„Falsch und verheerend“
„Nachfahren einer Partei, die uns verfolgt hat“: Wüste Kritik aus der SPD an Albigs Brandmauer-Vorstoß
Torsten Albig bringt eine Öffnung der SPD für von der AfD tolerierte Minderheitsregierungen ins Spiel. Aus der eigenen Partei wird er hierfür massiv kritisiert. „Ich weiß nicht, was ihn da reitet“, so etwa Jochen Ott, Fraktionsvorsitzender der SPD in NRW.
Der ehemalige schleswig-holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hatte angeregt, dass die Sozialdemokraten unter Umständen auch Minderheitsregierungen akzeptieren sollten, die von der AfD toleriert werden. Als Beispiel nannte er Mecklenburg-Vorpommern, wo Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im September zur Wiederwahl antritt. Albig stellte in den Raum, dass Schwesig nach der Wahl erklären könnte: „Ich suche mir meine Mehrheiten im Landtag je nach Thema“.
Die SPD reagiert jedoch mit sich geradezu überschlagender Kritik auf die Äußerungen ihres Parteimitglieds. Führende Vertreter der Partei auf Landesebene erklären erneut, dass jegliche Kooperation mit der AfD kategorisch ausgeschlossen sei. Jochen Ott, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen, erklärt gegenüber der Bild: „Ich weiß nicht, was ihn da reitet. Alles daran ist falsch und verheerend“. Mit Blick auf die anstehenden Wahlen führt der Spitzenkandidat weiter aus: „Für Sozialdemokraten kann es niemals eine Zusammenarbeit geben mit den ideologischen Nachfahren einer Partei, die uns verfolgt hat. Der Feind steht rechts.“
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Auch aus Mecklenburg-Vorpommern kommt deutlicher Widerspruch. SPD-Fraktionschef Julian Barlen sagte der Bild: „Wer Lobbyist für Tabakkonzerne ist, hat offenbar kein Problem damit, für giftige Ideen zu werben“. Sein Landesverband benötige jedenfalls „keine Ratschläge von jemandem, der die Politik vor Jahren verlassen hat, sondern eine stabile Regierung mit klarer Haltung.“ Diese sieht er ausschließlich unter der Führung von Manuela Schwesig gewährleistet.
Ähnliche Ablehnung äußert die Berliner SPD. Steffen Krach, der im September das Amt des Regierenden Bürgermeisters anstrebt, betont: „Die AfD steht im absoluten Widerspruch zu allem, wofür wir als SPD seit Jahrzehnten arbeiten.“ Folglich gebe es keinerlei inhaltliche Grundlage für eine Zusammenarbeit.
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Ralf Stegner, früherer SPD-Fraktionschef in Schleswig-Holstein und langjähriger Weggefährte Albigs, geht ebenfalls auf Distanz. Er stimmt immerhin einem Teil der Analyse zu: „Richtig ist, dass die Brandmauer das Feuer dahinter nicht löscht und Wähler, die von der SPD zur AfD gewechselt sind, nicht plötzlich zu Nazis mutiert sind“, so Stegner. Dennoch lehnt er die daraus gezogene Konsequenz entschieden ab: „Die Brandmauer verhindert, dass sich das Feuer ausbreitet und zum Flächenbrand wird. Deshalb macht sich der Beihilfe zur Brandstiftung schuldig, wer die Brandmauer aktiv einreißen will.“
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Der Vorsitzende der JU Berlin, Harald Burkart, hat sich für eine Minderheitsregierung ausgesprochen, die die dringend notwendigen Reformen auch mit AfD-Stimmen durchsetzen solle. Dabei bezeichnete er das Bündnis mit der SPD als „Zwangskoalition“.Torsten Albig war zwischen 2009 und 2012 Oberbürgermeister von Kiel und anschließend bis 2017 Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. Nach seiner Niederlage bei der Landtagswahl zog er sich aus der Politik zurück und wechselte in die Wirtschaft, unter anderem zur Deutschen Post DHL sowie zum Bundesverband Deutscher Postdienstleister. Seit 2023 ist er als Lobbyist für den Tabakkonzern Philip Morris tätig.
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Im Osten wird demnächst die SPD verschwunden sein, ohne dass es einer „ideologischen Verfogung“ der Ideologen braucht.
Freier Sachse: und dieser Untergang hat viele Namen: Bas, Esken, Klingbeil, Stegner….Insbesondere dem linken Berufspolitiker Stegner wird im Lande kein Job in der Wirtschaft oder Verwaltung angeboten. Menschen, die nicht dazulernen, braucht kein Mensch
Die SPD muss auch verschwinden, sonst landet Deutschland zum dritten male in einer sozialistischen Diktatur!
im welchen Osten denn?
Ja liebe AfD lasst das lieber mit den roten Genossen.
Sie werden immer mehr und mehr von den Grünen und Linken aufgefressen.
Es steht gerade zur Debatte ob die SPD Händchen halten möchte mit der AfD. Was meint die AfD eigentlich dazu?
Die AFD wird sich die Finger nicht verbrennen an der SPD. Never ever.
BK Steinmeier hat das Grundgesetz als Garanten für Freiheit und Demokratie gewürdigt.
Anlässlich des 77. Geburtstags der deutschen Verfassung rief das Staatsoberhaupt die Bürger gleichzeitig zu einem neuen Gemeinsinn auf. Alle könnten etwas für das Land tun oder füreinander da sein.
Steinmeier wörtlich:
„Über das Mitmachen können wir als Gesellschaft so etwas wie eine demokratische Grunderfahrung machen und erleben, dass jeder von uns etwas bewirken kann.“
Steinmeier hat den Geburtstag des Grundgesetzes heuer zum sogenannten „Ehrentag“ umgewidmet.
Bundesweit werben Städte, Gemeinden, Initiativen, Unternehmen und Einzelpersonen unter dem Motto „Für dich. Für uns. Für alle“
für das Ehrenamt.
Der Bundespräsident geht dabei mit gutem Beispiel voran und wird heute unter anderem ein Altenheim besuchen oder auf einem Friedhof beim Gärtnern helfen…
– noch Fragen?
Wollten die sie nicht letzte Woche noch verbieten ?
Ist auch egal . Wen will den eine Partei unter 10% eigentlich noch tolerieren und wen könnte das ernsthaft interessieren ? Und wer war nochmal die SPD und was wollten die politisch ?
Die PDS (später Die Linke) entstand aus der SED, die nicht formell aufgelöst wurde.
Die Linke ist somit rechtsidentisch mit der Partei, die niemals die Absicht hatte, eine Mauer zu bauen, sondern einen antiimperialistischen Schutzwall geschaffen hat.
Das meines Wissens noch einzig lebende, politisch aktive NSDAP Mitglied Hermann Klenner trat am 20. April 1944 in die NSDAP ein.
Nach dem Krieg wurde er Mitglied der SED, war Professor an der Humboldt-Universität Berlin und Informant der Staatssicherheit.
Er ist Mitglied der Partei Die Linke und saß bis 2022 in deren Ältestenrat.
SPD und CDU sehen keinerlei moralische Probleme darin, mit dieser Partei zu koalieren, solange es unserer Demokratie dient.
Kleine Korrektur: Die PDS entstand nicht aus der SED, sie ist immer noch die selbe SED nur mit einem neuen Namen. Das bedeutet rechtsidentisch.
Oder wie es in der Werbung früher hieß… Raider heißt jetzt Twix.
Und SED war dasselbe wie KPD, die rotbraunen Stalin-Speichellecker; und die waren identisch mit dem Spartakusbund unter den Putschisten und Terroristen Luxemburg und Liebknecht.
So ist es. Auch wenn der kreischende Lippenstift mit Problempony angesichts dieser Tatsache wieder einen Tobsuchtsanfall bekommt.
Volltreffer! Auch wenn die mehrfach umbenannte Stasi-SED immer wieder die Geschichte zu verfälschen versucht.
Sehr guter Kommentar, das ging genau in die 12
Immerhin Albig hat die Zeichen der Zeit verstanden. Egal ob nun aus Machtkalkül oder aus der Notwendigkeit heraus, er scheint doch um einiges schlauer als seine Parteikollegen zu sein.
Dazu gehört allerdings nicht sehr viel
Mir kommen die Tränen.
Was für eine absurde Idee, daß eine 36%-Partei AfD eine „Regierung“ einer (noch) 26%-SPD toleriert. WENN Toleranz, dann MP Leif-Erik Holm, durch die SPD!
Die SPD ist die Partei, die mit der KPD zur SED vereinigt in der DDR Menschen verfolgt und ermordet hat!
Nicht vergessen, es war ein Zwangszusammenschluß. Schwerer: 1930 unter Brüning. Die Folgen sind bekannt ….
Oh, ich vergaß. Wahrscheinlich haben sie danach dann sogar innerhalb der SED schlimmeres verhindert.
Klar doch! Und die Koalitionen der SPD mit der linksfaschistischen PDS nach 1989 waren gleichfalls erzwungen, und die Treffen Schmidt und Honecker während die Polen gegen ihre Herrscher aufstanden.
Das Märchen von der Zwangsvereinigung ist doch schon lange widerlegt.
Heute unterwirft sich die SPD mit wachsender Begeisterung den blutbefleckten Kommunisten.
Wer von Stegner scharf kritisiert wird hat eigentlich alles richtig gemacht
SED dann PDS und jetzt die Linke. Wann gibt es da eine Brandmauer ?
Mehr Popcorn, schnell. In der Soap Opera „Unseredemokratie“ prügeln sich jetzt die Mitglieder der gleichen Fraktion.
Und das Beste: die AfD muss sich gar nicht mal äußern
Brandmauer und andere Formen der Abgrenzung haben die selbsternannten demokratischen Parteien geschwächt und die fremdernannte undemokratische AfD in den Umfragen zu stärksten Partei gemacht. Wenn immer mehr Menschen mit der Regierungspolitik unzufrieden sind, ist es doch geradezu zwingend, die Opposition zu verbieten, denn ihren Wählern fehlt der politische Durchblick – oder sehe ich da etwas falsch?
Das beste ist wenn die Alt_Parteien weiterhin hinter ihrer Brandmauer verbleiben->
Torsten Albig; ein kluger Mann, der leider ganz allein in der SPD-Welt ist!
Die ehemalige Volkspartei hat sich inzwischen zu einer reinen Funktionärspartei entwickelt, in der es nur noch um Besitzstandswahrung, um ganz persönliche Pfründe, um Posten und Pöstchen geht!
Der SPD -Ministerpräsidentenkandidat Stoch in Baden-Württemberg, der im Wahlkampf während seines Interesse heuchelnden Besuchs der Tafel in Kehl seinen Chauffeur mit der S- Klasse über den Rhein ins Elsass schickte, um französische Delikatessen für ihn einzukaufen, ist nur die Spitze eines ganz besonderen Eisberges!
SPD kann auch weg.
die Sozialisten werden in Zukunft noch betteln kommen…
„Für Sozialdemokraten kann es niemals eine Zusammenarbeit geben mit den ideologischen Nachfahren einer Partei, die uns verfolgt hat. …..“
Ganz kleiner Hinweis: das Konzentrationslager Buchenwald wurde nach dem Krieg vom sowjetischen KGB übernommen, alsbald aber an die Kommunisten – die spätere SED – übergeben. Diese hatten dort dann u.a. Sozialdemokraten, die sich weigerten, mit den Kommunisten gemeinsame Sache zu machen, interniert und ermordet. Daran erinnert sogar ein Gedenkstein. Und was macht die heutige SPD? Sie legt sich mit den Tätern nach deren mehrfacher Umbenennung politisch ins Bett und rotzt deren Opfern – darunter eben auch Sozialdemokraten – posthum höhnisch ins Gesicht.
Müssen alles Ehrenmänner, – frauen und Sonstige sein.
Und dann so eine Aussage?
Linke – also auch die SPD – sind stets durch und durch geschichtsrevisionistisch.
Nicht so wichtig, „Unseredemokratie“ hat Priorität!
Oooops – gerade gesehen. Nicht „KGB“, sondern „NKWD“.
Schaut sie euch an, diese SPD-Typen, wie sie beim WEF anheuern:
https://www.bild.de/politik/inland/olaf-scholz-neuer-job-fuer-die-bundesregierung-6a1155ffbe29d4b4607a44e2
Die echten SPDler wurden doch auch in der SBZ von Kommunisten verfolgt, oder wie kam es zum Zusammenschluss zur SED? Und wer nicht mitmachte landete in Bautzen, im Gulag oder gleich vorm Erschiessungskomando in Moskau! Also, steht der Feind auch links? Scheuklappen?
Der Feind steht rechts, weil die Dummheit links steht.
Nicht nur Dummheit. Vor Allem auch Verlogenheit, Scheinheiligkeit, Demokratiefeindlichkeit und Charakterlosigkeit.
„Für Sozialdemokraten kann es niemals eine Zusammenarbeit geben mit den ideologischen Nachfahren einer Partei, die uns verfolgt hat. Der Feind steht rechts.“
Als Wähler der AfD empfinde ich es als Frechheit und Dummheit zugleich, die AfD und somit auch deren Wähler als Nachfahren der Nazis zu bezeichnen! Die SPD hat mit Schuld, dass Hitler an die Macht kam, weil sie nicht mit der KPD koalieren wollte. Otto Wels war der herausragende SPDler, solche Gallionsfiguren gibt es heute nicht mehr und die Resterampe ist nicht vergleichbar mit einem Otto Wels.
Diese Mauer wurde ganz offensichtlich aus Betonköpfen errichtet.
Vor Jahrzehnten war ja (auch) die SPD noch eine stolze Volks-Partei mit regelmäßig 40+% Stimmen. Wo sind drei von vier der Wähler hin? Die sind geblieben wo sie immer waren, das Parteischiff ist sein Wahl-Volk satt und einfach fortgesegelt. Keine Wähler aber die Taschen voller Kohle. Gefühlt hat der klägliche Rest einen Posten in oder durch die Partei(en). Einen „raus gehauen“ haben Politiker schon immer mal, aber wie heute fast nur noch wirres Zeug von sich zu geben und auch genau so fatal zu handeln und dabei null Verantwortung für selbst die schlimmsten Skandale übernehmen, daß ging früher nicht. Wie kleine Könige rumzulaufen und den Menschen tagein tagaus den Stinkefinger zu zeigen kann man sich irgendwann nicht mehr leisten. Alles wird gut!
Er irrt. Die SPD wurde nach 45 neu aufgestellt. Die alte SPD, die im Exil als SOPADE überlebte, wurde nicht mehr akzeptiert und musste sich in die neue SPD integrieren. Das „Wir“ wurde sozusagen kaltgestellt. Vielleicht im Detail nicht korrekt dargestellt, aber erwähnenswert.
In Sachsen-Anhalt droht die SPD in
einigen Wochen aus dem ersten deutschen Landtag zu fliegen.
Dementsprechend riecht es mittlerweile überall nach sozialistischer Panik. Wenn im angeblichen STAMMLAND der SPD schon nur noch 18% zu Buche stehen, ist die Panik berechtigt.
Deshalb unterwirft sich die ehemalige SOZIALDEMOKRATISCHE Partei seit Jahren den demokratiefernen Grüninnen und Kommunistinnen.
Was Albig macht, ist strategisches Nachdenken. Was der ewige Stegner und der komplett unbekannte Ott machen, ist an der Kante des Abgrunds Vollgas zugebenund zu empfehlen bzw. zu befehlen.
Die arme SPD. Sie wurde verfolgt. Zu Recht und viel zu wenig, wenn man mich fragt. Aber nur wenn die Linke verfolgt, ist das ja Demokratie.