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Neue Daten

Vermögende flüchten aus Deutschland: 400 Millionäre sind 2025 ausgewandert

Der Wirtschaftsstandort Deutschland verliert zunehmend seine Leistungsträger. Jedes Jahr kehren Hunderte Vermögende dem Land den Rücken. Zu den zentralen Ursachen zählen die stetig steigende Steuer- und Abgabenlast.

Immer mehr vermögende Deutsche verlegen ihren Wohnsitz ins Ausland. (IMAGO/greatif)

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Die wachsende Steuer- und Abgabenlast, wirtschaftliche Unsicherheit und eine zunehmend unvorteilhafte Standortpolitik bewegen immer mehr vermögende Deutsche dazu, ihren Wohnsitz ins Ausland zu verlagern. Laut der international tätigen Beratungsfirma Henley & Partners kehrten im Jahr 2025 rund 400 Millionäre Deutschland den Rücken. Der damit verbundene Vermögensabfluss beläuft sich auf etwa 1,87 Milliarden Euro.

Parallel dazu stiegen die eingehenden Anfragen deutscher Staatsangehöriger nach einem Wohnsitzwechsel bei Henley & Partners zwischen dem vierten Quartal 2025 und dem ersten Quartal 2026 um 16 Prozent. Grundlage für diese Daten ist der kürzlich veröffentlichte Private Wealth Migration Report 2026 von Henley & Partners.

Besonders schwer wiegt, dass es sich dabei nicht um einen kurzfristigen Trend handelt, sondern um eine Entwicklung, die seit Jahren an Dynamik gewinnt. Nach Daten der Henley-Beratung rückte Deutschland als Herkunftsmarkt für internationale Aufenthalts- und Staatsbürgerschaftsplanung innerhalb von nur zwei Jahren von Rang 24 im Jahr 2024 über Rang 19 im Jahr 2025 auf Rang 13 im Jahr 2026 vor. Kaum ein anderes Land der Welt verzeichnete in diesem kurzen Zeitraum einen vergleichbar starken Anstieg bei der Zahl „auswanderungswilliger“ Millionäre.

Dass die Abwanderungsdynamik nicht nur vorübergehend, sondern struktureller Natur ist und sich seit Jahren verschärft, zeigen auch breiter gefasste Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Demnach ist seit 2005 eine Nettoabwanderung deutscher Staatsbürger festzustellen. Das bedeutet, dass seit diesem Jahr mehr Deutsche das Land verlassen, als nach Deutschland zurückkehren. Besonders in den vergangenen fünf Jahren hat sich diese Entwicklung deutlich beschleunigt. Wanderten im Jahr 2021 noch rund 64.000 Deutsche aus, waren es 2022 bereits 81.000. Im Jahr 2025 stieg die Zahl schließlich auf 97.000.

Die Treiber hinter dieser Entwicklung benennt der Henley-Report klar: Im Zentrum steht vor allem die zunehmende steuerliche Belastung von Vermögen. Der Spitzensteuersatz auf Einkommen beträgt in Deutschland inzwischen 42 Prozent. Die sogenannte Reichensteuer liegt sogar bei 45 Prozent. Hinzu kommt die Kapitalertragsteuer in Höhe von 25 Prozent zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent (Stand: 2025).

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Hinzu kommen steigende Sozialabgaben. Die Beitragssätze sind in den vergangenen Jahren massiv gestiegen. Die private Krankenversicherung, für viele Gut- und Besserverdienende die Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung, verteuerte sich laut dem PKV-Verband allein im Jahr 2025 durchschnittlich um 18 Prozent. Wer als Selbstständiger oder Unternehmer kalkuliert, wie viel von jedem erwirtschafteten Euro nach Steuern, Abgaben und Versicherungskosten verbleibt, kommt in Deutschland schnell auf einen Wert von unter 50 Prozent.

Auch die Erbschaftsteuer kann klaffende Lücken in größere Vermögen reißen. Ein Beispiel: Nicht verwandte Erben der Steuerklasse III müssen bei Annahme eines Erbes teilweise mit Steuersätzen von bis zu 50 Prozent rechnen. Selbst für direkte Nachkommen greift die Erbschaftsteuer bei großen Vermögen mit Sätzen von bis zu 30 Prozent. Die gesetzlichen Freibeträge von 400.000 Euro pro Kind sind bei größeren Familienvermögen schnell ausgeschöpft.

Ein Faktor, der die Abwanderungsdynamik zusätzlich verschärft, ist die wachsende Unsicherheit über die Zukunft. Unter der Großen Koalition könnte die Abgabenlast für Vermögende schon bald weiter zunehmen.

Besonders brisant: Die Rentenkommission hat in ihrem Reformpaket zur Alterssicherung vom Juni 2026 empfohlen, Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen – eine Maßnahme, die insbesondere für Freiberufler, Unternehmer und gut verdienende Selbstständige eine zusätzliche Pflichtabgabe bedeuten würde. Hintergrund ist die Erschließung neuer Einnahmequellen, um das wachsende Defizit der Rentenversicherung auszugleichen.

Wer bislang privat vorgesorgt hat, würde künftig in ein verpflichtendes Umlageverfahren hineingezwungen. Der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung liegt im Jahr 2026 bei 18,6 Prozent. Bei Angestellten tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils die Hälfte, bei Selbstständigen würde hingegen der gesamte Beitragssatz auf die selbstständige Person entfallen. Auch dies ist ein zusätzlicher Anreiz, den Wohnsitz in Jurisdiktionen zu verlagern, die keine vergleichbaren Verpflichtungen kennen.

Diskussionen über eine höhere Besteuerung von Kapitaleinkünften oder eine Anhebung der Erbschaftsteuersätze sind Vorhaben, die derzeit im Bundestag diskutiert werden. Auch die Debatte über eine Verschärfung der Wegzugsbesteuerung trägt dazu bei, dass eine wachsende Zahl von Millionären die Flucht ergreift. Viele versuchen, das Land zu verlassen, bevor möglicherweise neue Steuerregelungen in Kraft treten.

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40 Kommentare

  • Wohl dem, der es kann! Ich wäre auch sofort weg!

    • Sehe ich auch so! Da braucht man allerdings überall ordentlich Vermögen! 😜

      • Sie flüchten vor der kommenden Enteignung, Verfolgung und Krieg. Unglaublich was hier wieder möglich geworden ist!!!

  • Welcher Millionär lässt sich schon gern erschießen!?

  • Es ist nicht die AFD, die die Leistungsträger aus dem Land treibt, sondern es sind die Altparteien, die mit ihrer unendlichen Gier den Bürger schröpft um das Geld dann anschließend für unnötige Unternehmungen zu verbrennen.Statt im eigenen Land zu investieren, wird unser Geld weltweit verteilt. Linke rufen dazu auf, Reichen den Garaus zu machen und die Regierung schweigt dazu. Wen wundert es da, daß die Leute das Land verlassen.

  • Die Kommunisten haben ihr Ziel fast erreicht: Bald gibt es keine Reichen mehr in Deutschland.

    • Doch! Die kommunistische Nomenklatura wird weiterhin reich sein, wärend wir Otto Normalbürger alle gleich (arm) sein werden!
      Aber gut, bloss nicht die AfD wählen, die wollen ein ‚anderes System‘!
      So, und jetzt freuen wir uns drauf.
      Was bin ich froh ‚gleich‘ zu sein, denn wäre ich reich, müsste ich ja wohl mit der Erschiessung rechnen…..

    • Berlin: Regierung feiert endlich wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum demokratischen Sozialismus!
      Genossen, ein Meilenstein: 2025 haben 400 parasitäre Millionäre endlich das Weite gesucht! Unsere Transformationspolitik wirkt. Wer braucht bürgerliche Leistungsträger, wenn wir das Land mit klassenbewussten Habenichtsen und verdienten Empfängern staatlicher Zuwendungen stärken können? Weg mit dem Joch des Leistungsdrucks, her mit der kollektiven Armut – das ist gelebte soziale Gerechtigkeit. Wenn die Ausbeuter erst vertrieben sind, die Nomenklatura endlich wieder abseits von der Realität in der Waldsiedlung in Wandlitz ihr Leben genießen kann, lässt sich die verbliebene Pleite brüderlich verteilen. Deutschland wird zur produktivitätsbefreiten Zone! Es gilt die Parole: Leistungsträger raus, Faulpelze rein! Das muss doch was werden. Mit sozialistischem Gruß, Vorwärts!

  • Man muss keine Mauer bauen, wenn es Wegzugsbesteuerung gibt.

  • Der Wechsel von einer Plan- zu einer Marktwirtschaft ist wie die Rückverwandlung eines Omeletts in rohe Eier,,,,,

  • ich bräuchte nicht mal ein Vermögen. Ich bräuchte nur all die Jahre in denen ich die 300000 Euro welche mir abgezogen worden sind um die Rentenversicherung in die Lage zu verstzen, von unseren Politikern geplündert zu werden wieder zurück. 40 Jahre jünger und ich würde abhauen.Dieses Land wird von Leuten regiert die sich nur um Ihre Pfründe kümmern. Ohne Rückgrat und ohne Skrupel fahren Sie alles an die Wand. Meine einzige Hoffnung das die AFD das Ruder rumreißt. Denn ich habe es satt als Babyboomer beschimpft zu werden. Beschimpft die Politiker die diesen Zustand verantworten müssen.

    • Meine Liste wird länger und länger und länger…

  • Das grüne Wirtschaftswunder beginnt , Millionäre und Firmen raus und Mio. Arme rein .
    Die Millionäre sind nicht verschwunden, sie sind nur woanders.

    • Und dann können Politiker, migrantische Großfamilien und Bürgergeldempfänger ausknobeln, wer das Geld für ihren Lebensunterhalt ranschafft.

      • Wir sollen nicht soviel jammern ,sondern mehr arbeiten , damit wir vom Niedriglohn Rücklagen bilden können zum Beispiel für die Altersvorsorge.
        Das ganze bei steigenden Preisen und Verschwendungssteuern .

        • Und dann neuerdings „ganz sicher“ über Aktien gestützt anlegen.

          2
  • Seitdem sich unsere Politikdarsteller verbündet haben, um Deutschland kaputt zu machen bedarf es eines aufgeklärtem Souverän, welcher diesem Treiben ein Ende setzt. Leider sind wir noch nicht so weit.

    • Eine Handvoll US-Zionisten steuern unseren Untergang.

  • Die meisten flüchten wohl nach Nordkorea….

  • Die ergiebigen Einnahmequellen werden immer weniger. Die Blutsaugerstrategie des Staates wird schon sehr bald nicht mehr funktionieren.
    Was dann, liebe Regierung? Gibt es schon einen Reformplan B?

    • Reformplan „B“ für Bürgerkrieg ist schon am laufen.

  • toll, und die Hälfte davon hockt jetzt hier in Basel.

  • Deutschland braucht keine Millionäre wen muslimische Raketen-Wissenschaftler einwandern!

  • Es ist wohl eher die Islamisierung, vor der die Leute flüchten.

  • Die „unabhängige “ deutsche Justiz muss unbedingt den Passus der Republikflucht reaktivieren! 🤣🤣🤣🤣🤣

  • Frage an Radio Eriwan:
    Ist es möglich, auch in einem hochindustrialisierten Land den Sozialismus einzuführen?
    – Im Prinzip ja, aber es wäre schade um die Industrie.

  • Ich bin Laie, aber selbst mir war es klar, dass die Förderung nach einer Reichensteuer genau das zur Folge haben würde. Unsere Politiker dagegen … man könnte meinen, sie wären die Laien.

  • Geld fällt nicht vom Himmel. Man muss es sich hier auf Erden verdienen.

    Durch Arbeit ,mit einer guten Geschäftsidee oder Erfindung
    und nicht mit einer korrupten NGO

  • Wenn ich Vermögen hätte, wäre ich schon 30-Jahre weg!

  • Das Grundproblem ist das wirtschaftliche Unverständnis und die damit einhergehende Offenheit für sozialistische Politik in einem großen Teil der Bevölkerung. Wer kann und nur rational handelt, geht.

    • oder der Selbsthass eines Volkes das Suizid begehen WILL.

  • Mal unterstellt, daß diese Statistik über angeblich aus D „flüchtende Millionäre“ so stimmt, dann offenbart dies neben der hohen Steuer- und Abgabenlast hierzulande besonders eines – diese Leute, die sich lt. AN ja so um das Wohl ihrer Belegschaft kümmern, interssieren sich tatsächlich nur um ihr eigenes Wohl, sprich den eigenen Geldbeutel. Von Verantwortung gegenüber der Solidargemeinschaft ist da recht wenig bis gar nichts zu sehen.
    Und Patrioten, wie die AfD-Befürworter ja stets so gern herauskehren, sind diese Leute erst recht nicht.
    Und wo diese angeblich auswanderungswilligen Millionäre denn genau hin auswandern, bleibt der Artikel – wie könnte es anders sein hier – mal wieder schuldig.

    Von meiner Seite gibt’s nur ein „geht mit Gott, aber geht“.

    -24
    • @Bobbycat1
      Das sehen Sie durch die sozialistische Brille. Solidarität hat grenzen, spätestens da, wo sie die eigene Existenz bedroht. Niemand ist geholfen, wenn ein Unternehmen so hohe Sozialleistungen zu stemmen hat, dass es dann gegen die Konkurrenz untergeht. Und wer sein Arbeitsleben hinter sich hat, und von zwei, drei Millionen leben muss, hat logischerweise Angst vor weiteren Abgaben, weil die bereits existenzbedrohend sind. Rechnen sie das einfach mal für sich durch.

    • Solidargemeinschaft?? Ich lache mich kaputt. Das sagen Sie mal den wachsenden Horden von Politikern, Steueralimentierten und Zuwanderern. In diesem System herrscht mittlerweile eine große Unwucht. Deshalb hauen auch viele junge Leistungsträger ab.

      • Das ist auch ein wichtiger Aspekt. Solidarität ist keine Einbahnstraße. Sie basiert auf dem Gedanken, dass man selbst auch dadurch geschützt zu sein. Das ist aber in unserer Situation unmöglich. Wir werden gezwungen solidarisch zu sein mit Menschen, die das umgekehrt weder können, noch wollen.

    • Na endlich melden Sie sich wieder, „ATLAS“!

    • Ich glaube nicht das jemand ihnen Rechschaft ablegen muss wohin er auswanderte. Ich hab’s auch gemacht,ich gehe arbeiten wie jeder normale Mensch. Deutschland ist nicht der Nabel der Welt und für mich kein gibt’s kein Grund mehr in Deutschland zu bleiben.was die Zwangs Solidarität betrifft,Scheiss drauf? Siehe COVID PLANDEMIE!

      • …….der Artikel bezieht sich auf „auswanderungswillige Millionäre“ und nicht auf unbedeutende Niemande wie ein @Marcel

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