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Personalrochade

Wegen der Entlassung seines Bruders: Gordon Schnieder kritisierte Friedrich Merz in interner Sitzung

Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder, hat Friedrich Merz für die Art und Weise kritisiert, wie er seinen Bruder - den früheren Verkehrsminister Patrick Schnieder - entlassen hat.

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Patrick Schnieder sollte von Merz entlassen werden und bat selbst um seine Entlassung. (IMAGO/Sämmer)

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Gordon Schnieder, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und Bruder des geschassten Verkehrsministers Patrick Schnieder, hatte den Bundeskanzler in einer internen Sitzung kritisiert. Das sagte Gordon Schnieder im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ): „Ich habe notwendige Kritik angebracht. Ich habe das intern im Präsidium und im kleinen Kreis gemacht und bewusst nicht in größerer Runde im Bundesvorstand.“

Mit den Reformen habe die Regierung gezeigt, dass sie gut arbeiten könne. „Und dann wird das mit so einer schlecht durchgeführten Regierungsumbildung einfach weggewischt.“ Ursprünglich hatte Friedrich Merz die Entlassung des Verkehrsministers am 24. Juli in einer Pressekonferenz zusammen mit anderen Personalwechseln verkünden wollen. Doch Schnieders möglicher Nachfolger war in der Nacht vor der Pressekonferenz abgesprungen, weswegen Merz die Personalentscheidung nicht erwähnte.

Da war in den Medien jedoch bereits berichtet worden, dass Patrick Schnieder entlassen werden soll. Auf die Frage der FAZ, was Merz bei der Pressekonferenz hätte anders machen sollen, antwortete Gordon Schnieder: „Er hätte denjenigen informieren können, dem er am Abend zuvor gesagt hat, dass seine Entlassung ansteht, als sich die Situation am nächsten Morgen verändert hat.“

Da die Entlassung nicht offiziell verkündet worden war, entstand für Patrick Schnieder eine Hängepartie, die er beendete, indem er wenige Tage später um seine Entlassung bat. Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz lobt seinen Bruder dafür: „Ich bin stolz auf die Reaktion meines Bruders, der die Würde des Amtes vor seine eigenen Interessen gestellt hat.“

Die CDU-Fraktion des Landtags Rheinland-Pfalz hatte nach der Entlassung des Verkehrsministers einen wütenden Brief an den Bundeskanzler geschrieben und einen bereits vereinbarten Besuch im Kanzleramt wieder abgesagt. Auf die Frage der FAZ, ob Gordon Schnieder als Landesvorsitzender der CDU das nicht hätte verhindern müssen, betont er die Eigenständigkeit der Fraktion: „Die Fraktion hat ihre eigene Stimme. Und sie hat gesagt: Loyalität ist keine Einbahnstraße.“

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Die Partei und die Fraktion hätten in schwierigen Momenten immer hinter Merz gestanden. „Die Fraktion kam dann offensichtlich an den Punkt, wo sie gesagt hat: So geht man nicht miteinander um. Und deshalb machen wir nicht einfach weiter und tun so, als ob alles gut wäre.“ Gordon Schnieder habe sie nicht damit beauftragt.

Es gehe auch nicht darum, dass sein Bruder betroffen sei, stellte Schnieder klar. „Es geht darum, dass ein tüchtiger Verkehrsminister und unglaublich beliebter CDU-Politiker hier in Rheinland-Pfalz auf solche Art und Weise entlassen wurde, obwohl er keinen Fehler gemacht hat, der diesen Umgang rechtfertigen würde.“

mra

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57 Kommentare

  • Wie auch immer, ich finde es schon interessant, wie Brüder, Schwestern , Väter , Mütter, Schwäger und Schwippschwäger in Positionen gelangen, die eigentlich durch Wahlen besetzt werden sollen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die alle qualifizierter sind, als ihre Mitbewerber. So viele Zufälle kann es wohl nicht geben.

    67
    • einfach mal den Bundestag oder die Landtage durchforsten . . . das ist polit. Erbadel.

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      • Absolut, besonders in der Union.
        Die besten Karten haben immer die, deren Vorfahren schon eine Unionskarriere hatten. „politischer Erbadel“ beschreibt die Kaste auf den Punkt.

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      • Und ein Blick in die Staatsbetriebe. Dort schmarotzt die Familien- Mischpoke der Politiker.

        1
    • Aber wenn ein AfDler sein Büro mit einem aus seiner Verwandtschaft oder Bekanntschaft besetzt, weil er weiß dass er sich auf diese Leute verlassen kann, brüllen diese Familienclans bei SPD, CDU und Grüne direkt „Vetternwirtschaft!“. 😂🤷‍♂️

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  • Zeit für Neuwahlen! Unverzüglich!

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  • Pöh, das perlt an ihm ab. Da steht er drüber.

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    • Der weint nur, wenn es im Fernsehen übertragen wird…..

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  • Friedrich Merz wollte Patrick Schnieder feuern, der Nachfolger sprang ab, die Entlassung war trotzdem schon öffentlich – und der Betroffene durfte anschließend selbst dafür sorgen, dieses politische Kasperletheater zu beenden.

    Jetzt kritisiert ihn sogar der eigene Parteifreund und Bruder des Geschassten intern.

    Merz wollte Deutschland offenbar wieder Führung geben. Inzwischen wäre es schon ein Fortschritt, wenn die CDU morgens wüsste, wer abends noch Minister ist.

    Aber immerhin: Das Chaos hat jetzt wieder einen Chef.

    46
    • Lesen sie Nius, die wissen morgens schon, was Abends vom ÖRR noch verschwiegen wird.

      15
      • Aber nur mit Anmeldung und Beitrag.

        3
        • Stimmt. In diesem Punk hat sich Nius viel von den „Qualitätsmedien“ abgekupfert.

          2
  • Wer sind die Brüder?

    0
  • Aufbau einer Familiendynastie gescheitert? Gut so!

    2
  • „Ich bin stolz auf die Reaktion meines Bruders, der die Würde des Amtes vor seine eigenen Interessen gestellt hat.“
    Es ist offensichtlich, dass wir sehr wenig Gründe haben auf die Politiker stolz zu sein. Ein Politiker, der die Würde des Amtes würdigt, ist meiner Meinung nach ein Ausreißer in der sonstigen Unwürdigkeit.

    2
  • … Vetternwirtschaft, hat auch seine „Schattenseiten“ . . .

    7
  • Alles schön und gut; eher schlecht. Aber ich habe den Eindruck, daß man erst den Bruder eines Ministerpräsidenten beleidigen muss, ehe es einmal einen klitzekleinen Mini-Aufstand gegen Merz gibt. Wo bleibt der Aufstand gegen die gebrochenen Wahlversprechen, gegen den „Klima“-Wahn, gegen die desaströse Migrationspolitik dieses unfähigsten aller unfähigen Kanzler der deutschen Nachkriegsgeschichte? Nichts gehört von. Auch nicht von diesem CDU-Ministerpräsidenten. Der nickt im Bundesrat alles ab was Merz ihm vorsetzt. Böse wird er nur, wenn Merz seinen Bruder mies behandelt.

    32
  • Warum regt er sich denn über Merz auf?
    Der hat doch nur gemacht, was er immer macht: Einfach völlig konzeptlos, total unzuverlässig, über Mitarbeiter und Menschen hinweggehend agiert, eben typisch Merz.
    Er ist nur an sich und seinem Machterhalt interessiert, ich würde gerne mal hören, wie hinter seinem Rücken über ihn gesprochen wird.
    Eines muss jedem, auch und insbesondere in der CDU, klar sein: Merz kann man nicht trauen, kein Stück. Und da kommen bestimmt noch weitere Aufreger auf uns zu.
    Dumm nur, dass sich ansonsten niemand in der CDU findet, der seriös das Amt übernehmen kann. Wenn es einen gäbe, hätte die CDU Merz schon längst rausgeschmissen.
    So ist er der Notnagel der CDU, wird Zeit, dass diese Partei sich zu Grunde richtet.

    31
  • Ich bin froh das wenigstens Loyalität unter Brüdern gibt. Merz macht alles kaputt. Er macht seine Partei kaputt ja gut Merkel hatte damit angefangen. In der Partei spricht man vom Loriot Sketch als dieser ein Zimmer „aufräumt“.
    https://m.youtube.com/watch?v=Jg27kFOvSpk&pp=ugUEEgJkZQ&ra=m
    Wer jetzt noch glaubt die CDU ist konservativ, dem ist nicht mehr zu helfen .

    7
    • … dafür ist Pinocchio „plaziert“ worden, um alles zu zerstören. Weltwirtschaftlicher Wettbewerb muß weg, damit man alles übernehmen kann und den Bedarf mit seiner eigenen Wirtschaft abdeckt. Wer sind denn die „Großaktionäre“ deutscher AG´s?

      3
  • Immer diese Familienclans…

    6
  • Sieht schwer nach Polit- „Clan“ aus! 🤣

    16
  • Uuuups……schon wieder ein Familienclan???

    1
  • mit dem Satz :

    „Mit den Reformen habe die Regierung gezeigt, dass sie gut arbeiten könne…“

    Hat sich Herr Schnieder selbst versenkt, da brauche ich mir den folgenden Katzenjammer und die Krokodiltränen wg. der miesen Behandlung seines Bruders von ihn nicht weiter folgen.

    17
  • War da nicht was mit Vetternwirtschaft?

    1
  • Wäre das Brüderchen nicht geschasst worden hätte das andere Brüderchen schön die Fresse gehalten. So siehts nämlich aus.

    42
    • Feiglinge wohin man schaut bei der Union

      20
    • „So geht er nicht mit uns um“
      Wie er mit Deutschland umgeht ist ja scheißegal.
      Diese Partei besteht wirklich nur noch aus Speichelleckern.

      18
  • Ist es nicht wunderbar wie sehr unser Gottkanzler in seiner eigenen Partei verehrt wird?

    Wer ihm wohl nach der Wahl in Sachse-Anhalt den endgültigen Todesstoß versetzen wird. Herrlich spannend 😉

    29
    • Vermutlich die Genossen Günther und Wüst. Oder Söder.

      13
      • Alle DREI

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    • Ich wette nen Fuffi auf Spahn. Der geht über Leichen und hat ja wieder ein bisschen Luft, nachdem er als Fraktionsvorsitzender abgesetzt wurde.

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      • Quatsch, der muss Windeln wechseln verkleidet im Mutter/Kind Heim.

        10
  • Merke: Nicht Merzens Politik war seit 2025 kritikwürdig, sondern erst die Enlassung seines Bruders.
    Blut ist eben doch dicker als Wasser.

    1
  • Gordon…
    …meinst Du das interessiert den Friederich in irgendeiner Form, mh?

    Du musst schon Nägel mit Köppe machen, mien Jung!

    18
    • Dazu sind diese vollgefressenen Egomanen zu feige. Habe oft das Gefühl, alle CDU Politiker und sehr viele Mitglieder sind als Feiglinge geboren.

      9
  • Nun, nichts für ungut …

    Krieg, sagte Carl von Clausewitz, sei die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln – wenn das stimmt, gilt das auch – cum grano salis – umgekehrt: Politik ist Krieg mit anderen Mitteln.

    Liest man Thukydides, Xenophon, Polybios, Livius, Caesar, Sueton, Sallust oder Cicero, wird man gewahr, daß dies niemals anders war.

    Und man wird sich bewußt, daß Politik weder ein Betätigungsfeld von Sensibelchen ist, noch Rücksichtnahmen oder Loyalitäten kennt, weil der Weg an die Spitze mit jedem Schritt schmaler wird.

    Nur wollen sie heute Politik, die eigentlich mit „harten Bandagen“ über Gegenwart und Zukunft von Staaten und Völkern kämpfen und entscheiden müßte, zu einer barrierefreien Sozialtherapie-Werkstatt für „speziell Begabte“, „Verhaltenskreative“, „Gendersensible“, „Geschlechtsdiverse“, „sprachliche Wertschätzer“, „unterdrückte Minderheiten“, „Umverteilungsfetischisten“ und sonstige Jünger des sozialistischen „Polit-Voodoo“ umgestalten.

    16
    • Geschichte wiederholt sich immer wieder.
      Das war bei den alten Griechen so, bei den alten Römern usw …
      Ein Tierrudel würde niemals dem Dümmsten folgen.

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      • So ist es, werter Schimmelreiter.

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  • Wenn das der einzige Kritikpunkt von Schnieder ist, dann weiss man, worum es hier geht: nicht um die realen Probleme dieses Land, sondern um Eigeninteressen (sprich Familienangelegenheiten). Hier sind Machtmenschen unterwegs, die sich selbst noch dann für ihre Grosstaten loben, wenn der Abgrund sich schon vor den ihnen „Anvertrauten“ (dem Volk) auftut. Man sehnt den Tag herbei, da diese CDU den Löffel abgibt.

    13
  • Die CDU ist eine Sekte. Da kann der Oberguru vollkommen frei handeln, das Gegrummel unterhalb seines Thrones hat überhaupt keine Bedeutung, die Sektenmitglieder stecken alles weg, Hauptsache zur Machtmaschine gehören!

    10
    • Weil die Macht schmeckt….grins

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  • Das Leid der CDU-Familie Dick perlt an den Granden der Union doch auch ab, wie an einem Plastikmantel.

    9
  • “ Loyalität ist keine Einbahnstrasse“

    Wann hat das letzmalig ein Präsidiumsmitglied zu Parteivorsitz und Kanzleramt letzmalig gesagt?

    Die Tage sind gezählt.

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