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Frank Dudda

Zweifel an Bas und Klingbeil? Jetzt bringt der erste SPD-Politiker eine neue Parteiführung ins Spiel

Ein SPD-Kommunalpolitiker fordert öffentlich, frühere Spitzenkräfte der Partei wieder stärker einzubinden. Dabei nennt er ausdrücklich Hubertus Heil und Kevin Kühnert.

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Während die SPD in Umfragen auf historische Tiefstände fällt, werden in der Partei wieder Namen wie Hubertus Heil und Kevin Kühnert diskutiert. (imago images/photothek)

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In der SPD wächst der Unmut über den Zustand der Partei weiter. Nun fordert ein SPD-Politiker öffentlich, frühere Führungspersönlichkeiten wieder stärker einzubinden. Frank Dudda, Oberbürgermeister von Herne sagte gegenüber Table.Briefings: „In der aktuellen Situation ist es für die SPD erforderlich, alle Talente einzubinden, über die die Partei verfügt.“ Das gelte „für Hubertus Heil ebenso wie etwa für Kevin Kühnert“.

Besonders die Nennung von Hubertus Heil dürfte in der Partei Aufmerksamkeit auslösen. Der frühere Bundesarbeitsminister gehört weiterhin dem Bundestag an und zählt zu den bekanntesten Sozialdemokraten. Nach der Bundestagswahl 2025 verzichtete Heil auf eine Kandidatur für den Vorsitz der SPD-Bundestagsfraktion. Auch für eine weitere Amtszeit als stellvertretender Parteivorsitzender trat er nicht mehr an.

Öffentlich hat Heil bislang keine Ambitionen auf eine Rückkehr in eine Spitzenfunktion erkennen lassen. Als sein Name bereits in früheren Personalspekulationen auftauchte, erklärte er, er führe keine Personaldebatten. Gleichzeitig kritisierte Heil den Zustand seiner Partei ungewöhnlich deutlich. Die SPD wirke „zu langweilig, zu behäbig und zu beliebig“, sagte er dem ZDF.

Nach Informationen von Table.Briefings wird in Teilen der Partei zwar über eine größere Rolle Heils nachgedacht. Voraussetzung dafür wäre jedoch, dass sich der Druck auf die Parteiführung weiter erhöht und Heil selbst bereit wäre, eine solche Verantwortung zu übernehmen.

Etwas komplizierter wäre eine Rückkehr von Kevin Kühnert. Der frühere Generalsekretär hatte sich im Herbst 2024 aus gesundheitlichen Gründen aus der aktiven Politik zurückgezogen und verzichtete auf eine erneute Bundestagskandidatur. Später sprach er auch über Bedrohungen und persönliche Anfeindungen als Belastung. Seit Ende 2025 arbeitet Kühnert bei der Bürgerbewegung Finanzwende.

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Duddas Vorstoß ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil die Debatte über die Parteiführung bislang überwiegend intern geführt wurde. An der Spitze der SPD stehen derzeit Bärbel Bas und Lars Klingbeil. Beide tragen zugleich Regierungsverantwortung: Bas als Bundesarbeitsministerin, Klingbeil als Bundesfinanzminister und Vizekanzler.

In der Partei wird seit Monaten darüber diskutiert, ob diese Doppelrolle aus Regierungs- und Parteiamt der SPD hilft oder sie zusätzlich belastet. Mehrere Landespolitiker und Vertreter der Jusos hatten zuletzt Zweifel geäußert, ob die derzeitige Aufstellung geeignet ist, die Partei aus dem Umfragetief zu führen.

Bei der Bundestagswahl 2025 erreichte die SPD mit 16,4 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik. In den Umfragen kommt sie nur noch auf knapp über 10 Prozent. Zugleich bewerten 72 Prozent der Befragten die Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung negativ.

Als mögliche Namen für eine künftige Neuaufstellung werden immer wieder Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, Verteidigungsminister Boris Pistorius und Hubertus Heil genannt. Rehlinger hat einen Wechsel an die Parteispitze allerdings mehrfach ausgeschlossen.

Besonders vor den Landtagswahlen im Herbst wächst damit der Druck auf die Parteiführung. In Sachsen-Anhalt liegt die SPD in Umfragen nur noch bei sieben Prozent. In Berlin fiel sie zuletzt in einer Civey-Erhebung auf 14 Prozent zurück und landete hinter CDU, AfD, Grünen und Linken. 

In Mecklenburg-Vorpommern setzt die Partei erneut auf Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die kürzlich mit 98,9 Prozent der Delegiertenstimmen zur Spitzenkandidatin gewählt wurde. Sollte die SPD bei den anstehenden Wahlen weitere Verluste erleiden, dürfte die Personaldebatte weiter an Fahrt gewinnen.

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68 Kommentare

  • Der Kevin und der Hubertus sind beide die kompetenten Führungskräfte, die die SPD so richtig unter die zehn Prozent bringen. Es wird Zeit für den Wechsel.

    • „Spitzenkräfte der Partei. Dabei nennt er ausdrücklich Hubertus Heil und Kevin Kühnert“. Gewagte These….

    • „… sagen oder tippen Sie „drei“, wenn Sie UnserenKevin sprechen wollen.“

    • Bärbel, Ralle und Saskia nicht vergessen ^^

  • Bitte den Kevin wieder rauskramen!
    Mit ihm kann es doch nur noch schneller gehen in die richtige Richtung: < 5%!

    • Hat Kevin sich denn schon vom Geldausgeben erholt? Er wirkte ja zuletzt stark angezählt.

      • Egal in welchem Zustand, Kevin wirkt immer! 😂

  • Es ist mir immer wieder ein Rätsel, wie man das offensichtliche nicht sehen kann:

    Warum erkennt die SPD nicht, das die Ursache für die mangelnde Wählergunst die fehlenden oder falschen Inhalten sind?

    Wenn man Politik-Inhalte hätte, die wirklich dem Willen des Volkes entsprächen, dann wäre es fast egal wer an der Spitze steht.
    Aber ein Schiff das in die falsche Richtung fährt, wird nicht dadurch richtiger, das man einen anderen Kapitän drauf setzt.

    • Dieses so zu sehen hieße, reflektorisch zu denken. DAS fehlt den meisten Politikern. Von sich daraus ergebenden Konsequenzen will ich erst gar nicht reden.

    • Beitrag ist 100 % auf den Punkt.
      Muss aber auch erwähnen, dass ich über die Fehlanalysen der SPDler nicht unglücklich bin. Weiter so!

    • Kein Volk, sondern die immer-noch-hier-Lebenden-und-fleißig-Steuer-Zahlenden. Kein Wille und schon gar kein Verstand, sondern allein Gehorsamkeit und Unterwerfung. Aber zumindest Ihr Kapitän-Vergleich geht in die richtige Richtung: „der große Steuermann“ war tatsächlich ein offizieller Titel von Mao Zedong (Quelle: Wikipedia.de)

  • Solche Vorschläge nennt man wohl Sargnägel.

  • Ich bin für Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg…

    • Tot wie die beiden sind, können sie wenigstens keinen Blödsinn reden.

    • Die sind ja noch länger tot als die SPD.

  • Gegen soviel Wiederauferstehung wie in der aktuellen Politik sieht das Christentum ziemlich blass aus! Und trotzdem ist die christliche Wiederauferstehung deutlich wirkungsvoller!

  • Ein Toter bleibt ein Toter. Da nützt es nichts, noch schnell einen anderen Arzt zu Hilfe zu holen!

  • Hubertus Heil und Kevin Kühnert, zwei Kandidaten, die auf eine erfolgreiche, langjährige Tätigkeit in der freien Wirtschaft zurückblicken können. Satire aus.

  • Zu spät, den Altparteien glaubt kein Mensch mehr!

  • Bitte, bitte den Kevin nehmen. Ein Mann aus dem Volk, hochkompetent und gebildet. 🤔

  • Klasse! Kühnert und Heil als Doppelspitze, mindestens die Unterhaltung ist gesichert:)

  • Bitte setzt Kevin und Saskia als duale SPD-Spitze ein, dann wirds ganz schnell einstellung und hoffentlich unter 5%.

  • Wozu? Man sollte den Weg ins Nichts jetzt nicht noch durch sinnlose Wechsel des Personal sinnlos hinauszögern.

  • Um GottesWillen. Die Ideen werden im besser

    • Was hat hier Gottes Wille zu tun?

  • Eine neue Parteiführung unter dem Motto: Die Susi heißt jetzt Trix, sonst ändert sich nix. Nein, es müssen überall neue Leute her, sas gleiche gilt auch für die Union. Nur, die sind niergends zu sehen. Ist auch nicht notwendig. Den Sozialismus hatten wir lang genug.

  • Kevin Kühnert wird als frühere Spitzenkraft bezeichnet. Ich mach mir gleich vor lauter Lachen in die Hose. Der ist wirklich gut. Kühnert und Spitzenkraft.
    Ich vermute mal, dass der Kevin kein gut bezahlten Job hat und er wieder an die Futtertröge will, damit er wieder gut auf Kosten der hart arbeitenden Steuerzahler leben kann. Kühnert und Spitzenkraft! Ja mei, der ist wirklich gut.
    Auch sein Blick auf dem Foto spricht Bände.
    Danke Apollo, für den guten Scherz, ich komm aus dem Lachen nicht mehr raus.

  • …ich schätze mal, um noch weiter nach links zu rutschen (was technisch eigentlich gar nicht möglich ist), weil sie einfach ncht kapieren, warum es bergab geht!

    • Die rutschen so weit nach links, das sie rechts wieder rauskommen.

      • Die Partei gibt’s schon. Nennt sich BSW

  • Helmut Schmidt exhumieren?

    • Und dann?🤔 Dürfte nur noch ein Skelett sein….

  • Nun, man liest: „In der aktuellen Situation ist es für die SPD erforderlich, alle Talente einzubinden, über die die Partei verfügt.“

    Und nach grammatikalischer Reflexion kommt man zu der Erkenntnis, daß „alle“ als Indefinitpronomen ja auch „Null“ bedeuten kann …

    • Meiner Meinung nach soll der Satz die zuversichtlich-beschwörende Bedeutung haben, man wolle „noch mehr“, als die bisher schon tätigen (Groß-)Talente „einbinden“. Das ist sicher, als Idee, nicht schlecht.

  • Danke für den Lacher am Morgen: Kevin Kühnert, das Talent…

  • Das die was machen müssen, ist klar. Aber dann mit diesen Eulen zu kommen, ist eine Wende um 360 Grad. Die sind zum Untergang verdammt, Weil sie nicht den Mut aufbringen, Politik gegen den Zeitgeist zu machen. Aber selbst wenn sie wollten, für eine solche Pragmatik hat die SPD gar keine Leute mehr. Was die als Aufbruch in den Showroom stellen, erweist sich als verhängnisvolles Weiterso, wenn das Glanzpapier erst mal ab ist.

  • Die SPD braucht keine neue Führung, die SPD braucht NIEMAND mehr! Kann weg! So einfach ist das!

  • Wenn die SPD frühere Politiker reaktivieren möchte, um zu alter Größe zurückzukehren, müsste sie allerdings über Exhumierung nachdenken.

    Ach, nee, die Altgenossen wären natürlich für die heutige SPD ohnehin viel zu rechts.

  • Hat ja lange gedauert

  • Der „Oberbürgermeister von Herne“ gibt sich klar als nicht gerade die hellste Kerze auf der Torte zu erkennen, wenn er glaubt, ein Kevin Kühnert wäre Teil der Lösung statt Teil des Problems. Das Phänomen „Kevin Kühnert“ ist längst über die Einzelperson hinausgewachsen – „Kevin Kühnert“ ist eine Diagnose, der vorläufige Endpunkt einer Entwicklung, über die man dicke Bücher schreiben könnte.

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