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Nordsee-Gas: Deutschlands Energie liegt vor der eigenen Haustür

Während Deutschland in gravierendem Ausmaß auf Gasimporte angewiesen ist, liegen vor der eigenen Küste ungenutzte Ressourcen. Die Ausweitung der Förderkapazitäten könnte die Versorgung stärken. Doch juristische Streitigkeiten bremsen dies aus.

Bohrinsel in der Nordsee (Symbolbild): Hier liegt der Schlüssel zu Deutschlands Energieunabhängigkeit. (imago/JOKER)

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Auch in Deutschland existieren bedeutende Rohstoffquellen, die – sofern der politische Wille vorhanden ist – erschlossen werden und einen Beitrag zur Energiesicherheit leisten können. Dies zeigt sich aktuell am Beispiel eines neuen Gasprojekts in der Nordsee.

Konkret plant der Energiekonzern ONE-Dyas nahe der Insel Borkum, auf der Bohrplattform N05-A in diesem Jahr rund eine Milliarde Kubikmeter Gas zu fördern. Diese Menge entspricht in etwa dem Jahresbedarf einer Großstadt und könnte mehrere Hunderttausend Haushalte mit Wärme versorgen. Ein Teil des geförderten Gases soll auch nach Deutschland geliefert werden. Bislang lag die jährliche Produktion von N05-A bei etwa 700 Millionen Kubikmetern.

Bei vollständiger Auslastung könnten sogar Kapazitäten von bis zu zwei Milliarden Kubikmetern erreicht werden, was etwa 2,5 Prozent des deutschen und rund 7 Prozent des niederländischen Gasbedarfs entspricht. Die Erreichung dieses Niveaus strebt ONE-Dyas bis zum Jahresende an. Die Plattform könnte so „wesentlich zur Gasversorgung“ beider Länder beitragen – insbesondere „in einer Zeit, in der Energiesicherheit und geopolitische Stabilität von großer Bedeutung sind“, erklärte das Unternehmen.

Insgesamt befinden sich unter der Nordsee im grenzüberschreitenden GEMS-Gebiet mehrere kleinere Gasfelder, die zusammen etwa 50 Milliarden Kubikmeter Erdgas umfassen. Würden diese Ressourcen vollständig erschlossen und genutzt werden, könnten mehr als 60 Prozent des deutschen Gasbedarfs gedeckt werden.

Auch wenn die Perspektiven vielversprechend erscheinen und die Erschließung neuer Gasfelder in der Nordsee die deutsche Gasversorgung deutlich stärken könnte, ist bislang noch nichts in trockenen Tüchern. Im Gegenteil: Der Widerstand – insbesondere gegen die Kapazitätsausweitung der Bohrplattform N05-A – ist erheblich. Derzeit liefern sich Umweltschützer und die Stadt Borkum einen Rechtsstreit mit dem Unternehmen ONE-Dyas über die Zulässigkeit des Vorhabens. So fordert etwa die Deutsche Umwelthilfe einen möglichst schnellen Stopp der Bohrungen. Befürchtet werden mögliche Umweltauswirkungen auf die Insel sowie das angrenzende Wattenmeer.

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Die Entscheidungen in den Hauptverfahren zu den Bohrgenehmigungen auf deutscher und niederländischer Seite sollen im Laufe des Jahres fallen. Bis dahin kann der niederländische Energiekonzern jedoch weiterarbeiten: Solange noch kein Urteil ergangen ist, darf ONE-Dyas die Gasförderung fortsetzen, wie das Oberverwaltungsgericht Lüneburg Ende Januar bestätigte. Das Unternehmen hatte zuvor den Sofortvollzug für die Förderung beantragt.

Außer Acht gelassen wird von den Kritikern, dass das Projekt weitgehend umweltfreundlich umgesetzt werden soll. Sowohl die Förderung als auch die Bohrungen auf der Plattform N05-A sollen nach Angaben von ONE-Dyas vollständig elektrisch erfolgen und damit ohne zusätzliche CO₂-Emissionen auskommen. Dies sei in diesem Teil der Nordsee bislang einzigartig.

Zudem ist unbestreitbar, dass es dringend notwendig ist, eine souveräne und unabhängige Gasversorgung aufzubauen – insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen und explodierender Energiekosten. Im Jahr 2025 war der Anteil des in Deutschland geförderten Erdgases am Gesamtverbrauch erschreckend niedrig. Von insgesamt 864 TWh Verbrauch wurden lediglich 34 TWh im Inland erzeugt – das entspricht gerade einmal rund 3,9 Prozent.

Der Großteil des in Deutschland verbrauchten Erdgases stammt derzeit aus Norwegen. Nach Angaben der Bundesnetzagentur deckte Norwegen im Jahr 2025 rund 48 Prozent des deutschen Gasbedarfs. Etwa ein Viertel der Importe kam aus den Niederlanden, weitere 18 Prozent wurden über Belgien geliefert. Der Anteil von importiertem Flüssigerdgas (LNG) lag im Jahr 2025 bei etwa zehn Prozent, wobei der Großteil aus den USA stammte. Aus Katar wird aktuell kein LNG mehr bezogen – schon vor der jüngsten Eskalation im Nahen Osten, die zur Schließung der Straße von Hormus geführt hat, war dies der Fall.

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30 Kommentare

  • Machen wir uns doch bitte nichts vor: Selbst wenn wir feststellen, das die ganze deutsche Nordsee und Ostsee ein gigantisches Erdgasfeld ist … dann würden wir diesen Schatz dort lassen wo er ist.

    „Klima“, Gewässerschutz, Landschaftsschutz, Tierschutz, NGOs und alles andere und weitere würden schon dafür sorgen.

    • Da ein Gasfeld keine Ahnung von Grenzen hat wird irgend ein Anreiner das schon fördern und wir kaufen es dann für teuer Geld

      • Bleiben wir erst einmal bei „Analyse“

        ad item:
        „Ein Teil des geförderten Gases soll auch nach Deutschland geliefert werden…“

        >>> soll??? Wer „klaut“ da unser Gas?

        ad item:
        „…die zusammen etwa 50 Milliarden Kubikmeter Erdgas umfassen. Würden diese Ressourcen vollständig erschlossen und genutzt werden, könnten mehr als 60 Prozent des deutschen Gasbedarfs gedeckt werden.“

        >>> Für welchen Zeitraum?

        ad item:
        „Von insgesamt 864 TWh Verbrauch wurden lediglich 34 TWh im Inland erzeugt“

        >>> Pro Monat? pro Jahr?

        ..ab da habe ich aufgehört ernsthaft zu lesen. Analyse???
        Rate mal mit Rosenthal ist das.
        Viele Zahlen, aber wenig allgemein-verständlich aufgelöstes „Substanzielles“.

    • wie wäre es mal mit Umweltschutz anstatt Klimaschutz. Industrielle Produktion kann auch nachhaltig sein.

    • und vor allem Elfen und Einhörnen dürfen in ihrem Teiben nicht gestört erden.
      Ist wie beim Chef einer Stadt der im harten Notfall scheinbar auf dem Tennisplatz Bälle streichelt und sich dann ins Büro einschließt um Telefonate mit wichtigen Geistern zu führen.
      Daher keine Nachweise in seinen elektronischen Telefonlisten.

      • Schutz der Elfen gibts nur auf Island,bis jetzt…

    • Die Norweger, Holländer und Briten fördern dort seit Jahrzehnten Öl und Gas.

      Es ist kein Klimaschutz, kein Tierschutz, und Landschaftsschutz schon drei mal nicht.

      Diese Leute haben – wie schon Karl Marx – arme Minderheiten oder Themen usurpiert, die sie abgeblich „retten“ müssen oder die ihre „große Hilfe“ der geballten Kompetenz brauchen.

      Nein, es sind Leute, die nicht arbeiten wollen (wie Karl Marx schon) oder zu dumm dazu sind und deswegen ist das alles reiner Eigennutz, denn ihre Arbeit kostet Geld, das sie überall stehlen, um die Rettung der Welt zu finanzieren. „Uneigennützige“ Mäzene wie George Soros entdecken sie als nützliche Idioten und setzen sie ein, um den Staaten viele Milliarden abzuzocken.

  • Was für ein Märchen vom Gas und Ölmangel, wenn vor der deutschen Küste ein Geschwader von Tankern liegt und auf Entladung wartet.

    • Auch in Niedersachsen gibt es Mengen an Erdgas, das für ganz Deutschland reichen würde.
      Aber Trecking ist bei uns halt verboten, da kauft man lieber das teure LNG-Gas aus Amerika.

      • @Voopoo: Sie meinen Fracking, oder?

  • Mit der Zulassung von umweltschonenden Frackingmethoden könnte auch noch viel Gas gefördert werden, aber das werden wir aus klimareligiösen Gründen nicht mehr erleben 📿🙏

  • Es wird endlich Zeit, dass sich der Souverän öffentlich artikuliert ob der desaströsen Politik der Regierung.

    • Es wird Zeit sie auf die Straße zu zerren und dem Schuldspruch zu verkünden. Und die Strafe folgen lassen.

  • Dafür werden dann Wälder und Naturschutzgebiete zerstört, um diese hässlichen und umwelt- und tiergefährdenden Windräder zu bauen, die bei Flaute, aber auch bei Srurm nichts bringen.

  • Deutschlands Energie liegt vor der eigenen Haustür, aber nicht für
    die Linksgrünen. Die fahren ja lieber mit Lastenräder und schaden den Deutschen

  • Unter deutsche Erde hat es Unmengen vieler Naturschätze die wegen übertriebener Umweltgesetze und böser NGO´s nicht gefördert werden . Fakt .
    Ist wie mit der Erfindung des Klimawandels.
    Bis vor ca 10.000 Jahren war Europa von einer dicken Eisdecke (Keine Eiszeit) belegt.
    Lernen alle und fast Alle wollen das nicht wahrhaben.

    • Die Linken Grünen Spinner solle man bei NIUS Sperren.
      Fakt ist:
      Bis vor ca 10.000 Jahren war Europa von einer dicken Eisdecke (Keine Eiszeit) belegt.
      Lernen alle und fast Alle wollen das nicht wahrhaben.

    • ..und die deutsche Kohle soll als nächstes im Rheinwasser ertränkt werden, als metapohorisches neues „Rheingold“.

      Die Kühltürme der Atomkraftwerke(zB BW) sprengen, die Schlote der Kohlekraftwerke(zB Hamburg)…

      Nur noch Bekloppte hier!

      WDR|NRW: „Ende Mai hatte die Landesregierung den Weg frei gemacht für die rund 45 Kilometer langen Transportleitungen, die in Zukunft Wasser vom Rhein in die Restlöcher der Braunkohletagebaue Hambach und Garzweiler bringen sollen. Es ist ein beispielloses Vorhaben: Schätzungen zufolge dauert es rund 40 Jahre, bis die gigantischen Löcher mit Wasser gefüllt sind. Dafür kann die Entnahmestelle bei Dormagen bis zu 18 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aus dem Rhein pumpen und Richtung Tagebaue leiten. Am Ende sollen 4,3 Milliarden Kubikmeter Wasser den Tagebau Hambach in einen See verwandelt haben, weitere 1,5 Milliarden Kubikmeter den Tagebau Garzweiler II. Sie würden dann beide zu den größten Seen Deutschlands zählen.“

  • Langsam müsste doch jedem Deutschen klar sein, das die deutsche Regierung nicht die Interessen des Volkes verfolgen! Sie wollen uns seit Merkel schaden und nicht nutzen! Und wer meint, die etablierten SED Kartell Parteien wollen uns aus diesem Mist heraus holen, der wird bald hungern und frieren!

  • Dank einer Gesellschaft die sich freiwillig in Geiselhaft hat nehmen lassen von Klima-Apokalyptikern und willfährigen Steigbügelhaltern fremder Mächte, wird das mit deutschem Gas nichts. Solange es Politiker gibt die damals laut gejubelt haben als man unsere wichtigste Pipeline zerstört hat, geht der Niedergang ungebremst weiter.

    • Nicht freiwillig. Das NGO Kartell ist schmutziger Lobbyismus von Linken eingefädelt. Eine Presse die es schönredet oder schweigt. Eine Verschwörung.

  • Gruner Lobbyismus Schwachsinn.
    Aber Fracking gas mit Schiff quer über die Weltmeere transportieren zu hohen Preisen, das ist okay.
    Das ist kein Umweltschutz das ist Lobbyismus.
    Genau wie die FDP machen die Grünen ihre Lobbyisten glücklich und dafür erhalten sie Spenden und später gut bezahlte Jobs.
    Das ist kein Umweltschutz, das ist eine Mafia.

  • „Die Ausweitung der Förderkapazitäten könnte die Versorgung stärken. Doch juristische Streitigkeiten bremsen dies aus“.

    Das Wohl des Volkes steht hinter dem von Timmy….

  • DUH …. ein abartiger von und mit Steuergeldern gefütterter Verein von Klima-Anarchisten und Einzellern die dem Land ständig zwischen die Beine grätschen.

  • Das würde die Grünen de Facto entmachten.

    Wenn die Leute sehen, dass man auf einmal ganz komfortabel Leben kann und die grüne Lügenpropaganda nur eine bösartige Masche war, um ohne Arbeit das Geld vieler Menschen zu stehlen, lassen sie den grünen Wächterrat der bräsigen Doppelmoral ratlos zurück, der ihnen noch wild destikulierend hinterherbrüllt…“aber mit deiser AfD wird Deutschlend untergehen“.

  • Und dann noch die ganze heisse Luft die die Schülerzeitung „Apollo-News“ absondert. Kann man die nicht zum Heizen nutzen?

    -21
    • Ich bin echt froh das es APOLLO gibt.
      Macht weiter so APOLLO-Team!

    • Dann lesen Sie halt den Spiegel. Der passt besser zu Weltuntergangshysterikern.

    • Sie sollten ihre Medikamente nehmen und in Sozio Therapie gehn.
      Sie können nur destruktiv.

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