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Neue Prämie für E-Autos: Drei Milliarden Euro zur Stärkung eines Pseudo-Marktes

Mit ihrer neuen Kaufprämie für Elektroautos will die Bundesregierung die sogenannte Verkehrswende vorantreiben. Das Programm dient der Stärkung eines künstlich am Leben gehaltenen Marktes und belastet den angespannten Bundeshaushalt mit Milliarden.

Drei Milliarden Euro sollen die neuen E-Auto-Subventionen kosten (Symbolbild) (IMAGO/Daniel Scharinger)

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Seit dem 19. Mai können Privatpersonen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine neue staatliche Förderung für den Kauf eines Elektroautos beantragen. Was die Bundesregierung als sozialen Impuls für die Verkehrswende präsentiert, hat jedoch vor allem zwei negative Folgen: Zum einen wird der Staatshaushalt mit Milliardenbeträgen belastet, die an anderer Stelle dringend benötigt werden.

Zum anderen entsteht ein künstlich gestützter Markt, der nach dem Auslaufen der Förderung erneut in sich zusammenzufallen droht. Konkret können Käufer und Leasingnehmer je nach Einkommen, Familiengröße und Fahrzeugtyp Zuschüsse zwischen 1.500 und 6.000 Euro erhalten. Die Basisförderung für ein reines Elektroauto beträgt 3.000 Euro. Die Gesamthöhe setzt sich aus einer Grundprämie, einem Sozialbonus für Haushalte mit geringerem Einkommen sowie einem Kinderbonus zusammen.

Anspruchsberechtigt sind Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 80.000 Euro. Bei zwei oder mehr Kindern erhöht sich diese Grenze auf 90.000 Euro. Gefördert werden ausschließlich Neufahrzeuge, die nach dem 1. Januar 2026 neu zugelassen wurden und anschließend mindestens drei Jahre im Besitz des Antragstellers verbleiben.

Mit der neuen Förderung will die Bundesregierung den Umstieg auf klimafreundliche Mobilität beschleunigen und vor allem Haushalten mit geringerem Einkommen den Kauf eines Elektroautos erleichtern. Was als sinnvoller Anreiz für eine richtige Sache daherkommt, hat in der Praxis jedoch erhebliche Kehrseiten.

Das erste Problem liegt in der erheblichen Belastung des Staatshaushalts. Für die neue Förderung stellt der Bund bis 2029 rund drei Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds bereit. Nach Schätzungen der Bundesregierung soll das Geld für etwa 800.000 Fahrzeuge reichen.

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Drei Milliarden Euro fließen damit in ein Konsumprogramm, während zentrale Bereiche der staatlichen Infrastruktur seit Jahren auf Verschleiß gefahren werden. Straßen, Brücken, Schienen und Schulen sind vielerorts marode oder chronisch unterfinanziert. Auch bei der inneren Sicherheit zeigt sich ein ähnliches Bild: Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei weist bei der Bundespolizei inzwischen nahezu jede dritte Dienststelle erhebliche bauliche Mängel auf oder gilt als marode (Apollo News berichtete).

Ein weiterer Einwand gegen die Prämie: Sie schafft keinen tragfähigen Markt, sondern bläht ihn künstlich auf. Eine Nachfrage, die vor allem deshalb entsteht, weil der Staat jeden Kauf bezuschusst, ist selten dauerhaft. Läuft die Förderung aus, bricht oft auch ein Teil der Nachfrage wieder weg. Ein stabiler Markthochlauf der Elektromobilität – also das erklärte Ziel des Programms – lässt sich auf diese Weise kaum erreichen.

Dass dieser Mechanismus keine theoretische Befürchtung ist, zeigt bereits der erste Versuch einer staatlichen E-Auto-Förderung. Als die Ampel-Koalition den Umweltbonus, der den Kauf von Elektrofahrzeugen seit 2016 bezuschusst hatte, Ende 2023 aufgrund der Haushaltskrise abrupt auslaufen ließ, gingen die Neuzulassungen von Elektroautos deutlich zurück.

Im Jahr 2024 wurden in Deutschland nur noch rund 380.000 batterieelektrische Fahrzeuge neu zugelassen. Das entsprach einem Rückgang von etwa 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wie stark die Zulassungszahlen in den Vorjahren vom Umweltbonus profitiert hatten, zeigt der DAT-Report 2024: Mehr als die Hälfte der befragten Neuwagenkäufer gab an, erst die staatliche Förderung habe sie überhaupt vom Kauf eines Elektroautos überzeugt.

Letztlich wurden Milliardenbeträge eingesetzt, ohne die strukturellen Probleme des Marktes zu lösen. Zwischen 2016 und 2023 wurden über den Umweltbonus rund 2,2 Millionen Fahrzeuge gefördert. Die Kosten für den Bund beliefen sich auf etwa 10,2 Milliarden Euro.

Dass der Staat Milliarden ausgibt, um letztlich einen künstlichen Markt zu stützen, stößt auch unter Fachleuten auf Kritik. Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Bochumer Center Automotive Research, hält die Prämie für Steuergeldverschwendung: „Das Geld hätte man sich sparen können, das hätte der Markt selbst geregelt“, sagte er im Mai der Augsburger Allgemeinen.

Wirksamer als eine einmalige Kaufprämie wären aus Sicht vieler Kritiker niedrigere Strompreise an Ladesäulen und geringere laufende Betriebskosten. Solche Maßnahmen würden den Betrieb eines Elektroautos dauerhaft günstiger machen, statt lediglich den Anschaffungspreis kurzfristig zu drücken.

Dafür müsste es Deutschland jedoch zunächst gelingen, Strom zu wettbewerbsfähigen Preisen bereitzustellen – und genau daran mangelt es derzeit. Mit dem wachsenden Anteil von Wind- und Solarenergie wird die Stromversorgung stärker von wetterabhängiger Einspeisung geprägt. Bleiben Wind und Sonne aus, etwa während Hochdrucklagen oder sogenannter Dunkelflauten, müssen Reservekapazitäten angefahren oder Strom importiert werden. Das macht das Stromsystem aufwendiger und trägt dazu bei, dass Strom für Verbraucher und Unternehmen teuer bleibt.

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31 Kommentare

  • Umverteilung von unten nach oben.
    Grüne, unsoziale Politik.

    • genau wie bei photovoltaiksubventionen.
      wer kann sich das aufbauen?
      in erster linie menschen mit eigenheim, nicht der wohnsiloinsasse.

      e-auto ebenfalls ueberwiegend interessant fuer menschen mit eigenheim und eigenstrom.

      das alles ist den *transformatoren* aber herzlich egal.
      fuer die zaehlt nur die agenda, so schnell und soviel e-auto wie moeglich an den mann zu bringen.
      die beguenstigung dieses vorhabens durch die hormuzsperrung darf auf keinen fall ungenutzt voruebergehen.

      subventionen sind immer umverteilung, denn der staat nimmt unsere steuergelder, um sich gewisse kreise gewogen zu machen.
      alles irrsinn.

    • Seit wann ist Umweltschutz unsozial?

      -26
      • Umweltschutz?
        Schau dir die Doku „Umweltsünder e-Auto“ an!

      • Seit die Grünen und deren Nachzügler ihn hauptberuflich betreiben…

      • Umweltschutz?
        Du hast doch nicht mehr alle Latten am Zaun!

      • Das hat doch mit Umweltschutz nichts mehr zu tun. Bis dieser Effekt über den gesamten „Fußabdruck“ des Produktes eintreten würde sind die Kisten und ihre Akkus längst schrottreif.

      • Gras weiter Grüner ohne Gehirn.

      • Was hat ein E-Auto mit Umweltschutz zu tun,die Umweltverschmutzung wird beim E-Auto nur schon bei der Herstellung(seltene Erden usw.)generiert und nach 3-4 Jahren Schnelladung hat sich´s dann auch mit den Akku.
        Dazu kommt noch das unsere Flitzepiepen den sauberen Atomstrom weggesprengt haben und Deutschland mehr Kohlekraftwerke wie vor 10 Jahren am Start hat wegen der Hauptlast ,denn Wind und Solar machen einfach nicht was der Staat will.Dadurch wird das Laden auch nicht gerade eine saubere Sache,aber es fährt und hat keinen Auspuff,also Umweltfreundlich,naja wer´s glaubt.

  • Der kranke Überwachungsstaat ist bereits auch
    bei Neuwagen angekommen.

    Wer will denn ein Auto fahren, das der Staat, beliehene Unternehmer, Fahrzeugherstellerindustrie, u.a. überwachen.
    Überwachen, wann, wo und zu wem in welcher Zeit gefahren wurde und zu dem der Fahrstil i.S.v. Versicherungen nachgehalten und weiter gegeben wird.
    Jegliches neues als Serie eingebautes Navi trägt zur Spionage bei.
    Bei einem Neufahrzeug kaufst Du bei der Werkstatt/Hersteller gleich ein Abo für den Wagen mit, da nur die Hersteller-Werkstatt bei Austausch von Steuergeräten, etc. den Code haben.

    Natürlich kostet es nach der Garantiezeit viel Geld !

    Kauft gute gebrauchte Kleinwagen ohne Elektronik, die jede kleine Werkstatt zu fairen Preisen repariert.

    Wir fahren Diesel, VW Lupo + Audi A2, zugelassen
    2005. Beide haben etwa 400000 km a.d.Uhr. Nur Verschleißteile erneuert.
    Verbrauch in der Stadt ca. 3,5 L – Autobahn/Landstraße knapp unter 3 L, vorsichtiger Fahrweise.

    https://www.youtube.com/watch?v=cUtewz

  • Bei den Chinesen knallen die Sektkorken.

  • Die Kaufprämie gilt übrigens auch für in China hergestellte Fahrzeuge, womit man sie nicht mal mehr damit begründen kann, daß in Deutschland dadurch Arbeitsplätze gerettet werden. Genau wie bei Wind- und Solaranlagen finanzieren wir mit unseren Steuergeldern die Wirtschaft des kommunistischen Regimes, während unser Mittelstand gerade mit vollem Bewußtsein ruiniert wird.

  • Kein einziges dieser ganzen Fahrzeug, egal welches Modell oder welcher Hersteller, wird jemals ein „H“-Kennzeichen tragen – weil sie niemals so alt werden können und werden. Wird irgendwann der Update-Server des Modells abgeschaltet, schaltet das Auto ab. Schaltet gar der Hersteller ab… schalten alle Fahrzeuge des Herstellers ab. Was ist also daran nachhaltig, um das strapazierte Wort weiter zu strapazieren, wenn es im Prinzip „Wegwerfautos“ sind!?

  • „Wirksamer als eine einmalige Kaufprämie wären aus Sicht vieler Kritiker niedrigere Strompreise an Ladesäulen und geringere laufende Betriebskosten.“

    Irgendwann wird dem Staat nach und nach das Geld aus der Energiesteuer (ehemals Mineralölsteuer) ausgehen, die mit jedem Liter Sprit an der Tanke direkt und sofort abgeliefert wird. Das sind jährlich 37 bis 38 Milliarden Euro, damit ist sie eine der ertragreichsten reinen Bundessteuern überhaupt!

    Etliche E-Fahrer laden zuhause vom Solardach. Zum weiteren Anfüttern ist die Kfz-Steuer auch noch einige Jahre ausgesetzt. Irgendwie MUSS der Steuerausfall kompensiert werden; es geht gar nicht anders. Und dann soll also am besten noch der Strompreis an den Ladesäulen geringer (!) werden?? Wovon träumt Ihr denn alle Nachts, Ihr „Kritiker“? Vom rosarotem E-Autohimmel, vermutlich …

  • Es wird eine der größten Lachnummern, wenn die E-Autos auf der Straße stehen und von der EU abgeschaltet wurden! Für etwas anderes sind die E-Autos nicht gedacht!

  • Habe keinen Bock für Steuergeldverschwendungen für E-Auto-Geile und schon gar nicht, das meine Steuergelder für solch einen Unsinn verbrannt werden.

    Politiker tickt ihr noch richtig?

  • Die E-Fuzzies können einem schon leid tun wenn sie sich stundenlang auf Aldi und Rewe Parkplätzen rumtreiben bis die Kiste endlich wieder startbereit ist.

  • Warum überweist man die 3 Mrd. nicht direkt an China, Radwege oder so?
    Würde hier den kommenden Sondermüll an e-Akkus reduzieren. Die 2% „Schwund“ in dunkle Kanäle Unsererdemokratie sollte man auch dabei hinbekommen.

  • lieber Apollo, ich habe den Eindruck, ihr werdet langsam von links unterwandert, ansonsten würdet ihr Worte wie klimafreundlich nicht einfach so unkommentiert nutzen. Ich würde eine Batterie auf Rädern noch nicht mal geschenkt nehmen. Meine Frau würde mich zurecht aus dem Haus schmeißen und die Scheidung einreichen.

  • Das ist kein „pseudo Markt“ – das ist die Zukunft!
    Habe gerade einen Artikel im Spiegel darüber gelesen.

    -22
    • Tja, lesen und im Kopf umsetzen, den Hafenkäse im Spiegel zu verinnerlichen, das lässt auf einen
      ungesunden Menschenverstand schließen !

    • 🤣🤣🤣
      Die Zukunft im Spiegel gelesen!

      • Ich bilde mich eben vielseitig im Gegensatz zu Ihnen!

        • Gerdolfo ist vielseitig-vor allem bei seinen Namen🤣

          2
        • Nicht vergessen heute abend die Tagesschau zu gucken wegen der vielseitigen Bildung! 🤪🤣

          3
    • Entweder Satire kennzeichnen oder einfach grünes Maul halten..
      Wer den Spiegel liest, ist nicht mehr ganz dicht…

      • Auch beim Spiegel hat die Transformation eingesetzt, das hatte ich heute schon in einem anderen Forum erwähnt!

        -11
        • Du meintest doch Insolvenz, oder…

          1
        • Wohin transformiert es denn die Spiegelleser oder transformiert es nur das Hirn des Lesers zu Brei?

          2
  • Da wär eine E-Herdprämie zielführend, wobei, die würde dann Herdprämie heißen

  • Asoziale bei der Arbeitsverweigerung..

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