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Weichgespülte Klimakleber: Die „Neue Generation“ wirkt deutlich zahmer als ihre Vorgänger

Die „Neue Generation“ ist das Nachfolgeprojekt der „Letzten Generation“. Eine interne Besprechung der Klimaaktivisten zeigt: Sie sind zahmer und vorsichtiger, in ihren Ansichten aber genauso radikal.

Eine Aktion der „Neuen Generation“ im Sommer 2025 (IMAGO/IPON)

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„Es war ein ganz schönes Gefühl“, sagt eine Teilnehmerin in die Runde – es habe sich „sehr selbstwirksam angefühlt“. Eine andere beteuert: „Es hat sich voll gut angefühlt.“ Das Zoom-Meeting am Montagabend der „Neuen Generation“ ist nicht gerade gut besucht – in der Spitze sind es knapp 30 Teilnehmer.

Dabei hat die selbsternannte Protestbewegung gerade bundesweite Aufmerksamkeit erzielt. Mit einer großen Protestaktion wollte man in ganz Deutschland ein Zeichen setzen: Dafür blockierten die Klimaaktivisten die Autobahn 100 in Berlin. Auch in anderen Städten, etwa Potsdam, Halle oder Kassel, kam es zu kurzzeitigen Blockaden und Protesten durch die Gruppe.

Wer sich hier stark an die „Letzte Generation“ erinnert fühlt, die 2022 und 2023 immer wieder mit illegalen Blockadeaktionen für Aufmerksamkeit sorgte, liegt richtig – die „Neue Generation“ ist so etwas wie die Nachfolgeorganisation der „Letzten Generation“ (LG) und weist zudem auch deutliche personelle Überschneidungen auf – die ehemalige LG-Führungsriege, etwa Raphael Thelen und Lina Eichler, sitzt jetzt bei der „Neuen Generation“.

Am Montagabend jedenfalls versammelten sich die Mitglieder der „Neuen Generation“ und andere Interessierte zu einer Art Nachbesprechung des ersten großen Protesttags – gleichzeitig wurden die nächsten Schritte angekündigt. Apollo News konnte an dem Zoom-Call teilnehmen.

Was man direkt bemerkt: Die „Neue Generation“ ist im Vergleich zu ihrem Vorgängerprojekt noch stärker auf eine studentische Lifestyle-Protestkultur abgestimmt. Während bei der „Letzten Generation“ eine gewisse ernsthafte Militanz zu beobachten war, wirkte das Meeting der „Neuen Generation“ deutlich weichgespülter. Drei Teilnehmer erzählten von dem Protesttag und sparten nicht mit Selbstermutigungen, wie toll die Demos sich doch angefühlt hätten.

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Eine Teilnehmerin, die in Potsdam protestierte, erzählte beispielsweise: Man habe bei den Straßenblockaden sogar ein Transparent mitgenommen, auf dem den ausgebremsten Autofahrern versichert wurde, dass die Aktivisten die Fahrbahn nach kurzer Zeit wieder räumen würden. So wollte man allzu negative Reaktionen verhindern. Immerhin hat man so offenbar auch die Polizei besänftigt – sie sei mit den Blockierern sehr „respektvoll“ umgegangen, erzählte die Teilnehmerin.

Auch die Pläne für 2026 sind kein Vergleich mehr zur alten „Letzten Generation“. Die Sprecherin Lina Eichler erklärte: Man plane beispielsweise zwei „Revolution Days“. Im Zentrum steht dabei ein „Parlament der Menschen“ – eine Art privat organisierter Bürgerrat, bei dem Menschen ins Gespräch kommen sollen. Außerdem steht im Programm eine fünftägige „Gemeinschaftszeit in Berlin“. Immerhin einen Tag möchte man zusätzlich für Protestaktionen nutzen. Insgesamt wirkt das Programm jedoch eher wie ein Lifestyle-Event als militanter Klimaaktivismus – vom Geist der Klimakleber ist nicht mehr viel übrig geblieben.

Die Verantwortlichen der „Neuen Generation“ betonen immer wieder, wie wichtig „friedlicher Protest“ sei – in erster Linie möchte man jedoch ein „Miteinander schaffen“. Woher der Sinneswandel? Die „Letzte Generation“ war schließlich über Jahre der radikalste Ausläufer der Klimabewegung. Nicht völlig auszuschließen sind die deutlichen Urteile der letzten Monate: Mehrere Klimakleber wurden zu hohen Strafen, unter anderem wegen Flughafenblockaden, verurteilt – weitere LG-Mitglieder stehen wegen des Vorwurfs der „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ vor Gericht.

Wie weichgespült die Klimakleber mittlerweile sind, erkennt man bereits am Namen: Statt der Endzeitstimmung vermittelnden „Letzten Generation“ ist man auf die völlig charakterlose „Neue Generation“ umgestiegen.

Gleichzeitig ist die Gruppierung keineswegs weniger radikal in ihren Ansichten: In der Protest-Nachbesprechung war immer wieder die Rede von der „Merz-Mafia“, die den Weg in den Faschismus ebnen würde. Eichler erklärte: „Wir rasen in den Faschismus!“ Das würde man auch in den USA sehen, denn dort würden „Menschen von der Regierung auf offener Straße erschossen“ werden. Die AfD und Trump repräsentieren für Vertreter der „Neuen Generation“ freilich den Faschismus.

Doch eines ist offensichtlich: Bereits an der Teilnehmerzahl der Nachbesprechung ist ersichtlich, dass die „Neue Generation“ eigentlich eine kleinste Randgruppierung ist – dennoch konnte man bundesweit eine Pressereaktion hervorrufen. Eine Teilnehmerin aus dem Presseteam berichtete dabei begeistert über das Medienecho: Ganz viele Medien – von Tagesschau bis Zeit – hätten berichtet. Besonders lobt sie die taz, die für ihre Berichterstattung den Titel „Neue Generation mit neuer Protestwelle“ fand.

Die Teilnehmerin aus dem Presseteam erzählte außerdem, dass mehrere Pressevertreter Einladungen der „Neuen Generation“ gefolgt seien, um die Klimakleber beim Protesttag in Berlin begleiten zu können. Außerdem lobte sie willige Journalisten, die bereits ganz viel „aus der Pressemitteilung“ abgeguckt hätten. Offensichtlich besteht bei vielen Journalisten das Interesse, die „Neue Generation“ als groß angelegte Klimabewegung darzustellen.

In Wahrheit ist die „Neue Generation“ wohl der letzte verzweifelte Versuch einer radikalisierten Klima-Sekte, die nicht loslassen kann – der militante Klimaaktivismus von früher ist derweil gescheitert.

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21 Kommentare

  • Ist der Kleber ökologisch abbaubar?

  • Ist Berlin also wieder eisfrei?

    • Eisfrei schon, aber nicht frei von der üblichen Dummheit.

  • VS bitte übernehmen sie.

  • Hauptsache, der Staat lässt weiterhin Steuergeld zukommen. Und das gar nicht zaghaft.

    • NEBENBEI
      Der Molkerei-Milliardär Theo Müller scheitert mit einem Eilantrag gegen eine Campact-Aktion.
      Der Unternehmer Müller verklagte die NGO-Plattform Campact, die im Herbst letzten Jahres eine Kampagne gegen sein Unternehmen gestartet hatte. I
      m Rahmen dessen wurden laut Campact 28.000 Plakate und 2,2 Millionen Sticker verteilt. Zudem wurden kritische Slogans auf Gebäude in 18 verschiedenen Orten in Deutschland projiziert.
      „Alles AfD, oder was?“ war dort etwa zu lesen – eine Anspielung auf den Müllermilch-Werbetext „Alles Müller oder was?“.
      Außerdem warb Campact ironisch für Müller mit dem Slogan:
      „Jetzt mit AfD Geschmack“

      • Wieder ein deutliches Zeichen, auf welcher Seite die Justiz steht.

  • KLIMASCHUTZ-CHALLENGE für die Neue Generation:

    1. Einen dauerhaften lichtbeständigen Kunststoff entwickeln, der thermoplastisch formbar ist und CO2 als Rohstoff bindet.
    2. Zwei Kunststoff-Folien mit Kunststoff-Schaum zu einem Sitzkissen zusammenfügen.
    3. Sitzkissen mit CO2-Gas füllen und für Konferenzen aller Art bedrucken und mit Logos und Markenlogos personalisieren.
    4. Sitzkissen-Ökobilanzen von Konferenzen und Parlamentssitzungen aufstellen!

    Wer das schafft, kann sich Klimaheld & Klimaheldin nennen! Und kann künftig gut gepolstert Sitzblockaden abhalten!

    • 👍🤣

  • Mein erster Kommentar kam leider nicht durch…
    Das ist eine Sekte und will Deutschland schaden.

    • Die lassen sich alle von den Kommunisten/Sozialisten einspannen.

  • Sie scheinen genauso wenig auf dem Boden der FDGO zu stehen, treffen aber genauso auf eine ihnen gewogene „Justiz“. Same procedure as…

  • „Weichgespülte Klimakleber: Die „Neue Generation“ wirkt deutlich zahmer als ihre Vorgänger“

    Keine Sorge, die laufen sich nur warm….

  • „In der Protest-Nachbesprechung war immer wieder die Rede von der „Merz-Mafia“, die den Weg in den Faschismus ebnen würde. Eichler erklärte: „Wir rasen in den Faschismus!“

    was hat denn nun Faschismus mit dem Klima zutun? Oder geht es denen nur um den Sozialismus/Kommunismus und das Thema Klima war und ist nur vorgeschoben?

  • Es sind keine Aktivisten! Es sind Erpresser und Terroristen welche den Tod unschuldiger Menschen einfach in Kauf nehmen. Daher ist es nicht von Belang ob „zahm“ oder nicht.

  • Fazit:

    Die sind ganz lieb. Die wollen nur spielen?

    Das Klima-Thema scheint sich von selbst zu erledigen………

    Und gegen Faschismus zu sein, der zumindest in unserem Land weit und breit nicht zu sehen ist, wird sich auch auslaufen.

    Es bleibt bei einer reduzierten Aufmüpfigkeit wohlstandsverwöhnter Kinder.

  • Sich nach dem Abdanken der „LETZTEN Generation“ nun „Neue Generation“ zu nennen, ist allein schon völlig gaga. Aber mit dem simplen Erkennen von sichtbaren Widersprüchen sind die Mitglieder dieser infantilen Vereinigung offensichtlich überfordert.

    • Die sind halt geistig Überstrapaziert, da erkennt man keinen Widerspruch.

  • Die ganz Harten haben sich bei der Bundeswehr gemeldet.
    Dort gibt’s mehr Geld

  • Diese Spinner sind nicht weniger gefährlich. Wenn ich schon Klima und Faschismus höre, wird mir spei übel. Die kapieren es einfach nicht.

  • Ob Neue oder Letzte Generation, wenn mir einer von denen in die Quere kommt, gibt es einen guten alten Tritt in den Allerwertesten, da können die sich drauf verlassen. Ach ja, noch eins: Ich habe stets „feste Schuhe“ an!

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