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Amtsgericht Tiergarten

„Von dem Islamischen Staat distanziert“: Berliner Jugendrichter ließen sich von CSD-Attentäter Abdul Ballout täuschen

Als der spätere CSD-Attentäter Abdul Ballout wegen Terrorplänen vor dem Amtsgericht Tiergarten stand, behauptete er, mit der islamistischen Gewaltideologie nichts mehr zu tun zu haben. Die Jugendrichter glaubten ihm, obwohl er weiter IS-Propaganda schaute.

Abdul Ballout auf einem Fahndungsaufruf nach dem CSD-Attentat in Berlin (IMAGO/SOPA Images)

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Der nach seinem Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin von der Polizei erschossene Abdul B. hat die Jugendrichter am Amtsgericht Tiergarten über seine islamistische Einstellung getäuscht. Er wurde dort am 12. Mai 2026 wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Grund dafür war, dass er geplant hatte, nach Syrien zu reisen und sich dort der Terrororganisation „Islamischer Staat“ anzuschließen. Entlastend wurde ihm jedoch angerechnet, dass er sich in der Hauptverhandlung „von dem Islamischen Staat distanziert hat“, wie es in der Urteilsbegründung heißt, die Apollo News vorliegt.

Das Jugendschöffengericht des Amtsgerichts Tiergarten stufte diese Distanzierung als glaubwürdig ein und stellte deshalb in Aussicht, dass die Haftstrafe zur Bewährung ausgesetzt werden könnte. Die Generalstaatsanwaltschaft legte dagegen Berufung ein und forderte eine höhere Jugendstrafe. Innerhalb der nächsten sechs Monate sollte darüber entschieden werden, ob die Strafe zur Bewährung ausgesetzt wird oder nicht. Am Samstag beging Abdul Ballout jedoch einen Terroranschlag: Er raste mit einem Auto in eine Menschenmenge auf dem Berliner CSD. Eine Frau starb, 29 Personen wurden verletzt.

Am 20. Mai 2025 war Abdul von Berlin über die Türkei in den Libanon gereist. Sein Ziel war es, sich dem IS anzuschließen. Er entwickelte den Wunsch, an der Seite von IS-Terroristen „gegen die erklärten ,Feindes des Islams‘ zu kämpfen“, heißt es in den Gerichtsunterlagen. Im Libanon nahm er dann Kontakt zu Menschen auf, die er für IS-Mitglieder hielt, und hoffte, dass diese ihm bei der Weiterreise nach Syrien helfen. Er wurde jedoch festgenommen und von einem libanesischen Militärgericht im Oktober 2025 zu drei Monaten Haft und einer Geldstrafe von 800.000 libanesischen Pfund verurteilt. Dann wurde er freigelassen. Am 17. November 2025 kehrte er nach Deutschland zurück.

Im Juni 2024 postete Abdul Ballout mehrfach IS-Propagandavideos auf Instagram. Auch nach seiner Rückkehr nach Deutschland 2025 sah er sich „erneut eine Publikation des Islamischen Staates auf dem Mobiltelefon seines Vaters“ an. Das wertete das Gericht als belastenden Umstand. Zugleich werteten die Richter es als entlastend, dass er immer noch gläubiger Muslim ist: „Der Angeklagte ist tiefgläubig, betet fünfmal am Tag und besucht regelmäßig das Freitagsgebet. Er begreift seinen Glauben als zuverlässige Stütze in seinem Leben und hat in der Hauptverhandlung erklärt, er distanziere sich von extremistischem Gedankengut und Gewalt.“

Abdul Ballout war laut dem Amtsgericht Berlin bewusst, dass es sich beim „Islamischen Staat“ um eine Terrororganisation handelt, die „die Ungläubigen als todeswürdig ansieht, Kriegsverbrechen begeht und eine radikale Auslegung des sunnitischen Islams mit äußerster Gewalt durchsetzt“.

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Abdul Ballout war also ein junger Erwachsener, zum Tatzeitpunkt des Urteils 19 Jahre alt, der mehrfach IS-Propaganda im Internet geteilt hatte und nach Syrien reisen wollte, um sich dem „Islamischen Staat“ anzuschließen und „Ungläubige zu töten“. Nach seiner Rückkehr sah er sich mindestens einmal wieder IS-Propaganda an. Er betete fünfmal am Tag. Dennoch stufte das Gericht seine Distanzierung als glaubwürdig ein und ging davon aus, dass er charakterlich noch formbar sei.

Deshalb wurde eine Jugendstrafe verhängt. „Er war im Tatzeitraum zwischen 18 und 19 Jahre alt und somit Heranwachsender“, heißt es in der Urteilsbegründung. „Aufgrund seines bisherigen Werdegangs, insbesondere der fehlenden Ausbildung, seines fortwährenden Zusammenlebens mit der Mutter sowie aufgrund des von ihm in der Hauptverhandlung gewonnenen Eindrucks, besteht kein Zweifel daran, dass es sich bei ihm um einen noch in der Entwicklung befindlichen, prägbaren Menschen handelt, bei dem aufholbare Reife- und Entwicklungsrückstände bestehen und der nach seiner Entwicklung einem Jugendlichen gleichsteht.“

Diese Einschätzung führte mit dazu, dass eine Frau starb und 29 weitere Personen verletzt wurden. Dabei wurde Ballout bereits seit seinem 16. Lebensjahr vom Verfassungsschutz registriert und der islamistischen Szene zugerechnet. Seit November 2025 war er als „Gefährder“ eingestuft. Während die Richter von einer Formbarkeit seines Charakters ausgingen, sah die Deradikalisierungs-NGO „Violence Prevention Network“ (VPN) das anders. Abdul Ballout hatte dort zwei freiwillige Termine absolviert, und die NGO überlegte noch, ob sie ihn in ihren Deradikalisierungsprozess aufnehmen sollte. Der dritte Termin, nach dem die Entscheidung gefällt werden sollte, sollte diese Woche stattfinden.

Der VPN-Geschäftsführer Thomas Mücke sagte im ARD-Brennpunkt, dass die Sozialarbeiter „einen sehr gefassten, einen sehr vorsichtigen, einen sehr kontrollierten, einen sehr freundlichen Eindruck“ von dem Deutsch-Libanesen gehabt hätten. „Und das sind genau die Kriterien, wo wir halt merken, da kommen wir nicht wirklich an die Person heran.“ Die NGO war also anders als das Gericht der Meinung, dass Ballouts Charakter nicht wirklich formbar sei.

Wer beim Amtsgericht Tiergarten für das Urteil verantwortlich ist, wird bislang geheimgehalten. „Aus Sicherheitsgründen werden wir uns zu den Namen der Verfahrensbeteiligten nicht äußern“, antwortete die Gerichtssprecherin auf eine Anfrage von Apollo News. Es gingen bereits Drohungen gegen die an der Entscheidung beteiligten Personen ein.

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79 Kommentare

  • Passt ‚für Berlin‘. 90 Prozent der migrantischen Schüler halten Religion für wichtiger, als Regeln der Schule. (Quelle, Deutschlandfunk, 27.07.26)

  • …weisungsgebundene Justiz !

    • Sie wollen nicht kapieren das es der Auftrag im Islam ist, alle ungläubigen zu unterwerfen oder zu töten. In ganz Europa sehen wir diese Blutspur des Grauens – des Islam! Wach werden…

    • @Seemann
      Ideologisch verblendet triffts wohl am besten.

    • Fake News

  • Diese Richter dürfen nicht einfach mit minimalen Haftstrafen davonkommen. Hier muss ein Zeichen gesetzt werden um andere Juristen von ähnlichen Taten abzuschrecken.

    • Gebe Ihnen Daumen. Nich-wejen-inhald … sondern, dass Sie es dem werten Leser überlassen haben, es als böse Satire zu nehmen.

  • „… Amtsgericht Tiergarten… “ 😂

    • Die Justizsenatorin Berlins, Felor Badenberg, hat vor einer Stunde bei ntv behauptet, es hätte vorab keinerlei Hinweise auf die Tat gegeben. Sie haben jede Scham verloren.

      Minute 1:22: https://www.youtube.com/watch?v=6on5H-pyC6E

    • Parlament der Insekten… in der Nähe.

  • Deutschland sollte schnellstmöglich von Israel lernen, wie man mit potentellen Terroristen umgeht und wie sich das Land vor Terroristen schützt, die aus dem Hinterhalt unschuldige Menschen angreifen.

    • Kleine Korrektur, Israel ist der Terrorist.

      -11
      • Nein, dreckige Kriminelle Terroristen sind immer Islamisten!

    • Ähm… Gehts noch?
      Beschneide dich schon mal. Vielleicht hilft das.

      -13
      • Dich werden wir beschneiden, zack komplett ab!

    • Du willst also anfangen Kleinkinder zu bombardieren. Geh dich schleunigst deradikalisieren.

      -15
  • Tja, wer vertraut schon noch unserer Justiz.

    • Grössere Teile der Justiz, scheinen auf Grund ihres oft fragwürdigen Verhaltens, nun ein Interesse entwickelt zu haben, dass sich bald eine bewaffnete Bürgerwehr aufstellen würde, damit sie sich dann – bzw. ihren evtl. vorhandenen eigenen privaten Problemen wegen, „auf ihre „Art und Weise“ entledigen können.
      Wer kann denn heutzutage noch in Richterhirne hineinsehen ?

  • Jugendschöffengericht – also ein „echter“ (Berufs-)Richter und zwei Schöffen / Privatpersonen / ehrenamtliche Richter. Jeder hat eine Stimme, die Privatpersonen können also den Berufsrichter überstimmen.

    So ein Gericht verhandelt so einen schwerwiegenden Fall??? Unfassbar!

    • Unsere „Justiz“? Weltweit eine Lachnummer

  • Der mutmaßliche Attentäter, Abdul Ballout, ist tot. Das erinnert mehr und mehr an das Breitscheidplatz-Szenario: ein Kleinkrimineller, dessen radikalislamistischen Positionen bereits bekannt sind, begeht einen Anschlag und stirbt, ehe etwas aufgeklärt wird.

  • Auch die in den Fall verwickelten NGOs müssen verboten und ihre Mitarbeiter, Spender und ggf politische Finanziers vor Gericht gestellt werden.
    Es würde mich nicht wundern wenn bei den NGOs wieder einmal Bundesministerien beteiligt waren..

  • Drohungen gegen Richter sind nun wirklich nicht statthaft. Mach sowas nicht! Aber eine normale Revision, nach der so ein Richter dann vielleicht mit anderen Aufgaben betraut wird, wäre durchaus angebracht. Ja, es gibt Justiz-interne Kontrollmechanismen. Wenn ein Richter zu „rechte“ Urteile fällt, greifen die immer sofort. Es geht also.

    • in einem Unrechtsstaat sind Richter keine Authoritäten mehr sondern einfach der Feind und Komplize des korrupten Regimes.

  • Mit der Justiz hätte damals die Entnazifizierung nach wenigen Stunden beendigt werden können.

  • Bei allen Gesprächen mit gefährlichen Personen, egal ob vorm Gericht, bei Diagnosen durch Psychologen/Psychiater oder im Rahmen von Gefährder-/Deradikalisierungsansprachen, ist das schlichte Hauptproblem, das gern ausgeblendet wird: Man muss dem Gegenüber glauben, was es sagt. „Sehen Sie ein, dass Sie sich falsch verhalten haben?“ „Klar, ich habe mich hundertprozentig geändert.“ „Haben Sie Stimmen gehört, als sie zustachen?“ „Ja, jemand hat mich aufgefordert, das Messer zu nehmen.“ Tatsächlich hat Radikalisierung aber mit Emotionen, irrationalen Beweggründen, verinnerlichter Sozialisation, milieu- und kulturspezifischen Werten und Moralvorstellungen zu tun. Es geht nicht um die kognitive Ebene (Aussagen) – und natürlich kann ein halbwegs cleverer Angeklagter bewusst lügen. Es dürfte schwer sein, ihm nachzuweisen, dass er sagt, was man von ihm erwartet und was ihm Vorteile beschert.

  • Die Täuschungen haben erst dann ein Ende, wenn Richter haften und vom Volk gewählt werden und nicht von Parteipolitikern eingesetzt.

  • Ach Gottchen, die armen Jugendrichter wurden getäuscht.

  • „ ……Abdul B. hat die Jugendrichter am Amtsgericht Tiergarten über seine islamistische Einstellung getäuscht.“ Ok, verstehe bei Gericht ist jetzt wieder Märchenstunde😉 Abdul Ballout hatte bis dahin schon einen Haufen Einträge …..

    • Was ich ständig nicht verstehen kann, wieso ein 19- oder 20-Jähriger vor einem Jugendgericht steht?
      Mit 18 ist man volljährig, darf wählen, Alkohol bis zum Erbrechen trinken, Hasch rauchen und Auto fahren.
      Also gehört dieser Erwachsene vor ein ordentliches Gericht und nicht vor ein Jugendgericht.

      • Die von Mutti ins Leben gerufene „Teddybärwerf-Mentalität“ vieler Landsleute hat sich einem Krebsgeschwür ähnlich, in zu vielen Menschen eingefressen.

    • Der Richter schien offenbar für Märchen aus Tausendundeine Nacht empfänglich gewesen zu sein.

  • Deutsche Gerichte, sicher alles nur nach Recht und Gesetz, wo jeder gleich behandelt wird?

    So mag es vielleicht in den 1970ern größtenteils gewesen sein aber heutzutage ist die Justiz vielleicht doch etwas rassistisch?

    Ballout – Ballweg

    Michael Ballweg, Bürgerrechtler, saß wegen sage und schreibe € 19,53 angeblicher Steuerhinterziehung 9 Monate in Untersuchungshaft. Er sollte gebrochen werden, die Grünen in Baden-Württemberg, wo die Filbingers Recht und Unrecht verwechselt haben, haben diesen politischen Prozess angestoßen.

    Ballout – Ballweg

    Abdul Ballout, polizeibekannt, kriminell, darf in aller Ruhe einen Terroranschlag vorbereiten.

    Ballout – Ballweg

    Hilde Benjamin-Freisler wäre heute Bundesjustizministerende (m/w/x/d)

  • Das kommt davon wenn Richterposten mit realitätsfernen Ideologen besetzt werden. Die Zeche zahlt der Souverän!

  • „Aus Sicherheitsgründen werden wir uns zu den Namen der Verfahrensbeteiligten nicht äußern“

    AUS SICHERHEITSGRÜNDEN. Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

  • Wahrscheinlich hat er die Richter damit beeindruckt, dass er ihnen ganz fest versprochen hat, nie wieder Witze über Schwule oder Transpersonen zu erzählen und ihm das ganze Islamthema ab sofort richtig leid tue …

    • Das heutige Rechtsstudium sollte ab sofort und kompromisslos, „die islamische Rechtssprechungen“ mit ins Boot nehmen, damit keine irrationale Urteile mehr möglich sein werden.
      Sonst lassen wir unsere Zivilisation von der immer öfters tödlichen „Taqqiya“ („Lüge“) noch weiter überrollen und einlullen. Wacht auch diesbezüglich auf ! Jetzt !

  • Immer wieder lustig, wie der Islamische Staat immer die Kräfte eliminiert, die Gegner der Vereinigten Staaten sind.

    -10
  • Er war wohl ein ganz lieber, netter, einfacher junger Mann, der keiner Fliege etwas zuleide tat. Andererseits total fanatisiert und bereit, Menschen eiskalt zu ermorden. Dazu braucht es Härte und Skrupellosigkeit. Christoph Waltz könnte sich noch etwas bei ihm abschauen.

  • Hoffentlich handelt es sich bei dem Richter um einen noch lernfähigen Menschen…wie oft soll mans denn noch sagen: junge Menschen, insbesondere junge Männer, die keine Berufsperspektive haben, fallen oft auf eine Ideologie rein. Die einen als relativ harmlose klimakleber, die anderen üben sich in gendersprech….kritisch wirds wenn solche jungen Männer gewaltbereit sind (versuchte Reise zum IS…wozu?) und die ideologie der islam ist und dann Gewalt als gerecht gesehen wird. Wenn denen dann noch von irgendwlchen linken Traumtänzern eingeredet wird dass der böse Westen oder der antiislamische Rassismus etc. am mangelnden Erfolg schuld seien, dann wird da eine Radikalisierung begünstigt. Da ist nicht die AFD mitschuld. Da sind diese links woken Traumtänzer mitschuld, die den jungen Leuten keine Perspektive bieten, sondern nur Geschwätz.

  • Die Berliner „Justiz“ ist doch Teil des Problems und nicht des Rechtsstaats.

  • Jeder, der noch über ein gutes Bauchgefühl verfügt, hätte erkannt, dass der Typ „falsch spielt“.
    Allerdings wird uns immer mehr abtrainiert auf das Bauchgefühl zu hören.
    Deshalb sind so viele Menschen auch durch und durch verkopft und treffen keine guten Entscheidungen mehr

  • Diese Extremisten kommen aus einem vollkommen anderen Wertesystem, aber solange man bei dieser Klientel unsere christlich-demokratischen Bewertungmaßstäbe anlegt, wird es immer wieder zu solchen eklatanten und immer öfter auch Tote zur Folge habenden Fehlentscheidungen kommen.

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