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Tittmoning

„Schadensbegrenzung“: Nach Wahl zum Kulturreferenten – AfD-Kommunalpolitiker soll schon wieder abgesetzt werden

Die Wahl des AfD-Stadtrats Gruttauer zum Kulturreferenten in Tittmoning stößt auf Widerstand: Künstler kritisieren seine Parteizugehörigkeit als unvereinbar mit der Demokratie. Der Bürgermeister will den Sachverhalt neu prüfen.

AfD-Stadtrat Sebastian Gruttauer könnte seiner Position als Kulturreferent wieder enthoben werden. (IMAGO/Hanna Wagner)

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In der oberbayerischen Stadt Tittmoning übernimmt jeder gewählte Stadtrat einen Referatsposten. Nachdem der AfD-Stadtrat Sebastian Gruttauer in der Stadt zum Kulturreferenten bestimmt worden ist, haben zahlreiche Künstler mit einer Petition reagiert und sich an die übrigen Mitglieder des Stadtrats gewandt. In ihrem Schreiben heißt es, dass mit Gruttauer ein Vertreter einer Partei in dieses Amt gewählt wurde, die ihrer Ansicht nach durch antidemokratische Positionen auffalle.

Gruttauer selbst zeigte sich über die Kritik überrascht. Er erklärte, er habe nicht den Eindruck, dass sich die Vorwürfe konkret auf seine Person oder seine bisherige Arbeit bezögen. „Ich habe daher den Eindruck, vor allem aufgrund meiner Parteizugehörigkeit beurteilt zu werden“, sagte der AfD-Stadtrat gegenüber der Jungen Freiheit. Zudem sei ihm „keiner der genannten Künstler“ bekannt. Einige stammten „offenbar nicht aus Tittmoning“, so der Kommunalpolitiker.

Auslöser der Debatte war die konstituierende Sitzung des Stadtrats am 12. Mai. Dort war Gruttauer „in einer Blockwahl einstimmig zum Referenten für Kultur, Brauchtum und Tradition gewählt“ worden, wie er erklärte. Ein Gegenantrag des SPD-Stadtrats Dirk Reichenau, das Referat seinem eigenen Zuständigkeitsbereich zuzuordnen, fand keine Mehrheit und wurde mit zwölf zu neun Stimmen abgelehnt.

Nach Angaben von Bürgermeister Andreas Bratzdrum (CSU) wurde die Position im Zuge der Kommunalwahl notwendigerweise neu vergeben. Gruttauer habe bereits im Vorfeld Interesse bekundet. „Keiner hat Einwände erhoben oder Alternativvorschläge gemacht“, erklärte Bratzdrum gegenüber dem Oberbayerischen Volksblatt zu dem konkreten Vorgang.

Wegen des öffentlichen Drucks plant der Bürgermeister nun jedoch, das Thema noch einmal auf die Tagesordnung zu setzen, und die Besetzung des Kulturreferats soll am 16. Juni nochmals beraten werden. „Das wird noch einmal behandelt“, so Bratzdrum. Stadtrat Hans Glück von der Ökologischen Bürgerliste spricht in diesem Zusammenhang von notwendiger „Schadensbegrenzung“. Gruttauer müsse aus dem Amt entfernt werden, fordert er.

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Gruttauer hingegen sieht die anstehende Entscheidung auch als grundsätzliche Frage politischer Legitimation. Die Sitzung werde zeigen, „ob die Macht vom Volke ausgeht und ich mein Referat behalte oder ob eine ‚linke‘ Elite letztlich mächtiger ist und ich abgewählt werde“, so der Kommunalpolitiker gegenüber der Jungen Freiheit.

In dem offenen Brief heißt es betont, dass Kultur stets auch eine politische Dimension habe. Sie sei „kein unpolitischer Raum“, sondern beeinflusse das gesellschaftliche Zusammenleben sowie Werte wie Offenheit, Vielfalt und Demokratie. Entsprechend gehe Kultur über traditionelle Veranstaltungen wie das Maibaumaufstellen oder das Entenrennen hinaus, „so identitätsstiftend diese auch sein mögen“. Insgesamt erscheine es ihnen deswegen zweifelhaft, „ob ein Vertreter einer Partei, die immer wieder durch ausgrenzende und demokratiefeindliche Positionen auffällt, glaubwürdig für diese Werte stehen kann.“

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54 Kommentare

  • Welcher öffentliche Druck? Von sogenannten Kulturschaffenden?
    Wo sind wir hier, im Takatuka Land, oder in einer Demokratie?

    • „Öffentlicher Druck“ – auf Deutsch: Linke Proteste.

      • Welche Künstler? Gröleeier, Campari oder Hirschhusen. Welche anderen sechtklassigen Künstlerdarsteller könnten gemeint sein? Nur noch die AFD kann uns vor diesen Spinnern retten

    • DummerAlterMann , ich kann ihnen nicht so richtig antworten Takatuka Land keine Ahnung aber eine Demokratie muss erst mal vorhanden sein um in ihr Leben zu können.

  • Bärbel Bohley 1991
    „Alle diese Untersuchungen, die gründliche Erforschung der Stasi-Strukturen, der Methoden, mit denen sie gearbeitet haben und immer noch arbeiten, all das wird in die falschen Hände geraten. Man wird diese Strukturen genauestens untersuchen – um sie dann zu übernehmen. Man wird sie ein wenig adaptieren, damit sie zu einer freien westlichen Gesellschaft passen. Man wird die Störer auch nicht unbedingt verhaften. Es gibt feinere Möglichkeiten, jemanden unschädlich zu machen. Aber die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachen derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen, glaubt mir. Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das ständige Lügen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel, in dem alles seine Kontur verliert.“

    • Ich glaube, sie hat das System schon damals besser eingeschätzt, als der naive Westen es tat. Wir triften immer weiter ab – von einer Demokratie – und landen in einer Diktatur.
      Vielen Dank nach Berlin und Brüssel. 🤮

      • „landen“? Wir sind schon mitten drin, und der Michel schläft noch tief!

    • Ich weiß ja nicht, welche Berater Kohl damals hatte, aber offensichtlich alles rheinische Wessis ohne jegliche DDR-Kenntnisse.

      Und als Ergebnis erklärt uns jetzt der Millionär Gregor Gysi (in der DDR er wäre selbst als Ministersohn niemals zu Reichtum gekommen), wie böse die BRD, die ihn nährt, doch sei.

    • @Bärbel Bohley 1991
      Wie Recht Sie doch haben. Ostdeutschland hat das perverse Spiel der Politik sehr schnell durchschaut, weil die Menschen dort jahrelang unter solch einem totalitären System gelitten haben. Der Westen kannte so etwas nicht. Jeder konnte seine Meinung äußern ohne Repressalien fürchten zu müssen. Gutgläubig und blauäugig, möchte man heute denken. Einige Wenige haben unter Merkel bemerkt, dass es in eine falsche Richtung läuft. Im Laufe der Jahre wurde es immer schlimmer. Auch durch die EU. Wenn ich heute sehe, wie sehr linke Fanatiker die Gesellschaft spalten und mit allen undemokratischen Mitteln versuchen das Land zu vernichten, wird mir übel…

  • „Künstler kritisieren seine Parteizugehörigkeit als unvereinbar mit der Demokratie.“
    .
    Ach was ???
    Sind das politische Künstler? Stellen die die Mehrheit eines Wahlergebnis?
    Legen jetzt „Kulturschaffende“ fest, welches Wahlergebnis zählt?

    • Die Aussage der „Künstler“ stellt eine Verleumdung gem. StGB § 187 dar.

  • UnsereDemokratie delegitimiert kurzerhand die Demokratie, indem sie Wahlen nur anerkennt, wenn die Richtigen gewinnen.

    Man könnte auch sagen, UnsereDemokoratie deklariert die Demokratie einfach als völlig ungeeignetes Mittel zur Entscheidungsfindung.

  • Unfassbar was hier in Deutschland passiert, und Sie reden dann noch von Demokratischen Verhältnissen.

  • Künstler……
    Mehr muss man nicht wissen!

    • „Künstler“.

  • Hier zeigt sich in einer kleinen Gemeinde das ganze Problem, das unser gesamtes Land betrifft. Es gibt keinerlei Beweise, dass eine bestimmte Partei die Demokratie gefährden würde. Jedoch zeigt die langjährige Gehirnwäsche, durch ÖRR und Diffamierungen durch Altparteien, in Teilen der Bevölkerung durchaus eine Wirkung. Ich kann nur jeden bitten, sich nicht durch Abneigung oder Emotionen leiten zu lassen. Politisch anderer Meinung zu sein, bedeutet nicht gegen die Demokratie zu sein. Antidemokratisch sind diejenigen, die andere Meinungen nicht respektieren und pöbelnd auf Straßen versuchen, Wahlen und Parteitage zu behindern.

    • Antidemokratisch sind vor allem diese „Künstler“. Sie maßen sich an, zu entscheiden, wer „demokratisch“ ist, und wer nicht. Damit maßen sie sich Kompetenzen des Bundesverfassungsgerichts an. Sie spielen sich auf zu Richtern, die festlegen, was sein darf, und was nicht. Schon Lenin fragte 1902 in „Was tun?“: „Und wer sind die Richter?“ Denn sie bestimmen das Urteil. Diese „Künstler“ bitte namentlich bekannt machen, mit Schulbildung und Steueraufkommen bzw. von ihnen abkassierten Transferleistungen.

  • Sie haben Angst…

  • Ich frage mich gerade, was dieses „anti-demokratische“ Verhalten der AfD ist.

    * Veranstaltungen der Gegner blockieren?
    * Interesten und Mitglieder attackieren?
    * Diskriminieren, von Posten und Ämtern abhalten, die jemanden üblicherweise zustehen?
    * Ausgrenzen?
    * Politisch verfolgen?
    * Wahlen rückgängig machen?
    * Steuerzahler auspressen mit falscher Begründung?
    * Wahlversprechen am laufenden Band brechen?
    * Aus den öffentlichen Medien ausblenden?

    Es muss irgendetwas anderes sein, aber ich komme nicht drauf.

  • Der „Druck“ der Bürger wird ignoriert, aber wehe einem „Künstler“ (meist vom Bürger subventioniert) passt etwas nicht…. Ohje

  • Soviel zum Thema Demokratie. Er müsse *entfernt* werden. Unglaublich!

    • Die extraktion von AFD Mitarbeitern, das beliebte Hobby der großen Koalition und deren geschmähten Weiber.

  • „UnsereDemokratie“ bei der Arbeit.

    • Leider schon lange nur noch diese Demokratie, welche von uns gezwungenermaßen durchgefüttert wird.

  • Wie nennt man einen Staat, in dem nur noch links-grüne Meinungen erlaubt sind und alle Bürgerlich-Konservativen benachteiligt bzw. politisch verfolgt werden?
    Eine Demokratie ist das jedenfalls nicht mehr.

  • Gut, daß wir in „unsererDemokratie“ leben. Sonst wäre sowas nämlich gar nicht möglich. :))

    • …es wird allerdings höchste Zeit, daß „unsere“ Demokratie abgeschafft wird und einer echten weicht…

  • ES GEHT WEITER
    Gloria von Thurn und Taxis galt in den Achtzigern als Punkprinzessin – heute fällt sie vielmehr durch Aussagen im Kampf gegen Abtreibungen auf.
    Recherchen für einen BR24-Podcast zeigen:
    Auch im Fall Brosius-Gersdorf hatten ihre Äußerungen Einfluss.
    aus https://www.br.de/nachrichten/bayern/sa-12-gloria-von-thurn-und-taxis-wie-viel-einfluss-hat-sie,VL1pgsy

    • Fürstin Gloria hat nicht nur zu den Schwangerschaftsabbrüchen eine klare Meinung, sie hat auch sonst ganz vernünftige Ansichten. Ist doch klar, daß das den „Guten“ nicht paßt.

  • ich habe bis dato noch keinen tragfähigen Beweis gesehen der die Demokratie in Abrede stellt bzw. die viel besagte Demokratie- Fremdenfeindlichkeit der AFD schlussendlich belegt .
    Seit Anbeginn nur Verleumdungen und Unterstellungen.
    Alle Aussagen werden von den „Altepartein“ absichtlich mißverstanden und/oder umgedichtet.

    • Die Fleischtöpfe sind in Gefahr und müssen gerettet werden!

  • Gibts Namen von diesen „Kulturschaffenden“?

  • Und wen ueberrascht’s?
    Bei politisch unkorrekte Wahlergebnissen greifen die kartellparteien ein und drücken die undo-taste. Das ist „UnsereDemokratie“!

  • Künstler sind die nicht mit der Antifa im Bündnis? Vor was haben die Angst Kunst und Politik ist nicht vereinbar… Nur weil irgend jemand was an der AFD zu meckern hat schlagen die Wellen hoch… Ich kritisiere den Bürgermeister da er meines Erachtens zu sehr Links angehaucht ist… Hm… wird das nun auch geprüft um Ihn abzusetzen nö eher bekomme ich eine auf die Mütze… also Demokratie da wo sie gewünscht ist und wo nicht macht man es Linkspassend. Was sagt uns das wird Zeit das die AFD ü50% bekommt

  • „Künstler kritisieren seine Parteizugehörigkeit als unvereinbar mit der Demokratie.“
    Hey, werte Künstelnde, diese Partei ist demokratisch gewählt worden und nicht verboten. Kunst kommt übrigens von KÖNNEN und wer Demokratie nicht richtig definieren KANN, sollte besser leise sein!

    • Die Partei ist nicht nur demokratisch gewählt, sondern vor Allem die einzige tatsächlich demokratisch gesinnte Partei im Bundestag im Gegensatz zu „unsereDemokratie“ der Kartellparteien. Welche andere Partei fordert sonst noch Volksabstimmungen bei wichtigen Entscheidungen?

      • „…vor Allem die einzige tatsächlich demokratisch gesinnte Partei im Bundestag…“
        Deswegen ist sie der Staatsfeind Nr.1

    • Die „Künstler“ demonstrieren gerade, dass sie es sind, deren Standpunkt „unvereinbar mit der Demokratie“ ist.

  • Das ist „UnsereDemokratie“. So demokratisch wie das zweite „D“ in DDR. Das muss weg oder Deutschland wird sich nicht mehr erholen.

  • Was für „Künstler“? Möchte man doch schon wissen, zwecks Bypass von deren Darbietungen.

  • Er wurde also in der konstituierenden Sitzung einstimmig gewählt. Da war er als Person und auch seine Parteizugehörigkeit doch nun jedem bekannt. Jetzt verlangt ein Stadtrat der „Ökologischen Bürgerliste“ seine Abwahl/Absetzung. War er bei der konstituierenden Sitzung nicht dabei? Oder wird da grad flink das (offensichtlich linksgrüne) Mäntelchen in den aufkommenden Berufsempörtenwind gehängt?

  • „Unsere Demokratie“ lässt grüßen

  • Hier sind vermutlich linksgrüne Kulturkämpfer am Werk, die um ihre Subventionen oder Fördergelder für linksgrüne „Kulturprojekte“ bangen könnten, mit denen sie „ihre Demokratie“ ideologisch verteidigen und selbstverständlich nur sich selber als „Zivilgesellschaft“ verstehen, nicht aber jenen Herrn Kulturreferenten. Steuergelder nehmen sie gerne, auch von Steuerzahlern der AFD, aber ansonsten wollen sie den Braten unter sich aufteilen. Das ist eine Form des Aktivismus, die sich wirklich lohnt. Ausweg: Sämtlich Fördertöpfe und Subventionen abschaffen. Speziell für diesen Ort könnte sich abzeichnen: Es wird so lange gewählt, bis das Ergebnis den linken Aktivisten („Künstlern“) genehm ist. Interessant wäre, zu wissen, wieviele Steuern diese „Künstler“ im Jahr bezahlen und von wieviel Steuern im Jahr sie selbst leben. Sind sie ein Zuschussposten oder bringen sie etwas?

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