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Wie soll Trumps Präsidentschaft in die Geschichte eingehen? Auch um diese Frage drehte sich seine Entscheidung zum Schlag gegen das iranische Mullah-Regime. Wie der US-Präsident an diesen Punkt gelangte.

Eine Analyse •

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Mit Rauchwolken über Teheran sind es die Erinnerungen an den im Debakel geendeten Irakkrieg, die die Kritiker von US-Präsident Trump ihm nun vorhalten: „Es wird ein neuer Irak“, ist die Parole, die seine Gegner ihm ins Gesicht werfen. Überraschen dürfte es den Präsidenten nicht.

Trump selbst war es, der 2016 mit dem republikanischen Establishment brach und den von Bush gestarteten Krieg als am Ende gescheitertes „Chaos“ brandmarkte. Er positionierte die Außenpolitik seiner Regierung von Anfang an anders – anders als das „Nation Building“ von Bush, aber auch anders als die zwar vereinzelt militärisch aktive, aber oft eher zögernde und abwartende Politik von Obama.

Jetzt, zehn Jahre nach dem historischen Wahljahr, in dem die Wähler Trump das erste Mal an die Spitze der amerikanischen Republik katapultierten, stand er vor der womöglich folgenschwersten Entscheidung seiner zweiten Präsidentschaft – wenn nicht sogar seines gesamten politischen Lebens: Wagt er den Schlag auf Irans Mullahs? Nicht nur gegen eine Atomanlage, sondern einen Krieg, der das Regime ausschaltet.

In jenen Wintertagen und -stunden in Mar-a-Lago und Washington, als Trump die Entscheidung zum Angriff fällte, stand viel auf dem Spiel: eine historische Chance, den Nahen und Mittleren Osten für immer zu verändern – ebenso wie die Gefahr eines maßlosen Debakels.

Aber um die Tragweite zu verstehen, muss man zunächst einen Schritt zurücktreten und darauf blicken, wie Trump, seine Regierung und die Welt an diesen Punkt gekommen sind: Trump – so kritisch er auch gegenüber dem Bush-Vorgehen war – war nie ein Anhänger davon, das iranische Regime mit Samthandschuhen anzufassen.

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Im Gegenteil, man darf nicht vergessen: Eines seiner zentralen Wahlversprechen 2016 war es, den kurz zuvor unter Obama ausgehandelten Atom-Deal mit dem Iran aufzukündigen. Ein Versprechen, das er prompt umsetzte. Der Deal hatte dem Iran ein Ende der Sanktionen geboten, aber seine nuklearen Ambitionen kaum eingeschränkt. Es gab ein formelles Verbot der Anreicherung, das der Iran nicht nur heimlich brach, sondern das ebenfalls nur auf zehn Jahre begrenzt war und keinerlei Einschränkungen seiner Raketenentwicklung und parallel stattfindenden Terrorfinanzierung quer durch die Region beinhaltete.

Es war ein Willkommenheißen des Iran zurück in die „internationale Gemeinschaft“, ohne dass dieser dauerhaft auf sein Atomprogramm verzichten musste. Einer der zentralen Bausteine der Obama-Außenpolitik, die einen zunehmend iranfreundlichen und israelkritischen Kurs fuhr – der Architekt des Deals, Obama-Berater Ben Rhodes, hatte von seinen eigenen Kollegen daher gar den Spitznamen „Hamas“ bekommen.

Trump beendete all das, fuhr die Sanktionen wieder hoch und schaltete 2020 mit einem Drohnenschlag im Irak Irans Nummer 2 und Chef-Terroristen Qassem Soleimani aus, der in dem Nachbarland unterwegs war, um sich mit iranisch kontrollierten, schiitischen Milizen zu treffen, die kurz zuvor den Sturm auf die US-Botschaft in Bagdad versucht hatten. Trump wollte um jeden Preis eine Wiederholung des tödlichen Bengasi-Debakels unter Obama verhindern und zudem ein Signal der Stärke an die Mullahs senden.

Als Obama sein Amt verlassen hatte, war der Iran wohl auf dem Zenit seiner Macht und seines regionalen Einflusses. Das änderte sich unter Trumps erster Präsidentschaft – und beschleunigte sich nach dem wohl auch iranisch unterstützten Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023. Nach und nach schaltete Israel zentrale Akteure der vom Iran gesteuerten „Achse des Widerstands“ – jener Ansammlung islamischer Terrormilizen in der Region – aus. Die Hamas liegt heute am Boden, die Hisbollah ist durch die Pager-Attacken und israelischen Gegenoffensiven längst nicht mehr die gefährliche Bedrohung, die sie einst war.

Und der Iran selbst? Ist historisch geschwächt. Seine Drohnenangriffe auf Israel scheiterten größtenteils. Mehr noch: Sie zeigten einen israelisch-arabischen Zusammenhalt gegen das Mullah-Regime, als viele arabische Staaten die auf Israel gerichteten Flugkörper abfingen. Im letzten Jahr dann gab Trump das grüne Licht für einen einmaligen Militärschlag, der lange diskutiert und geplant wurde, den zuvor aber kein Präsident wagte: die Zerstörung der iranischen Atomanlagen.

Und das gelang: Das iranische Atomprogramm, wenn auch nicht für immer erledigt, wurde um Jahre zurückgeschlagen. Ein befürchteter Flächenbrand blieb aus. Als nach Trumps blitzartigem Schlag gegen Maduro in Venezuela dann im Iran Anfang des Jahres neue Demonstrationen gegen das Mullah-Regime anschwollen, stellte er sich hinter den Protest und erklärte den Tod von Demonstranten zur roten Linie.

Das iranische Regime aber nahm das nicht ernst, massakrierte seine Gegner zu Tausenden. Jetzt gab es nur drei Wege, wie dies ausgehen konnte: Erstens, Trump unternimmt nichts. Seine rote Linie bedeutet nichts. So wie Obamas rote Linien in Syrien, die am Ende nicht er, sondern Trump mit Luftschlägen durchsetzte.

Jeder Präsident hat einen Satz, für den er in Erinnerung bleibt. Trump-Vertrauter und US-Senator Lindsey Graham warnte: Seiner wird lauten „Hilfe ist auf dem Weg, protestiert weiter!“, während das iranische Regime ungestraft Demonstranten massakriert – wenn er jetzt nicht handelt.

Die Geschichte ist voll mit Protestbewegungen, die aus dem Westen angefeuert wurden, aber nie kam die erhoffte Unterstützung. Trump drohte, diesen Schritt zu wiederholen, wenn er nichts tut. Mehr noch: Er drohte zu zeigen, dass sein Wort, seine rote Linie nichts zählen. Auch daher schlug er zu. Ganz explizit mit dem Ziel, auch das Mullah-Regime selbst zu zerstören.

Und hier kommen wir auch schon zu einem befürchteten Szenario, das Trumps Kritiker aktuell an die Wand malen: ein weiterer gescheiterter „Regime Change“-Krieg, bei dem selbst ein militärischer Erfolg nur ein Pyrrhussieg ist. Das Irak-Szenario, wo das Land am Ende auseinanderzufallen droht, zur Brutstätte für neuen islamistischen Terror wird und die USA in einen jahrzehntelangen Konflikt zieht.

Ein Dauerkrieg, der die USA bindet und den längst überfälligen „Pivot to Asia“ weiter verschleppt. Munition und Raketen, die schneller gegen die Mullahs aufgebraucht werden, als sie nachbeschafft werden können – und dann in einem potenziellen Konflikt mit China fehlen. Das ist kein Hirngespinst, es ist eine realistische Gefahr für die USA. Auch wenn man im Iran gewinnt.

Andererseits ist der Iran nicht gleich der Irak. Und kein Krieg wiederholt sich genau so, auch wenn man im Westen die Tendenz hat, alle möglichen Konflikte immer nur als Neuauflage von Krieg X zu sehen.

Während der Irak ein arabischer Staat ist, mit Grenzen, die unter britischer Herrschaft auf dem Reißbrett gezogen wurden und bis heute für Konflikte sorgen, ist der Iran mit Tausenden Jahren persischer Geschichte als Nation ganz anders etabliert, auch in expliziter Abgrenzung zum arabischen Raum – und teils auch zur islamischen Identität.

Er ist vielmehr auf nationaler Identität statt auf religiösen Konfliktlinien aufgebaut – und die jahrzehntelange Diktatur der „Islamischen Republik“ der Mullahs stellt vielmehr einen Bruch mit dieser persischen Geschichte dar. Es gibt damit einen sich bewährten, säkularen Nationalstaat, zu dem man zurückkehren könnte. All das macht es einfacher, sich einen Iran ohne Mullahs vorzustellen. Auch wenn es natürlich im Iran ebenso ethnische Minderheiten gibt. Aber die Rahmenbedingungen für einen Systemwechsel sehen anders aus.

Auch militärisch unterscheidet sich Trumps Einsatz im Iran von Bushs Irakkrieg: Während man Saddam Hussein monatelang verfolgte, war Irans Machthaber Ayatollah Chamenei bereits Stunden nach Beginn des Konflikts tot – ebenso wie der Großteil der iranischen Führungsriege. All das bisher ohne Einsatz echter Bodentruppen. Ein weiterer Unterschied zum Irak, wo am Ende die meisten US-Soldaten in sich immer länger ziehenden Haus-zu-Haus-Kämpfen gegen Aufständische oder durch Sprengfallen ums Leben kamen.

All dieses Chaos vermeidet Trump mit seinem blitzartigen Vorgehen aus der Luft, das inzwischen zu seinem militärischen Markenzeichen geworden ist. Keine „ewigen Kriege“, ein schneller Schlag aus der Luft, maximal tödlich, maximal effektiv – das war zuletzt oft sein Rezept. Und in Anlehnung daran scheint man auch im Iran zu operieren, auch wenn Trump diesmal klargemacht hat, dass es durchaus länger dauern und womöglich vereinzelt „Boots on the Ground“ erfordern wird.

Der Irankrieg jedenfalls ist, das ist auch Trump bewusst, mehr als nur ein zweistündiger Einstieg wie im Falle Maduros in Venezuela. Aber dafür steht auch viel mehr auf dem Spiel. Gelingt wirklich ein Sturz der Mullahs, der einen neuen säkular-demokratischen Iran einläutet, dann gewinnen die USA nicht nur einen mächtigen Verbündeten in der Region – sie würden das gesamte Mächteverhältnis im Nahen Osten verschieben.

Und die Chance dafür ist jetzt da: Das Regime ist geschwächt; und die Gefahr, Wort zu brechen, wenn man das Massaker der Mullahs nur schulterzuckend hinnimmt, stand im Raum – daher schlug Trump zu. In der Hoffnung, so einen historischen Wandel herbeizuführen. Ob ihm das gelingt oder der Krieg doch erst noch zum befürchteten Debakel ausartet – das wird erst die Geschichte zeigen.

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111 Kommentare

  • Wie auch immer.
    Wir können alle nur hoffen, dass das Mullah-Regime sein verdientes Ende findet.

    • …und dass die amerikanische Dekadenz gewinnt.

    • Lindblom: Ich hoffe, dass Trump sein verdientes Ende findet.

      -10
      • Legitime Antwort.

  • Die Bundesregierung scheint eher auf Seiten der Mullahs zu stehen…

    • Der Bundesregierung hat man scheinbar vergessen zu sagen, wie sie sich zu positionieren hat. Oder sie hat das nicht verstanden.

      • Schlimm genug, dass man es ihr sagen muss.

    • Frank-Spalter Steinkopf trauert noch heute um seine Mullah-Freunde.
      Er kommt seit Tagen nicht mehr aus seinem Zimmer, weil er nicht weiß an wen er nun seine Glückwunschtelegramme schreiben kann.

  • Ich war überzeugter Unterstützer von Trump und er hat wirtschaftlich einiges für die USA bewegt, aber das ist ein Angriffskrieg und damit reiht er sich ein in eine lange Ära. Die USA bleiben das Land, was die größte Bedrohung für den Weltfrieden darstellt und kein anderes

    • „Ich war überzeugter Unterstützer von Trump und er hat wirtschaftlich einiges für die USA bewegt,“

      Ja, aber was haben wir davon? America first bedeutet Europe loses.

      • Das liegt aber an den Deppen in Europa. Trump ist US Präsident und nicht von Europa. Dass wir freiwillig alles in Schutt und Asche legen für Narrative von der Klimakatastrophe etc. ist unser Problem und liegt an den minderbegabten Wählern hier, die erst begreifen, was sie gewählt haben, wenn man ihnen das eigene Haus unterm Arsch wegpfändet, weil sie die Raten nicht mehr zahlen können. Dafür kann Trump nichts.

        • Trump ist US-Präsident u. der
          aktuelle Besatzerkönig Deutschlands.
          Übrigens, welchem Land hat er noch
          nicht gedroht, wenn es nicht spurt?

          Trump wird als Kriegspräsident in die
          Annalen eingehen. Als einer der die
          Welt in eine Öl-/Wirtschaftskrise stürzte.
          Und hoffentlich keine Atombomben auf
          den Iran wirft.

          3
    • Es ist kein Angriffskrieg. Auch wenn das jetzt noch 1000x wiederholt wird. Seit dem Sturz des Shahs haben die Mullahs immer wieder die USA und Israel angegriffen. Bereits unter Carter wurde 1979 die amerikanische Botschaft in Teheran mit dem Botschaftspersonal von den Mullahs besetzt und das Personal für über 1 Jahr in Geiselhaft genommen.
      Es gibt keinen Friedensvertrag oder Waffenstillstand zwischen den USA, Israel und den Mullahs.
      Damit kann es kein Angriffskrieg sein, im Gegensatz zu den Angriffen des Iran auf die Nachbarstaaten mit denen der Iran bisher in Frieden lebte.
      Der Iran ist der Aggressor, was ist daran so schwer zu verstehen?
      Vermutlich sind auch hier auf Apollo Iranische Bots unterwegs

      • Was Sie und die Gutmenschen nie begreifen werden, bei der Frage, ist es ein Angriffskrieg, was es unstreitig völkerrechtlich ist, geht es nicht um die Frage, ob mir oder Ihnen ein Land passt, sondern darum, ob ein Land zuvor durch kriegerische Handlungen angegriffen wurde, sagen wir wie durch die Sprengung von Pipelines in der Ostsee. Der Iran hat nicht angegriffen, das behaupten auch die USA nicht. Sie handeln nicht zur Verteidigung, sondern erzählen Märchen von Atombomben, für die es wie beim Krieg gegen Irak (erwiesene Lüge), keine Beweise gibt. Es ist die Version für Menschen wie Sie, die Gegnern jedes Recht absprechen und selbst meinen sich über das Völkerrecht hinwegsetzen zu können. Was Sie nicht begreifen können oder wollen, mit der Argumentation, ich fühle mich im Recht, können Sie die UNO und jedes Recht abschaffen, weil der Angreifende sich stets wie Sie im Recht fühlt. Das ist nicht meine Vorstellung von einer Welt, ganz gleich ob mir der Iran ebenso suspekt ist wie Ihnen!

        • Völkerrecht? Mit den Mullahs? …daß ich nicht lache.

          5
      • „Es gibt keinen Friedensvertrag oder Waffenstillstand zwischen den USA, Israel und den Mullahs.“

        Es gibt aber auch erst gar keine Kriegserklärung, oder? Also bleibt es Angriffskrieg.

        • Der Angriff IST die Kriegserklärung.

          4
        • … oder meinten Sie eine iran. Kriegserklärung?
          Ja, die gibt es auch. Seit der Revolution immer wieder. Sozusagen eine Dauerkriegserklärung. Irgendwann schallt es aus dem Wald zurück. Lange genug haben sie ja nun wirklich reingerufen. Wenn kein Echo kommt, ist das ja beleidigend. Ein Fehdehandschuh muss aufgenommen werden, das gebietet die Ehre des Werfers. Wobei sich die Dinger in Israel schon stappelten.

          0
        • Langfristige Stellvertreter-Angriffe:
          Zusätzlich zu direkten Schlägen agiert der Iran kontinuierlich über sein „Netzwerk des Widerstands“:
          Hisbollah (Libanon): Ständiger Raketenbeschuss auf den Norden Israels.
          Hamas & Islamischer Dschihad (Gaza): Unterstützung bei Angriffen auf israelisches Gebiet.
          Milizen im Irak und Jemen (Huthis): Regelmäßige Drohnen- und Raketenangriffe auf israelische Ziele und Schifffahrtswege.
          Was will man mehr?
          Reicht das nicht, um diese Wüstensöhne ihrer Bestimmung zuzuführen?

          -1
      • Wer immer gleich von „Bots“ schwurbelt, ist ein Fall für den Psychiater.

      • … immer wieder die USA angegriffen … ja, was „daran so schwer zu verstehen?“ Ich denke, Du bist der Wahn.

    • Krieg macht die Deutschen immer so nervös. Krieg gehört aber leider zur menschlichen Geschichte dazu und mir fällt wenig ein, was ich zugunsten der Mullahs sagen könnte. Die müssen weg. Trump vergrößert damit seine Distanz zum verräterischen Schönredner Obama.

  • Operation Epstein Photo

  • Bild meldet: Raketeneinschläge in Tel Aviv.

  • Trump hat sich einfach vor einen Karren spannen lassen, der ihm aus gutem Grunde seine Unterstützer kostet. Rückblickend entpuppt sich die Entscheidung des Friedensnobelpreis Komitee’s, ihn nicht gewählt zu haben, als richtige Entscheidung. Auch auf die Wahrscheinlichkeit hin, dass das irgendwas in seinem Kopf ausgelöst zu haben scheint.

  • Trump arbeitet sehr viel mit Drohungen.
    Das funktioniert nur, wenn er gelegentlich die eine oder andere Drohung umsetzt.
    Auf dem globalen Schachbrett prügelt man den persischen Bauern und zeigt dem dem chinesischen König und den anderen Zuschauern was so passieren könnte.

    • Er droht eigentlich allen, Dänemark, Kanada, Kuba, Indien, Venezuela, China, Russland, Nord Korea, Europa ++++++++
      Am Anfang hab ich ihm das noch abgekauft, aber mittlerweile ist die Masche etwas einfältig, so in Richtung ‚One Trick Pony‘!

  • Donald Trump ist eine Marionette von Wall Street und Silicon Valley, denn dort und nirgendwo anders werden in den USA die Entscheidungen getroffen. Alles andere ist nur eine Show-Veranstaltung für die Massen.

    • Gemini sagt:

      Es ist kein Geheimnis, dass Trump massiv von pro-israelischen Geldgebern unterstützt wurde.

      Die Adelsons: Das verstorbene Casino-Tycoon-Ehepaar Sheldon und Miriam Adelson gehörte zu seinen größten Spendern (über 100 Millionen Dollar allein im Wahlkampf 2020 und massive Summen für 2024). Ihr Hauptanliegen war stets die Sicherheit und Stärkung Israels.

      Lobby-Gruppen: Organisationen wie AIPAC (American Israel Public Affairs Committee) haben traditionell großen Einfluss in Washington. Trump hat viele Forderungen dieser Kreise erfüllt, etwa die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt oder die Verlegung der US-Botschaft.

      Die evangelikale Basis: Ein Großteil von Trumps Wählern sind weiße Evangelikale. Für sie ist die Unterstützung Israels ein theologisches Gebot (siehe die vorherige Frage). Trump bedient diese Basis, um seine Macht zu sichern – das macht ihn eher zu einem strategischen Politiker als zu einer bloßen „Marionette“.

  • Für Frieden gewählt, für Krieg auserwählt? Wo bleibt die Demokratie?

  • Am Dienstag den 24.März ist im Iran Norooz, es beginnt das persische Neujahr. Da ist traditionell das iranische Volk auf den Strassen mit Böllern und so wie bei uns. Vielleicht die Gelegenheit für den Aufstand.

  • Der Irak-Krieg bis zum Fall Bagdads hat etwa sechs Wochen gedauert und war ein Musterbeispiel an schneller und effizienter Kriegsführung.

    • Also bevor Sie so einen Unsinn erzählen, sollten Sie sich mal ein wenig informieren. Der völkerrechtswidrige Angriff auf den Irak, den vorher die USA hochgerüstet haben (ja, Hussein), basierend auf einer Lüge, was heute bewiesen ist, hat zu 1 Million Toten geführt und ging über Jahre und hat einen instabilen irak hinterlassen. Wenn Sie das als Erfolg sehen, dann scheinen Sie seltsame Bewertungsmaßstäbe zu haben.

      • …hochgerüstet mit russischen Panzern

    • wenn die Dummen schreiben lernen kommt sowas dabei raus.

  • Ich weiß gerade nicht, wie die Umfragen im Rust Belt sind, kann aber sagen, daß die Amis, die ich kenne ,stabil sind. Heißt, Donald, We Love You. America ist nicht nur das linke California und New York. Stellen wir uns mal vor, Kamala hätte die Wahl gewonnen. Democrats?
    „They got lies so big,
    They don’t make a noise,
    They tell em so well,
    Like a secret disease“

    • Oh, i forgot: Das Zitat ist von Frank Zappa. Ein liberaler, Freiheitsliebender American Musician and Composer, der schon in den 80er Jahren gegen Zensur gekämpft hat.

      • „The Torture Never Stops“…..fällt mir bei Zappa ein. Übersetzung: Sie quälen uns, mit undemokratischen Mitteln, um zu verhindern, daß sie ihre Macht und Privilegien verlieren.

  • Der Angriff erfolgte zu spät. Es gibt keinen Machtwechsel. Keine Revolution.
    Das war einfach zu gefährlich. Jetzt nur noch Abwarten

  • „Wie soll Trumps Präsidentschaft in die Geschichte eingehen?“ – Das ist doch klar: Als die beste US-Präsidentschaft aller Zeiten. Was Donald TRUMP für sein Volk geleistet hat, ist unglaublich gut. Seinen Untertanen geht es besser als jemals zuvor. Und weltpolitisch sorgt Donald TRUMP mit größter Tatkraft für Frieden und er bekämpft die größte Geißel der Menschheit nämlich den Islam mit aller Härte. M.E. wurde Donald TRUMP uns Menschen direkt von Gott geschickt, er ist ein Messias.

    • „M.E. wurde Donald TRUMP uns Menschen direkt von Gott geschickt, er ist ein Messias.“

      Grundsätzlich halte ich das Vorgehen Trumps in Sachen Mullah-Regime für richtig.

      Aber dieser ins Jubilieren abgleitende Text vom Herrn Thormann ist mangels Distanz bestimmt kein Journalismus; Kommentare wie der Ihrige sind absurd und eine Blasphemie: Der Messias, aka Jesus Christus, der war schon da.

      Trump ist ein Mensch. Nicht weniger, aber ganz bestimmt auch nicht mehr.

      • H.-J. Friedrichs: „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten.“
        Nicht mit einer guten Sache und mit einer kriminellen schon mal gar nicht. Auch das Abgleiten des Kommentars ins Wahnhaft-Religiöse läßt einen vernünftig denkenden Menschen nur noch den Kopf schütteln. Jesus hat jedenfalls keine Schulkinder umgebracht, illeale Angriffskriege begonnen und sich in seinem Amt schamlos bereichert.

      • Gemini sagt:

        Ein beträchtlicher Teil der evangelikalen Christen in den USA (und auch Anhänger in anderen Ländern) sieht in Trump eine Figur, die mit biblischen Gestalten wie König Kyros dem Großen verglichen wird. Kyros war im Alten Testament ein nicht-jüdischer Herrscher, den Gott benutzte, um das israelitische Volk zu retten. Diese Anhänger glauben, dass Gott Trump trotz seiner persönlichen Fehler ausgewählt hat, um konservative christliche Werte zu schützen und politische Veränderungen herbeizuführen.

        • Für diese Infos brauche ich Gemini nicht; es gilt das gleiche Argument: die alttestamentlichen Prophezeiungen, auch die über Kyros bei Jesaja 45, sind nach christlichem Verständnis mit Jesus Christus erfüllt. Aber dass sich Evangelikale ihre Bibel nach persönlichem Geschmack zusammeninterpretieren, ist ja auch nix neues, und das ist keinen Deut besser als die gefährlichen Ideen dieser schiitischen Endzeitsekte da in Teheran.

          Ihre Gemini-KI weiß anscheinend noch nicht einmal, dass Kyros II, Großkönig von Persien gemeint, ist.

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    • Ein „Freund“ von Trump zu sein, ist leider sehr kostspielig geworden. Erst durch seine rücksichtslose Zollpolitik, dann durch den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran hat er mehrmals die Finanzmärkte aufgemischt, und so vielen Kleinanlegern den Garaus beschert. Und wer kein Geld angelegt hat, spürt die Freundschaft an den Zapfsäulen und im Strassenbild.

      • es wird noch viel kostspieliger, wenn man so einer Mullohkratie erlaubt, den Westen zu kassieren.

    • Es gab schon mal im letzten Jahrhundert ein Regierungsoberhaupt, was ebenfalls glaubte, es wäre von „Gott“ geschickt worden. Das ist eben die Fehlannahme, Trump wäre für Frieden. Für die letzte Amtszeit mag das stimmen. Es stimmt eben nicht für die jetzige Amtszeit, und es widerspricht seinen Wahlversprechen eklatant. Es ist der dritte völkerrechtswidrige Angriff 1) Iran, 2) Venezuela, 3) Erneut Iran. Damit ist er kein Friedensstifter sondern ein Kriegsverbrecher. Und selbst wenn man nun den ganzen Quatsch glaubt von Demokratie, Befreiung, das also nur zufällig dort gekämpft wird, wo viel Öl liegt und das Regime nicht prowestlich ist, dann sollte man doch aus der Geschichte etwas gelernt haben. Die massive Radikalisierung des Islam kommt nicht etwa aus dem Islam selbst, sondern das kann man getrost der US -Israel Politik der letzten 70 Jahre zuschreiben. Ich möchte den Islam nicht in meinem Land haben, d.h. aber nicht, dass wir die Länder angreifen dürfen und dort zu bestimmen haben.

    • und gesalbt! Wohl nicht von Jesus Christus aber von ‚underage Girls‘

  • Ich denke Trump ist in die Falle des Blenders Hegseth gelaufen.

    Ich hatte hier am Anfang des Konfliktes geschrieben, das Hegseth sicher nicht einmal weiß/wusste, das der Iran etwa 4x so gross ist wie Kalifornien; das man das Regime eines solch riesigen Landes nicht in 4 Wochen aus der Luft in die Knie zwingen kann. Völlig ausgeschlossen.

    Siehe analog WK 2 , die Vernichtung der Nazi Diktatur, der Sieg über das 3..Reich durch RIESIGE Alliierten Verbände.

    Die lautmalerische Eitelkeit Trump’s stand/steht einer im Grunde – richtigen- diskreten Aktion gegen das Mullah Regime im Wege, die es gebraucht hätte. Siehe der Luftschlag gegen die Atomanlagen des Iran im Vorjahr. kurz und knapp.

    Nun handelt man sich auch noch einen strategischen Vorteil Russlands in Sachen Öl ein, der auch nicht von Anfang an mitgedacht wurde.

    Ich lag bei Noem richtig (muss weg), gilt nach meiner Meinung auch für Hegseth- sollte weg- kann nix.

    • Du willst aber nun echt nicht den Iran, dessen Machthaber größtenteils nicht einmal die Rückendeckung der eigenen Bevölkerung haben und defensiv kaum etwas zu bieten hat, mit der hochgerüsteten Wehrmacht und der damaligen „Festung Europa“ vergleichen, oder?

      Noch dazu, dass es damals eben Meter für Meter per „Boots on the ground“ vorangehen musste, da Tomahawks, B2 usw. noch gar nicht erfunden waren…

      • Von wegen ‚Boots on the ground‘. Mein Vater war damals an der Westfront. Er wusste und betonte öfters, dass die Amis NUR durch ihre massive Luftüberlegenheit eine Chance hatten. Und das war keine Schönrederei, denn mein Vater war kein Nazi, sondern ein überzeugter Sozialdemokrat.

  • Die alternative zu warten bis Iran als Terror statt eine Atombombe hat wäre einfach zu riskant..

    • Das ist doch lächerlich, mit der gleichen Lüge wurde der Irakkrieg geführt, 1 Mio Tote für Rohstoffe und Flüchtlinge bei uns

      • Na du warst ja bei den Verhandlungen dabei und weißt es ganz genau. Warum sollte Trump diesen Krieg sonst wagen? Er kostet ihm die Midterms und vielleicht auch Vance die Wahl 2028.

        -11
        • Na du warst ja anscheinend dabei. Es geht hier nicht um die Frage, ob man den Islam oder Iran mag oder nicht, sondern darum, weshalb dieser Krieg geführt wird. Dass die Deutschen von Geopolitik keine Ahnung haben, traurig, aber natürlich geht es nur um Öl, was denn sonst. Um Demokratie? Atomwaffen? Trump interessiert nur, unterwirft sich der Iran den USA, wenn die das Öl kontrollieren, dann dürfen die wie Saudi Arabien Journalisten enthaupten. Gäbe es nur den Ansatz von Beweisen für eine Atombombe, wäre das längst bekannt, so erzählt man dem Volk irgendeinen Müll und alle klatschen. Die Wahrheit ist, man hatte die Hoffnung Trump wäre anders, aber er führt den Kurs fort. Und dem Kurs verdanken wir maßgeblich die Migrationskrise

          5
        • Norbert1 schreibt hier 18.06: ‚Trump hat sich auch von Bibi verarschen lassen.‘
          …soviel zu Deinem: Warum sollte Trump diesen Krieg sonst wagen?
          … mein Bot sagt mir: Du hast viel Wa.. also grün hinter den Ohren.

          5
    • Ach, das geht gar nicht ums Öl?
      Na dann, das ist was anderes.

      • Es geht um den Staat Palästina und Ost-Jerusalem als dessen Hauptstadt. Genauer darum, dass ein ultra-rechtes Kriegskabinett diese Variante endgültig vom Tisch haben will. Die Ölkarte ist arg strapaziert und logisch nicht nachvollziehbar.

  • Er wird als der reichste und gleichzeitig verhassteste Präsident in die Geschichte eingehen.

  • Mit Vance wäre das nicht passiert. Der ist abgetaucht. Trump hat sich auch von Bibi verarschen lassen und jetzt brennt der gesamte Nahe Osten. Eine Lösung gibt es nicht. Israel wird auch nur Verlierer sein, so wie alle.

    Hätten wir noch Nordstream und die Drushba Pipline. Aber unsere Freunde sind ja keine und wir sagenhaft blöde.

    • „Mit Vance wäre das nicht passiert. “

      Sicher? Kommt drauf an, ob sein Name in diesen gewissen Akten auftaucht.

      • Vance mutiert zur Sprechpuppe, Tulsi Gabbard ist verschollen, von Kennedy hört man kein Wort und Kash Patel ist wohl emigriert….
        Zum Heulen das Ganze!

  • wer Lindsay Graham,einen wahnsinnigen Kriegstreiber(einfach mal seine Kommentare zu ukrainischen Soldaten) hier anführt,hat sich wirklich nicht informiert,der ist kein „Trump-Vertrauter“,das ist ein eiskalter Neocon

    • Gemini sagt:

      Die Beziehung zwischen Lindsey Graham und Donald Trump ist eines der faszinierendsten und wechselhaftesten Phänomene der US-Politik. Man kann sie am besten als eine Zweckgemeinschaft mit gegenseitiger Abhängigkeit beschreiben.

      1. Vom schärfsten Kritiker zum engsten Verbündeten
      Es ist wichtig zu verstehen, woher sie kommen: 2015 nannte Graham Trump noch einen „Verrückten“ und eine „Katastrophe“ für die Republikaner. Doch seit Trumps erstem Wahlsieg vollzog Graham eine 180-Grad-Wende. Er wurde zu einem seiner wichtigsten Berater im Senat und zu einem regelmäßigen Golfpartner. Graham erkannte früh, dass er ohne Trumps Unterstützung in seinem Heimatstaat South Carolina politisch kaum überleben könnte.

      • Gemini sagt:

        3. Der „Einflüsterer“ in der Außenpolitik
        Graham gilt als einer der außenpolitischen „Falken“, die Trump in internationalen Krisen zu einem härteren Kurs drängen.

        Nahost: Während Trump oft zögert, die USA in neue Kriege zu verwickeln, gehört Graham zu den lautesten Stimmen, die Trump dazu drängen, gemeinsam mit Israel militärisch gegen die Hisbollah oder direkt gegen den Iran vorzugehen.

        Ukraine & Russland: Hier fungiert Graham oft als Brücke zwischen den traditionellen Republikanern und Trumps eher isolationistischem Flügel, auch wenn die Skepsis gegenüber weiteren Hilfsgeldern in der Trump-Regierung 2026 deutlich überwiegt.

      • Gemini? Wo bitte lassen Sie für sich denken?

    • Lindsey Graham ist ein U-Boot Israels. Er vertritt israelische Interessen und tritt amerikanische Interessen mit den Füssen!

    • Lindsey Graham ist ein durch und durch korrupter, verkommener Charakter. Es faselt davon, dass die Atombomben auf Japan ja das Natürlichste der Welt gewesen seinen und das man Ähnliches auch heute wieder veranstalten könne.

  • Was bekommt Opi noch mit?

  • Ihr verteidigt den Irren immer noch?

  • Bundesregierung scheint auf Seiten der Mullahs – hahahahahahahhahahah.
    Die wissen doch nicht einmal wo es warmes Wasser gibt und dann Geopolitik.
    Leut – Aufwachen.
    Sach- und Realpolitik statt Emotion und Wünsch Dir was!

  • Putin und Trump träumten von einem Blitzkrieg.

    Kann halt nicht jeder.

  • Vielleicht hätte der erstmal üben sollen mit dem Regimechange…..an Deutschland…..dem wär er vielleicht gewachsen gewesen und es hätte der Welt mehr gebracht

  • Die Chancen, dass die USA und Israel gewaltig ueber den Krieg, den sie losgetreten haben ( meine Verachtung dafuer) stolpern werden, stehen gut. Demokratie fuer den Iran, Ja. Unter dem Scheffel der USA und Israel: Niemals.

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