werden Autos, Stahl, Chemi in Osteuropa und Asien produziert.

      Aber das überreißen die geistig unterbelichteten in der Regierung nicht.

      Hauptsache bunt und die Brandmauer steht

  • Die deutsche Automobilindustrie ist nicht tot, sie produziert lediglich woanders. Morgenthau-Plan wird umgesetzt 😉

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    • Genau SO.

      Leute wie dieser Blume machen doch inzwischen bei der deutschen Regierung nur noch gute Miene zum bösen Spiel – sie geben vor den Irrweg der Regierung mitzugehen und planen intern ohne Deutschland.

      Ein Beispiel?
      Zwickau galt bisher als „Herz der E-Mobilität“. Die dort geborenen Autos (ID3, ID4, ID5 und Audi Q4) haben jedoch eins gemeinsam: sie sind viel zu teuer und daher nicht konkurrenzfähig. Warum? Energiekosten in Deutschland zu hoch und Lohnkosten dank Gewerkschaften VIEL zu hoch.

      Nun bringt VW die ersten, für die Allgemeinheit wirklich bezahlbaren E-Autos (Cupra Raval, VW ID.Polo, ID.Cross), die Liste 25.000€ kosten, also nach Verhandlung beim Händler eher bei 20.000€ liegen, mit der E-Auto-Förderung sogar für nur rund 15.000€ zu kriegen sind und (habe ich selber in einem Autohaus getestet) überraschend viel Platz im Innenraum bieten.
      Und wo werden diese produziert? Richtig, nicht in Zwickau, sondern in Martorell (Spanien).

      Pech für Deutschland.

      • An den Wahlergebnissen sieht man, dass es von der Bevölkerung gewollt ist, und zwar seit Jahren.

      • Das mit „Mit Förderung“ gehört ABGESCHAFFT , denn es kann nicht sein dass die Allgemeinheit „Ihr“ Auto mitbezahlt ( analog WPH ) .

        So ein Polochen sollte max 13000 kosten also als Basis eben so 8500 mehr ist das auch nicht wert .

        • Bin ich voll bei dir. Ohne die ständigen Förderungen wären die Preise automatisch günstiger, da diese Förderungen von den Herstellern/Verkäufern nicht mit eingepreist würden.

          Aber:
          Mir ist es immer noch lieber, dass es Förderungen gibt, die dann deutschen Firmen zu Gute kommen, wovon dann auch wieder Löhne usw. bezahlt werden, die dann auch den Sozialversicherungen zu Gute kommen, als dass dieses Geld in Kühlschränke in Nigeria fließt usw., wovon wir dann absolut überhaupt gar nichts haben. Noch schöner wäre es natürlich, wenn das Geld überhaupt nicht verschwendet würde, aber solange das Volk Verschwender wählt, wird sich daran auch nichts ändern.

          Zum „Polo sollte 13.000€ kosten“:
          Bin ich auch voll bei dir. Aber schau dir mal an, wie die Autos dank EU inzwischen aussehen MÜSSEN, weil sie sonst gar nicht zugelassen werden dürfen…
          Die seit diesem Monat zugelassenen Neuwagen brauchen Vorrichtungen für Alco-Locks, Fahrerüberwachungen, damit direkt alles anfängt zu piepsen, wenn er mal 3 Sekunden nicht auf die Straße guckt (um z.B. auf dem Display das nächste Lied zu tippen) oder 1km/h schneller als erlaubt fährt, der Lenkradeingriff sobald man in die Nähe der Begrenzungslinie kommt usw. usw. usw.
          Sinnvolle Dinge wie eCall, damit das Auto selbstständig den Notarzt ruft, wenn man einen Unfall hat, sind ja schon seit einigen Jahren Pflicht.

          Das sind fast alles total sinnfreie Sachen, die 99% der Kunden (und auch Hersteller) überhaupt nicht wollen, die aber von der EU vorgeschrieben werden und entsprechend die Autokosten exorbitant in die Höhe treiben.
          Einen Polo für 13.000€ wird es daher niemals mehr geben, wenn davon schon 2.100€ für die Umsatzsteuer draufgehen und von den restlichen 11.000€ dann das Auto und die ganzen Assistenzsysteme, das Personal und die Miete des Händlers und was da sonst noch alles in der Kette vorhanden ist bezahlt werden müssen…

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    • Es sieht genau danach aus.

  • Jetzt ist sie eben da, die Transformation.

  • Sowas nennt man dann wohl „Länderfinanzausgleich“ auf EU-Ebene !?

  • Es ist hierzulande schlicht nicht erwünscht, dass menschlicher Arbeit ein Sinn verliehen ist. Zwar machte angesichts dessen zuletzt noch vor rund zwanzig Jahren eine Betriebsrätin bei den Kögel Fahrzeugwerken die Probe aufs Exempel und wollte die Frage auf die Tagesordnung setzen. Aber ein hauptamtlicher Gewerkschaftsfunktionär, der während der damaligen Sitzung zugegen war, veranlasste, sich damit nicht zu befassen. Wenig später hatte das Unternehmen vor Gericht zum dann wiederholten Mal die Zahlungsunfähigkeit zu erklären. Der in Europa einstige Marktführer für Anhänger und Aufbauten ist seitdem nur noch ein Schatten seiner selbst.

  • Was würde Louis de Funes jetzt sagen? Nein, doch ooh..
    Das konnte ja keiner ahnen

  • Für mich ist klar: kein deutscher Unternehmer muss und soll eine solch mutwillig und vorsätzlich desaströse Wirtschaftspolitik hinnehmen oder Verständnis dafür haben. Die Antwort muss hart, klar und entschlossen sein.d.h. Abwanderung und Verlagerung in vernünftige Länder.

  • Tja bald gibt es keine deutsche Automobilindustrie mehr. Dafür eine ungarische Automobilindustrie mit deutschen Wurzeln.

  • Neben den genannten Hauptgründen spielt sicher eine Hoffnungslosigkeit hinsichtlich der Erwartung eine Rolle, daran ließe sich etwas ändern.
    Solange die Union sich genau die politischen Kräfte ans Bein bindet, die für diese „Hauptgründe“ verantwortlich sind, bleiben und werden weiterhin die deutschen Arbeitnehmer aufs Abstellgleis verortet; von wo ihnen auch noch abverlangt wird, ihrer eigene Konkurrenz von Ungarn bis Indien günstigere Standortbedingungen zu finanzieren.
    Neben der Union sind es ausgerechnet die Gewerkschaften die ihren Mitgliedern insofern in den Rücken fallen, als sie sich primär als Abgesandte ihrer sie protegierenden Parteien verstehen, die fest der Meinung zu sein scheinen, die Arbeitsergebnisse der deutschen Belegschaften seien mit der ganzen Welt zu teilen.

  • Gibt es bald wieder sehr viele „Ungarndeutsche“ ???

  • Zum Ausgleich der Standortsnachteile in Deutschland sollte Unternehmen, die in Deutschland produzieren, eine Subvention ausbezahlt werden.
    Ähnlich den Milliardensubventionen für Intel in Dresden.

  • Es gab einen ähnlichen Beitrag zum Thema.
    Der durchschnittliche Arbeitslohn in Deutschland beträgt 45 Euro-in Ungarn 15 Euro.

    In Ungarn wird jährlich 200 Stunden mehr gearbeitet
    Die Krankentage sind wesentlich geringer.

    Aber-da die ganze Welt Deutschland als Vorbild sieht-wird sich das bald schon angleichen.
    Und so lange können arbeitslose Deutsche als Gastarbeiter für 15 Euro Stundenlohn….25 Euro Kindergeld in Ungarn arbeiten.

    Während arbeitslose Ungarn in Deutschland mit Bürgergeld–Heizung, Miete, Kindergeld gut zu Hause im Zweitwohnsitz zurecht kommen.

  • Schon Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender von Rheinmetall erkannte die Vorzüge vom Standort Ungarn. Alles was Rheinmetall brauchte, Viktor Orbán gab ihnen alles. Orbán war stets ein verlässlicher Partner. Pappergers Lobeshymnen bestätigten dieses. Rheinmetall Hungary Zrt. eine vorausgesagte Erfolgsgeschichte. Es war nur eine Frage der Zeit das diese Vorzüge von der hiesigen Automobilbranche erkannt wurden und nun nachgelegt haben. Péter Magyar wird die Politik von Orban weiterführen. Er weiß geschickt mit der EU umzugehen. Ein bisschen weniger Korruption und schon glaubt man ihm alles und die Gelder der EU fließen. In Westeuropa hat man es bis heute nicht verstanden, in Osteuropa ticken die Uhren anders. Und eines wird er sicherlich nicht machen. Energiepolitisch sich von wetterabhängigen erneuerbare Energien abhängig machen. Kernkraft abschalten? Da wurde er sicherlich von seinen deutschen Partnern schon längst auf Knien darum gebeten dieses bloß nicht zu tun. Gefällt mir.

  • Weg damit ins Ausland, nur wer soll dann noch den mittlerweile Technikschrot kaufen.
    Jedes japanische und fast jedes koreanische oder chinesische Auto ist zuverlässiger und wesentlich günstiger als die deutschen Produkte.
    Es klingt bitter und doch ist es so, da die deutsche Autoindustrie in der Fahrzeuggrundausstattung viel billiges Plastik und die billige chinesische Elektronik verbauen. Die Fahrzeuge müssen oft zu horenten Preisen, nach ca. 3 Jahren in die Werkstatt die nicht mehr reparieren sondern nur noch austauschen kann.

    Drehknöpfen für Lüftung und Co. gibt es nicht mehr, stattdessen Discobeleuchtung und unzuverlässige Assistenzsysteme.
    Das ganze ist so billig gefertigt, das die Gewinncharge beim Verkauf eines sogenannten deutschen Autos in den letzten wenigen Jahren sich mehr als verdoppelt hat und die jährlichen Servicekosten gar vervierfacht, wenn die 3jahres Altersgrenze überschritten ist.

    • Ich bin kein Fan von dem, was hier in Europa läuft, aber Leute wie du gehen mir inzwischen genauso auf den Sack wie SPD- oder CDU-Politiker.

      Dieses „Die Chinesen sind besser und billiger“ kommt in der Tat primär von Leuten, die keine Ahnung haben und auch überhaupt keine Ansprüche an irgendwas haben.

      Jüngstes Beispiel, ganz frisch:
      Ich war erst gestern unterwegs, um mir als Audi-Oberklasse-Fahrer den neuen VW ID.Polo für 25.000€ (Listenpreis) anzusehen. Der ist völlig ausreichend für die Kundentermine innerhalb der Stadt und der Ladestrom bei Aldi ist sogar günstiger als der Strom Zuhause.

      Im gleichen Autohaus gab es auch China-Autos von BYD, die mir als Alternative gezeigt wurden. Ich habe mich reingesetzt und… bin kurz darauf wieder weggegangen. Der Plastik darin wirkte so, als wenn er keine 5 Jahre übersteht, das Infotainment-System sah aus wie ein 25€-AliExpress-Gerät und hatte eine Sprachmischung aus Englisch und Deutsch, wobei der deutsche Teil etliche Übersetzungsfehler…

      • … drin hatte und einer dieser Plastik-Sticks, um die Luftdüse in der Richtung zu verstellen war bereits abgebrochen, weil minderwertigster Plastik.
        Mit dem Fahrwerk haben diese Teile auch die reinsten Probleme.

        Dann stand dort ein erst seit 06/2025 in Europa angebotenes Fahrzeug (irgendwas mit „Surf“ als Modell), den die Verkäuferin mir zwar schmackhaft machen wollte, wo dann aber ein anderer Verkäufer ankam und meinte „Der wird nicht mehr produziert“.

        Und jetzt mal mitdenken.
        Angenommen du kaufst dir diese Karre und in 4-5 Jahren hast du da irgendeinen Defekt dran oder du hast einen leichten Unfall, dass du z.B. eine neue Stoßstange brauchst, um mit dem Fahrzeug überhaupt erst wieder auf die Straße zu dürfen.
        Dann gehst du zum Händler und der sagt „Ihr Auto ist zwar erst 4 Jahre alt, wird aber seit 3 Jahren nicht mehr gebaut und gibt auch keine Ersatzteile mehr dafür.

        Dann kannste dein ach-so-günstiges China-Auto vollständig entsorgen…

        Die China-Karren sind keine Alternative.

        • Fortsetzung wegen Zeichenbegrenzung:

          … haben sich den gleichen Schrottwagen in neu gekauft. Und dann reden die sich den Kram noch schön, von wegen „Der Wagen war ja auch schon 7 Jahre alt und hatte schon 130.000 gelaufen.“…

          Ich denke mir da nur noch meinen Teil und sage gar nichts mehr dazu. Wir haben hier unter anderem einen Audi A5 von 2013 stehen, der noch nie einen Audi-Service gesehen hat und eben nur die regelmäßigen Behandlungen wie Ölwechsel, Bremsflüssigkeitswechsel und Bremsen/Reifen bekommt. 320.000 Km aufm Tacho, hatte bis heute nicht einen einzigen Defekt und hört sich auch im Betrieb sehr gesund an.

          Aber wenn die Grillbesuche ja behaupten, dass das nach 7-8 Jahren schrottreife Auto „das Gleiche, kein Unterschied zum Deutschen“ ist, muss es ja so sein…
          Sind dann übrigens die gleichen Leute, die behaupten BYD usw. wäre alles „genauso gut“ und „das Gleiche“ – schließlich hat der Nachbar oder Arbeitskollege das ja gesagt…

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        • 2. Fortsetzung wegen Zeichenbegrenzung:

          Falls du ernsthaftes Interesse daran hast:

          Geh gerne auf mobile .de oder andere Portale und spiel dort mal mit den Suchparametern rum und vergleiche die Ergebnisse.

          Gerne z.B. bei VW oder Audi die entsprechenden Fahrzeuge mit >100.000km oder >200.000km suchen und dann die klassengleichen Fahrzeuge z.B. von Hijundi oder Kia nehmen und die gleichen Parameter dransetzen.

          Komisch, dass es dann bei den deutschen Fabrikaten reichlich Auswahl gibt, während bei den Koreanern deutschlandweit nur noch 5-10 Fahrzeuge zur Auswahl stehen, die einen Restwert von einer Portion Fritten mit Schnitzel haben.

          Aber „ist ja genau das Gleiche“…

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        • @Nundenn:

          Ich bin nicht pro-deutsch. Ich finde gerade die deutschen Fabrikate ebenfalls zu teuer (auch wenn die Qualität besser als Korea usw. ist).

          Aber man sollte mal nüchtern sprechen und nicht immer nur Parolen, die man irgendwo aufgeschnappt hat, weiterbrüllen, ohne selber Ahnung zu haben.

          Mal ein Beispiel aus meinem privaten Umfeld:
          Bei Grillparties oder so habe ich sehr viele Hijundi-Schrottkäufer am Tisch sitzen. Die labern pauschal und grundsätzlich ALLE davon, dass sie ja besonders klug wären, weil ihr Hijundi aus Korea stolze 3.000€ günstiger gewesen wäre als ein deutsches Fabrikat. Garniert mit dem Spruch „Ist ja das Gleiche“ und „Merkt man keinen Unterschied“.
          Dann ist die Karre aus Korea 4-5 Jahre alt. Sie kommen damit angefahren und der Motor hört sich schon minderwertig an. Entweder richtung Rasenmäher oder mit schleifenden Geräuschen usw.
          Bei den Gesprächen geht es dann schon primär um Werkstatt und Wehwehchen – und 1-2 Jahre später haben sie die Karre verkauft und

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        • Was gab es für die prodeutsche Autoindustriehaltung, etwas einen deutschen Neuwagen?

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      • Dann fahr doch Audi Oberklasse….grins

        • Tut er doch. Aber jemand mit Gehirn und Verstand versteht sein Posting so, dass er Besseres gewohnt ist und eben merkt, wenn man ihm minderwertigen Kram unterjubeln will, anstatt das als Prahlerei abzutun.

          Ich habe mir auch mal diese BYD-Autos in Showrooms angesehen, weil man dieses „die Chinesen sind besser und billiger“ immer öfter hört. Und ich gebe ihm hier voll recht, dass diese Karren mit Ramsch von AliExpress vergleichbar sind. Wer was anderes sagt hat eben noch nie in einem vernünftigen Auto gesessen.

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  • Die Großunternehmer hätten die Macht etwas zu verändern. Sie haben bei allem immer mitgemacht und die Auswanderung macht es nicht besser. Vor allem werden dort wieder Millarden in den Sand gesetzt, wenn man den Blick auf den neuen Machthaber führt. Wie überall in Deutschland, in amtierendenr Politik und Industrei, fehlt in den oberen Etagen die Kernkompetenz.

  • Per se kann Mercedes und co nach Ungarn gehen ….

    ABER , wenn die sich einbilden hier in D solche Autos mit eben „Premiumaufschlag“ verticken zu wollen …. DAS GEHT NICHT

    sprich so ein mini G darf dann halt nur 22222 Kosten bei Schlüsselnübergabe udn eben nicht 66666 oder 88888 oder sechstellig, was der typische feuchte Traum solcher Manager ist .

    das gilt auch für chinesische Autos , denn auch die „nehmen“ die Dt Preislandschaft mit statt …Auch VW verlangt für in D produzierte ID3 in China nur 16000 wenn überhaupt … udn was will man in D ?

    Fazit Die Autopreise sind völlig aus dem Ruder gelaufen und sind pauschal um den Faktor 3 zu reduzieren …. Wenn „die“ das nicht machen – wird eben kein Auto gekauft . so easy ist das !

    • Eine wertfreie Frage, da ich diesbezüglich nicht informiert bin:

      Haben diese Autos dieselbe Ausstattung für den chinesischen Markt, oder fehlt da die Hälfte?

      Und mit Ausstattung meine ich nicht ein Leder- oder Plastiklenkrad, sondern diesen ganzen Dreck, den die EU inzwischen vorschreibt, um den Fahrer und Insassen schlimmer auszuspionieren, als es sich die Chinesen trauen würden.

      Wenn ich daran denke, wie ich mir vor ca. 6 Jahren mal aus reinem Interesse einen Neuwagen der oberen Mittelklasse konfiguriert habe… Da konnte man sich diese kamera- und radarbasierten Bremsassistenten usw. hinzubuchen und musste dafür dann rund 12.000€ zusätzlich bezahlen, wenn man diese haben wollte.
      Seit diesem Jahr sind diese ganzen Assistenten von der EU als Pflichtausstattung in JEDEM Neuwagen vorgeschrieben, da die Karre sonst keine Typengenehmigung bekommt.

      Wenn das also in der EU alles Pflicht ist und in China alles nicht verbaut ist, würde das diese Preisdifferenz erklären.

  • Dann gibt es noch weniger Steuern in Deutschland und Lars muss sich wieder neue Attacken gegen das eigene Volk ausdenken. Achtung Ironie…
    Es könnte noch eine Atemsteuer eingeführt werden… Pro Atemzug… Steuern.

    • Die „Luftsteuer“ wurde ja schon von den Links-Grün-Extremistischen Kartellparteien mehrfach, unter verschiedenen Namen eingeführt.

    • Atemsteuer glaube ich nicht. Aber eine Furzsteuer halte ich für möglich. Sie wissen schon, wegen dem Methan (der Dativ ist dem Genitiv sein Tod).

  • Die Lösung ist doch schon da. Die deutschen Autobauer nutzen ihre Produktionskapazitäten für Rüstungsprodukte, schließlich möchte die aktuelle deutsche Regierung ja bald die stärkste Streitmacht in Europa haben.
    Und nach dem nächsten Krieg mit Rußland können alle nochmal von vorne anfangen.

  • Ganz nach Merz der große Sprung nach vorne der Automobilindustrie. Weitere Erhöhungen der CO2 Steuer und die jetzt schon weltweit höchsten Energiepreise, Steuern werden den Rest der Industrie auch noch erledigen. Aber die AFD ist das größte Problem der Altparteien…

    • „Ganz nach Merz der große Sprung nach vorne der Automobilindustrie. “ Merz meinte sicher den ganz grossen Sprung bei der Produktion von Militärfahrzeugen für die BUWE , die dann an die UKRaine verschenkt werden sollen..🤣😠😂

  • Mercedes schließt ab? Bestens. Hauptsache, BaWü hat eine grüne Regierung. Ich gratuliere dem Wähler!

  • Tja der viel gescholtene Viktor…. hat er offenbar einiges richtig gemacht für sein Land.

  • Orban hat das Land für Investoren fit gemacht, während unsere Regierung alles daran setzt, Unternehmen zur Aufgabe oder zur Flucht zu zwingen.

  • Grüne CO2-Weltuntergangs-Politik bei der Arbeit.
    Die allerdings auch von CDU/CSU, SPD, FDP und natürlich der EU umgesetzt wird.

    Wenn Deutschland dann „klimaneutral“ ist, arbeiten eben alle für den Staat.
    Ist doch gar kein Problem.
    🙂
    Das Auto aus Ungarn bezahlen wir dann mit Gendersternchen.

  • Recht so, immer raus aus D. Bis es auch der letzte Depp kapiert, dass hier was schief läuft 👍🏻

  • Wo sind die Arbeiter? Warum gehen die nicht auf die Straße? Wenn ich sehe, dass die Belegschaft bei VW hinter der IG Metall herläuft und nicht merkt, dass die Linken Gewerkschaften eine große Schuld am Niedergang unserer Autoindustrie trägt, verstehe ich die Welt nicht mehr.

    • Weil das Gehirnlose sind.

      Die sind treudoof in ihren geliebten Gewerkschaften und viele deswegen sogar SPD-Mitglied, denn „die tun was für uns“.

      Und die SPD-Funktionäre in den Gewerkschaften sagen ihnen dann eben, dass die Werksschließung alles nur die Schuld von Trump, Putin oder der AfD wäre. Das wird dann geglaubt und brav weiter SPD gewählt und 1-2% ihres Bruttoeinkommens brav weiterhin an die Gewerkschaft gezahlt, die fleißig den eigenen Arbeitsplatz beseitigt.

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