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Wagenknecht-Konflikt

BSW-Votum für Voigt: Vier Thüringer Kreisverbände fordern Sonderparteitag gegen Brombeer-Koalition

Nach dem BSW-Votum für den Verbleib in der Koalition mit CDU-Ministerpräsident Mario Voigt droht ein innerparteiliches Nachspiel: Vier Kreisverbände haben einen Sonderparteitag beantragt und erreichen damit das nötige Quorum.

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Katja Wolf (Landeschefin und Ministerin) und Parteigründerin Sahra Wagenknecht trennt ein tiefes Zerwürfnis. (IMAGO/Funke Foto Services)

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Nachdem sich die Thüringer BSW-Landtagsfraktion am Montag einstimmig für einen Verbleib in der sogenannten Brombeerkoalition unter Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) ausgesprochen hat, droht nun der Druck aus der Parteibasis zuzunehmen. Wie die Thüringer Allgemeine berichtet, haben vier Kreisverbände, nämlich Wartburgkreis, Ilm-Kreis, Unstrut-Hainich sowie Eichsfeld-Nordhausen-Kyffhäuser, in einer gemeinsamen Erklärung einen Sonderparteitag gefordert.

„Der nun anstehende Parteitag soll die Frage klären, ob das BSW weiter einen Ministerpräsidenten stützen soll, der durch den Entzug des Doktortitels wiederum bundesweit in die Schlagzeilen geraten und schwer angeschlagen ist“, heißt es in der gemeinsamen Stellungnahme der vier Kreisverbände. Damit stellen sie die weitere Unterstützung Voigts ausdrücklich zur Diskussion.

Die Technische Universität Chemnitz hatte Voigt Ende Januar 2026 nach einem Prüfverfahren die Doktorwürde aberkannt. Sein Widerspruch gegen die Entscheidung wurde im Juli zurückgewiesen. Daraufhin forderte der BSW-Bundesvorstand die Thüringer Landtagsfraktion auf, Voigt die Unterstützung zu entziehen und die Brombeerkoalition mit CDU und SPD zu beenden. Stattdessen solle ein überparteilicher Ministerpräsident gewählt werden, der mit wechselnden Mehrheiten regiert und die Brandmauer zur AfD einreißt.

Da sich die Thüringer BSW-Fraktion gegen den Vorstoß des Bundesvorstands stellte und stattdessen die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Voigt beschloss, droht der innerparteiliche Streit weiter zu eskalieren. Die vier Kreisverbände sollen laut Medienberichten in der zentralen Frage näher an der Linie der Bundesspitze liegen und die weitere Unterstützung des CDU-Ministerpräsidenten nun auf einem Sonderparteitag des Thüringer Landesverbands zur Diskussion stellen.

Die aktuelle Satzung des Thüringer BSW sieht vor, dass die Vorstände von mindestens einem Viertel der Kreisverbände einen außerordentlichen Landesparteitag beantragen können. Mit dem gemeinsamen Vorstoß der vier Verbände ist dieses Quorum erreicht. Für die Einladung der Mitglieder sieht die Satzung eine reguläre Frist von drei Wochen vor.

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Zwar kann ein Sonderparteitag die Entscheidung der Landtagsfraktion nicht unmittelbar rückgängig machen. Er könnte den politischen Druck auf die Abgeordneten und die Landesführung jedoch erheblich erhöhen. So könnte etwa eine Neuwahl des Landesvorstands, der in der Fraktion vertreten ist, beschlossen werden. Bislang ist Katja Wolf Co-Landesvorsitzende und Stellvertreterin von Voigt.

ahz

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22 Kommentare

  • Das BSW hat somit seine Glaubwürdigkeit verspielt und ist somit zukünftig Geschichte und nicht mehr wählbar.

    • Ist doch gut, dass es offen wird: alle links der AfD sind eins.
      Und da nützt auch nicht, wenn man bei Wahlen das Kreuz wechselt, wenn man neue Politik haben möchte.

  • Das BSW wurde nur erfunden um der AfD Stimmen abzunehmen und dann mit den Kartellparteien zu koalieren.

    • Ja. Und wer hat das Ruder übernommen: alte linke!
      Nicht, dass Wagenknecht nicht dazu gehörte.
      .
      Toller Coup von Björn Höcke, die so ins Scheinwerferlicht zu stellen.

  • Aber wehe die Steuererklärung wurde gefälscht…

  • Wenn man es sich erstmal ganz kuschelig in den Schaltstellen der Macht eingerichtet hat, geht man nicht freiwillig raus. Ist beim BSW genauso wie bei der SPD oder CDU

  • Wagenknecht und das BSW kleben in Thüringen genau so an ihren Stühlen, wie die Regierungspolitiker in Bonn. Fazit: Für mich nicht wählbar.

    • Schöner Versprecher: Bonn! Aber bin ganz Ihrer Meinung als PräBoomer! ;))

  • BSW auf den Spuren des langen Pinocchios.

  • Katja Wolff, ein Uboot der PDS, der Linken zur Sabotage des BSW. Der Kardinalfehler von Sara Wagenknecht.
    Ihr BSW wird an dieser Personalentscheidung zugrunde gehen.

    • Katja Wolf ist ein Kuckuck, der sich in fremde Nester einnistet. ..

  • Das BSW Thüringen ist endgültig zur politischen Resterampe geworden: große Klappe gegen das Establishment, aber sobald ein Ministersessel winkt, wird aus „Aufbruch“ erstaunlich geschmeidige CDU-Stütze. Voigt politisch angeschlagen? Egal. Bundesspitze dagegen? Egal. Eigene Basis rebelliert? Auch egal. Hauptsache, die Brombeer-Koalition trägt weiter Früchte – vorzugsweise Dienstwagen, Posten und Staatssekretäre.

    Jetzt braucht es schon einen Sonderparteitag, um herauszufinden, ob die Partei überhaupt noch weiß, wofür sie angeblich steht. Wagenknechts „neue politische Kraft“ zerlegt sich dabei in Rekordzeit in Fraktion, Führung und Fußvolk.

    BSW?
    Bündnis Sesselwärmer Wagenknecht – gegen „die da oben“, außer man sitzt inzwischen selbst dort.

  • BSW fehlt die Würde.

  • Wer diesem Mann die Stange hält, hat nichts verstanden.
    Und WIEDER beweisen BSW:
    Nur AfD.

  • Darf der Linken Troll Atlas auch mit abstimmen?

    • Ja, er ist Doppelbürger.
      Dazu links und ein Antisemit.

      • Der Halbbruder von Dödeldidi???

  • Einfach nur traurig, aber wahrscheinlich brauchen die BSW Leute noch eine längere Amtszeit, damit Ruhegelder und Pensionen stimmen. Leider ist das Rückgrat heutzutage bei vielen Politikern verloren gegangen.

    • Wer von denen hatte denn schon mal eines?

  • Für Geld machen die alles … Hauptsache die Kohle stimmt ! Frau Wagenknecht muss doch vorher geprüft haben , wie der Wind in Ihrer Partei weht , ansonsten kann Sie gleich abdanken !! Ihre Glaubwürdigkeit geht gegen Null , wenn Sie hier unterliegt !! Ich denke , die Partei wird dann endgültig den Bach hinunter gehen , wenn Sie Voigt weiter unterstützen !!!

  • Eines muss man der Lügenunion anerkennen. Das BSW passt perfekt zu Ihnen.
    Der einzige Unterschied zwischen den Parteien ist (noch), dass das Fußvolk der CDU noch mit marschiert.

  • “ Katja Wolf (Landeschefin und Ministerin) und Parteigründerin Sahra Wagenknecht trennt ein tiefes Zerwürfnis. “

    Stutenbissig.

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