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ADAC-Angaben

Vor Start des Maßnahmenpakets: Benzinpreise auf Jahresrekordwert

Kurz vor der geplanten Preisbremse steigen Benzin- und Dieselpreise in Deutschland weiter auf neue Höchststände. Nach Angaben des ADAC erhöhte sich der bundesweite Durchschnittspreis für Super E10 am Montag um fast einen Cent auf 2,087 Euro je Liter.

Die Benzinpreise befinden sich auf dem höchsten Wert seit Jahresbeginn (IMAGO/Rene Traut)

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Kurz vor dem Start des von der Bundesregierung geplanten Maßnahmenpakets zur Preisbremse sind die Kosten für Benzin und Diesel erneut gestiegen. Nach Angaben des ADAC erhöhte sich der bundesweite Durchschnittspreis für Super E10 am Montag um fast einen Cent auf 2,087 Euro je Liter – der höchste Wert seit Jahresbeginn. Diesel verteuerte sich auf 2,295 Euro und lag damit 1,2 Cent über dem Sonntagswert.

Am Dienstagmorgen erreichten die Preise weitere Höchststände: Super E10 kostete 2,159 Euro, Diesel 2,368 Euro je Liter. Zwar hatten die Spritpreise in der Vorwoche kurzzeitig nachgegeben, eine nachhaltige Entspannung sei derzeit jedoch nicht erkennbar.

Das neue Paket der Bundesregierung sieht mehrere Eingriffe vor: Tankstellen dürfen ihre Preise für Benzin und Diesel künftig nur noch einmal täglich erhöhen – und zwar einheitlich um 12 Uhr. Preissenkungen bleiben dagegen jederzeit zulässig. Zudem wird das Bundeskartellamt mit erweiterten Kontrollbefugnissen ausgestattet.

Vertreter der Mineralölwirtschaft und des Tankstellengewerbes üben scharfe Kritik an den Plänen. „Wir erwarten keine sinkenden oder niedrigen Spritpreise für Verbraucherinnen und Verbraucher. Auf der anderen Seite erwarten wir tatsächlich höhere Bürokratiekosten für Unternehmen“, erklärte Thomas Perkmann, Vorstandsvorsitzender der Westfalen AG, im WELT-Nachrichtensender. Das Unternehmen ist als Kraftstoff- und Gashändler tätig und betreibt zahlreiche Tankstellen, vor allem in Nordrhein-Westfalen.

Den häufig erhobenen Vorwurf, die Branche treibe die Preise selbst nach oben, wies Perkmann entschieden zurück: „Wir kaufen ja selbst raffinierte Kraftstoffe ein und sind ganz hinten in der Wertschöpfungskette. Uns auf dieser Seite einen Vorwurf zu machen, wäre so, wie wenn man den Postboten einen Vorwurf macht, weil er eine schlechte Nachricht überbringt.“

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Einen staatlich festgelegten Höchstpreis, wie es ihn etwa in Luxemburg oder Belgien gibt, lehnt der Westfalen-Chef ab. „Eingriffe in die Preisgestaltung gehen oft nach hinten los. Falls der Staat wirklich eingreifen möchte, wäre es ja möglich, die mannigfaltigen Steuern und Abgaben zu reduzieren.“

Tatsächlich fließt bei einem Benzinpreis von zwei Euro mehr als die Hälfte an den Staat: Rund 0,65 Euro entfallen auf die Energiesteuer, 0,32 Euro auf die Mehrwertsteuer und 0,16 Euro auf die CO₂-Abgabe. Für Produktkosten sowie Händler- und Konzernmargen bleiben etwa 0,87 Euro.

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44 Kommentare

  • Nur mal so zum Vergleich: in Spanien (Andalusien) an freien Tankstellen liegt der Diesel Preis bei 1,68 EUR / L (heute Mittag). In der Spitze waren es in den vergangenen Wochen 1,91 EUR / L. Vor dem Kriegsbeginn waren es 1,42 EUR / L.
    Die spinnen, die Deutschen, würde Asterix sagen!

  • Dann wartet mal ab…in Wochen sehnen wir uns die heutigen „Rekordpreise“ zurück.

    • Wird wohl so kommen.
      Die Banditen planen womöglich einen Energielockdown.

      • @“Energielockdown“

        Denke ich auch, da werden Erinnerungen an Corona wach.

        Als erstes werden wohl Tempolimits kommen, außer für E-Autos. Dann autofreie Sonntage, außer für E-Autos. Danach Fahrverbote für bestimmte Tage und Orte, außer für E-Autos. Dann werden generell nur noch Fahrten zur Arbeit und einmal pro Woche zum Einkaufen erlaubt, außer für E-Autos.

        „Außer für E-Autos“ kann man mal ersetzen durch „außer für Geimpfte“, falls man anzweifelt, dass es Parallelen zur Corona-Plandemie gibt.

        • Noch härter wird es die Industrie treffen.
          Das könnte den Todesstoß für viele Mittelständler bedeuten.

          8
        • Du denkst… sehr wichtig!

          2
  • Na dann hat die Regierung ihr Ziel ja erreicht. Die Spritpreise steigen (war klar) und man nimmt mehr Steuern ein und kann sich gleichzeitig hinstellen und sagen, man hat ja was getan.

  • Zum Osterwochenende hin stiegen die Spritpreise ja immer schon. Mal gucken, wie es nächste Woche aussieht.

    • was für ein erleuchtender Kommentar.
      Dann guck mal – Zeit genug hast du ja

      -10
      • Keine Ahnung, woher Sie über meine freie Zeit Bescheid wissen, aber ich ich beobachte das dann mal und berichte Ihnen gerne.
        Ach, noch was: In welcher Sandkiste haben wir früher eigentlich zusammen gespielt?

        • ich war nicht auf der Sonderschule und bin auch nicht so alt
          wie du. Deine freie Zeit ergibt sich aus den
          vielen Stunden die du hier sehr wichtige Kommentar abgibst

          -12
  • Heute Abend Super E5 2,16 – 2,18 .
    Am Nachmittag noch 2,10 – 2,13.
    Die Ölkonzerne haben die erste Preiserhöhung wohl schon vorgezogen. Die sind doch nicht blöd.

    • die nicht…
      aber du kannst gerne stündlich die Preisveränderungen
      hier bekannt geben!

    • „Die Ölkonzerne haben die erste Preiserhöhung wohl schon vorgezogen.“

      Korrigieren Sie mich, aber soweit ich weiß, sind Tankstellenpächter in ihrer Preisgestaltung nur bedingt an den Vorgaben der Mineralölkonzerne gebunden. Die nämlich, geben wohl nur eine Untergrenze vor. Was auch die regionalen Unterschiede erklärt. Die Pächter orientieren sich auch an den Preisen ihrer Mitbewerber in ihrer Region. Preisabsprachen kann man man da natürlich nicht ausschließen.

      Ich weiß aber nicht, ob das noch so stimmt.

      • Ja. Die Pâchter sind an die Preisvorgaben der Mineralölkonzerne gebunden, denn denen gehört der Kraftstoff. Die Tankstellenpächter arbeiten nach dem Agenturmodell.

      • „Ich weiß aber nicht, ob das noch so stimmt.“
        NICHTS WISSEN MACHT NICHTS
        aber warum dann hier solche Kommentare
        abgeben?

        • „aber warum dann hier solche Kommentare
          abgeben?“
          Weil ich’s kann? Nein, ich hatte mal eine Bekannte, die hat in einer Tanke gearbeitet und auf dem Weg zur Arbeit sollte sie die Preise aller Tankstellen, die auf ihrem Weg lagen, notieren. Ihre Chefin wollte das. Aber das ist über 20 Jahre her.
          DESWEGEN!

          2
  • Sämtliche Steuern auf Benzin streichen UND einen Höchstpreis, damit die Konzerne sich nicht die Steuerstreichung einstecken.

  • Die Mineralölindustrie zeigt Berlin, wer das Sagen hat. Gut, dass Google Maps nun auch die billigste Tankstelle in der Umgebung zeigt. Denn auf Berlin brauchen Autofahrer nicht wieder mal zu setzen!

    • Ja, die „billigste“ Tankstelle. Es gibt schon Unterschieden in der Qualität, die hauptsächlich in den Additiven liegen. Ganz nutzlos sind diese nicht. Man kann die Additive auch extra kaufen und sie von Zeit zu Zeit beimischen.

      Es ist natürlich alles auch vom Motor abhängig, ob die Additive einen großen oder nur mittleren Beitrag zur Lebensverlängerung beitragen.

      Premium ist Aral, danach kommt Shell und bei allen anderen weiß man nicht so genau, welche Additive da drin sind und ob überhaupt. Bei Shell sind auch in E5 und E10 Additive in geringerer Dosierung. Das V-Power tanke ich ab und zu auch, aber derzeit eher weniger.

      Die Ergebnisse bzw. Unterschiede sind natürlich kaum messbar und offizielle Angaben zu den Kraftstoffen gibt es nicht. Es ist also eine Glaubensfrage, ob man die Mehrinvestition tätigen will. Es schadet aber nicht, zu wissen, dass es die Unterschiede schon gibt.

      • Kleiner Irrtum …. kommt alles aus einer einzigen Raffinerie ….

      • Um die letzten Verkokungsrückstände rauszubekommen, tanke ich 2x im Jahr mit 20% Diesel: Das Rumpeln gibt mir Recht!

  • Im Hamburger Hafen wurde ein Benzinschmuggel aufgedeckt – es war in einer Ladung Kokain aus Kolumbien versteckt!

  • Teuer ist die eine Sache. Es könnte aber demnächst temporär gar kein Benzin geben.

    Die Vorboten:

    Slowenien: Rationierung auf 50 Liter / Tag und Fahrzeug.
    Slowakei: Verbot von Kanistern über 10 Liter. Tankstellen werden vom Militär bewacht.

    In mehreren Ländern (z. B. Großbritannien) werden Rationierungen diskutiert oder Notfallpläne vorbereitet, falls die Lieferengpässe andauern.

    In Grenzregionen (z. B. zu Deutschland) kommt es vereinzelt zu freiwilligen Limits an Tankstellen oder Engpässen durch „Tanktourismus“.

  • Ich dachte immer Habeck sei talentfrei, doch dann kam die Reiche…

    • Was an Habeck NICHTS ändert. Und erreicht ist er auch noch nicht, glücklicherweise.

  • Preisbremse? Steuern & Abgaben machen 60% des Endpreises aus, vorher wie nachher. Dann werden sie eben genau 1x erhöhen – um das DOPPELTE des beabsichtigten, um Luft nach unten zu haben. DUMME Maßnahme.

  • In Chile tobt der Bär, weil die bisher fixierten Preise gerade freigegeben werden (Klasse Timing: Krieg ist schuld): Sprung von 1€ Diesel/1,20€ Super auf 1,50/1,60!

    Sollte klar sein, woher die hohen deutschen Preise stammen – es ist NICHT der Markt.

  • Den ADAC sollte man in keinem Zusammenhang mehr erwähnen … Für Infos der Spritpreise gibt’s Tafeln an der Tanke.

  • Danke Bibi, danke Don – great Job!

  • Das Material für die Kraftstoffherstellung wurde schon vor ca. 1/4 Jahr gekauft-nur Abzocke !!!

  • Herr Perkmann spricht von mannigfaltigen Steuern. Auf Deutsch, staatliches Raubrittertum und Wegelagerei.

  • Ich denke hier werden die Leute von ihren Politikern verarscht! Neue Gesetz, neue Steuern … neue Bestimmungen….gibt es bei uns kein Kartellrecht? DAs ist ein Fall für die Marktaufsicht. In wenigen Wochen werden die Preise an die Kunden im Supermarkt weitergeben werden (Dieselpreise Anlieferung) Der Staat muss ein Interesse daran haben, dass einige Firmen ( z.B. über den Dieselpreis) das Land nicht in die Katastrophe schicken. (In Luxemburg soll das Benzin noch weit unter 2 Euro liegen)

  • BEIDE – Mineralölkonzerne + dt Politiker kassieren die Bürger nach Strich und Faden ab und präsentieren sich gleichzeitig als (Schein)Heilige der völligen Unschuld

    – Mineralölkonzerne: Kauften das Rohöl schon lange VOR Iran-Kriegsbeginn zu entspr günstigeren Preisen ein und verteuerten es SOFORT nach Kriegsbeginn nachträglich um Profit zu machen

    – Politiker: Profitieren von höheren Steuereinnahmen NACH Iran-Kriegsbeginn wegen der zuvor von Mineralölkonzernen erhöhten Bruttopreisen für Sprit und Energie

    Fazit: Die „Entschuldigungen“ von Mineralölkonzernen und „politischen Aktionen“ zur Dämpfung der Spritpreise sind pure Augenwischerei auf ganzer Ebene um die Bürger auf deutsch gesagt zu verar..und künftig wohl noch mehr abzukassieren

    Ua die „erweiterten Kartellamtsbefugnisse“ sind wegen vorstehender Punkte nichts anderes als zahnloses um-sich-beißen ohne wirksames Handeln

    Während andere EU-Länder wie ua Polen konsequent FÜR die Bürger handeln schafft sich D immer mehr ab

    • „Mineralölkonzerne: Kauften das Rohöl schon lange VOR Iran-Kriegsbeginn zu entspr günstigeren Preisen ein und verteuerten es SOFORT nach Kriegsbeginn nachträglich um Profit zu machen“

      Das ist normale Marktgeschehen. Das Beispiel mal runter gebrochen auf einen Alleinunternehmer: Der hat ein Lager mit Waren, die er verkauft. Davon lebt er. Nun weiß der Händler, dass das Auffüllen seines Lagers nächstes Mal teurer wird. Also erhöht er die Preise jetzt schon, damit er sein Lager wieder vollständig auffüllen kann.
      Täte er das nicht, könnte er sein Lager nach dem Ausverkauf beispielsweise nur zur Hälfte füllen, usw.

      • Mit nur einem aber kleinem Unterschied:

        In diesem Fall setzt der Alleinunternehmer zu Friedenszeiten seinen Verkaufspreis höher als den Einkaufspreis um a)seinen Profit/Gewinn zu machen und b)sein Lager wieder aufzufüllen

        Nur so GANZ ZUFÄLLIG setzt der Alleinunternehmer im Kriegsfall seinen Verkaufspreis WESENTLICH höher als zu Friedenszeiten womit er a) sein Lager trotz Kriegsfall mehr als wieder auffüllen kann und b) sich obendrein buchstäblich am Kriegsfall mehr als zu Friedenszeiten bereichert

        • Sicherlich gibt es da eine Überkompensation. Wie hoch? Schwer zu sagen, aber wenn man die Steuern/Abgaben raus rechnet, ist der Preistreiber eher die Staatsmacht. Wobei ich die Konzerne nicht in Schutz nehmen will. Die Konzerne konkurrieren aber untereinander, und ich kann mir nicht aussuchen, in welchem Staat ich meinen Tank füllen will. Heißt: Ich bin meinem Staat ausgeliefert, nicht den Konzernen.

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  • Die deutsche Öl Industrie hat erkannt das sie nicht mehr lange haben, sie müssen JETZT nehmen was sie kriegen können, in ein paar Monaten gibt es hier nur noch verbrannte Erde.

  • Auf die Arbeit gehen um das Benzin zu bezahlen um auf Arbeit zu kommen? na da bleib ich doch lieber zu Hause und mach Bürgergeld und lass mir ein drittes Ei wachsen!

  • … wer glaubt denn, dass sich die ReGIERung für den Souverän mit den Mineralöllieferanten anlegt? … die feilschen höchsten um ihre „Provision“ … und wenn der Sprit teurer wird, reaGIEREN die im eigenen Interesse mit einer „außerordentlichen“ Diätenerhöhung, damit sie für sich den Kostendruck etwas lindern …

  • Unsere Regierung ist nur noch bekloppt, die wissen genau wie das läuft, nein sie brauchen die Kohle , diese Geldverschwender, und mit Lars haben wir einen vollkommen ahnungslosen Mann als Wirtschaftsminister , der soll endlich seine Koffer packen und Abendschule besuchen

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