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Umfrage

Flaute bei Mittelständlern: Investitionsbereitschaft erreicht Tiefststand

Die Stimmung im Mittelstand trübt sich weiter ein: Nur noch 26 Prozent der Unternehmen blicken optimistisch auf die nächsten sechs Monate, während Investitionspläne auf ein Langzeittief fallen. Besonders Landwirtschaft und Baugewerbe schauen überwiegend pessimistisch in die Zukunft.

Die Mittelständler blicken wieder pessimistischer auf die nächsten sechs Monate. (imago/Horst Galuschka)

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Die Erwartungen der Mittelständler für die kommenden sechs Monate haben sich wieder verschlechtert. Laut einer Umfrage von DZ Bank und dem Bundesverband Deutscher Volksbanken und Raiffeisenbanken, über die dpa vorab berichtet, schauen nur noch 26 Prozent der befragten Unternehmen optimistisch in die nähere Zukunft. Im Frühjahr waren es noch 30 Prozent.

Explizit pessimistisch äußern sich insgesamt 20 Prozent. Diese Zahl variiert aber stark nach Branchen: In der Landwirtschaft und im Baugewerbe sind die Unternehmen mehrheitlich negativ gestimmt mit Blick auf das kommende halbe Jahr. Die hohe Unsicherheit bremst auch die Investitionen.

Nur 63 Prozent der mittelständischen Unternehmen beabsichtigen, in der nächsten Zeit Geld in ihre Unternehmungen zu investieren. Das ist ein Langzeittief. Typischerweise liegt dieser Wert bei etwa drei Vierteln. Nur auf dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise 2009 war die Investitionsbereitschaft demnach noch geringer.

Damit scheinen die Investitionsanreize der Bundesregierung keine Wirkung zu entfalten. Bei einem Investitionsgipfel im Sommer ließ sich Bundeskanzler Friedrich Merz von großen Unternehmen Investitionszusagen geben (Apollo News berichtete). Über steuerliche Vorteile sollten private Investitionen angereizt werden. Außerdem erhofft sich die Bundesregierung, dass im Umfeld der staatlichen Investitionen aus dem Sondervermögen Infrastruktur auch private Investitionen zunehmen.

Zudem soll privates Kapital für politische Investitionsvorhaben über einen Deutschlandfonds mobilisiert werden (mehr dazu hier). Private Investitionen waren in den letzten Jahren verstärkt ins Ausland geflossen (Apollo News berichtete), während die inländische Investitionsquote sinkt.

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Hauptkritikpunkt der Mittelständler in Richtung Politik bleibt aber weiterhin die überbordende Bürokratie – vier von fünf Unternehmen weisen hier auf Missstände hin. Hohe Löhne und Gehälter sind für knapp zwei Drittel ein Problem, fast genauso viele klagen über einen Mangel an „Fachkräften“. Gleichzeitig will eine Mehrheit der Unternehmen Stellen abbauen. Lieferengpässe spielen dagegen eine untergeordnete Rolle.

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13 Kommentare

  • Hier wird fleissig investiert:
    In den Umzug der Assets ins Ausland.
    Wir stimmen mit den Füssen ab, wir gehen dahin, wo unsere Leistung geschätzt und unsere Steuern nicht gegen uns verwendet werden, nicht veruntreut werden!

    • Tja, wenn man sich für den Ökosozialismus entscheidet in Form von Rot Grün unter Fischer und Schröder, dann unter Merkel, weiter unter der Ampel und jetzt unter Schwarz Rot, sollte man sich nicht wundern.

      • Wer linke Parteien wie CDU seit Merkel, SPD, Grüne, Linke wählt, sollte sich nicht wundern wie ein Land über Jahrzehnte immer mehr versifft!

        5
      • wir haben uns nicht dafür entschieden.

        1
  • Man ist halt etwas unbeholfen im Umgang mit Investitionsbedingungen importierter atavistischer Vorzivilisationen.

    Das „Bedroh-, Bestech-, Beseitigungs-Seminar“ der IHK läuft doch auch gerade erst an.

    Kommt Zeit, kommt Kalifat.

  • Sollte die angedachte Betriebsrente kommen, wird die Bereitschaft auf null sinken. Das Geld muss dann anders „investiert“ werden.

  • Wartet mal ab,bis die Banken merken,das Arbeitslose ihre Tilgung nicht mehr
    leisten können.
    Aber was weiß ich schon.
    Bin ich Banker?

    • Das war kein Eisberg. NEIN!
      …….sieh doch,die Kapelle spielt.

    • dat heißt „Bankster“ . . .

  • Ja haben die den nicht die glorreiche Transformations-Politik verstanden?

  • Die gegenwärtig zunehmend geringere Bereitschaft privatwirtschaftlich geführter Unternehmen für Investitionen hat eine überaus lange Vorgeschichte, die wenigstens bis in die frühen 1970er Jahre zurückreicht. Vor allem das von dem damaligen Bundesforschungsminister Hans Matthöfer staatlich initiierte Programm namens „Humanisierung der Arbeit“ (HdA) sah in der kleinen Veränderung eine Etappe auf dem Weg zu der des Ganzen. Ausgeblendet bleibt dabei fortwährend die Tatsache, dass die Kausalität stets an den Anfang verlegt ist. Bis heute herrscht dadurch ein Relativismus vor, der gesellschaftlich immer verheerendere Folgen nach sich zieht. Zwar täte es angesichts dessen Not, endlich darin innezuhalten. Aber insbesondere in den Wissenschaften, die im Zuge von HdA in Summe eine materiell überaus üppige Förderung erfuhren, will keiner eingestehen, sich damit in Wirklichkeit inzwischen über mehr als ein halbes Jahrhundert hinweg bloß in Pseudoaktivitäten verloren zu haben.

  • Die KMU Unternehmer sind halt nicht so dumm wie der Durchschnittsmichel. Die wissen genau das sie immer weiter gemolken werden von der Regierung. Wer keine Rücklagen hat, wird platt gemacht – und genau so ist es auch geplant.

    Blockschain verträgt keine gesichert unbequemen Unternehmer.

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