Werbung:

Werbung:

Auch Südwesten betroffen

Zwei Drittel der behördlichen Katastrophenschutz-Anlaufstellen in Berlin nicht einsatzbereit

31 von 45 behördlichen Not-Anlaufstellen, die im Falle eines großflächigen Stromausfalls aktiv werden sollen, sind nicht voll einsatzbereit. Davon betroffen sind auch die Anlaufstellen im Südwesten Berlins, wo es zu einem fünftägigen Stromausfall kam.

Von

Die Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg sagte, man solle die Rolle der Notanlaufstellen nicht überbewerten. (IMAGO/Stefan Zeitz)

Werbung

Die behördlichen Katastrophenschutz-„Leuchttürme“ sollen im Fall großflächiger Krisen, wie tagelanger Stromausfälle, den Bürgern in Berlin als Anlaufpunkt für Informationen dienen und Notrufe weiterleiten können. Doch 31 von insgesamt 45 „Leuchttürmen“ sind nicht einsatzbereit, wie eine Übersicht des Senats laut Tagesspiegel zeigt. Darunter auch die drei Katastrophenschutz-Leitstellen in den Rathäusern Steglitz, Lankwitz und Zehlendorf. Dennoch konnte während des Stromausfalls im Januar im Rathaus Zehlendorf eine Not-Anlaufstelle eingerichtet werden.

Die Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf, die Grünen-Politikerin Maren Schellenberg, bestätigte gegenüber dem Tagesspiegel, dass die Anlaufstelle noch nicht vollständig einsatzbereit ist. Räumlichkeiten, Personal und Technik seien vorhanden, jedoch seien einige Fragen berlinweit noch nicht abschließend geklärt worden. Sie sagt: „Dazu gehören das Kommunikationskonzept, die geordneten Zugangskanäle zu den Rettungsdiensten und die Nachbetankung der Netzersatzanlagen beziehungsweise Notstromaggregate.“ Sie hofft, dass die offenen Fragen noch 2026 geklärt werden.

Zu den Aufgaben dieser „Leuchttürme“ heißt es auf der Webseite des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg: „In den Katastrophenschutz-Leuchttürmen werden lagebezogene Informationen an die Bevölkerung weitergegeben. Bei einem Ausfall der Telekommunikation (Telefon, Mobilfunk) können Notfallmeldungen der Bevölkerung aufgenommen werden, um sie an die Einsatzbehörden weiterzuleiten.“ 

Bereits 2015 wurde in Steglitz-Zehlendorf eine Studie durchgeführt, wie diese Anlaufstellen organisiert sein könnten. So wurde darauf hingewiesen, dass nach Möglichkeit auch Dolmetscher, Ersthelfer oder eine Kindernotbetreuung vorhanden sein können. Die Anlaufstellen sollen in Gebäuden wie Ämtern eingerichtet werden, die notstromversorgt sind. Unklar ist, ob die Rathäuser Steglitz und Lankwitz über ein Notstromaggregat verfügen. Gegenüber dem Tagesspiegel verweist die Bezirksbürgermeisterin lediglich auf ein einsatzbereites Aggregat im Rathaus Zehlendorf. 

Dieses Notstromaggregat ist mit 15.250 Litern Kraftstoff betankt und könnte je nach Auslastung zwischen acht und achtundvierzig Stunden laufen. Schellenberg warnt davor, die Rolle der stationären Anlaufpunkte für die Bürger überzubewerten: „Sie können weder zur Versorgung der Bevölkerung noch zur umfassenden Bereitstellung von Strom oder Wärme etc. genutzt werden.“

Lesen Sie auch:

Während des fünftägigen Stromausfalls, der im Januar durch einen linksextremistischen Brandanschlag zustande kam, weigerte sich Schellenberg zunächst, die Großschadenslage auszurufen und den Senat um Hilfe zu bitten. Laut einem Bericht von Nius soll sie sich geweigert haben, das Ausmaß des Stromausfalls anzuerkennen und sei mit der Situation überfordert gewesen (mehr dazu hier). Gegenüber einem Reporter von RBB 24 Abendschau sagte sie, dass es ratsam wäre, die Tage woanders zu verbringen und nach Möglichkeit zu verreisen. Es würde nicht negativ auffallen, wenn die Kinder nicht zur Schule kämen.

mra

Werbung

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

53 Kommentare

  • Dafür sind die Meldestellen gegen „rechts“ Tag und Nacht einsatzbereit….

    • und kosten mehrere 100.000.000 Euro jedes Jahr.

      Ob da Geld versickert ?

      Da keine öffentlichen Geschäftsberichte vorhanden sind.

    • Ein Glück das ich Tütensuppen und Ravioli’s aus der Dose habe… Haferflocken und Knäckebrot… Wasser in Flaschen ein Batterieradio…. Die gekochten bunten Ostereier habe ich auch, die sind lange haltbar und Sauer eingelegtes Gemüse in Gläser’n ,natürlich auch Kerzen ,Batterien ,Feuerzeuge und Streichhölzer und natürlich auch ein Tranchiermesser man weiß ja nicht bei den ganzen Wölfen heutzutage die vermehren sich ja auch…. Steakmesser und ein Kartoffelschälmesser würden auch gehen…. Achja als Teetrinker habe ich natürlich losen schwarzen Tee auch den kann man im Notfall einfach in Wasser tun und man bekommt dann Cold Brouwed ICE Tee.

      • Camping-Klo nicht vergessen.

      • Leute, kauft mehr Apostrophe.

        -16
  • Oh, hey, Klasse! Das bedeutet doch 1/3 der Stellen sind einsatzbereit. Das ist mehr als ich Berlin zugetraut hätte 😛

    • Oder, noch optimistischer: bei 2/3 kann im Ernstfall erst gar nichts schiefgehen

      • „Wir haben die gesamte Führung fast aller Berliner Sicherheitsbehörden ausgetauscht und dort ziemlich gute Leute reingebracht. Bei der Feuerwehr, der Polizei, der Generalstaatsanwaltschaft und auch beim Verfassungsschutz. Ich hoffe sehr, dass sich das in Zukunft bemerkbar macht.“ Benedikt Lux (Grüne):

  • Immer diese lebensfrohen und gesunden Gesichter des Sozialismus

    • Wenn man das Gequatsche von der Schellenberg so hört, ist das alles ja nicht verwunderlich. Diese Gestalt hat keine Ahnung, ist völlig überfordert und redet die Dinge schön, das Peter-Prinzip in Vollendung. Auch der optische Eindruck ist stimmig, denn auch der ist ziemlich verlottert.

  • „Dazu gehören das Kommunikationskonzept, die geordneten Zugangskanäle zu den Rettungsdiensten und die Nachbetankung der Netzersatzanlagen beziehungsweise Notstromaggregate.“

    Also vereinfacht gesagt: Sie haben keine BOS Funkkanäle geklärt oder mit wem sie wann sprechen sollen (Hallo BNetzA?!) und sie haben noch keine Firma gefunden welche ihr(e) Aggregat(e) mit Diesel nachfüllt.

  • Dafür haben sie viele queere Projekte. Auch sehr wichtig. Immer die richtigen Prioritäten setzen.

  • Alleine in meiner kleinen Stadt wurden 3 Hochbunker vollgestopft mit Material aufgelöst.
    Containerweise wurde Ausrüstung, Verbandsmaterial um alles was dazugehört entsorgt.
    Die eigene Verwaltungsstruktur wurde aufgelöst und der Fuhrpark war weg.
    Die Bunker wurden verkauft und daraus teure Geschäftsraume oder Wohnungen gemacht.
    Wie gut das neue Konzept geklappt hat konnte jeder gut beim Ahrtahl 2021 sehen.
    Vielen Dank!

    • Nachtrag:
      Und vieles was damals entsorgt wurde wird heute vom BMI empfohlen privat zu horten.
      Ich weiß nicht mehr weiter!

  • Interessiert dies etwa die Verantwortlichen? Ist noch Einsparpotential vorhanden – bei den Bürgern natürlich.

  • „… mehr Vertrauen soll das Volk wieder haben…“
    Sagt Marcel Fratscher.
    😂🤣🤣😂

    • Ja , die Dummheit in Berlin ist wirklich Grenzenlos . Da helfen keine Pillen .

      • Das ist keine Dummheit der Bevölkerung. Die hat bisher geglaubt zu wissen, wofür Steuern gezahlt werden.

    • Die Leute sollen also bei einem Terroranschlag auf die Infrastruktur verreisen???!!!
      Das kommt schon fast an den Ratschlag der „1 Armlänge Abstand halten bei Gewalt von ….“ ran….

  • 31 von 45 behördlichen Not-Anlaufstellen sind nicht voll einsatzbereit.
    Für Berlin ist das doch schon ein Erfolg.

  • Wie sehr so ein Foto einem noch nachträglich die vergangene Woche verhageln kann …

  • Da müssten ne Menge Ermittlungsverfahren eröffnet werden. Aber es passiert? Rein gar nichts…

  • „Sie hofft, dass die offenen Fragen noch 2026 geklärt werden.“ Da gehe ich ja voll drauf ab 😂

  • Man sollte wohl besser fragen, was in Berlin überhaupt noch „einsatzbereit“ ist ? So kommt man wesentlich schneller ans Ziel.

  • Eine Verhöhnung …. fält nicht weiter negativ auf, wenn die nicht mehr im Amt wäre, so mein Eindruck.

  • Wofür nochmal zahle ich Steuern????

  • Schwatzen, das können sie die Grünen. Beim Machen hapert es dafür ganz erheblich.

  • Nun, wenn sich personelle Unfähigkeit derart ausgebreitet hat, kann man die Probleme nur noch mit einem Wohlfahrtsausschuß lösen …

  • Wenn ich die Umfragen zur möglichen Wahlausgang nach ! dem Blackout von Teilen Berlins anschaue scheinen die Berliner einen Reiz am Abenteuerlichen zu finden und gerne mit Katastrophenszenarien zu experimentieren. Nun denn, nur zu, offenbar geht in Berlin noch Schlimmeres. Nur sollten sie das unter sich genießen und nicht auf „Solidarität“ bauen. Meine jedenfalls haben sie nicht.

  • Wer glaubt, solchen Politikerinnen die Stimme geben zu müssen, braucht sich im Ernstfall nicht zu wundern.

  • Ich lach mit tot. „Sie hofft, dass die offenen Fragen noch 2026 geklärt werden.“
    Seit 2015 Zeit gehabt und 2/3 der Stellen sind nicht einsatzbereit.
    Ich glaube ich verreise und komme 2027 zurück.

  • Wenn Berlin die Gelder aus dem Finanzausgleich verfrühstückt, ist kein Geld für Pflichtaufgaben, wie den Katastrophenschitz, da. Bäume zu pflanzen mit Ausgleichgeldern ist keine Kunst, sondern Steuermissbrauch! Und das ist nur ein Beispiel!

  • Sagen wir mal Atze Schröder hat inhaltlich Recht und die Anlaufstellen bringen eh nicht so viel. Welche Alternative zur Notversorgung der Bevölkerung hat sie vorzuweisen? Stromausfall –> alle verreisen –> massive Schäden + Plünderungen

  • Das Bild zeigt unverpixelt das wahre Elend in Deutschland.

  • Maren Schellenberg (* 31. März 1962 in Stuttgart)
    ist eine deutsche Rechtsanwältin und Politikerin
    https://de.wikipedia.org/wiki/Maren_Schellenberg
    (Bündnis 90/Die Grünen). – Kann sie nicht in Rente
    gehen? Manche altern inner- u. äußerlich früher.

  • „So wurde darauf hingewiesen, dass nach Möglichkeit auch Dolmetscher, “

    First things first!

Werbung