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Außenminister

Wadephul beklagt in Brasilien ausländerfeindliche „Überreaktionen von Deutschen“

Außenminister Johann Wadephul hat bei einem Besuch in Brasilien um ausländische Fachkräfte geworben – und in diesem Zusammenhang problematische „Überreaktionen von Deutschen“ auf Zuwanderung moniert. Fremdenfeindlichkeit dürfe nicht dazu führen, qualifizierte Zuwanderer abzuschrecken, sagte der CDU-Politiker.

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Außenminister Johann Wadephul (CDU) und der ehemalige deutsche Nationalspieler Cacau bei einer gemeinsamen Veranstaltung in São Paulo (IMAGO/)

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Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat bei seinem Besuch in Brasilien um ausländische Fachkräfte für Deutschland geworben und dabei über Sorgen vor Fremdenfeindlichkeit in der Bundesrepublik gesprochen. Bei einem Besuch des Goethe-Instituts in der Wirtschaftsmetropole São Paulo sagte der Minister am Donnerstag, in der öffentlichen Debatte über Migration werde „ein bisschen zu viel über die Probleme als über das Gelingen gesprochen“. Tatsächlich „gelingt nämlich sehr viel“.

Hintergrund der Äußerungen waren die vom Leiter der „Spracharbeit Südamerika“ des Goethe-Instituts, Jörg Klinner, an den CDU-Politiker herangetragenen Ängste junger Brasilianer vor Ausländerfeindlichkeit und Rassismus in Deutschland. Wadephul informierte sich dabei unter anderem über die Pläne eines 18-jährigen Sprachschülers, der für eine Ausbildung zum Krankenpfleger nach Cottbus gehen möchte.

Mit Blick auf die Migrationsdebatte in Deutschland erklärte der Außenminister, dass es „Widerstände“ gegen Zuwanderung gebe. Zwar gebe es als Folge der Migrationspolitik auch „problematische Kriminalität“ von Ausländern. Daneben gebe es allerdings „auch viele Überreaktionen von Deutschen, die auch problematisch und unnötig sind“, sagte Wadephul. Deutschland befinde sich „in einem Lernprozess“ darüber, „wer Deutscher ist, wer zu Deutschland gehört oder wer Staatsbürger werden kann“.

Nach den Worten des CDU-Politikers müsse sich das Verständnis von Zugehörigkeit weiterentwickeln. Deutschland bewege sich dabei in eine Richtung, „die früher eher für die USA gegolten habe“. Jeder, der bereit sei, sich in die Gesellschaft zu integrieren, ihre Regeln zu akzeptieren, die Sprache zu beherrschen und einen Beitrag zum Gemeinwesen zu leisten, „soll dazugehören und soll Teil des Ganzen sein“. Diese Geschichte müsse Deutschland „jetzt mehr und mehr erzählen“. Denjenigen, die dies „politisch anders erzählen“ wollten, werde man „sehr, sehr deutlich widersprechen“.

Einen Schwerpunkt legte Wadephul in São Paulo auf die Anwerbung qualifizierter Arbeitskräfte. Wadephul betonte, Deutschland sei auf qualifizierte Zuwanderung angewiesen und müsse sich für ausländische Fachkräfte als offenes Einwanderungsland präsentieren. Goethe-Institute und deutsche Auslandsschulen seien dabei unverzichtbar, weil sie Deutschkenntnisse vermittelten und damit den Schlüssel für eine erfolgreiche Integration lieferten.

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Laut Wadephul besuchen in Brasilien mehr als 10.000 Schüler deutsche Auslandsschulen. Rund 80 Prozent der Absolventen entschieden sich anschließend für ein Studium in Deutschland. Insgesamt gibt es im Land vier Goethe-Institute, an denen jährlich rund 2.800 Frauen und Männer Sprachkurse besuchen; brasilienweit legen nach Angaben des Goethe-Instituts jedes Jahr knapp 10.000 Menschen Sprachprüfungen ab.

Der Besuch in São Paulo war Teil einer mehrtägigen Südamerikareise des Außenministers. Zum Abschluss seiner Reise wollte Wadephul in der brasilianischen Hauptstadt Brasília mit seinem Amtskollegen Mauro Vieira zusammentreffen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen neben der wirtschaftlichen Zusammenarbeit insbesondere die Umsetzung des Mercosur-Freihandelsabkommens sowie die Vertiefung der Beziehungen zwischen Deutschland und Brasilien.

mmx

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116 Kommentare

  • WELT: Anhänger des Mullah-Regimes: Wenn der Islamismus auf deutschen Straßen marschiert. WELT: „Wird europaweit wahrgenommen“ – Erste islamisch-theologische Fakultät nimmt Betrieb auf.
    Der jahrtausend alte Konkurrenzkampf der beiden Weltreligionen ist entschieden. Das Christentum ist im Stammgebiet besiegt. Das Trojanische Pferd wurde mit Blumen, Jubel und Teddybären reingeholt. Geschichte wiederholt sich.

    • Nicht, dass ich das jetzt direkt propagieren wollte.
      Aber, man könnte auch den Gedanken fassen:

      Je mehr wir jetzt an Migrtion aus nicht muslimischen Gebieten bekommen, desto geringer wird der Anteil der Mohammedaner an unserer Gesamtbevölkerung.

      Und das wäre für mich, ein sehr positiver Effekt.

      Abgesehen davon, dass ich Deutschland mit über 80 Mio. Einwohnern ohnehin als etwas zu voll betrachte.

  • Wadephul will die ausgewanderten Deutschen haben und nicht die Favelas. Dass Brasilien selbst Probleme mit Fachkräftemangel hat und schneller überaltert als die Bundesrepublik ist ihm wohl entgangen.

    • Die Deutsche Industrie entlässt gerade zu Zehntausenden hochqualifizierte Fachkräfte.
      Deutsche Krankenhäuser und Pflegeheime gehen reihenweise insolvent und entlassen ihr qualifiziertes Personal.
      Und deshalb brauchen wir jetzt brasilianische „Fachkräfte“?? Die sind sicher besser ausgebildet als die deutschen….!!??
      Oder geht es doch nur um die Flutung und Zersetzung der deutschen Gesellschaft durch kulturfremde Einwanderung?

      139
      • Der letzte Absatz. Was sonst.

      • Brasilianer sind keine Muslime, also ganz gut integrierbar.

        • Wozu braucht man noch mehr Einwandernde?

          6
        • Sam1 03.07.2026 um 11:02 Uhr

          Es muss „Einwanderer“ heißen.

          Aber die Frage ist natürlich erlaubt.

          🙂

          4
        • Weil Coudenhove-Kalergi sich so geschämt hat, dass er ein Mischling war, erfand er die Theorie, dass alle Welt sich vermischen müsse, damit er nicht so auffällt. Einem Neger, der sich mit Spaniern oder Indios vermischt hat, fehlt also noch eine Deutsche in der Sammlung, damit er voll integriert ist? Eher wird Schlesien wieder deutsch, als dass ich da zustimme.

          0
    • Deutschland spielt sich als rasistische Kolonialmacht der dritten Welt auf.

      in dem man dort dringend benötigte Fachkräfte entzieht, nimmt man diesen Lädern die Möglichkeit des Aufstieges.

      Wenn das kein Natziverhalten ist..

      • Deutsche Politiker reisen ins Ausland,
        um dort über Deutschland herzuziehen.
        Genau mein Humor.

    • Die Fachkräfte aus Brasilien sollen die Fachkräfte aus Syrien, Afghnaistan, Ukraine, Afrika die sich im Bürgergeld schmarotzen letztendlich finanzieren.

      Ganz tolles Geschätsmodell…

      • Die Ukraine sind das kleinste Problem – siehe Arbeitsmarktdaten in den Niederlanden.

        Für alle anderen aufgezählten empfehle ich: Remigration.

        • Onkel Hans 03.07.2026 um 10:22 Uhr

          Man muss nicht im status quo verbleiben.

          Und die Ukrainer sind deutlich gesellschafts- und kulturkompatibler als die meisten anderen Flüchtlingsgruppen.

          4
        • Deutschland ist nicht Holland
          oder habe ich was verpaßt?

          Aktuell leben ca. 1,3 Millionen Ukrainerinnen
          und Ukrainer in Deutschland. Etwa 37%
          arbeiten (Anm.: Wieviele Std. pro Monat?).

          8
        • In den meisten Ländern Ost- und Südosteuropas hat man einst die Deutschen angeworben und ansässig gemacht, weil sie intelligent, zuverlässig und fleissig waren. Nach dem Krieg hat man sie alle rausgeworfen oder massakriert und es später schwer bereut. Heute müssen wir sie wieder finanzieren, damit sie über die Runden kommen. Warum sollten wir Leute ins Land holen, die uns holen mussten oder noch heute unsere Hilfe brauchen, damit sie es in ihrem eigenen Land schaffen? Von denen ist doch nichts Großes zu erwarten.

          0
        • Onkel Hans 03.07.2026 um 10:22 Uhr

          Sie haben ja recht.
          Wie wäre es aber, wenn Deutschland einfach mal in die Puschen käme und Regelungen schafft, die sowohl fordern und fördern.

          In den NL geht es ja auch.

          3
  • Hat Brasilien zu viele überqualifizierte Menschen, die nur hier in D so richtig loslegen können? Oder ist das eine perfide Spielart des Kolonialismus …?

    Solange dieser Staat die Probleme Migration, Islam, Schneeballsystem Rente, Wohlfahrtsstaat nicht auf die Kette bekommt (und das ist nicht einmal in Ansätzen zu erkennen), erübrigt sich jede weitere Aktion.

    • wir brauchen dringend einen rechten verteidiger , sollte zu finden sein in brasilien.

      • Solche Leute haben aber bessere Optionen als Deutschland…

        • Welche wären das?
          Welche Länder nehmen großflächig Brasilianer auf?

          Habe heute gelesen, dass 80 % der Schüler, die in Brasilien ein deutsches Abitur machen auch zum studieren oder arbeiten nach Deutschland kommen.

          Es geht um etwa 10000 junge Leute.

          Diese kommen mit einem ganz anderen Bildungsstandard zu uns, als das was wir sonst gewohnt sind.

          6
        • @Lindblom – Das sind wohl fast alle die Nachkommen deutscher Auswanderer, die es reichlich gab. Die kann man unbesehen nehmen.

          0
      • 😂😂😂

    • Es gibt in Brasilien viele Nachfahren deutscher Auswanderer. Es gibt sogar noch deutsche Kommunen und etwa 10 000 Schüler machen pro Jahr in Brasilien ein deutsches Abitur.

      Von diesen jungen Menschen kommen 80 % zum studieren und arbeiten nach Deutschland.

      Diese Jugend ist deutlich qualifizierter (!) als die Migration die wir bisher größtenteils hatten.

      • Diese Jugend ist wahrscheinlich sogar qualifizierter als der originaldeutsche Durchschnittsabiturient.

  • Kanzler Merz hat Ende 2025 mit abwertenden Bemerkungen über die brasilianische Stadt Belém (Austragungsort der Klimakonferenz COP30) in Brasilien für Empörung und einen diplomatischen Eklat gesorgt.

    Er hatte Journalisten gefragt, wer dort bleiben wolle, und betont, dass alle froh gewesen seien, nach Deutschland zurückzukehren. Wurde Wadephul vor Reiseantritt darüber informiert?

  • „Jeder, der bereit sei, sich in die Gesellschaft zu integrieren, ihre Regeln zu akzeptieren, die Sprache zu beherrschen und einen Beitrag zum Gemeinwesen zu leisten, „soll dazugehören und soll Teil des Ganzen sein“.“

    Diese Aussage deckt sich tatsächlich relativ gut mit meinem Verständnis von nationaler Zugehörigkeit und sinnvoller Migration.

    Nur ist es doch seine eigene Partei, die CDU, die dieses Prinzip jahrelang mit Füßen getreten hat (und zum Teil immer noch tut), indem man Millionen ins Land gelassen hat, auf die keines der oben genannten Kriterien zutrifft.

    Und dann wundert er sich über die zum Teil überzogene Ablehnung von Migration im Allgemeinen, obwohl diese eine direkte Folge der Politik seiner eigenen Partei ist. Stattdessen tut er so, als käme das alles kontextlos aus dem luftleeren Raum.

    Liebe Politiker, etabliert ein vernünftiges System für Migration und die Gesellschaft wird wieder offener für kontrollierte Migration werden!

    • Naja. Wenn man das so verfolgen würde, müsste man locker 1 Milliarde Menschen aufnehmen wollen, hauptsächlich Asiaten. Zum Glück wollen die nicht.

      Zuwanderung muß immer auf das Vertretbare um Wohle der Gesellschaft begrenzt werden.

      • So habe ich das auch nicht gemeint. Natürlich sollten wir nicht jeden aufnehmen, der diese Kriterien erfüllt.

        Diese Kriterien sollten eine Grundvoraussetzung dafür sein, dass jemand überhaupt für eine dauerhafte Aufenthaltberechtigung in Deutschland in Betracht gezogen wird.

        Natürlich muss man anschließend nach Qualifikation, Bedarf und Kapazität entscheiden, wer von denen, die diese Kriterien erfüllen, tatsächlich ins Land darf.

        Gleichzeitig sollten wir jemanden, der diese Kriterien erfüllt und in Deutschland die Staatsbürgerschaft erhalten hat auch vollständig als deutsch akzeptieren, auch wenn die Person in einem anderen Land aufgewachsen ist und ethnisch kein Mitteleuropäer ist.

      • Daher sollte die Einwohnerzahl Deutschlands auch nicht weiter wachsen.
        Und wolle man die fehlenden Geburten ersetzen, dann sind mir Zuwanderer aus Brasilien deutlich lieber als die Freunde Mohammeds.
        Zudem kann eine derartige Migration, die Anteile der Mohammedaner in Deutschland verdünnen.

  • Die Deutschen im Ausland schlecht machen. Das wird Stimmen kosten. Das vergisst man nicht.

  • Mich stört die Ziffer auf dem Trikot. Meiner Meinung nach müsste dort 00 oder bestenfalls eine 0 stehen.

  • Die Brasilianer werden sicherlich nicht bevorzugt nach De auswandern. Falls überhaupt einer nach Europa geht, dann doch eher nach Portugal oder Spanien.

    • Portugal ist nach wie vor eines der ärmsten Länder der EU. Löhne sind extrem niedrig, die Kaufkraft gering.

      Als nordeuropäischer Rentner mit einer guten Pension lässt es sich dort sehr gut leben.

      Aber nicht als Arbeitnehmer.

      Auch Spanien hat, wenn auch etwas wohlhabender als Portugal, einen deutlich niedrigeren Lebensstandard als Deutschland.

    • In Deutschland wird für gut ausgebildete junge Menschen, die bereits Deutsch gelernt haben (deutsches Abi in Brasilien) aber ein deutlich besseres Angebot gemacht werden, als es Spaniern oder Portugiesen möglich ist.

      • @Lindblom, das mag sein, allerdings sind die Steuerabgaben und Lebenshaltungskosten in Deutschland weit höher als in Spanien und Portugal. Nicht umsonst wandern Deutsche gerne nach Portugal aus oder nach Spanien.

        • Also ich kenne (aber das ist natürlich kein Maßstab) nur Landsleute die nach Spanien ausgewandert sind, die ordentlich Geld mitgenommen und dort investiert haben.

          Oder eben Ruheständler.

          Deutsche Krankenschwestern/pfleger oder andere Arbeitnehmer die nach Spanien auswandern sind mir nicht bekannt.

          Wenn man überhaupt auswandern wollte, dann würde ich deutschem Gesundheitspersonal am ehesten Dänemark und Schweden empfehlen – obwohl die Abgaben dort auch sehr hoch sind; der Staat bietet aber auch mehr.

          4
  • Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verloren…
    …weshalb die Regierung auf der Suche nach einem anderen Volk…

  • „Jeder, der bereit sei, sich in die Gesellschaft zu integrieren, ihre Regeln zu akzeptieren, die Sprache zu beherrschen und einen Beitrag zum Gemeinwesen zu leisten, „soll dazugehören und soll Teil des Ganzen sein.“

    Hui. Ist der jetzt AfD Sympathisant ? 😉😅

  • Deutschland bewegt sich eben nicht Richtung USA, hier täuscht sich Wadephul, wir bewegen uns Richtung Libanon.

  • Fängt ja schon mal mit fehlendem und bezahlbarem Wohnraum an, der Anfang vom Ende, zumindest für wirkliche Fachkräfte.

  • Die CDU verjagt deutsche und bereits gut integrierte ausländische Fachkräfte seit Jahren. Seit über 10 Jahren haben wir Netto eine Auswanderung.

    • Nicht ganz richtig. Wir haben Netto eine Auswanderung bei sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.
      Von der reinen Anzahl der Menschen her haben wir Netto eine Zuwanderung. Eine Extreme sogar.

  • „Jeder, der bereit sei, sich in die Gesellschaft zu integrieren, ihre Regeln zu akzeptieren, die Sprache zu beherrschen und einen Beitrag zum Gemeinwesen zu leisten, „soll dazugehören und soll Teil des Ganzen sein“.“

    Dahin müssen wir uns nicht entwickeln, da sind wir schon lange.

    Bis auf die Tatsache, daß man das „jeder“ nicht ganz wörtlich nehmen sollte, was aber vielleicht der Kern von Wadephuls Aussage ist.

  • „Jeder, der bereit sei, sich in die Gesellschaft zu integrieren, ihre Regeln zu akzeptieren, die Sprache zu beherrschen und einen Beitrag zum Gemeinwesen zu leisten, „soll dazugehören und soll Teil des Ganzen sein“.“

    Hier muss ich Herrn Wadephul sehr, sehr deutlich widersprechen, denn die Realität ist eine völlig andere.
    Denn Integration, das befolgen von Regeln, das erlernen der Sprache und der Beitrag zum Gemeinwesen wird für jeden leicht erkennbar, oft nicht geleistet.
    Dafür müsste der Herr Minister nur mal eine Zeitung aufschlagen.

  • Wir könnten diese ganze Fachkräftedebatte endgültig beenden indem wir nur die enormen Rentenansprüche zusammenstreichen.

    • Nein, die Fachkräftedebatte wird dadurch nicht enden. Sie ist nur eine Nebelkerze. Es geht gar nicht um Fachkräfte.
      Wir sehen in Deutschland seit einigen Jahren einen beispiellosen Abbau der Industrie. Arbeitskräfte werden buchstäblich zu Tausenden freigesetzt. Die Arbeitslosenquote steigt. Wie soll da Mangel herrschen?
      Klar gibt es ein Verteilungsproblem und lokale Unterschiede aber sowas gleicht sich über die Zeit aus.
      Ansonsten gilt, wie immer, Angebot und Nachfrage. Wenn es einen Mangel gäbe müßten die Gehälter steigen. Ab einem bestimmten Punkt sind die unbesetzten Stellen dann so attraktiv, das sie besetzt werden. Sehen wir aber auch nicht. Ganz im Gegenteil. Das Gehaltsnivau ist fallend. Demnach ist die Nachfrage nicht da. Ohne hohe Nachfrage kein Mangel.
      Wenn es wirklich um Fachkräfte und die Wirtschaft gehen würde, würde man versuchen den Arbeitsmarkt attraktiv zu gestalten und auch um echte Fachkräfte werben. Die wird man aber kaum bis gar nicht in Drittweltländern finden.

  • Wir brauchen keine ausländische ‚Fachkräfte‘. Wir erleben gerade die größte Vernichtung von Arbeitsplätzen in der Geschichte des Landes.

  • Wofür sucht der denn noch „Fachkräfte“ ? Hat dem noch niemand erklärt, dass jeden Monat tausende in Deutschland ihren Job verlieren – Tendenz steigend??

  • Wadephul: …„auch viele Überreaktionen von Deutschen, die auch problematisch und unnötig sind“… Das soll er doch bitte den Angehörigen der Ermordeten und den Menschen mit „lebensverändernen“ schweren Verletzungen durch – meist sogar illegale – Zuwanderer ins Gesicht sagen.

  • Wirtschaftswachstum im Minus, die Industrie wandert ins Ausland ab….. wozu bitte schön sollen wir weitere Fachkräfte ins Land holen????In den nächsten Jahren werden die Arbeitslosenzahlen massiv steigen. Vielleicht sollte man besser dafür sorgen, dass die bereits vorhandenen“ Fachkräfte“ arbeiten gehen.

    • Das Problem ist, dass von 10 Neubürgern vielleicht maximal 2 in Arbeit kommen. Diese 2 fallen aber nicht unbedingt unter die Rubrik „Fachkraft“.
      Was fehlt ist Bildung und Ausbildung. Die Bildungslandschaft ist inzwischen inflationär von Abiturienten gekennzeichnet. Handwerker fehlen, weil ein Handwerksberuf nicht mehr geschätzt wird und als minderwertig in unserer Gesellschaft angesehen wird. Ähnliches trifft auf Dienstleistungsberufe zu. Ein Busfahrer wird geringer geschätzt als ein wenig systemrelevanter Soziologe. Eine Krankenschwester oder Pflegerin wird weniger anerkannt als eine Politologin. Diese gesellschaftlich schädlichen Wertungen müssen sich ändern. Dann würden wir auch mehr Fachkräfte im eigenen Land haben.

  • Hat sich einer unserer „Spitzen“-Politiker auch in Stade gezeigt und geäußert?

  • Deutschland befindet sich in einem Lernprozess darüber, wer Deutscher ist? Diese überhebliche Attitüde steht einem Politiker nicht gut zu Gesicht. Sagt er damit doch, dass der Souverän in Gänze gar nicht weiß, wer er ist. Und dass die gewählten Volksvertreter das viel besser beurteilen könnten. Solche „Besserwisser“ kann niemand leiden, Herr Wadephul. Wer das Volk ist, bestimmt immer noch das Volk selbst! Leute wie Sie oder vermeintliche Eliten können zwar Vorschläge machen oder mit extremistischen Parteien etwas auskungeln und das sogar in Gesetzesform gießen. Letztlich hat solch ein Treiben aber keinen Bestand, denn unsere Kultur ist resilienter als sie glauben oder wissen, Herr Minister.

    • Manchmal kommen zwei blöde Eigenschaften zusammen:

      Nicht die hellste Kerze auf der Torte sein; gepaart mit ganz viel Arroganz.

      🙂

  • Propagada, empfehle Blick in die PKS. Arbeitskräfte kommen sowieso nicht bzw. nur auf der Durchreise.

  • Ich denke, bei Brasilianern wäre das etwas andere, da sie in der Regel christlichen Glaubens sind uns also näher stehen als jene mit islamischen glauben.

    • Das sehe ich auch so.
      Wenn schon Zuwanderung, dann lieber diese als jene aus der sich bisher unsere Völkerwanderung speiste.

  • Zitat: „Einen Schwerpunkt legte Wadephul in São Paulo auf die Anwerbung qualifizierter Arbeitskräfte.“
    Ah, Entwicklungshilfe andersrum!
    Früher war es Deutschland, das qualifizierte Arbeitskräfte entsandte, um in der armen Welt Arbeitskräfte auszubilden. Heute bedient sich Deutschland in der Dritten Welt und in den Schwellenländern bei deren qualifizierten Arbeitskräften, die dort sicherlich dringender gebraucht werden.
    Mal wieder eine amoralische Aktion des moralisch aufgeplusterten Deutschland.

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