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Extrem-Szenario

VW-Betriebsrat warnt vor dem Verlust von 115.000 Arbeitsplätzen

Volkswagen droht ein Stellenabbau historischen Ausmaßes: Betriebsratschefin Daniela Cavallo sieht bis zu 115.000 Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet. Hinter der Zahl steht eine brisante Rechnung – und ein eskalierender Konflikt mit Konzernchef Blume.

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Die Volkswagen-Krise erfasst den ganzen Konzern – der Betriebsrat warnt vor hunderttausendfachem Jobverlust. (IMAGO/NurPhoto)

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Der Konflikt um den Sparkurs bei Volkswagen verschärft sich. Betriebsratschefin Daniela Cavallo hält im äußersten Fall den Wegfall von bis zu 115.000 Arbeitsplätzen in Deutschland für möglich. Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein beschlossenes Abbauziel des Konzernvorstands, sondern um eine Hochrechnung der Arbeitnehmervertretung.

Nach Informationen des Handelsblatts setzt sich die Zahl aus drei Posten zusammen. Rund 50.000 Stellen sollen bei Volkswagen, Audi, Porsche und der Softwaretochter Cariad bereits aufgrund bestehender Vereinbarungen bis 2030 sozialverträglich entfallen. Hinzu kämen nach Einschätzung des Betriebsrats etwa 25.000 weitere Arbeitsplätze in Deutschland, sollte der Vorstand seine jüngsten Sparüberlegungen umsetzen.

Konzernchef Oliver Blume hatte bei einer Betriebsversammlung vor mehr als 10.000 Mitarbeitern im Wolfsburger Stammwerk erklärt: „Aus heutiger Sicht entfällt etwa die Hälfte des Anpassungsbedarfs auf Deutschland.“ Insgesamt geht das Management rechnerisch von einem zusätzlichen Anpassungsbedarf in einer Größenordnung von rund 50.000 Stellen weltweit aus. Blume betonte zuletzt jedoch, diese Zahl sei kein festes Abbauziel, sondern solle lediglich die Größenordnung des erforderlichen Kostenschnitts verdeutlichen.

Weitere etwa 40.000 Stellen sieht der Betriebsrat gefährdet, falls vier deutsche Werke ab den 2030er-Jahren keine neuen Produktionsaufträge erhalten. Betroffen wären die VW-Standorte Emden, Hannover und Zwickau sowie das Audi-Werk Neckarsulm. Für diese Fabriken gibt es bislang keine gesicherte Anschlussbelegung. Über konkrete Werksschließungen sei nach Angaben des Konzerns allerdings noch nicht entschieden worden.

Damit ergibt sich die von Cavallo genannte Maximalzahl von 115.000 bedrohten Arbeitsplätzen. Sie setzt allerdings voraus, dass sämtliche angenommenen Risiken gleichzeitig eintreten. Der Betriebsrat warf der Unternehmensführung vor, die Beschäftigten nicht ausreichend über die geplante Neuordnung zu informieren. Cavallo erklärte laut Handelsblatt, das Vertrauen in den Vorstand und – insbesondere in Blume – sei beschädigt.

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Volkswagen begründet den Sparkurs mit hohen Kosten, Überkapazitäten und dem zunehmenden Wettbewerbsdruck durch chinesische Hersteller. Nach Angaben Blumes liegen die Gemeinkosten des Konzerns mehr als 30 Prozent über dem Niveau vergleichbarer Unternehmen. Anfang September soll sich der Aufsichtsrat erneut mit dem Umbau befassen. Arbeitnehmervertreter und das Land Niedersachsen haben dafür eigene Alternativvorschläge vorgelegt.

mro

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16 Kommentare

  • Die Konsequenz für ein Unternehmen, dass permanent an den Interessen der Kunden vorbei gehandelt hat.

  • Go woke, go broke!

    Aber Blackrock will auch den Niedergang der deutschen Autoindustrie!

  • Die Saat geht auf.

  • Laut den eigenen Angaben der Volkswagen-Group lag die Gesamtzahl der Beschäftigten zum 31. Dezember 2024 bei 679.472. Ein gegenwärtiger Personalüberhang von rund 115.000 Mitarbeitern bedeutet daher, dass insgesamt die Produktivität um mindestens 17% gesteigert werden müsste. Sollte kein Zuwachs gelingen, hätte das Unternehmen keinen Grund mehr zu existieren. Angesichts dessen erstaunt umso mehr, dass besonders die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung sich inzwischen seit mehr als zwei Jahrzehnten weigert, Forschungen materiell zu fördern, welche notwendig Aufschluss zur inneren Logik produktiver Arbeit bieten. Der Konzernbetriebsrat von Volkswagen täte um der Redlichkeit willen deshalb gut daran, zunächst zu kritisieren, dass nicht zuletzt die IG Metall die wissenschaftliche Diskussion hindert bzw. auch künftig bis zur Unmöglichkeit erschwert.

  • Noch mehr Berufspolitiker in den Vorstand holen.

  • Locker ne halbe Million Neuarbeitslose, bravo! Und es wird nur der Anfang sein…

  • Kann mich erinnern, wie der grüne Emporkömmling, den sie als Wirtschaftsminister installiert hatten, mal bei VW zu einer Betriebsversammlung zu Gast war. Damals erlaubte ich mir die rhetorische Frage, warum die Belegschaft inkl. BR diesen Dampfplauderer und Verursacher ihrer damals bereits absehbar kommenden Misere nicht aus der Halle gejagt haben. Nein, der wurde bejubelt und beklatscht!
    Den Spruch „Lebt damit!“ spare ich mir an dieser Stelle, denn dafür hängen zu viele Schicksale mit diesem gewollten Niedergang zusammen.

  • Das interessiert die Insolvenz Verwalter aus dem Altparteien-Kartell in Absurdistan keine Bohne. Schliesslich gilt es das Klima zu retten.

    • Das Wort „Volk“ samt seiner Ableitungen, wie „völkisch“ etc. hat ja eh was sehr anrüchiges und man fragt sich auch wofür ein Land ohne seinem Volk noch einen Wagen braucht.

    • Und ob die das interessiert. MP Lies (SPD) läuft sich in Hannover schon warm, weil er nächstes Jahr mit dem Geld anderer Leute den „VW-Retter“ spielen und seine Landtagswahlen gewinnen möchte.

  • „Daniela Cavallo sieht bis zu 115.000 Arbeitsplätze in Deutschland gefährdet“

    Ach wie toll, der Arbeitsmarkt bekommt Menschen geschenkt, die schon länger hier leben. Dann können wir ja auch auf die nächsten 100.000 Import erst mal verzichten. Wer wollte gleich noch? Niemand? Nicht mal die Herkunftsländer wollen ihre eigenen Fachkräfte? Komisch.

    Alles in allem geht es also voll vorran mit dem Plan des Geldandels, DE und die EU endgültig wirtschaflich zu ruinieren um ein besseres System zu installieren.

  • Bei VEB Volkswagen hat man jahrzehntelang sehr erstklassig abkassiert für überwiegend mittelmäßige Produkte.

    Das hat sich überhaupt nur bis jetzt gerechnet, weil irgendwo im sogenannten „Rest der Welt“ die selben (und bessere) Leistungen für nicht mal ein Drittel der deutschen Gehälter erbracht wurden.

    Willkommen in der Wirklichkeit, liebe VW-Personen jederlei Geschlechts.

  • Es ist nur noch widerlich in Absurdistan und heute meldet sich auf Welt.de wieder ein „Experte“.

    „10.000 Arbeitsplätze weg, 1600 Euro pro Kopf weniger“ – Wirtschaftsexperten warnen vor AfD-Plänen

    Die AfD hat bis heute keine Verantwortung des wirtschaftlichen Untergangs in Absurdistan. Die AfD ist für keinen einzigen Jobverlust verantwortlich.
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article6a8e73ecc3692834ff6dcd01/landtagswahlen-im-osten-10-000-arbeitsplaetze-weg-1600-euro-pro-kopf-weniger-wirtschaftsexperten-warnen-vor-afd-plaenen.html

    • Das ist Stasi Propaganda in Reinkultur und man muss sich immer wieder das geniale Zitat von Bärbel Bohley zu den Aufbereitungen der Stasi Akten vor Augen führen.

      Die DDR.2 in ihrer vollen Blüte!!

  • Mit Sicherheit wird niemand eine Ursache in der Politik suchen. Es wird jemand im Management geopfert, der bereits mit Millionen vorgesorgt hat. Und dann wählt man die SPD, weil Soziales gerade so wichtig ist.

  • Volkswagen wird entweder 115.000 Arbeitsplätze möglichst schnell abbauen, oder eben Insolvenz anmelden. Dann erhalten alle Insolvenzausfallgeld. Ihr habt die Wahl.
    Abbau oder Totalschaden? Irgendwann lohnt es sich sowieso nicht mehr, in Deutschland Autos zu bauen.

    Der Industrietod für Deutschland und Europa ist vorprogrammiert.
    Sie sagen nicht „Wir vernichten die Industrie europaweit.“
    Sie nennen die systematische Vernichtung „Klimaneutral“
    So wie die Menschen in den KZs klimaneutral geworden sind,
    so hat heute die „Elite“ grandiose Pläne.

    Hamburg 2040
    Bund 2045
    EU 2050
    RIP

    Die EU ist die Großbehörde zur Vernichtung. Dort sitzen die Profis für alle Teilstrategien der Vernichtung.

    Verbrennerverbot Flottenverbrauch Milliardenstrafen
    Heizungs- und Sanierungszwang CO² Bepreisung
    Verpackung Lieferketten Methan Entwaldung
    Green und Pfizer Deals.
    Da ist für jeden was dabei.
    Diese geisteskranken Zerstörer sind die „Elite“ „unserer“ Demokratie.

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