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In 2025

Statistisches Bundesamt: Alle 20 Minuten muss ein Unternehmen in Deutschland Insolvenz anmelden

In Deutschland ist die Zahl an Unternehmensinsolvenzen 2025 explodiert. Statistisch ging alle 20 Minuten ein Unternehmen in 2025 insolvent. Es ist der höchste Wert seit 2014.

Immer mehr Unternehmen gehen insolvent (Symbolbild). (IMAGO/Sabine Gudath)

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Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen und hat den höchsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt erreicht. Das geht aus neuen Daten des Statistischen Bundesamts hervor, über die Reuters berichtet. Demnach registrierten die Amtsgerichte im Jahr 2025 insgesamt 24.064 Insolvenzanmeldungen von Unternehmen. Das entspricht einem Anstieg von 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wirtschaftsexperten sehen darin ein weiteres Zeichen für die anhaltende Schwäche der deutschen Wirtschaft. Es ist der höchste Wert seit 2014.

„2025 war ein besonders schwaches Jahr für Deutschland als Wirtschaftsstandort“, erklärte Volker Treier, Chefanalyst beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), laut Reuters. Rein statistisch bedeute dies, dass in Deutschland durchschnittlich alle 20 Minuten ein Unternehmen Insolvenz anmelden musste. Treier mahnt auch für das laufende Jahr 2026 wenig Anlass zur Entspannung an: Viele Unternehmen stünden weiterhin unter Druck durch schwaches Wachstum, hohe Kosten und unsichere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, so Treier laut Reuters.

Die Entwicklung hängt auch mit der wirtschaftlichen Lage zusammen. Nach zwei Jahren Rezession verzeichnete Deutschland im vergangenen Jahr nur ein schwaches Wachstum. Diese schwache Konjunktur habe dazu beigetragen, dass mehr Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten geraten seien. Einige Wirtschaftsforscher erwarten jedoch, dass sich die Lage im Laufe des Jahres leicht verbessern könnte. Voraussetzung sei allerdings, dass sich die Energiepreise wieder stabilisieren. Diese waren zuletzt im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran stark gestiegen.

Trotz des Anstiegs liegen die aktuellen Insolvenzzahlen noch deutlich unter den Werten aus früheren Krisenjahren. Darauf verweist Christoph Niering, Vorsitzender des Verbands der Insolvenzverwalter und Sachwalter Deutschlands (VID), laut Reuters. Während der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 wurden in Deutschland beispielsweise 32.687 Unternehmensinsolvenzen registriert – deutlich mehr als derzeit.

Das Statistische Bundesamt selbst will womöglich auch aus diesem Grund die vorläufigen Meldungen der Insolvenzzahlen einstellen. Dies ging aus einer Pressemitteilung aus Januar dieses Jahres hervor. Dort heißt es, man werde mit dem Berichtsmonat Dezember 2025 die Veröffentlichung vorläufiger Angaben zu den Regelinsolvenzen auf Grundlage der Insolvenzbekanntmachungen der Amtsgerichte beenden. Eine zeitnahe Information über das Insolvenzgeschehen wird so erschwert.

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Endgültige Ergebnisse sollen weiterhin veröffentlicht werden. Damit werden die Insolvenzzahlen künftig jedoch erst mit einer Verzögerung von etwa drei Monaten verfügbar sein. Dabei ist zu beachten, dass Insolvenzanträge erst nach der ersten Entscheidung des zuständigen Insolvenzgerichts statistisch erfasst werden. Der eigentliche Antrag wird in vielen Fällen bereits rund drei Monate früher gestellt; der Abstand zur Veröffentlichung der aggregierten Daten wächst damit auf ein halbes Jahr.

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35 Kommentare

  • Auch wenn man die Augen verschließt, die Realität holt uns ein. Es sind die beiden Regierungsparteien, die das Ganze zu verantworten haben. Frau Merkel eilt derweil von einer Ordensverleihung zur nächsten. Es ist nur noch grotesk was sich hier abspielt.

    • Dem ist nichts hinzuzufügen…

    • Dazu kommt, dass der Spalter, der in einer steuerfinanzierten Parallelwelt lebt, den Menschen eine miese Stimmung vorwirft.

      • und seine Präsidenten-Hütte für 1 Milliarde Euro ausbauen lässt

  • Sehr gut. Die Wahlentscheidungen der Deutschen seit 1998 trägt endlich Früchte. Kein Mitleid. Mehr davon. Veränderung beginnt erst wenn der Schmerz groß genug ist. Noch ist der Schmerz nicht mal im Ansatz dort wo Veränderung beginnen kann.

    • “ Noch ist der Schmerz nicht mal im Ansatz dort wo Veränderung beginnen kann.“ Ich bin aber überzeugt ,dass die das schaffen ,denn die Regierung tut ihr Bestes dafür, um es mit Merkels Worten zu sagen: Wir müssen DAS schaffen und WIR schaffen das auch. und das ist gesichert sicher…

    • Gefälltr mir auch sehr, ich begrüße diese Entwicklung. Bei angenommenen 3,3 Mio. Unternehmen (99% winzig) und dem derzeitigen Tempo macht der letze in ca. 125 Jahren das Licht aus. Aber das Tempo werden die Wähler zu steigern wissen. Ich verlasse mich auf sie.

  • Das sind keine Insolvenzen, dass ist gelebter Umweltschutz.

    • Nein, sogenannter „Klimaschutz“, also Unfug in sich. Klima kann man nicht schützen!

      • Schützt man den Frühling vor dem Sommer
        Oder den Herbst vor dem Winter.

  • Meine Frage an die KI von Google
    Welchen Rang nimmt Deutschland mit Insolvenzen weltweit ein.
    Antwort der Google KI:

    Es gibt kein offizielles „Welt-Ranking“, das Länder nach der bloßen Anzahl an Insolvenzen sortiert, da die Rechtssysteme und statistischen Erfassungen weltweit stark variieren. Aktuelle Analysen von Kreditversicherern und Wirtschaftsforschern ordnen Deutschland im Jahr 2026 jedoch als einen der zentralen Treiber der globalen Insolvenzdynamik ein.

    • Aktuelle Einordnung Deutschlands (Stand März 2026)
      Historischer Höchststand: In Deutschland wurden für das Jahr 2025 über 24.000 Firmeninsolvenzen registriert – der höchste Stand seit über zehn Jahren.
      Großinsolvenzen: Mit 94 Pleiten von Unternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Jahresumsatz erreichte Deutschland 2025 einen historischen Negativrekord.
      Internationaler Vergleich: Laut Allianz Trade zählt Deutschland aktuell zu den Ländern, die die weltweite „Pleitewelle“ maßgeblich befeuern. Während in einigen anderen Industrienationen die Zahlen stagnieren, verzeichnet Deutschland weiterhin zweistellige Zuwachsraten (ca. +10,3 % im Vergleich zum Vorjahr).

  • Man muss unsere Regierung auch verstehen.
    Die können nicht alles gleichzeitig bewältigen, dafür fehlt die Zeit.
    Jetzt wird erst einmal das Social-Media-Verbot für Jugendliche umfassend diskutiert und in ein Gesetz gegossen, das erfordert halt Zeit.

    Danach muss man sich intensiv mit dem AfD-Verbot beschäftigen, damit unsere Demokratie geschützt wird. Und dann sind die Sommerferien.

    Im Herbst können sich unsere Spitzen-Politiker dann mit der Wirtschaft beschäftigen und sich intensiv von dem Top-Ökonom Marcel Fratzscher beraten lassen.

    Es ist wie im richtige Leben, man muss halt Prioritäten setzen. 🙂

  • „Der Staatshaushalt muß ausgeglichen werden. Der Staatsschatz sollte wieder aufgefüllt werden. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muß gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht bankrott gehen soll. Die Leute müssen wieder lernen zu arbeiten, statt auf öffentliche Rechnung zu leben.“ — Cicero

    Quelle: https://beruhmte-zitate.de/zitate/2000718-cicero-der-staatshaushalt-muss-ausgeglichen-werden-der-st/

  • Das ist der Aufschwung, den Fritze vor der Wahl versprach…damit ist alles gesagt.

  • Man darf nicht vergessen, dass noch immer das Gerücht in Umlauf ist, so manche Insolvenz würde „von langer Hand geplant“ (SdK AktionärsNews v. 2.8.2004). Eines der Unternehmen, das sich damit gesellschaftlich ins Verhältnis gesetzt sah, war die damalige Kögel Fahrzeugwerke AG bereits vor mehr als zwei Jahrzehnten. Im Zuge des dadurch in Anschlag gebrachten Relativismus tritt vor allem der Belegschaft ein Mangel an klarer sozialer Struktur ein mit nachweislich pathogenen Folgen für die weitere Lebensgeschichte. Die Praktiken Dritter führen also dem Einzelnen schwere Erkrankungen und schließlich den Tod herbei. Angesichts dessen sollte die Frage erlaubt sein, warum die für Offizialdelikte zuständige Staatsanwaltschaft darin keinen zureichenden Anhalt erkennt, Ermittlungen einzuleiten? Ohne darüber jemals Aufschluss gewonnen zu haben, bleiben die wahren Gründe für das überaus frühe Versterben von Mitarbeitern sonst auch künftig im Dunkeln.

  • Wenn wir Insolvenzen nach Habeckscher Sichtweise betrachten ist es doch nicht mehr ganz so schlimm, oder?
    Zudem stimmt mich der Hinweis von Steinmeier euphorisch das wir im besten Deutschland aller Zeiten leben….

  • Ach was, Merz sagt jede Woche was anderes. 🤮🤮🤮

    • wussten wir das nicht lange vor der Wahl ?

  • Na und …? Das hat alles nichts mit gar nichts zu tun …das Geld kommt doch aus einem Automat !!

  • Das kann gar nicht sein Apollo! Wahrscheinlich seid Ihr Fake-News aufgesessen! Im ZDF habe ich davon noch nix gehört! 😉

  • Genossen, der Siegeszug des historischen Materialismus ist unaufhaltsam! Der westdeutsche Monopolkapitalismus liegt röchelnd in den letzten Zügen. Alle 20 Minuten zerschmettert die Dialektik der Geschichte eine weitere imperialistische Ausbeuterbude im BRD-Pleite-Staat! Wo einst die Werktätigen unter dem Joch der Profitgier stöhnten, blüht nun die ruhmreiche Insolvenz. Der faule Zauber der sogenannten Marktwirtschaft ist endgültig entlarvt. Bereiten wir uns vor, die Trümmer des Kapitals volkseigen zu übernehmen! Rot Front!

    • Köstlich ! Wie ein alter Mao-Zombie … Der originale Marx war ja auch nicht schlecht, der ist aber schon so lange tot, daß ein Wiederausgraben nun wirklich nicht mehr lohnt … Tip von mir: Es gibt tatsächlich aktuelle Politiker, die das so ziemlich wortgleich wiedergeben. So wie ihre geistigen Vorfahren vor 50, vor 100 und vor 150 Jahren. Immer wieder. Und was machen die boshaften Proletarier daraus? Die wählen trotzdem blau 🙂

    • Freundschaft!

  • Ok, zyklisch betrachtet also alle 5-6 Jahre. ..2009, 2014, 2019 und nun 2025. Höchstwerte bei Regelinsolvenzen. Da wird von grün-links argumentiert, das war 2009 und 2014 schlimmer, also alles halb so wild!
    Das ist wohl rein quantitativ betrachtet richtig. Was fehlt ist eine quantitativ-qualitative Betrachtung als Produktions- und Industrie-Substanz(..als Aufgabe an Kolbe und Märtin weitergereicht…): Betroffene Wertschöpfung, betroffene Arbeitnehmer, Auswirkungen auf Produktionsketten…bis hin zum Verlust ganzer Produktions- und Wertschöpfungsketten oder gar ganze Industrien. Benötigte Zeiträume zur Reproduktion wenn überhaupt möglich etc.
    Da müssen harte Zahlen her !!
    Seit 2019 geht UNWIEDERBRINGLICH unsere primäre Wertschöpfungs-Substanz verloren…und die Zahlen werden weiter steigen, Danke EU/CDU.

  • Und was wird weiter gewählt? Ja prima, sie wählen die Metzger bzw. Altparteien-Versager, die sie mit Freude ausnehmen! Lernen wir Deutsche noch dazu? Oder sind wir mittlerweile so abgestumpft, das wir die Altparteien-Versager so qualvoll lieben, dass wir sie weiter wählen?
    Na ja, wenn wir schon nichts für die Unternehmen und Bürger tun können, dann lassen wir doch mit Freude zu, dass die Altparteien-Versager unser hart erarbeitetes Geld ins Ausland verschenken. Prost Mahlzeit!

  • Und Baden Württemberg wählt weiter Grün.
    Das Grüne Wirtschaftswunder und der dumme Wähler.

  • Die gleichen Politiker, die den Untertanen das Elend eingebrockt haben, tönen nun laut vor den Untertanen, dass sie die Untertanen von diesem Elend zu befreien wissen. Deshalb wählt der brave Untertan auch beim nächsten Mal wieder mit klaren Prioritäten SPD, weil: die machen Gerechtigkeit, GRÜN, weil: die machen Klima, oder CDU/CSU, weil: die machen Wirtschaft, aber nicht AfD, weil: die machen Nazi.

  • Dieser Artikel für den Doofmichl….
    Der Untergang ist so schön
    deshalb die Wahlempfehlung
    GrüneSpdCducsuLinkeSed
    und es geht weiter bergab

  • Die Grüninnen lassen bei JEDER Insolvenz eines Unternehmens des Handwerks und des produzierenden Gewerbes Korken knallen und gießen sich permanent einen ein. (Deshalb sind sie auch so neben der Spur.)

    • @Yossarian: Bitte immer korrekt gendern: Grün:innen

    • so ist es, wenn man sein Land hasst.
      Entsprechend wird F. Merz sich auch
      freuen – oder ist es ihm unser Land
      einfach nur egal?

  • Man sollte es einfach positiv sehen!
    Denn mit dem vorsätzlich eingeleiteten Niedergang, ist auch immer weniger Geld für den schmarotzenden parasitären Polit und Beamtenapparat da. Der uns ja diese ganzen Probleme erst zugefügt hat! Und ich hoffe das wir dann einmal selbst die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen werden!

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