Industriesterben
Erholung vorbei: Wie sich das kurze Aufbäumen der Chemie durch den Hormus-Effekt als Strohfeuer entpuppt
Die deutsche Chemieindustrie profitierte kurzzeitig von der Hormus-Sperrung. Seit Jahresmitte geht es wieder bergab. Auch die massive schuldenfinanzierte Staatsnachfrage scheint die deutsche Wirtschaft kaum noch anzuschieben.
Seit der Sperrung der Straße von Hormus schob ein Sondereffekt die Chemiewirtschaft an: Im zweiten Quartal stieg die Produktion im Sektor um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im selben Zeitraum zogen auch die Preise um 5,7 Prozent an, sodass der Umsatz insgesamt um 7,3 Prozent zulegen konnte. Es war der erste deutliche Umsatzanstieg seit mehr als drei Jahren.
Ganz offensichtlich profitierte der Standort davon, dass mit der Hormus-Sperrung vor allen Dingen die asiatische Konkurrenz, die zum überwiegenden Teil von Lieferungen petrochemischer Produkte aus der Region abhängig ist, buchstäblich kaltgestellt wurde. Der kurzfristige Anstieg war damit jedoch kein Ausdruck einer echten wirtschaftlichen Erholung, sondern die Folge eines Sondereffekts auf den internationalen Märkten. Die zeitweise geschwächte Konkurrenz verschaffte deutschen Produzenten Luft, änderte aber nichts an der real weiterhin dramatischen Lage der Branche.
Der Hormus-Effekt schafft weder eine neue dauerhafte Nachfrage nach Leistungen der chemischen Industrie in Europa oder Deutschland noch senkt er die hohen Energie- und Standortkosten der Hersteller vor Ort. Normalisiert sich die Lage im Iran, dürfte auch der kurzfristige Preis- und Absatzvorteil der deutschen Chemie wieder verschwinden.
Der Mini-Aufschwung in der Krisenbranche, die in den vergangenen Jahren etwa ein Fünftel ihrer Produktionstätigkeit eingebüßt hat, verpufft bereits wieder. Im Juni traten sowohl das Auftragsvolumen als auch die Umsätze der Branche wieder die Reise gen Süden an. Im zweiten Quartal lag die Kapazitätsauslastung trotz des minimalen Aufschwungs bei katastrophalen 73,2 Prozent. Das genügt nicht, um dauerhaft rentabel zu produzieren.
Die Chemiewirtschaft gilt als ideales Konjunkturbarometer. Ihre Produkte finden sich am Beginn zahlreicher Wertschöpfungsketten. Chemische Grundstoffe und Spezialprodukte werden etwa in der Automobilindustrie für Lacke, Kunststoffe und zahlreiche weitere Komponenten benötigt. In der Bauwirtschaft kommen chemische Erzeugnisse unter anderem bei Dämmstoffen, Klebstoffen und Beschichtungen zum Einsatz, während Düngemittel eine zentrale Rolle im Agrarsektor spielen.
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Den islamistischen Huthi-Rebellen gelingt im jemenitischen Bürgerkrieg der nächste Sieg – und auf einmal sind die Ölexporte der Saudis von zwei Seiten bedroht. Das Dilemma treibt jetzt den Ölpreis erst recht in die Höhe.Ein Aufschwung im Chemiesektor wäre daher ein valider Indikator für das Ende der Dauerrezession. Gerade deshalb ist der Hormus-Effekt kein Grund zur Entwarnung. Er beruht nicht auf einer wieder anziehenden Nachfrage aus Industrie und Konsum, sondern auf einem zeitweisen Ausfall beziehungsweise einer Einschränkung der internationalen Konkurrenz.
Dass der durch die Hormus-Sperrung bedingte kurze Aufschwung nichts am Gesamtbild ändert, bestätigte auch der Branchenverband VCI. Für das laufende Jahr wird mit einem Produktionsrückgang der Branche von 1,5 Prozent gerechnet. Trotz eines denkbaren nominalen Umsatzzuwachses ist es nur dem Preisauftrieb geschuldet, dass die real weiterhin dramatische Lage der Branche in einem günstigeren Licht erscheint.
Die deutsche Chemiewirtschaft steht pars pro toto für das Verschwinden industrieller Produktion vom deutschen Standort generell. Etwa 15 Prozent der Industrieproduktion sind seit dem besten Jahr 2018 bereits ins Ausland verlagert worden – und dieser Trend ist ungebrochen. Ganz gleich, wie sehr der Staat bemüht ist, mit der Kreditpumpe eine alternative Ökonomie aus dem Boden zu stampfen.
Für den Bundeskanzler sind dies keine guten Nachrichten. Friedrich Merz setzt alles auf die Karte eines künstlichen Aufschwungs durch massive kreditfinanzierte Staatsausgaben. Dieses Strohfeuer soll offenbar über die strukturellen Probleme der deutschen Wirtschaft hinwegtäuschen und den Eindruck wirtschaftlicher Handlungsfähigkeit erzeugen.
Trotz massiver Staatsinterventionen und hoher schuldenfinanzierter Staatsnachfrage schrumpft die Realwirtschaft weiter. Im Vorjahresvergleich gab der Einzelhandel etwa 2,5 Prozent seiner Umsätze ab. Auch die Gastronomie ließ Federn und verlor im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr mehr als 5 Prozent ihres realen Umsatzes. Angesichts einer Inflation von etwa 3 Prozent und der wachsenden Arbeitslosigkeit halten die Menschen ihr Geld zusammen. Sie haben auch guten Grund dazu – die deutsche Industrie streicht Tag für Tag etwa 1.000 Jobs.
Wenn im zweiten Halbjahr die Transfers im Rahmen des Sondervermögens bilanziell wirksam werden, dürfte die Neuverschuldung Deutschlands auf über 180 Milliarden Euro ansteigen. Kalkuliert man dann noch die Neuverschuldung der Kommunen und der Sozialkassen hinzu, dürfte die am BIP gemessene Verschuldungsrate die Marke von 4 Prozent spielend überschreiten. Das sind dramatische fiskalische Entwicklungen, an deren Ende nicht einmal ein konjunkturelles Strohfeuer auflodert.
Der Staat interveniert mit Milliardensummen in das Wirtschaftsgeschehen, während sich die deutsche Industrie, von Volkswagen über BASF bis hin zu den Hidden Champions, vom Heimatstandort verabschiedet. Mit den Unternehmen wandern auch Zehntausende junge Menschen und Patente ins Ausland ab – der deutsche Brain-Drain ist real. Und mit ihm steigen die Kosten der Reformverweigerung Berlins ins Unermessliche.
Reichlich Zeit war vorhanden, um die notwendigen Reformen einzuleiten – von einem Kurswechsel in der Migrationspolitik bis hin zu einer Rückkehr zu den Regeln der Marktwirtschaft. Deutschland hätte den klimapolitischen Alleingang Brüssels stoppen müssen, der energieintensive Betriebe wie jene der chemischen Industrie im Wettbewerb ins Abseits befördert hat. Doch es geschieht nichts.
Dass man selbst angesichts der unbestreitbaren Deindustrialisierung und der sich immer schneller drehenden Armutsspirale am gegenwärtigen energiepolitischen Regime festhält, setzt einen vorläufigen Schlusspunkt unter die deutsche Dominanz in der europäischen Industrie. Die Karten werden in diesen Wochen und Monaten neu gemischt.
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Ein kurzes, letztes Aufbäumen gegen die grüne Transformation. Dann folgt der Zusammenbruch. VdLs Green Deal wirkt nachhaltig.
„Dann müpfen die Männer halt Mafinen bauen, die ohne Rohftoffe aupfkommen“
— frei nach einer maltesischen Journalistin, deren feministische Überlegenheit die Thermodynamik hinwegfegte
Also ohne Industrie keine Böses CO2 und da dann sind diese Firmen und Deutschland nachhaltig. Deutschland nachhaltig arm und die Firmen nachhaltig in einen anderen Land.
Chemieindustrie mitten im heutigen bürokratisierten woken Deutschland mit importiertem Flüssiggas. Soll das ein Witz sein?
Das ist alles richtig.
Allerdings ist BASF international der größte Chemiekonzern und nicht ausschließlich auf deutsche Produktionsstätten angewiesen. Ohne hier näher ins Detail gehen zu wollen gibt es einiges was FÜR ein Investment in BASF spricht.
Die Aktie bewegt sich seit 2022 in einer Range zwischen 40 und 55€. Ein Ausbruch über 55 wäre ein starkes Kaufsignal. Da fehlt nur noch ein kleiner Schubs.
Leider ist aktuell das logische Stopploss bei 46 etwas weit entfernt und das Chance-Risiko-Verhältnis für meinen Geschmack noch nicht so attraktiv.
Mal beobachten wie sie an der 55 rumzickt und ob sich dort eine Bullflag o.ä. ergibt.
Mit einem Short auf den Fortbestand der Range und das erneute Abprallen an 55 würde ich lieber nicht wetten-trotz des kritischen Artikels.
Die BASF hat im März 2026 ihr neues Mega-Chemiewerk im chinesischen Zhanjiang (Provinz Guangdong) offiziell eröffnet: Rund 8,7 bis 9 Milliarden Euro – die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Konzerns, wurden ausgegeben. Tausende neue Arbeitsplätze wurden geschaffen.
Dort wird dem CO2- und Klimagötzen nicht der Hintern geküsst, es gibt gesichert Strom auch Nachts und wenn kein Wind weht und man freut sich über neue Arbeitsplätze und Gewerbesteuern. Hier, bei uns, wird so getan als brauchen wir eigentlich weder das eine noch das andere zum Erreichen des grünen glorreichen Klimaziels.
Gegen eine Sozialistische Antifa-Regierung nützt kein kurzes aufbäumen“ sondern nur die Unterstützung der AFD, um Deutschland noch zu retten.
Auch die kann es nur, wenn sie die absolute Mehrheit im Bund hätte. Nur dann kann diese die Einschreibung des Klimaschutzes ins GG rückgängig machen und diesbezüglich Artikel schaffen, die es dem BVerfG unmöglich macht, eigenmächtig zu handeln. Ohne wird das BVerfG jede Gesetzgebung stoppen, die den Klimaschutz aufweicht.
Um das Ziel der Erreichung der Klimaneutralität bis 2045 zu kippen, braucht es eine 2/3 -Mehrheit. Und es müsste Verfassungsbeschwerde eingereicht werden, bei der die Richter zu der Überzeugung gelangen, dass sich die wissenschaftlichen, gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seit 2021 fundamental geändert haben.
Eine Bundesregierung kann mit einer einfachen Mehrheit die konkreten Maßnahmen im Klimaschutzgesetz (KSG) verändern. Sobald diese Gesetzesänderungen aber das Erreichen der Klimaneutralität (die mittlerweile im Grundgesetz verankert ist) irgendwie gefährden, riskiert man sofort, dass die Änderung durch neue Klagen von Umweltschutzverbänden vom Verfassungsgericht einkassiert werden.
Bin gespannt wie Schulze seine Wahlkampflüge mit dem geheimnisvollen Chemieparkinvestor am Montag verkauft, der erst die Wahl abwarten will.
Hoffe nur, dass die Mitarbeiter dort ihm nicht geglaubt haben und Montag doppelt enttäuscht sind.
Trump hat den Iran nur aus einem Grund angegriffen: um den Ölmarkt für Europa zu verteuern. Er hatte nie vor, den Iran endgültig militärisch zu schlagen. Das der Iran nun Zölle für die Passagen der Öltanker fordert, ist für Trump ein gelungener Deal. Er hat sich nach der Entführung von Maduro von der ungewählten Nachfolgerin Rodrigues fast ein Drittel der venezolanischen Ölquellen gesichert. Zusammen mit den amerikanischen Fracking-Vorkommen, den eigenen Quellen sowie den Importen aus Kanada und Mexiko dürfte die amerikanische Versorgung gesichert sein. Die EU importiert fast 30 % Öl aus dem nahen Osten und hat nun die von Trump ausgehandelten Zölle an der Backe. Und Flinten-Uschi kann nur zähneknirschend zuschauen und mal wieder Trump gratulieren für seinen guten Deal. 😂 Immer dran denken: in der Politik passiert nichts zufällig ! Und so ist es auch mit der Deindustrialisierung Deutschlands….
Trump mußte von Epstein ablenken. DAS ist der Grund.
Daß die USA/UK IMMER Gegner Deutschlands waren & sind, stimmt allerdings auch.
Ist schon Karneval? Sie Narr.
Finden sie diese ganze skandalisierende Berichterstattung zu der Epstein-Affäre nicht etwas ZU skandalisierend?
Das mit der Säure und den gegessenen Babys. Und die plötzlich auftauchenden vielen gut bezahlten Missbrauchsopfer…mir kommt das alles etwas seltsam vor.
Wobei ich den nicht verteidigen will oder etwas beschönigen. Mein Vertrauen in die Presse hat nur in den letzten Jahren etwas abgenommen. Und wenn die sich so einschießen bin ich immer etwas skeptisch.
Gute Gruende fuer die Kriege:
Persoenliche Bereicherung und Ablenkung vom eigenen Versagen.
„Schimmi“ hat es in seiner Art auf den Punkt gebracht:
https://www.youtube.com/watch?v=PJuDMTAUh7o
Ich vermute, dass ein Kriegsfall durchaus in Planung steht. Ein Krieg macht alle wirtschaftlichen Fehlplanungen nichtig. Alles wird durch einen Krieg auf Null gesetzt.
Daher auch der Aufschwung: Aktien von „KraussMaffei“; alle Inhaber von Kriegsaktien sollten aufgelegt werden! Da dürften eine Menge von CDU/CSU und FDP dabei sein!
monika schnitzer sieht das ganz anders ,auch die willigkeit länger bis 70 freiwillig zu arbeiten,wobei sie nur menschen aufführt,welche büro jobs machen,peinlich,kann mal mit ihren 65 jahren beim dachdecker auf dem dach für 2 jahre arbeiten oder in der überbewerteten pflege,wo es wohl nur 24 stunden pflege gibt,aber mit der afd sollst ja auch weniger fachkräfte einwanderung geben,nur komisch,das sie die statistiken von den ca 200 tsd jährlich abwandernden menschen,darunter viele fachkräfte ,nicht aufführt
Auto geht auf NULL.
Chemie geht auf NULL.
Damit geht auch Werkzeug-/Maschinenbau auf NULL.
Das waren die 3 guten Branchen in D.
Was bleibt, ist Seniorenheime, EE, Migrantenbespaßung.
Was haben Sie gegen Seniorenheime? Hat die autochtone Bevölkerung für dieses Land nicht genug geleistet?
Und natürlich Antifa und Klimaspinner.
Schafft die Brandmauer ab, schließt Frieden mit Russland, schmeist die ganzen Sozialschmarotzer raus, schon ist der Aufschwung da. Nur müssen wir höllisch aufpassen: Sobald wieder Geld da ist, stehen die links woken traumtänzerinnen wieder in den Startlöchern um als Klima- und Genderschwätzer, sogenannte integrationsbetreter und angebliche Flüchtlingshelfer staatliche gelder abzugreifen.
Erst macht die Israel Lobby die Meerespassage dicht und dann kommen die Schleimer eben jener Lobby und erzählen was von wegen dass die Auffangmaßnahmen ein Strohfeuer wären.
Negativpropaganda über Negativpropaganda alles gegen Deutschland und Europa gerichtet.
Islam-Fan? Achmed?
völkermordfreund? Shlomo?
Was für ein Schwachsinn, dieser Artikel! „Der Hormuseffekt“? Was soll das denn sein? Die deutsche Wirtschaft ist nicht mehr „resistent“ gegenüber Schwankungen in der globalen WIrtschaft! Man kann sich nicht mehr anpassen; „aus, das Spiel ist aus“!
„Der Hormuseffekt“? Was soll das denn sein?
Im zweiten Quartal stieg die Produktion im Sektor um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Im selben Zeitraum zogen auch die Preise um 5,7 Prozent an, sodass der Umsatz insgesamt um 7,3 Prozent zulegen konnte. Es war der erste deutliche Umsatzanstieg seit mehr als drei Jahren.
DAS ist mit „Hormuseffekt“ gemeint. Steht doch im Artikel drin. Einfach richtig lesen bevor man etwas als „Schwachsinn“ bezeichnet. Die Artikel von Herrn Kolbe sind alles andere als „Schwachsinn“.
„Hormus-Effekt“ ???
Sie meinen den illegalen Angriffskriegs der USA für das zionistische Projekt Grossisrael?
Islam-Fan?
Judenfreund?