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Glatteislage

Vorgehen nicht „besonders geschickt“: NABU rechnet nach Berliner Streusalz-Affäre mit Austritten

Nach der Klage des Berliner Landesverbandes gegen die Streusalzfreigabe sieht sich der Naturschutzbund Deutschland massiver Kritik ausgesetzt. Der Bundesverband räumt interne Differenzen ein und geht davon aus, dass es infolge der Debatte auch zu Austritten kommen wird.

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Nach der Berliner Streusalz-Klage sieht sich der Verband bundesweit Kritik ausgesetzt. (IMAGO/BREUEL-BILD)

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Der Bundesverband des Naturschutzbundes Deutschland sieht den Verband nach der Berliner Streusalzklage massiver Kritik ausgesetzt. „Wir haben es jetzt halt als Prügelknabe abbekommen“, sagte ein Sprecher des NABU gegenüber Apollo News. Auch intern gibt es Differenzen. Zwar könne die Pressestelle keine konkreten Zahlen zur Mitgliederentwicklung nennen. Es sei jedoch davon auszugehen, dass „es da auch Austritte geben wird“, heißt es. Ob diese bereits erfolgt seien und in welchem Umfang, lasse sich derzeit nicht sagen.

Ausgangspunkt ist die Klage des NABU Berlin gegen die vom Senat erlassene Allgemeinverfügung, mit der Privatpersonen während der akuten Glatteislage vorübergehend Streusalz einsetzen durften. Das Verwaltungsgericht kippte die Regelung. Die Klage gegen die vom Berliner Senat erlassene Allgemeinverfügung sei „ein Vorgehen des Landesverbandes“ gewesen, hieß es. Eine Abstimmung mit dem Bund habe es nicht gegeben. An der grundsätzlichen Haltung des NABU zu Streusalz ändere das nichts. „Ich glaube, da sind wir uns im NABU intern alle einig, dass es eigentlich keine gute Idee ist, es sei denn, es ist Not am Mann.“

Gerade diese Abwägung hatte in Berlin zu heftiger Kritik geführt. Während der NABU Hamburg nun eine zeitlich befristete Aussetzung des Streusalzverbots ausdrücklich akzeptierte und in einer Pressemitteilung nun erklärte, dass „die Aufrechterhaltung der Verkehrssicherung und die Vermeidung von Personenschäden“ aktuell den Schutz der Umwelt überwiege, ging der NABU Berlin juristisch gegen eine vergleichbare Maßnahme vor.

„Natürlich will auch beim NABU keiner ausrutschen, das ist ja logisch. Es war halt nach Auffassung des NABU Berlin eine untaugliche Maßnahme“, teilt NABU Apollo News mit. Schließlich sei nicht nur um Recht gegangen, sondern auch um die Praxis. Aus Sicht des Landesverbandes habe es sich um „eine reine Symbolpolitik“ gehandelt.

Zugleich räumt der NABU-Bund ein, dass das Vorgehen des Berliner Landesverbandes auch innerhalb des Verbandes umstritten ist. „Da gab es schon auch aus der Mitgliedschaft unterschiedliche Rückmeldungen.“ Es habe „unterschiedliche Auffassungen“ gegeben – nicht nur in der Sache, „sondern auch die Frage, ob das jetzt besonders geschickt in dem Moment ist“. Man hätte wohl auch deutlicher machen können, dass auch NABU-Mitglieder selbst von Glätte und Stürzen betroffen seien. „Wahrscheinlich war der NABU Berlin selbst überrascht, wie schnell und eindeutig das Gericht da gesagt hat, da müssen wir gar nicht groß drüber nachdenken“, heißt es.

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Als Konsequenz aus der „Geschichte“ kündigt der NABU-Bund nun eine Nachschärfung an. Die Berliner Auseinandersetzung werde „auf jeden Fall zum Anlass genommen“, bundeseinheitlicher zu definieren, ab wann eine Gefahrenlage Ausnahmen vom Streusalzverbot rechtfertigt. Ziel seien Empfehlungen und Handreichungen für Landesverbände und Ortsgruppen.

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78 Kommentare

  • Aus dem ADAC bin ich ausgetreten, beim NABU geht das leider nicht, da ich nie Mitglied in dem Verein war.

    • Vielmehr ist die Frage interessant.
      Wieso sollte man in Vereinen Mitglied sein die realer Wahrheit nichts bringen außer gefüllte externe Geld Konten?

    • Den Verlust durch den Austritt bekommen die doch bestimmt durch mehr „Fördergelder“ von Bund, Länder und Kommunen ausgeglichen. Man hält doch zusammen, wenn es um den guten Zweck, also das Geld der Steuerzahler, geht.

    • Ich muss aufs Klo und wegen eurem Booooomer Salz kriege ich die Tür nicht auf.

  • Bin ausgetreten. Das Geld verwende ich, um mehr Vogelfutter für die Vögel im Winter zu kaufen.

    • Gute Idee.

  • Gibt es eigentlich Beweise, dass der Einsatz von Streusalz so schädlich ist, wie behauptet?
    Ich meine, die Winterdienste gehen ja auch nicht gerade zimperlich damit um, und entlang der Autobahnen und Land- und Bundesstraßen blüht und grünt es im Sommer wie überall.

    Klar, mit Salz kann man Unkraut bekämpfen. Aber nachhaltig ist das nicht. Auch Hecken die an „gesalzenen“ Fußwegen stehen, sieht man nie etwas an.

    • Behauptungen sind doch im 21. Jh. die neuen Beweise im täglichen Politikgeschäft.

      Mensch ist für Klimawandel schuld
      Es wird keinen Winter mehr geben
      Das Pieksen ist nebenwirkungsfrei und schützt vor Ansteckungen
      Der Atomstrom verstopft die Leitungen
      Wind und Sonne schicken keine Rechnung
      Migranten werden die Renten künftiger Rentner bezahlen
      D. ist ein reiches Land
      Links ist vorbei

      und Nr. 1.
      Wir schaffen das

      usw., kann ergänzt werden

    • Salz ist Lebensmittel… selbst in der Coca-Cola ist welches drin ..

      • Ray
        Salz ist ein Naturprodukt!

      • Salz erhöht den Blutdruck wie man bei euch Boooooomern sieht

    • Natürlich gibt‘s die. Wer seine Zeit nicht komplett unter einem Stein verbringt, weiss das.

      -22
      • Ach ja? Zu DDR-Zeiten wurde alles auf Straßen und Wege gekippt, was gerade da war. Aggressive Lauge war an der Tagesordnung. Und im Frühjahr? Die Straßenbäume blühten, Gras und Unkraut am Straßenrand standen prächtig. Da passiert gar nichts, weil das meiste durch Tauwasser oder mit Regen verdünnt in der Kanalisation landet.

  • Ist es wirklich vollkommen irre, zu fragen, wieviel Menschenleben ein Baum wert ist?

    • Aber Wälder roden für blöde Windräder ist wohl besser?

    • Neutrale Gegenfrage. Schonmal einen Baum gefragt ob er Geld will für immer kostenlos produzierte Luft?

      • Das diskutieren Sie doch mit dem Querschnittsgelähmten (Sturz in Berlin) und dessen Angehörigen.

        • Gegenfrage. Wieso diskutieren sie nicht mit denen statt hier unpassende Kommentare hinterlassen?

          -18
      • Der Baum fragt nicht, aber die Unterdrücker.Das kommt bald. UN Agenda 2030 Tokensierung der Natur alles muss was kosten. Wald betreten,Tiere,Wind, Sonne, Wolken, Klimastreifen am Himmel, Luft haben wir ja schon. Besteuerung der Atemzüge. Wasser ist kein Menschenrecht

        • Hm. Ob Natur auch eine reale Rechnung schickt?

          -9
    • Ein Baum mehr als alle ihr Abgehängten zusammen

  • Nun, schon öfters schrieb ich es hier und wiederhole mich gerne:

    Das eigentliche Problem ist das sog „Verbandsklagerecht“, das 2002 von der Regierung Schröder ins Verwaltungs-/Umweltrecht eingeführt wurde.

    Bis heute ist jeder, der von einer staatlichen Verwaltungsmaßnahme – auch mittelbar – betroffen ist, „aktiv legitimiert“, dh. er kann selbst gegen diese klagen.

    Das Problem sind selbsternannte „Interessen“-Verbände, die vorgeben, für das Klima, die Umwelt, den Alpensalamander oder den Mond zu sprechen. Diesen wird mit dem Verbandsklagerecht eine „Garantenstellung“ für das von ihnen vertretene „Interesse“ und deswegen „Aktivlegitimation“ zugebilligt. – ZB.: Ein Nabu, der gegen Streusalz klagt; eine DUH, die CO2-Einsparung einklagt; ein BUND, der den Kormoranabschuß durch Teichwirte gerichtlich unterbindet; das „Wolfsmanagement“ verhindert klagehalber den Wolfsabschuß; das landeseigene „Biberclearing“ untersagt gerichtlich den Abriß von Biberdämmen etc. pp.

    • Nachtrag:

      Sollte es je eine „entideologisierte“ Bundesregierung mit hinreichender parlamentarischer Mehrheit geben, müsste die Aufhebung des Verbandsklagerechts auf deren Agenda wohl sehr weit oben stehen.

    • Oooaah Boooooooomer stell dich deinen Ängsten der bööööse Wolf lauert hinter der Schnabeltasse hahaha

  • Ich hoffe auf Entzug der Gemeinnützigkeit.

    • Nun, die Gemeinnützigkeit nach der Steuer- & Abgabenordnung ist nicht das Problem!

  • Und jetzt zum Wetter. Zieht euch weiter warm an, es war der wärmste Januar aller Zeiten. Meine Hühner fangen schon wieder an zu lachen, und legen Ostereier wie verrückt.

  • Austritte werden durch höhere Steuergeldveruntreuung ausgeglichen.

  • Ein Kehraus bei NABU, eine gute Gelegenheit zur Faschingszeit.
    Nur leider werden auch bei solchen Vereinen, meistens die falschen Leute rausgeschmissen

  • Mir tut der Storch leid, der bei diesem Verein als Aushängeschild herhalten muss. Ein Verein der es ok in Kauf nimmt, dass Leute nach einem Sturz auf Glatteis für den Rest Ihres Lebens Querschnittsgelähmt sind.

    • Was für elendigliche Pharisäer……
      Lassen den Storch lieber von den Windrädern zerfleddern und Bäume dafür abholzen.
      Habe vom NABU im Reinhardswald niemanden gesehen, der sich an die Bäume gekettet hat, im diese zu retten…

      • Pharisäer trifft es ziemlich gut.

        • Ich kann auch viele gefährliche Worte.

          -1
    • NABU entscheidet jetzt! KLAR? Nicht wir, nicht die Regierung, NABU Punkt

      ENDE DER DURCHSAGE

      Die totalitären NABU-Faschisten, klar? …und später dann auch wieviel Salz Sie im Kaffee haben dürfen.

      [ Totalitarismus bezeichnet ein politisches System, das die Kontrolle über alle Aspekte des Lebens der Bürger ausübt, einschließlich Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.
      Faschisten streben eine starke, zentrale Regierung an, die autoritäre Kontrolle über das Leben der Bürger ausübt. Individuelle Freiheiten werden oft zugunsten der Staatsmacht eingeschränkt. ]

      ..und die AfD merkt sich: Verbandsklagerecht+Gemeinnützigkeit

  • Ist wohl wirklich typisch Berlin. Gut zu wissen, dass es im NABU auch noch Vernünftige gibt. Bei uns vor Ort (im ländlichen Raum) macht der NABU nämlich eigentlich eine gute Arbeit, z. B. für Streuobstwiesen, Fledermäuse, Steinkäuze, etc.

    • Nun ja, das sind ja auch Tiere und Pflanzen und keine Menschen

    • Falsch. Wenn der Verein so nihilistisch auf Menschen schaut, dann ist dessen gesamtes Weltbild desolat. Zur Verdeutlichung: Ein Killer ist doch nicht nett, nur weil er an Kinder Bonbons verschenkt,
      NABU Berlin hat alles das, was dieser oft auch fragwürdige Verein Gutes getan hat, in den Dreck gestossen. Wie bei ADAC oder DLRG. Sofern die keine Staatsknete mehr kriegen, sind die weg vom Fenster. Mit Recht. Die Menschen wollen praktische Problemlösungen, keine moralinsaure Gängelung.
      Wieviele Knochenbrüche hat denn der NABU gezahlt, um die Mehrkosten für die Krankenkassen abzufedern?

    • Rührend.
      Meine Bitte:
      Schätzen Sie doch mal durch, wie lange das „Gute“ noch so sein wird.
      Und schreiben es hier.
      Und: Wie isses denn, meckert der „NABU“ auch gegen die Trittinschen Flugtierschredder?
      Wenn doch schon die fiesen Menschen unter dem Schall dieser durch Ökomafiageld kanalisierten Ewigdreckschleudern leiden — äußert der „NABU“ sich annähernd ausreichend differenziert dazu, wie viel stärker die Tiere unter diesen „grünen“ Dreckschleudern leiden?
      Nurzu, bin gespannt.
      Ggf. Danke!

  • Hier auf dem Land wird kräftig gestreut auf den Straßen, nur wenige Zentimeter daneben ist es auch hier verboten. Doch keinen schert es. Einfach machen. Ich war es nicht…

  • Ich möchte da mein schwer erarbeitetes Steuergeld nicht versenkt sehen

    • Haha.
      Läuft schon seit dutzenden Jahren.
      Augen AUF.
      Gruß, mm

  • „Natürlich will auch beim NABU keiner ausrutschen, das ist ja logisch. Es war halt nach Auffassung des NABU Berlin eine untaugliche Maßnahme“
    Aha, wenn NABU-Mitglieder ausrutschen… Und gab es denn seitens des NABU denn eine „taugliche“ Alternative? Ein merkwürdiger Immer-Gegen-Alles-Verein ist das. Ich habe mehrere Jahre den BUND gefördert, den Vertrag aber gekündigt, weil auch diese Organisation mir irgendwann nicht mehr konstruktiv und fortschrittlich erschien.

  • Ich hoffe doch, daß es es nach diesne Ereignissen zu einem deutlichen Mitgliederschwund kommt!

    • Diese Hoffnung teile ich nicht. Wer dort Mitglied ist, trägt die Vorstellungen dieser Volkserzieher mit, sonst wäre er nicht eingetreten. Hatte beruflich viel mit diesen Leuten zu tun. Die sind argumentativ nicht zu erreichen und sie pflegen ihre eigene Form von Moral.

  • Hoffentlich treten die Leute massenweise azs diesem suspekten Verein aus.

  • Gut, dass wenigstens der NABU daran erinnert, dass man nicht jede Vorgabe tagesaktuell einfach ändern sollte. Wem‘s zu glatt ist, der soll halt zuhause bleiben. NABU bezieht sich auch nur auf die Freigabe für Privatpersonen. Hat mit den Pflichten der Stadt Berlin rein gar nix zu tun.

    -14
    • Ja, dann bleibt man eben mal 2 oder 3 Wochen komplett zu Hause, kein Einkaufen, niemanden besuchen und am besten ist, keiner geht zur Arbeit.

    • @ RayDon
      Seien Sie froh, aploppo-snew.net (na wen meine ich damit wohl) hat hier vor einigen Minuten (ca. 21:15 Uhr) ALLE bisherigen Antworten (zwei oder drei) auf Ihren Kommentar GELÖSCHT.
      GELÖSCHT.
      Seien Sie froh, auch mit bisher -13 „Daumen“.
      Unfassbar.

  • Bei den NABU Boss:innen hat „BadeSalz“ wohl zu viel Schaden angerichtet.
    Keine Macht den Suchtmittlen !

  • Auch der Nabu hat sich inzwischen leider voll politisch vereinnahmen lassen. Von der Website: Populismus – eine Gefahr für den Nabu? Gemeinsam gegen Rechtsextremismus. Studie: Rechtsextremistische Einflussnahme im Naturschutz. „Rechtspopulistische und rechtsextreme Einflussnahmen auf den NABU sind real. Natur- und Artenschutz werden genutzt, um undemokratische oder menschenfeindliche Gesellschaftsbilder zu transportieren. Die Studie legt offen, wie sensibel die NABU-Gliederungen sind und zeigt Reaktionen auf …“ Ich werde meinen Verwandten jetzt nahelegen auszutreten. Rechtsextreme Einflussnahmen auf den NABU – ernsthaft?

    • Wollte auf Ihren Hinweis hin, mal eben nachlesen.

      Konnte allerdings nach der Überschrift,

      „WIR SIND, WAS WIR TUN.
      DIE NATURSCHUTZMACHER*INNEN“

      leider nicht mehr weiterlesen……

      „Waldbaden“ ist mittlerweile bestimmt auch rechts….

  • waren die eigentlich nicht die letzten Jahre auch immer wieder mal als Klingeldrückerkolonie unterwegs?

  • Der Skandal ist nicht die Klage des NABU, sondern das Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts.
    Solche Urteile machen die deutsche Justiz zur Lachnummer.

    • Der Skandal ist aber auch, dass NABU Berlin ÜBERHAUPT geklagt hat. Hätten sie doch auch einfach mal sein lassen können, oder?

  • 0000000000000000000000000000000t.

  • Es sind keine Umweltschützer (mehr), sondern stramme linksgrünwoke Ideologen, und das nicht nur bei NABU, sondern bei allen“Unweltschutzorganisationen“. Sich im Hambacher Forst an jeden Baum ketten, weil der „erhaltenswert“ sei; in Berlin das Streusalzverbot vor Gericht durchsetzen, obwohl es durch dieses Verbot zu zahlreichen Stürzen vor allem älterer Menschen kam – und DANN im Reinhardswald FÜR das Fällen unzähliger jahrhundertealter Bäume eintreten, damit dort „klimaschützende“ Windkraftanlagen aufgestellt werden können … Genau mein Humor.

  • NABU, Deutsche Umwelthilfe, und wie sie alle heißen sind der verlängerte Arm der Linksextremen und wirken mit bei der Zerstörung des Landes aus Selbsthass.

  • Kann weg der Verein.

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