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Der Stern auf dem Holzweg: Wie tief Mercedes wirklich in die Krise gerutscht ist

Bei Mercedes-Benz läuft es seit mehreren Jahren alles andere als rund. Die Stuttgarter hinken bei Schlüsseltechnologien hinterher und schrumpfen, anders als etwa BMW. Nun plant der Autobauer rigide Sparmaßnahmen und Produktionsverlagerungen.

IMAGO/Joko

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Mercedes-Benz steht unter erheblichem wirtschaftlichem Druck: Die Absatzzahlen sind rückläufig, der Konzern lieferte im Jahr 2025 nur 2,16 Millionen Pkw und Vans aus. Damit erzielte Mercedes-Benz das schwächste Absatzergebnis seit 2014. Im Pkw-Segment sank der Absatz auf 1.800.800 Fahrzeuge, was einem Rückgang von 10 Prozent gegenüber 2024 entspricht – rund 182.600 Einheiten weniger als im Vorjahr.

Bei anderen großen deutschen Autobauern stellt sich die Lage stabiler dar. Volkswagen setzte 2025 lediglich rund 0,5 Prozent weniger Fahrzeuge ab als im Vorjahr, BMW konnte seinen Absatz sogar leicht steigern. Der Münchner Autobauer verkaufte 0,5 Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahr.

Infolge des Absatzrückgangs gaben bei Mercedes-Benz zuletzt auch Umsatz und Gewinn deutlich nach. Im ersten Halbjahr 2025 sank das Konzernergebnis – also der Nettogewinn – von rund 6,1 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf etwa 2,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von 55,8 Prozent. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) verringerte sich um rund 55 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2025 liegen bislang noch keine endgültigen Zahlen vor.

Dabei handelt es sich nicht um das erste Krisenjahr für den Autobauer mit dem Stern. Bereits 2024 waren dessen Absatzzahlen um 4 Prozent eingebrochen. Das Konzernergebnis ging im Vergleich zu 2023 um 30,8 Prozent zurück, während das EBIT sogar um 40,5 Prozent einbrach.

Unter anderem die stagnierenden Verkaufszahlen bei den Elektrofahrzeugen setzen dem Autobauer zu. Ausschlaggebend dafür ist vor allem die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit. Insbesondere Hersteller aus Fernost bieten (E-)Autos mit einem deutlich besseren Preis-Leistungs-Verhältnis an – nicht nur im Vergleich zu Mercedes-Benz, sondern auch gegenüber den übrigen deutschen Autobauern.

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Trotz existenzieller wirtschaftlicher Probleme will Mercedes weiter konsequent am Elektrokurs festhalten. Hintergrund sind die strengen Klimaregulierungen auf EU-Ebene. Die Flottengrenzwerte verpflichten den Autobauer dazu, eine stetig wachsende Zahl an Elektrofahrzeugen abzusetzen, während der Anteil von Verbrennern am Gesamtabsatz kontinuierlich reduziert werden muss.

In Deutschland ist Energie teuer, die Löhne sind – insbesondere in der Automobilindustrie – überdurchschnittlich hoch und Regulierungen sowie Steuern belasten die Hersteller finanziell. Um wirtschaftlich bleiben zu können, müssen Mercedes-Benz und Co. diese Kosten letztlich an die Endkunden weitergeben.

In der Volksrepublik China ist das Gegenteil der Fall: Die Hersteller profitieren von staatlich gefördertem Zugang zu Rohstoffen, umfangreichen Subventionen sowie insgesamt niedrigeren Produktionskosten. Zudem sind Bürokratie sowie die Steuer- und Abgabenlast für Unternehmen niedrig. Die Folge: Modelle von BYD, Nio, SAIC und Co. werden teils um das Zwei- bis Dreifache günstiger angeboten als entsprechende Modelle von Mercedes.

Auch bei anderen Schlüsseltechnologien, insbesondere beim autonomen Fahren, tut sich Mercedes schwer. Der Hersteller hat die Entwicklung von Systemen für freihändiges Fahren vorerst zurückgefahren. Laut einem Bericht des Handelsblatts soll in der überarbeiteten S-Klasse, deren Vorstellung für Ende Januar geplant ist, auf automatisiertes Fahren nach SAE-Level 3 verzichtet werden.

Stattdessen will sich Mercedes zunächst auf Fahrerassistenzsysteme beschränken, bei denen die Verantwortung weiterhin vollständig beim Fahrer liegt und jederzeitige Aufmerksamkeit erforderlich ist. Auch hierbei spielen die ungünstigen Standortbedingungen eine Rolle: Laut der Zeitung stehen hohe Produktionskosten einer bislang begrenzten Nachfrage gegenüber.

Um der erheblichen Kostenbelastung am deutschen Standort, die das Geschäft des Konzerns auf mehreren Ebenen ausbremst, entgegenzuwirken, hat Mercedes-Benz zuletzt tiefgreifende Maßnahmen eingeleitet – darunter auch die Verlagerung von Produktionskapazitäten. Im Februar 2025 wurde konzernintern beschlossen, den Fertigungsanteil in Ländern mit niedrigeren Lohnkosten von derzeit 15 auf künftig 30 Prozent auszuweiten.

Vor diesem Hintergrund wurde bekannt, dass die A-Klasse künftig im ungarischen Kecskemét gefertigt werden soll. Ab dem zweiten Quartal des laufenden Jahres soll die Produktion des Kompaktmodells, die seit 1997 im Werk Rastatt nahe Karlsruhe angesiedelt ist, am ungarischen Standort fortgesetzt werden.

Während mit dem Abzug der A-Klasse-Produktion der deutschen Automobilindustrie erneut Wertschöpfung verloren geht, gibt es für die 6.000 Beschäftigten im Rastatter Werk vorläufig positive Nachrichten. Nach Angaben der Stuttgarter Nachrichten sind keine Stellenstreichungen geplant. Die Fertigung anderer Modelle wie die des CLA, des Kompakt-SUV GLA sowie des EQA soll weiterhin vor Ort erfolgen.

Neben der Verlagerung der A-Klasse-Produktion nach Ungarn hat Mercedes-Benz im Zuge der Unternehmenskrise zuletzt weitere Einschnitte vorgenommen. So wurde im letzten Oktober bekannt, dass die Produktion des Elektro-SUVs EQB eingestellt werden soll. Die Nachfrage nach diesem Modell war einfach viel zu gering ausgefallen (Apollo News berichtete). Nun stellt sich die Frage: Kann Mercedes in Zukunft wieder mit seinen Autos überzeugen?

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99 Kommentare

  • Muss jeden Tag an einer Muckibude parken, dort parken immer sehr viele große aufgemotzte Mercedes Limousinen in schwarz. Wenn ich mir das Klientel ansehe was heute diese Fahrzeuge fährt, zu denen möchte ich mich nicht mehr zuzählig fühlen.

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    • Leider hat die Masse der Deutschen keinen direkten Zugang zu solch geschaffener Realität wie sie. Die sitzen in ihren ruhigen Vorortstraßen vollkommen ohne Erkenntnis neu geschaffener Tatsachen – und Unterwerfung wird sie verwundern.

    • Stimmt. Die Autos sind auf den Geschmack der Gebetsketten ausgerichtet.

    • Sie drücken das aus, was Sache ist. Ich möchte kein Auto, das von dieser Klientel gefahren wird.
      Aber es läuft noch zu gut für Mercedes.

    • die leben aber besser als du

  • Fahren denn alle Führungskräfte und Mitarbeiter bei Mercedes elektrisch, um Kunden von der „bezahlbaren Alltagstauglichkeit“ zu überzeugen? Ich bin selbst mit 2 Mercedes (GLA) im „Firmenangehörigengeschäft“ dabei, ohne bei Mercedes zu arbeiten (Konstellation aus der Vergangenheit – Autos immer nur für 12 Monate mietbar). Hab diese Woche Mails von Mercedes bekommen, ich möge mit meinen Folgebestellungen doch auf E-Autos umsteigen :-). Meine Antwort war … Da gehe ich lieber zu Fuß …

    • Schreib doch zurück- ja gerne, zum halben Preis und Übernahme der Differenz Stromkosten Kwh basierend auf 10ct/Kwh. Das wäre martktfähig.

    • Was ist das Kernproblem der E Autos?

      Die Batterie.

      Die EU Kommission hat eine total falsche Einführungs- Überleitungsstrategie vorgegeben: dass das Kernelement Batterie in der Entwicklung ist, darf doch nicht verwundern.

      Zwischenlösung:
      Als EU Kommissar hätte ich die Normierung der Batterie vorgegeben (siehe AAA und AA …) hätte zwingend den Austausch als Unabdingbarkeit definiert (nach meiner Konstruktion dauert Tausch 8 Minuten) und dann die bestehenden Tankstellen als Batteriewechselstationen verlangt.

      Endlösung:
      Langlebige Batterie mit > 1000 km/Ladung und minimale Verlustleistungen.

      • Wäre nicht neu suchen sie gerne
        „nio battery swap stations“
        LG

  • Vielleicht liegts an der Qualität? Bei meinem während der Fahrt der Scheibenwischer abgebrochen. Drei Monate später Scheibenwischer Motor defekt. Hergestellt in Vietnam und 800€ Reparaturkosten. Bei 63000 km Nockenwelle defekt, 3000€ Reparaturkosten. Bei 68000km Anlasser defekt. Bei 73000km Lichtmaschine defekt. Defekte Türdichtungen und Abfallende Zierleisten und zudem massive Rostprobleme. Somit nie wieder Mercedes.

    • Man hört es überall. Das ist nicht mehr die Qualität, die jedes deutsche Auto braucht um einen Käufer zu finden. Das ist kurzfristige Gewinnerhöhung durch Einsparung unter Inkaufnahme des Untergangs.

      • Felix..mein Eindruck: die Käufer werden als Testfahrer wegen einigen Cent Kosten missbraucht.

    • Bei meinem Glc300d ist einmal im Jahr die Ad-Blue Einspritzung defekt. Kosten jedesmal ca 600 – 800 € Garantieleistung. Wenn die Garantie vorbei, war es das für MB – never ever ….

    • Die Qualität war mal sehr gut!
      Ich fahre eine E-Klasse aus dem Jahr 2004, jetzt 293.000 KM gelaufen.
      Reparaturen waren Bremsscheiben, Bremsbelege, Steuerkette und ein Türschloss, das war es.
      Warum sollte ich dieses hervorragende Auto verkaufen und mir dann einen teuren E-Mercedes kaufen ?
      Ich kann doch rechnen und bin nicht blöd.

      • Behalten Sie das Auto so lange wie möglich. Selbstschrauber fähiges Auto.
        Ein Kfz Meister teilte mir mit, alles von Mercedes vor BJ 2010 soll man fahren und erhalten, überschaubare Fahrzeuge.

    • Neuwagen ? Wann gekauft ? Welches Modell ?

      Einstürzende Neubauten kenne ich schon als Band.

      Abfallende Zierleisten ist dann das Projekt für Mercedes Punks.

    • dt firmen in china habens nicht kapiert,china schafft die dt konkurenz ,wenn es sie noch geben sollte,mit vermutlich …teilen ab,folge,teure rückrufe und hier,vertrauen in die marke geht verloren.,blinde selbstgefällige ? politiker und eu centrale,null weitblick,die chinesen produzieren billig,dadurch kann auch das auto von denen aufgewertet werden,massage sitze,dolby atmos lautsprecher…das kann audi im mittleren preissegment nicht bieten,das macht die fertig

  • Früher warteten Mercedes-Käufer ein Jahr auf´s Auto. Heute warten die Mercedes genauso lang auf Käufer.

    • Ludwig…bis vor wenigen Jahren war die Produktion neuer MB-Modelle bereits durch die steten Käufe/Bestellungen der Betriebsangehörigen abgesichert. Anscheinend Vergangenheit. Auch diese Leute sind vom sozialen, anscheinend politisch gewollten, Abstieg betroffen: No Money-no Benz. Rot-Grün-Schwarz wirkt-: vernichtend.

  • Leider sind die guten und erfahrenen Ingenieur in der
    Automobilindustrie schon im Ruhestand. Sie wurden wegen des fortlaufendem Personalabbau nicht mehr ersetzt und so ging Knowhow verloren. Mein Vater war einer davon, er ging mit 60 J. in den Ruhestand. Die Kaufleute bekamen die Oberhand und versuchen durch Kosteneinsparung bei ihrem Chef zu glänzen. Das geht meistens auf Kosten der Qualität. Bei Leasing Fahrzeugen fällt es nicht einmal groß auf. Das merkt meistens erst der 2. Besitzer. Vor 23 Jahren habe ich meinen Vater seinen Slk Jahreswagen abgekauft den ich heute noch fahre und zum Transport meiner Instrumente benutze ich einen Viano 3.0 CDI. Der ist nun auch schon 14 Jahre alt. Ich hoffe sie werden mich noch lange begleiten. Es ist traurig was mit der deutschen Autoindustrie passiert. Langsam verstehe ich sogar Leute die einen Dacia fahren, bewährte Technik zu einem guten Preis.

    • Dadurch, dass die Natur- und Technikwissenschaften stets auf einem philosophischen Denken aufgespannt sind, das aber ohne die Soziologie keinen festen Halt hat, genügt es bereits, den Begriff des Sozialen ideologisch aufzuladen. Allein schon damit ist ein „politische(r) Sprengsatz“ (Schumann, in: Wetzel et al., 2014: 26) in Anschlag gebracht, der eine hochentwickelte Industriegesellschaft in Trümmer legt. Angesichts dessen sollte die Kritik erlaubt sein, dass allen voran Bärbel Bas als die gegenwärtig amtierende Bundesministerin für Arbeit und Soziales erklärtermaßen nicht nur gegen Arbeitgeber kämpfen will. Vielmehr soll der Aufbau einer globalen Qualitätsproduktion, welche die Mercedes-Benz Group AG geradezu ikonisch repräsentiert, vollends zum Einsturz gebracht werden.

      • Nur zur Erinnerung: Aus der Soziologie ist längst bekannt, dass es eine Frage der Arbeitsorganisation ist, ob der je individuelle Genius sich frei entfalten kann oder nicht. Vor allem die vielgerühmte Ingenieurskunst entschwindet flugs im Orkus, wenn keine dementsprechenden Vorkehrungen als Antwort darauf getroffen sind. Insofern bleibt es müßig, zu versuchen, noch die herausragendste Leistung auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung (F+E) allein aus endogenen Ursachen heraus zu erklären und angesichts einer fehlenden intellektuellen Kraft gesellschaftlich zunehmend pervertierte Verhältnisse einfach auszublenden. Die Mercedes-Benz Group AG ist daher nicht der einzige Konzern hierzulande, der sich dadurch gehindert sieht. Zumindest die Daimler und Benz Stiftung müsste daher von einem Verstoß gegen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis bzw. sogar von einer Sabotage der Erkenntnisgewinnung reden.

  • Xpeng bereitet den Börsengang seiner Flugautosparte vor.

    • Und seit Baerbock und weitere dort in China ihr Gesicht verloren ist der deutsche Wagen, zu dem man vordem von Nachbarn und Freunden beglückwunscht wurde, so gut wie nicht mehr gefragt.

  • Wo ist die Qualität für die Mercedes einst stand?
    Gewinnmaximierung ist das einzige Ziel von Mercedes, doch dabei wurde die Qualität und Langlebigkeit geopfert. Es gibt besseres Preis & Leistung Verhältnis bei vielen anderen Automobilherstellern. Keine Innovation sondern nur Schnickschnack wie digitale Displays als billig Tablet mit Reperaturkosten die einen wirtschaftlichen Totalschaden erzwingen, wenn das Auto 10-13 Jahre alt ist. Denn mit dem Display fällt dann alles aus und nicht nur ein Teil. Das Interessiert Neuwagenkäufer nicht aber es wird kommen.

    • Genau. MB steht heute für knallende Auspüffe.
      Habe mir vor 2 Jahren einen 9 Jahre alten Toyota gekauft weil ich analoge Anzeigen und Knöpfe will und keine Elektronik die mich überwacht oder eingreift. Würde überhaupt kein neues Auto mehr kaufen. Da liegt auch ein grosses Problem mit dem Absatzt. Viele denken auch so. Die EU-Vorgaben was ein Auto haben muss gehört restlos gestrichen.

      • Ich werde mir auch keinen neuen Golf kaufen. Die ganzen zwangsaktivierten Assistenten nerven. Mein 7er hat die auch schon drinnen, damals freiwillig als Extras. Separat einschaltbar, nämlich dann, wenn ich sie wirklich brauche.

        • Sie sprechen mir aus der Seele!

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    • Deshalb lasse ich meinen alten reparieren und reparieren, solange ich noch jemanden finde, der das kann. 250.000 km auf der Uhr und jetzt 21 Jahre.

    • Das Digital Tablet bei der neuen S Klasse wird im Fall des Defekts teuer… und in Griechenland als Taxi ist das Fahrzeug im Gegensatz zum W126 nicht zu gebrauchen

  • Ich hatte damals einen E300 D (W124) und einen 500 SEC (W126), direkt von Brabus abgeholt. Sowas Gutes gibt es heute gar nicht mehr.

    • Doch – als Gebrauchtwagen.

    • Mein CES ( Jahreswagen) seit 2004 war immer super

    • Sehr schön, dass Sie das genießen konnten. Hätte auch gerne einen SEC

  • prima

  • Nicht nur der Stern aus dem Schwaben Land ist am sinken auch der von ganz Deutschland.

    Hände klatschend und singend in den kollektiven Untergang dafür den Endsieg für die Klimaneutralität gewonnen.

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  • Der Niedergang: Es ist nicht nur die Frage Elektro oder Verbrenner. Es sind vielmehr die fehlende Qualität und die Eleganz der Fahrzeuge.
    Ich denke mit Wehmut an die Heckflosse, den Strich 8 und den 123, das waren noch Fahrzeuge gebaut für die Ewigkeit bei passender Wartung. Das waren noch Sterne.
    Als Kinder haben wir uns die Nasen plattgedrückt an den Scheiben, um einen Blick ins Innere dieser eleganten Chromlimousinen zu ergattern.
    Heute sind es maximal noch Sternschnuppen.

  • Transformation als Erfolgsmodell.
    Und die Bundesregierung?
    Es geht weiter in Richtung abwärts.
    Dabei ist die Industrie schon im freien Fall.
    Ach ja: Die Abbruchkante liegt schon etliche Kilometer weiter oben.

  • Nun, die Autos, die wir bekommen, wollen wir nicht – und die wir wollen, bekommen wir nicht (mehr).

    • Nachtrag:

      Mercedes hat „Autos für die Ewigkeit“ gebaut, als noch Ingenieure die Leitung hatten. Die legendären Baureihen W 120/121, W 110, W114/115 („/8“), W 123, W 201 und W124 waren die „Brot und Butter“ Autos für die Sindelfinger. Damit haben sie Millionen verdient – Autos, die mit minimaler Pflege und Wartung bis heute zB. in Afrika oder Südamerika fahren. Denn die damals maßgeblichen Ingenieure fragten: „Wie kann man es besser machen?“ – während die studierten Buchhalter, die heute in praktisch allen Betrieben den Ton und die Richtung vorgeben, nur noch fragen: „Wie kann man es billiger machen?“

      Und der Anspruch der Ingenieure von damals war es, das bestmögliche Auto für möglichst viele zu bauen.

      Das hat aufgehört, als sie in Autos mehr Elektronik (made in China) verbaut haben, als seinerzeit nötig war, um zum Mond zu gelangen.

  • Ist doch kein Wunder, daß der Absatz bei Mercedes schrumpft. Ich brauche ein Auto, das fährt und kein elektronisches Spielzeug. Darum habe ich mir eine 25 Jahre alten Subaru gekauft, billig, ohne jeden Schnickschnack, keine Displays und Geblinke. Bin damit sehr gut bedient und zufrieden.

  • In ein paar Jahren werden die Chinesen Mercedes kaufen. Es wird nur der Markenname bleiben. Die Marke wird dann als Linie für die Europäer für China-Autos weitergeführt.

    • Mercedes gehört schon zu 20% den Chinesen.

    • Die Neuentwicklung von Verbrennermotoren hat Mercedes schon vor Jahren an ein chinesisches Unternehmen ausgelagert.

  • „Um wirtschaftlich bleiben zu können, müssen Mercedes-Benz und Co. diese Kosten letztlich an die Endkunden weitergeben.“

    Es sind doch auch diese Endkunden. die bei jeder Gelegenheit und Wahl für diese Desasterpolitik stimmen ! So schließt sich der Kreis.

    • Ach, das ist jetzt aber echt öd, wirklich alles mit der angeblichen falschen Wahl zu begründen, ehrlich.

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      • Nein, das ist vollkommen gerechtfertigt. Die falschen politischen Weichenstellungen und die falschen Managemententscheidungen (z.B. bei Mercedes) gehen Hand in Hand.
        Man sehe sich nur mal die Preise für einfache Verbrenner an. Warum sind die so exorbitant teurer geworden? Antwort: Weil die Politik die Hersteller zu milliardenschweren Investitionen in die E-Autos gezwungen hat, die sich nicht lohnen. Da man diese Investitionen aber nun einmal gemacht hat, müssen die Verbrennerpreise dies quasi wettmachen. Das ist (zusätzlich zur Subventionierung der E-Autos aus Steuermitteln) eine Quersubventionierung der einzelnen Hersteller für ihre ansomsten schlecht verkäuflichen E-Autos.
        So bekommt man (nicht nur bei Mercedes) immer weniger für sein Geld. Und Ausgangspunkt war die falsche Politik bzw. die falsche Politikwahl der Mehrheit der Bürger.

  • Bis 2035 – Verbrennerverbot – gehts Jahr für Jahr weiter abwärts. Danach wird abgewickelt.

    • Genau 80 Millionen Menschen sind der wichtigste Markt für ein internationales Unternehmen. Da kann man den lächerlichen Markt von 1,2 Milliarden Menschen wie in China vernachlässigen und nicht bedienen.

      • Es kommen immer mehr Länder hinzu.
        Das funktioniert nicht alles auf Deutschland zu beziehen

        • Zum chinesischen Markt. Indonesien, Vietnam.

          Das sind Länder mit Millionenbevölkerungen.
          Wenn das Management nicht aufwacht wird Deutschland von Indien als nächstes überholt.

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        • Wozu hinzu?

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  • Ich halte seid Jahren Ausschau nach einem Meecedes, der mir wieder gefällt. Ich bin auch bereit, viel Geld auszugeben. Aber dann muss ich mich freuen, wenn ich mein Auto erblicken. Ich will solche Koffer nicht, solche privaten Panzer. Wo ist die Eleganz geblieben? Wo kann ich einfach eine schöne Farbe wählen? Mein Vater konnte in jungen Jahren noch zwischen 20 Farben wählen, ohne Aufpreis. Und heute? Schwarz, grau, mausgrau…. wie bei Loriot.

    • Nicht bei Loriot sondern wie bei Sachsenring. Man konnte den Trabant in delfingrau, saharagelb und irgend so einem giftgrün haben. Der Service beim Daimler nähert sich auch dem VEB KIB.

  • Wer der Klimalobby huldigt, braucht mich als Kunden nicht.

  • Was bedeutet es, wenn geschrieben steht, daß etwas „um das Zwei-bis Dreifache günstiger angeboten“ wird? Ist das dasselbe wie „für die Hälfte bis ein Drittel“? Sprachlogisch ist hier allerdings der Ausgangspunkt der hohe Preis, die Formulierung bedeutete dann, das Zwei- bis Dreifache davon sei die Vergünstigung, womit man tief im negativen Bereich landen würde. Warum schreibt man sowas?

  • Die Zeiten, in denen in Sindelfingen die Zebrastreifen mit weißem Carrara-Marmor gelegt worden sind, sind schon lange vorbei und die Entwicklung zu einem deutschen Detroit beschleunigt sich!!
    Wer hätte das gedacht!

  • Mir sind alle heutigen Autos zu sehr mit Spielekram vollgestopft, den ich nicht brauche, der mich aber nervt. Blinken und piepsen, unnötige Werkstattaufenthalte und viel Geld dafür mich auch noch überwachen zu lassen. Keine Chance. Ich will das man auch Autos wie in den 90ern kaufen kann. Die US-Regierung hat das jetzt ermöglicht, in dem sie die ganzen neumodischen Regeln gestrichen hat. FORD wird bald sehr gute Fahrzeuge anbieten können.

    • Aber immerhin werden jetzt die Markenlogos beleuchtet!
      Ist doch auch eine tolle technisch wertvolle Innovation🤭

    • Ford führt gerade Verhandlungen mit BYD über die Lieferungen von Batterien. Trump tobt.

    • Beim VW T roc 2022, Probefahrzeug, musste ich 9 x im Digital Menü drücken, bis ich die Kilometerstandsanzeige auf 0 hatte.
      Fortschritt oder Kundenveräppelung.

  • Das Angebot geht an der Nachfrage vorbei: Touch ist unpraktisch, einen GLB gibt es nicht mit starkem Diesel, keine run flat Reifen, jetzt Extras nur noch im Paket, die digitalen Instrumente sind nicht ergonomisch, nicht mehr genug Innenhöhe, kein CD-Player mehr usw.

  • Werkstattservice oft abenteuerlich… Zudem ein mieses Image bekommen.

  • Wie sogar im „Vorwärts“ als der Parteizeitung der SPD zu Beginn der 1980er Jahre bereits zu lesen ist, ist es hierzulande anerkanntes Recht, als Unternehmen jederzeit dem Betrieb ein Ende setzen zu können. Dazu müssen keine Gründe genannt werden. Lediglich willkürlich darf die Setzung nicht sein. Insofern täte heutzutage nicht zuletzt die Mercedes-Benz Group AG gut daran, das Recht in Anspruch zu nehmen. Es kann schließlich nicht sein, vor allem die dortigen Belegschaftsangehörigen weiterhin für Tätigkeiten in die Firma einzuberufen, denen es von vornherein an jedweder Sinnhaftigkeit fehlt und die dadurch nur noch eine blinde Notwendigkeit sind.

    • Nur zur Erinnerung: Der von Edzard Reuter als dem Vorstandsvorsitzenden der früheren Daimler-Benz AG so bezeichnete „integrierte Technologiekonzern“ war der bislang letzte Versuch, betrieblich eine humanistische Konzeption zu befördern. Dadurch, dass mit deren Gelingen die Frage nach der Zukunft der Menschheit unauflöslich verbunden bleibt, lässt sich schon daran erkennen, welche Leistungen zu erbringen sind. Letzten Endes geht es somit politisch nicht darum, bloß Autos zu produzieren. Vielmehr darf ein Unternehmen darauf die Antwort nicht schuldig bleiben, wenn es noch den Anspruch erhebt, an den globalen Märkten zu reüssieren.

      • Übrigens: Umgangssprachlich formuliert, wird das Geld kaputt gemacht, wenn für die Fertigung allen voran von E-Autos die Betriebsangehörigen tote anstatt lebendige Arbeit zu verrichten haben. Die Mercedes-Benz Group AG „verbrennt“ damit gleichsam Beträge in Milliardenhöhe, noch bevor sie ergebniswirksam werden können. Insofern hat die Forderung nach einem „Verbrenner“-Aus in Wirklichkeit nicht die Bedeutung, die ihr so mancher Politiker dadurch fälschlich zuschreibt. Insbesondere die Europäische Kommission scheint sich aber davon weiterhin dumm machen zu lassen. Anders ist zumindest nicht zu erklären, dass auch für den am 12. Februar 2026 ausschließlich zur Frage der Wettbewerbsfähigkeit anberaumten Sonderrat nicht zu erwarten ist, dass bald Vernunft einkehrt.

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