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„In vertraulicher Atmosphäre“: ZDF-Chefs laden Ministerpräsidenten nach Berlin ein, um Medienpolitik zu besprechen

Das ZDF hat Spitzenpolitiker zu einem exklusiven Abend in sein Hauptstadtstudio eingeladen, um sich in „vertraulicher Atmosphäre“ über Medienpolitik auszutauschen. Darunter waren sechs Ministerpräsidenten der Länder, die über die Zukunft des Senders entscheiden.

Auch Bundestagspräsidentin Julia Klöckner traf sich mit ZDF-Intendant Norbert Himmer. (Quelle: Intranet des ZDF)

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Das ZDF hat zahlreiche Spitzenpolitiker, darunter sechs Ministerpräsidenten, zu einem Empfang in seinem Hauptstadtstudio eingeladen, um „in vertraulicher Atmosphäre aktuelle medienpolitische und gesellschaftliche Entwicklungen zu diskutieren“. So schreibt es der öffentlich-rechtliche Fernsehsender in einem internen Bericht für seine Mitarbeiter, der Apollo News vorliegt.

Zu der Abendveranstaltung „Treffpunkt Politik“ kamen am 7. Mai demnach rund 300 Gäste. In dem im ZDF-Intranet veröffentlichten Artikel wird von einer „herzlichen Stimmung“ berichtet. Die gesamte Spitze des Senders war eigens dafür aus Mainz nach Berlin gereist.

Zu Gast waren gleich mehrere Bundesminister, darunter Innenminister Alexander Dobrindt und Arbeitsministerin Bärbel Bas, sowie Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und Medienstaatsminister Wolfram Weimer. Besonders brisant ist allerdings die rege Teilnahme der Länderchefs an dem vertraulichen Austausch über Medienpolitik.

Denn Rundfunk ist in der Bundesrepublik Ländersache. Dass es das ZDF überhaupt gibt und unter welchen Bedingungen es arbeitet, ist in einem Staatsvertrag der 16 Länder geregelt, der auch nur von diesen geändert oder gekündigt werden kann. Die AfD hat dies für den Fall einer Regierungsübernahme, zum Beispiel in Sachsen-Anhalt, bereits angekündigt.

Der einst als eher konservative Ergänzung zum ARD-Fernsehen gegründete, aber längst nach links gerutschte Mainzer Sender steht derzeit so stark unter Druck wie noch nie. Medienpolitisch gab es für die ZDF-Chefs daher sicher einiges mit den Ministerpräsidenten zu besprechen. Beim diesjährigen „Treffpunkt Politik“ waren dem internen Bericht zufolge die Ministerpräsidenten Anke Rehlinger (Saarland), Olaf Lies (Niedersachsen), Boris Rhein (Hessen), Alexander Schweitzer (damals Rheinland-Pfalz), Mario Voigt (Thüringen) und Hendrik Wüst (Nordrhein-Westfalen) zu Gast im Hauptstadtstudio in Berlin.

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Im Intranet berichtet das ZDF stolz: „Sie alle diskutierten mit der Geschäftsleitung, Gremienmitgliedern, Hauptstadtkorrespondentinnen und -korrespondenten, Moderatorinnen und Moderatoren, aber auch Leiterinnen und Leitern von Redaktionen und Studios über Medienpolitik und Rolle und Aufgabe des ZDF.“

Chefredakteurin Bettina Schausten mit Julia Schwanholz (Politikwissenschaftlerin) und Boris Pistorius
(Bundesverteidigungsminister), Quelle: Intranet des ZDF

Die Veranstaltung fand nicht zum ersten Mal statt. „Das etablierte Format ‚Treffpunkt Politik‘ schafft seit vielen Jahren bewusst Raum für Gespräche jenseits öffentlicher Bühnen“, schreibt das ZDF. „Es fördert den offenen Dialog zwischen öffentlich-rechtlichem Rundfunk und politischen Entscheidungsträgern – und trägt damit zu einem besseren Verständnis für die jeweiligen Perspektiven und Aufgaben bei.“

Auf Fotos des Abends, die im Intranet veröffentlicht wurden, sieht man, wie Spitzenpolitiker und Top-Journalisten die Nähe zueinander suchen und in die Kamera lächeln – etwa Schweitzer gemeinsam mit ZDF-Intendant Norbert Himmler und anderen.

Diana Zimmermann (Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios), Heike Raab (RLP-Staatssekretärin), Alexander Schweitzer (damals Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz) und Intendant Norbert Himmler. Quelle: Intranet des ZDF

Die Veranstaltung wirft Fragen auf und wird auch von Mitarbeitern des ZDF teilweise kritisch gesehen – der öffentlich-rechtliche Sender sucht hier die herzliche Nähe zu den Regierenden, über die er eigentlich kritisch berichten soll, die aber gleichzeitig über seine Zukunft entscheiden. Das ist insbesondere fragwürdig, weil das ZDF spätestens seit dem Skandal um die Verwendung von KI-Bildern im Heute Journal stark in der Kritik steht und teils sogar als Doppelstruktur zur ARD grundsätzlich infrage gestellt wird – die politischen Verantwortlichen, die über die Zukunft des Senders entscheiden könnten, gehen jedoch auf herzliche Abendveranstaltungen.

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33 Kommentare

  • Das nennt sich dann Politikferne und Neutralität.
    Es gilt das jahrzehntelange Abkommen zwischen ÖRR und der Politik – so lange der ÖRR positiv über die Politik berichtet, sorgt die Politik dafür, dass der ÖRR immer ausreichend GEZ-Kohle bekommt.

    Und die AfD bedroht dieses System. Das erklärt eigentlich schon alles…

    • Das ZDF hat Spitzenpolitiker zu einem exklusiven Abend in sein Hauptstadtstudio eingeladen, um sich in „vertraulicher Atmosphäre“ über Medienpolitik auszutauschen.

      Tja wer ist Ross und wer Reiter ?

      Das ZDF gibt Zeitpunkt Teilnehmer und Ort vor !

      Eigentlich müsste die Überschrift heißen :ZDF-Chefs bestellen Ministerpräsidenten nach Berlin zum Rapport und Abstimmung der Propagandamaßnahmen im Sommer während der WM und im Vorfeld der Landtagswahlen ein .
      Das lässt viel Raum auch für Spekulationen Medialer Flankierung für weitere Demokratische Einschnitte . Gerade wenn die Medien und Bürger durch die WM abgelenkt sind !

      • Gerade während der WM sollten wir alle ganz genau hinsehen, was in der politischen Giftküche Berlins zusammengebraut wird.

        Da könnte so einiges dabei sein, was uns den Appetit verschlägt.

        Aber natürlich vernünftig, dass die gemeinsame Vorgehensweise im Vorfeld mit dem ZDF abgesprochen wird.

  • Die Parallele zum Abendessen mit dem BVerfG.

  • Bürger, wehrt Euch gegen diese Linkspropaganda !!! Geht nach Berlin auf die Straße. Wählt AfD !!! Schaut keinen ÖRR !!

  • Aber wenn man vom Polit-Medialen-Komplex spricht, ist das wahrscheinlich ein Verschwörungsmythos.

  • ……… über was die da wohl reden? Ist eigentlich klar, oder?

  • Ich schaue mir diese Propaganda nicht mehr an. ZDF kann weg.

  • „Staatsfern“.

  • So sieht unabhängiger und neutraler Journalismus in unserer Demokratie aus.

  • Dieses Regime ist so korrupt und kaputt. Die AfD muss endlich ran, dann bekommen wir endlich Demokratie und eine absolut integre Regierung mit echten Fachleuten. Und dann wird mit dem heutigen Regime abgerechnet.

  • Die Interessensgemeinschaft „Abzocke der Bürger“ tagt.

    • Erneute Kampagnen gegen die AFD vor den Wahlen in Sachsen-Anhalt und M-Vorpommern waren bestimmt das Thema dieses Treffen.. Belohnung: Zwangs-Gebührenerhöhung durch die Ministerpräsidenten nach den Wahlen.

  • Wo ist denn der Jörg, oder hat die Jule schon wieder einen Neuen?

  • das nannte man unter den Nazis Gleichschaltung, sind die etwa wieder auferstanden?

    • Nazis sind Linksextremisten. Wir haben ein linksextremes Regime. Also ja.

  • Das Propaganda Organ der Regierung ,
    die wichtigste “ Waffe “ bei der Täuschung der Bürger !
    Einer der Hauptschuldigen an unserer Situation !

  • Politik und Propaganda-Medien in trauter Einigkeit.

  • Man kennt sich, man schätzt sich!

  • Hand in Hand, die hoch korrupte Kaste. Nur noch die AFD kann uns retten !!!

    • Nur die AfD kann die Nation erretten !!!!! Wählt die Rettung, wählt AfD !!!!!!!

  • Das Volk will die Lügensender weil es belogen werden will sonst müßte man ja Verantwortung übernehmen

  • Da wurde dann beschlossen, wie man die Bürger noch mehr vera…
    Sie haben vom DDR-Fernsehen gut gelernt.

  • Hahaha, wen sowas in anderen Ländern passiert, sind unsere journalistischen Hirnzwerge (Volker Pispers) schnell dabei, vom Verdacht der Gefahr für die Gewaltenteilung zu schwadronieren, wenn es bei uns passiert, heißt es, das waren „ganz normale politische Gespräche“. Tja, liebe Medienfuzzis, wenn man das Publikum für blödhält und verachtet, kann es durchaus sein, daß das Publikum ebenso reagiert und die Medien für ebenso blödhält und ebenso verachtet. Wat ´ne Überraschung, wa? Eigene Medizin ist die bitterste.

  • Der zwangsfinanzierte Staatsfunk sichert sich seine positionen und die nötige Kohle…

  • Da, wo richtige Journalisten mit Stolz die Würgemale ihrer Gegner tragen, da haben ÖRR-Journalisten einen Schl#eßm#skelabdruck.

    • Sehr gut!

      🙂

  • Die Herren Intendanten (GEZ-Schmarotzer) werden die Herren Politiker (Parteibuch-Schmarotzer) aufs Devoteste gefragt haben, wie sie ihnen noch besser Hinten reinkriechen dürfen.

    • Oder ist es umgekehrt?

      Vielleicht werden in Mainz mehr Fäden gezogen als in Berlin.

      Mittlerweile könnte man ja alles für möglich halten.

  • Linksrassisten und Antisemiten vom Lerchenbergstadl…
    Der Bums muss abgewickelt werden…

    • Klasse Kommentar. Klug, kurz, knapp. Super !!!!

  • Mafiosi laden ein.

  • Die AfD wird mit dem ÖRR und dessen linker Propaganda Schluss machen. Die Medien werden vom linken Siff befreit werden und das ist bitter nötig.

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